Ölheizungssorgen

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Ölheizungssorgen

Beitragvon motorang » Fr 28 Apr, 2017 09:17

Heiho,
ich sitz im Büro und stink nach Heizöl.

Der Brenner fährt an und geht nach 4 Sekunden in Störung, das ist genau dann wenn das Siemens Steuergerät ein OK vom Landis&Gyr Flammenwächter erwartet.
Ein Motorradfreund und Schorni eilte mir zu Hilfe. Heute um 06:30.

Flammwächter vom Ölbrenner hinnich (Wenn man ihn einsteckt versagt er. Herausgezogen funktioniert er aber)
Ölentlüfter (zwischen Filter und Ölbrenner) zieht anscheinend Luft, daher verhungert der Brenner auch irgendwann, wenn der Flammwächter zwischendurch mal tut.

Beide Fehler traten in den letzten Monaten nicht immer und schon garnicht gleichzeitig auf.

Filter neu
Schläuche geprüft
Leitung durchgeblasen
Filterdichtung gewechselt

Immer wieder ging die Heizung. Mal drei Tage, mal drei Stunden. Mal ließ sie sich einfach neu starten, mal musste man bis zu 4x probieren.

Doppelfehler, zudem intermittierend, sind echt scheiße !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Derzeitiger Betrieb:
Beide Brennerschläuche hängen in einem 30-Liter Kanister.
Die Heizung wird gestartet, indem der rausgezogene Flammenwächter zuerst zugehalten wird (damit er dunkel hat, sonst wird der Brenner nicht gestartet), dann innerhalb der 4 Sekunden nach dem Zünden so hingehängt wird, dass er ausreichend Licht von einem dafür im Keller installierten Halogenstrahler bekommt.

Dann läuft die Heizung störungsfrei, bis der Kessel ausreichend aufgeheizt ist, und schaltet dann ab.

Automatisch neu starten tut sie nicht weil keiner den Flammenwächter zum starten verdunkelt. Also geht sie bei neuerlichem Startversuch in Störung. Bis ich wieder in den Keller latsche.

Hat eh nur grad einstellige Temperaturen und Dauerregen. Die Teile sind alle in Graz nicht zu kriegen oder sagenhaft überteuert.

Der Postweg dauert bis nächste, eventuell auch übernächste Woche.
Ich hab noch ein paar 25-Liter-Kanister mit Heizöl. Sicherheitshalber.
Feinfeinfein ...

Gryße!
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Re: Irgendwie... [Jammerfred]

Beitragvon Maybach » Fr 28 Apr, 2017 10:41

Schorni


ist gleich "Dreckbratze" ?

Fragt sich der

Maybach

P.S.: ... und hier schneit es seit Stunden ...
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Re: Irgendwie... [Jammerfred]

Beitragvon Dreckbratze » Fr 28 Apr, 2017 13:03

@maybach: nein, es gibt noch mehr von der sorte :grin:
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Irgendwie... [Jammerfred]

Beitragvon Maybach » Fr 28 Apr, 2017 14:30

@dreckbratze

Also gewissermaßen eine "typologische Dreckbratze" ... :-D

Nun weiß ich Bescheid.

Maybach
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Re: Irgendwie... [Jammerfred]

Beitragvon SR oldman » Fr 28 Apr, 2017 15:57

motorang hat geschrieben:...
Flammwächter vom Ölbrenner hinnich (Wenn man ihn einsteckt versagt er. Herausgezogen funktioniert er aber)
Ölentlüfter (zwischen Filter und Ölbrenner) zieht anscheinend Luft, daher verhungert der Brenner auch irgendwann, wenn der Flammwächter zwischendurch mal tut.
...

Derzeitiger Betrieb:
Beide Brennerschläuche hängen in einem 30-Liter Kanister.
Die Heizung wird gestartet, indem der rausgezogene Flammenwächter zuerst zugehalten wird (damit er dunkel hat, sonst wird der Brenner nicht gestartet), dann innerhalb der 4 Sekunden nach dem Zünden so hingehängt wird, dass er ausreichend Licht von einem dafür im Keller installierten Halogenstrahler bekommt.



Es ist immer ärgerlich wenn die Heizung nicht läuft, da ist es schon gut wenn man sich in der Not zu helfen weiss. Du bist dir aber schon im Klaren das du mit dem ausgehängten Flammwächter in die Sicherheitskette eingreifts !

Hmm, wenn der Flammenwächter ausserhalb des Brenners mit Fremdlicht funktioniert scheint er ja nicht verschmutzt. Ich denke auch der ist eher nicht defekt. Ein paar Punkte, wenn du den einsteckst, sitzt der richtig in der Halterung, wie sieht den das Flammrohr und die Stauscheibe aus ...sauber ? Es muß eine Ursache haben warum der im Dunklen sitzen bleibt. Wenn Du hast vielleicht auch mal mit einem zweites Steuergerät testen.

Wegen der Luftbildung, zum Eingrenzen auch alle Überwürfe, Quetschen und Gewindestellen kontrollieren, ggf. richtig fest ziehen. Bei zu großen Unterdruck im Leitungssystem kann zB. auch über die Ölpumpe Luft angesaugt werden.

Hast du einen vom Fach vor Ort oder pflegst und beschraubst den Brenner sonst selber?
Gruss
Peter

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Re: Irgendwie... [Jammerfred]

Beitragvon motorang » Fr 28 Apr, 2017 18:39

Servus,
danke für die vielen Anregungen. Ich hab wen vom Fach, ich bin da zu selten dran und hab auch wenig Lust auf Dieselpfoten.
Filter tauschen, Leitungen nachziehen und so geht schon ... aber in den Brenner greif ich (bisher) nicht.

Zu den Fragen:
das mit dem verarschten Flammwächter ist nur übergangsweise (Wochenende) bis die Teile da sind.
Man kann, wenn der Brenner läuft, durch das Einsteckrohr vom Flammwächter direkt in die Flamme schauen, schön hell, also im Finsteren sitzt der definitiv nicht.
Die Gummimuffe zum einstecken ist schön elastisch, da wackelt nix.
Er ist auch komplett sauber. Scheint ein Wackelkontakt zu sein, entweder lageabhängig (lässt sich nur in einer Position einstecken) oder durch den Druck, den die Gummimanschette beim Einschieben ausübt.
Brenner ist ein Olymp Silentstar made in Austria, mit Steuerung von Siemens.
Das ist der Flammwächter:
http://www.ebay.de/itm/281347155244

Der komplette Brenner war bei der letzten Kontrolle durch den Brennerservice unauffällig (Streuscheibe, Flammrohr).
Wegen der sporadischen Ausfälle hat der Brennermensch im November auf Verdacht die Düse getauscht und die Zündelektroden, und einen feineren Filter eingebaut (50 my). Mehr ist ihm auch nicht eingefallen zu den Startproblemen. Deswegen hab ich ihn jetzt auch nicht gerufen.

Der Installateur sagt: der Brenner wird schuld sein.
Der Brennermensch sagt: wahrscheinlich irgendwas am Filter oder der Leitung.

Der Motorradfreund kennt beide Welten gut genug, um bei der Fehlersuche fit zu sein.
Der baut den Brenner ohne Arme im Finsteren aus wenn's sein muss.

Deswegen bin ich grad auch guter Dinge, dass die Fehler eingekreist sind.

Es handelt sich um eine Einstranganlage mit elektrischem Absperrventil in der Rohrleitung.
Die Tanks (2x 1000 l Doppelwandtank) stehen nebenan im Öllagerkeller, kaum Höhenunterschied. Bei vollen Öltanks kriegt die Ölpumpe Druck, ab Drittel-Stand muss sie saugen.
Derzeit sind die Tanks zu 80% voll.
Dass die Leitung samt Absperrventil und Filter durchgängig ist, habe ich mit Lungenkraft getestet.
Die Verschraubungen sind alle fest.
Die Gewebeschläuche wurden vor ein paar Jahren mal getauscht (wobei die siffen wenn sie undicht werden).

Gryße!
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der da draus ein Technikthema bastelt.
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Re: Ölheizungssorgen

Beitragvon SR oldman » Fr 28 Apr, 2017 21:51

Ja ok, der ORB hat eine Gumminase womit der richtig rum eingesetzt wird. Kann man eigentlich nix verkehrt machen.

Das mit dem ausgetricksten Flammwächter macht man eigentlich nur in Ausnahmefällen zum Öl ansaugen, quasi um Öl aus den Tanks anzusaugen und die Leitung zu entlüften.
Die Sache ist eben, das wenn jetzt übers WE aus welchem Grund auch immer die Flamme abreißt, der Brennermotor/Ölpumpe weiterläuft (bekommt ja nicht mehr gesagt das die Flamme aus ist) und fleissig Öl pumpt bis der Kanister leer ist.

Was mich ein wenig verwundert, ist das bei euch so getrennt, Installateur und Brennermensch?

Auch wenn der Ölspiegel 2m höher ist kommt da kein wirklicher Druck auf Leitung und Brenner zumal ihr in der Stillstandszeit noch ein Magnetventil in der Leitung (vielleicht hat das ja einen Wackler) drin habt. Erst wenn der Brennermotor läuft baut sich auf der Saugseite ein Unterdruck auf, kann man aber genau wie die Druckseite an der Ölpumpe messen. Im Öltank sitzt auch noch ein Fußventil, welches mal gerne zuschlammt. Sollte aber eigentlich alles bei der Inspektion auffallen. Ist das System schon länger als Einstrang ausgelegt?

Gruss Peter
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Re: Ölheizungssorgen

Beitragvon motorang » Sa 29 Apr, 2017 01:27

Servus Peter
Das ist eine Einstranganlage seit Einbau etwa 1984.
Der Brennermensch ist der Werkskundendienstler vom Brennerhersteller. Der rührt nur seinen Brenner an, sonst nix.
Öldruck hat der allerdings nicht gemessen, das wäre mir aufgefallen. War auch kein Komplettservice sondern nur Störungsdienst, zudem am Wochenende zum Doppelten Tarif ...

Installateur hab ich leider keinen vernünftigen derzeit. Der kann schon Wasser nicht ordentlich, an meine Heizung lass ich den sicher nicht. Vier Besuche zur sachgemäßen Installation eines neuen Spülkastens (Unterputz), nur für sein Gewerk, ohne irgendwelche Baumaßnahmen :omg:

Zurück zum Thema:
Das Magnetventil schaltet vernehmlich, und geprüfterweise ist ja auch Durchgang da.
Bodenventil werd ich mir trotzdem noch anschauen, der Fehler ist allerdings auch aufgetreten, als wir die Ölleitung vor dem Filter getrennt haben und ab DORT einen Schlauch in einen Ölkanister gehängt haben.
Auch da war reichlich Luft (Schaum) im Entlüfter.

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Re: Ölheizungssorgen

Beitragvon Myke » Sa 29 Apr, 2017 08:26

ich hatte ein ähnliches problem bei meiner 93er windhager anlage. bei mir wars definitiv der bodensatz im tank. meine heizung zutzelt via tauchrohr. massnahmen: bodensatz raussaugen und tauchrohr geringfügig kürzen. dann war ruhe.
ergänzend bekommt die brennerdüse jährlich ein us-bad. kleiner aufwand, grosse wirkung. der düsenverbrauch hat sich verdrittelt.
wo i foah, wochst nyx mehr.......
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Re: Ölheizungssorgen

Beitragvon Mister B » Sa 29 Apr, 2017 17:11

Ich fühle mit Dir, habe ich doch gleichzeitig ein Problem mit der Temperarturüberwachungssonde
an unserer Heizung. :ugly:

Grüße
MB
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Re: Ölheizungssorgen

Beitragvon motorang » Sa 29 Apr, 2017 19:22

Myke hat geschrieben:ich hatte ein ähnliches problem bei meiner 93er windhager anlage. bei mir wars definitiv der bodensatz im tank. meine heizung zutzelt via tauchrohr. massnahmen: bodensatz raussaugen und tauchrohr geringfügig kürzen. dann war ruhe.
ergänzend bekommt die brennerdüse jährlich ein us-bad. kleiner aufwand, grosse wirkung. der düsenverbrauch hat sich verdrittelt.


Interessehalber: selber gereinigt? Mit welchem Werkzeug?

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Re: Ölheizungssorgen

Beitragvon Dreckbratze » Sa 29 Apr, 2017 19:27

in meinem elternhaus haben wir nie den tank gereinigt/reinigen lassen. wohlgemerkt: mein vater war und mein bruder ist heizungsbauer. der alte tank war noch ein kellergeschweisster stahltank. als die sedimente mal ne gewisse höhe erreicht hatten, wurde einfach das saugrohr etwas hochgezogen. und immer schön beim tanken die heizung ein paar stunden aus lassen, bis der dreck sich wieder abgesetzt hat :wink:
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Re: Ölheizungssorgen

Beitragvon Myke » Sa 29 Apr, 2017 21:11

nö, die dreckbratze aus der elisabethstrasse hatte so eine art grossen industriestaubsauger. damit ist er bei beiden tanks rein und hat vorsichtig den bodensatz abgesaugt.
am ende waren 3 oder 4 20l kanister voll. aufwand 20 min. was ich bezahlt habe, weiss ich nimmer, aber war net arg.

das gute an meinen tanks ist, dass sie semitransparent (so milchig) sind. da sieht man recht gut, wenn der schlatz ansteigt.

selbiger schornsteinfegerbetrieb hat auch mein völlig versottetes kaminrohr für den feststoffkessel gereinigt. kontrollierter kaminbrand. war beeindruckend.
zuallererst hatte ich ja einen "normalen" kaminbrand, war NICHT lustig. nun ja, ich heize kein grosslumiges holz mehr. :roll:
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Re: Ölheizungssorgen

Beitragvon Dreckbratze » Sa 29 Apr, 2017 21:24

:grin:
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Re: Ölheizungssorgen

Beitragvon ABr » Mo 01 Mai, 2017 00:36

Als sich bei unserer Heizungsanlage Luft und Schaum im Filter gebildet hat und der Brenner nach kurzem Lauf wieder aus ging hatte ich auch eine verstopfte oder undichte Ölleitung vermutet. Habe das Ansaugrohr aus dem Tank gezogen und versucht mit Druckluft auszublasen. :omg: Seitdem weiß ich, dass nach dem Ansaugfilter der Lanze noch ein Rückschlagventil sitzt. Mein Gott, war das eine Schweinerei. Plötzlich stand ich in einer riesigen Heizölwolke, Haare, Gesicht, alles eingenebelt - und kein Warmwasser in der Dusche. Von meinem Bruder kam dann der Tip das Magnetventil zu tauschen und daran lags letztendlich auch. Frag mich nicht, was daran kaputt war, vielleicht undicht so dass hier Luft ins System gelangt ist? Die Ölleitung ist bei uns bis zum Erdtank recht lang.

Andreas
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