Hilfe beim Gespannkauf

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Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon tian1979 » Mi 27 Dez, 2017 14:50

Hallo zusammen, ich habe dieses Gespann (aprilia pegaso 650) nicht weit weg von mir gefunden und möchte mir dieses morgen anschauen. Motorräder habe ich schon oft gekauft und weiß wonach ich schauen muss.
Meine Erfahrungen mit Gespannen sind leider nur sehr marginal. Außer auf dem TT wo ich mit Falk seiner Ural die Rodelpiste ein paar mal hoch und runter bin und auf der Henneburg Falk seinen Schwenker gefahren habe hab ich keine weiteren Erfahrungen im bewegen solcher sammeln können.
Das Gespann auf den Bildern hat um die 20 tkm runter und soll technisch sehr gut da stehen (kein Winterbetrieb) und ist seit 15 Jahren in zweiter Hand. Preislich sind 4500 Euro VB angesetzt. Kann jemand anhand der Bilder und der Art des Umbaus etwas sagen wie sich so etwas fährt, ob das ein vernünftiger Umbau ist und ob das preislich okay ist?
Vielleicht hat der eine oder andere noch einen Tipp auf was ich achten sollte?

Über Ratschläge und Tipps würde ich mich sehr freuen!

Viele Grüße
Christian
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon kahlgryndiger » Mi 27 Dez, 2017 16:49

Ich halte den Preis für günstig. Ist das der 650er Rotax? Auch den halte ich entgegen der Meinung vieler Anderer für tauglich. Braucht halt Drehzahl ist aber haltbar.
Ist immerhin mit Vorderradschwinge. Und an der Optik kann man arbeiten ...

Verena fährt ja schon länger ein F650 Gespann mit mittlerweile knapp 50 tkm auf der Uhr. Läuft prima.

Edit fragt noch ob das ein 15'' Hinterrad ist? Wenn ja, noch besser.
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon Lederclaus » Mi 27 Dez, 2017 17:17

Christian, was ich auf den unscharfen Bildern erkennen kann. läßt keine wirklich detaillierte Aussage zu. Ich sag mal was dazu:

Der Hilfsrahmen scheint solide zu sein , zumindest hat er mal einen Käfig untenrum, um die Kräfte in beide Seiten einzuleiten. Nicht verkehrt.
Die Diagonalstreben sind erstmal auch richtig angebracht (was ich so sehen kann)
Die Schwinge sieht aus wie eine leichte, einfache Walter- Schwinge. Brauchbar. (Bei dem Preis eine Vorderradschwinge ist sehr gut)
Der Lenkungsdämpfer wird zu fest sein (EML). Da gehört was Weicheres rein (85 bis 125 Euro, je nach Ausführung)
Schmales Vorderrad ist gut, keine Spurrillenempfindlichkeit und günstige Reifen. Bei der Leistung geht das auch wohl mit dem Wegschieben beim Beschleunigen.
Autorad hinten ist gut.

Die hohe Scheibe find ich schlecht, scheint auch gerissen zu sein, damit gibt es keinen TÜV, ich würd die eh wechseln genau wie den "Hochsitz" :smt078
Einsteigen ist bei dem kleinen Jewell etwas Aktion, geht nur bis ca 1,75 cm Körperhöhe und schlanker Figur. Ist auch recht eng da drin.
Topcase ist bodenhäßlich und läßt sich bestimmt recht einfach entfernen.
Hagon Dämpfer sind unterstes Regal, funktionieren aber meist erstmal.
Der in den Rahmen seitlich eingeschraubte Hilfsrahmen gefällt mir nur, wenn im Rahmen Hülsen eingeschweißt sind, damit er sich nicht zusammen quetscht (kontrollieren)

Generell: Kukk mal nach dem hinteren Federbein. Das Original kann Gespann auf keinen Fall und sollte gegen was Stärkeres getauscht werden. Wenn schon vorhanden: Sehr gut. Sonst 300-600 Euro
Beiwagenbremse? Wäre ganz gut. Nachrüsten kostet. Geht aber zur Not auch ohne bei dem leichten Gespann und unter 50 PS.
Radlager prüfen, eh klar.
Papiere sollten für dein Land vorhanden sein und auch TÜV bzw Pickerl. Mit den Alufelgenringen am Motorrad gibt es bei Neuabnahme in Deutschland Probleme (ggfs mußt Du das auf Stahlfelgenringe umbauen, kostet Geld)
Setz dich auf das Gespann und schwanke mal kräftig hin und her. Da darf nichts knacken oder knistern, sonst sind entweder Schrauben lose (meist durch Korrosion oder nie nachgezogen worden)oder irgendwo hat was aufgegeben
Lenker mal ganz hin und her drehen. Hat der Lenkungsdämpfer in Mittelstellung noch Dämpfwirkung?
Ganz langsam schieben und dabei vorne stotternd bremsen, klappert was? Lenkkopflager defekt.
Kukk dir die Elektrik gut an. Geht alles zuverlässig? Da gibt es öfter Masseprobleme.

Wie fährt sich sowas? Wenn hinten ein vernünftiges Federbein verwendet wurde und die Spur und der Sturz stimmen, sollte das mit der Schwinge leicht und einfach fahren. Das Motorrad ist hoch und der Beiwagen schmal, kommt also recht leicht hoch in Rechtskurven. Erstmal Gewicht in den Beiwagen (so 25, 30 kg). Bremsen sollte es ziemlich geradeaus. Zumindest, wenn man mit beiden Betriebsbremsen bremst.
Mit diesem harten Lenkungsdämpfer kann es sein, daß das Gespann beim Lastwechsel dazu tendiert, nach rechts in die parkenden Autos zu lenken. Aufpassen!
Ansonsten sollte das ein relativ gutes Anfängergespann sein, auch wenn ich eine Aprilia nicht geschenkt haben wollen würde (das ist aber Ansichtssache).

WENN das Gespann technisch in Ordnung ist und mindestens ein Jahr TÜV hat, ist der Preis eher niedrig.Dafür bekommt man kaum ein halbwegs brauchbares 750er Uralgespann.
Du solltest in den ersten 1 1/2 Jahren nach dem Kauf mit 30 bis 50 % der Anschaffungskosten für Reparaturen und Verbesserungen rechnen.

Zusammenfassend: Kuck auf die Papiere, ob Du ohne Umwege gleich zulassen kannst. Wichtig. Kukk auf Verschraubungen und Lager, da darf es nicht knacken oder wackeln. Kukk nach Beschädigungen am Rahmen, Speichen, Felgenringen.
Kukk nach der Elektrik, muß alles wirklich einwandfrei klappen (auch die blöden Sofitten-Birnen am Beiwagen). Das der Motor einwandfrei anspringen und laufen muß, ist eh klar. Die Kupplung ist bei dem Modell etwas problematisch. Sie darf nicht rutschen (war da nicht was mit ner dreikantnuß, die man nicht zu kaufen kriegt? Irgendwas klengelt ganz hinten in meinem Gedächtnis)

Grüße...
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon Straßenschrauber » Mi 27 Dez, 2017 17:23

Gefällt mir, die Kaufberatung. Wieder was gelernt!
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon fleisspelz » Mi 27 Dez, 2017 20:12

Perfekt Claus :smt023

Eine Ergänzung zum Motorrad:
Die Pegaso ist mit der BMW 650 wie z. B. Verena eine hat bis auf den Zylinderkopf identisch. Die laufen nebeneinander vom Band. Die BMW ist ein Vierventiler während die Pegaso deren fünf hat. Bis auf den ewig beleidigten Anlasserfreilauf eigentlich ein unauffälliges Eisen. Ersatzteile kosten bei BMW deutlich weniger
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon Uwe Steinbrecher » Mi 27 Dez, 2017 20:32

Hallo Christian
Auf den Bildern ist ja wirklich wenig zu erkennen.
Immerhin bilde ich mir eine einen Bremsausleger für eine Seitenwagenbremse gesehen zu haben.
Wäre ja nicht schlecht.
Claus hat zum Technischen schon alles gesagt.
Ich vermute das ist ein kompletter Gespannumbau von Walter. Dann hätte das ganze schon Hand und Fuß.
Wenn du beim Anschauen nicht eine totale Möhre vor findest.
Kauf! :-D
p.s
Die Seitenwagenscheibe und der Sitz!??????
Und erst dieses Topüberseekoffer :smt009 :smt078




Irgendwie gefällt mir das. Hauptsache praktisch. :weg:
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon tian1979 » Mi 27 Dez, 2017 21:35

Danke für die Tipps besonders von Claus :danke: ich werde diese Sachen berücksichtigen und stehe morgen ein wenig schlauer vor dem Teil.
Der Verkäufer hat was von Gespannbauer Walter erzählt aber da Frage ich morgen nochmal nach. (Das Telefonat mit dem Verkäufer war ganz kurz weil er gerade wenig Zeit hatte) Den Seitenwagen würde ich am liebsten zu einem Lastenbeiwagen abändern so ähnlich wie Uwe seinen "Sarg". Bin ganz gespannt auf morgen und halten Euch natürlich auf dem laufenden und eventuell erscheine ich zum TT dann mit drei Rädern.
Nochmals Danke für die schnelle Hilfe :danke:
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon Lederclaus » Mi 27 Dez, 2017 21:55

Fa Walter ist sehr nett und kooperativ, wenn man Teile braucht. Ich kaufe selbst manchmal dort ein.EInen richtigen Lenkungsdämpfer bekommst Du dort auch, falls notwendig.

Wenn das (wie Justus schrieb) ein kwasi- Zwilling der BMW Rotax ist, schau unbedingt auf die Wasserpumpe (links unten am Motor, da siehst Du den Schlauch reinlaufen) Unten am Gehäuse ist eine kleine Bohrung. Wenn da Kristalle (getrocknetes Kühlmittel) sind oder ein Tropfen hängt ist die Wasserpumpe hin (die ist nur in steifem Silikonfett und einem Simmerring gelagert. Ehrlich :dumm: ). Bei 20K km sollte da noch nix sein.
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon Matthieu » Mi 27 Dez, 2017 23:15

Ich hatte ein paar Jahre ne Pegaso.
In der Zeit bin ich ca 25 tkm mit der gefahren. Die Wasserpumpe musste ich zweimal wechseln. Optisch waren es genau diese Kristalle die Claus beschrieben hatte.
Wie es bei dieser Pegaso ist, weiß ich nicht. Meine 97er hatte mit BMW wenig gemeinsam.
Ich habe sie abgeben, da der Vergaser irgendwann gesponnen hat. Mit Choke lief sie und ich konnte auch 20 km so fahren. Sobald ich den Choke raus genommen hatte, lief sie unrund. Vergaser reinigen im Ultraschallbad hat nix geholfen. Auch ein Bekannter mit ner eigenen hauptberuflichen Motorrad Werkstatt hat kapituliert. Also achte auf den Motorlauf ohne Choke.
Spaß hat der Einzylinder aber schon gemacht....
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon tian1979 » Do 28 Dez, 2017 12:43

Hallo, habe mir das Gespann gerade angeschaut. Zum positiven: es fährt sich richtig gut. Lastwechsel haben keine grossen Einflûsse. Bin bis 100 kmh schnell gefahren. Habe mich sicher gefühlt. Auch beim stärkeren beschleunigen und bremsen nichts ungewöhnliches festgestellt. Kein Spiel am Rahmen und Lenkkopflager festgestellt. Wasserpumpe dicht. Das Motorrad wurde 2003 nach einem Unfall von Walter zum Gespann umgebaut. Seit dem ist es beim jetzigen Besitzer. Der hat damit nur die Enkelchen bespasst und ist Feldwege abgefahren. (Hat Landwirtschaft) die 21 tkm glaube ich. Kettensatz und Bremse am Moped i.o.

Negativ: alle drei Reifen müssen neu da zu alt, Bremse am Seitenwagen ohne Funktion. Keine Bremsflüssigkeit im Ausgleichsbehälter vorhanden. Bremsleitung an einer Stelle angescheuert und korrodiert. Vielleicht da auch undicht konnte ich so nix erkennen. Öltemperaturanzeige im Cockpit defekt, HU läuft im Februar ab. Rahmen hat leichten Flugrost u.a auch vom aufsetzen auf Feldwegen, leichte Schleifspuren aber nix wildes. einen Nachweis über Inspektionen gibt es nicht. Preislich sind wir jetzt bei 4000 Euro. Bilder stell ich gleich noch ein. Eure Meinung würde mich interessieren.
Viele Grüße
Christian
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon tian1979 » Do 28 Dez, 2017 12:46

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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon Uwe Steinbrecher » Do 28 Dez, 2017 12:57

Nimm es.
Wenn die Kiste gut anspringt, nix wackelt und so wenig KM hat. wirst du vermutlich für das Geld nichts besseres finden!
Kaufpreis + 500€ für fällige Arbeiten.
Reifen, Bremse und große Inspektion incl. aller Flüssigkeiten und Filter + evtl neuer Brembeläge
Gebremster Seitenwagen, Schwinge und ein sauberer Umbau sind das Geld schon alleine wert.
Meine Meinung halt 8)
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon fleisspelz » Do 28 Dez, 2017 13:03

Der Preis ist angemessen bis günstig. Wenn es Dir gefällt, damit zu fahren, dann nimm es.


Matthieu hat geschrieben:... Meine 97er hatte mit BMW wenig gemeinsam. ...

Wikipedia hat geschrieben:Die Aprilia Pegaso 650 ist ein Motorradmodell des italienischen Herstellers Aprilia. Die Pegaso 650 hat sich von einer eher rauen Straßenenduro (bis 1996) über ein reisetaugliches Spaßmotorrad (1997–2003) zu einer Supermoto (Strada, Factory) -Funduro (Trail) entwickelt (2004–2009).

... Von 1993 bis 2000 stellte Aprilia auch die BMW F 650 am gleichen Fertigungsband her, der Rotax-Motor in der BMW hat jedoch nur vier Ventile, eine gleitgelagerte Kurbelwelle und ist anders abgestimmt.
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon Therion » Do 28 Dez, 2017 13:29

O.T.
am gleichen Fertigungsband her


D.h. aber nur das die Mopeds in den Abmessungen so gestaltet sind das sie beide mit den gleichen Maschinen, Werkzeugen und Arbeits Know How gefertigt werden können. Ist ja oft üblich verschiedene Produkte auf einem Band zu fertigen ohne das die besonders viele Gleichteile hätten.

Interessant wär eine Gleichteileliste der F650-Pegaso, da Aprilia ja nicht grad für seine super Ersatzteilversorgung bekannt ist.

Greetz
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Re: Hilfe beim Gespannkauf

Beitragvon Lederclaus » Do 28 Dez, 2017 13:57

Christian, es ist also ein preiswerter Walter Umbau. Das ist gut. Mit 500 wirst Du mit Reifen und Bremse nicht ganz hin kommen aber dort in der Nähe landen.
Das Gespann ist günstig, um das Geld gibt es niggs als MZ und Ural sonst. Oder eine schlimm verbastelte R65 mit Russenbeiwagen oder ein Gespann aus Holland, das keine Perspektive auf Zulassung hat.

Der Rost und Gammel ist normal bei dem Preis. Ohne Gammel, mit voll funktionsfähiger Bremse und neuen Reifen und TÜV sprechen wir eher über 7 k€. Der Umbau wird so zw 7,5 und 9 k€ kosten, wenn Du so ein Motorrad zu Walter bringst und daraus so ein Gespann haben willst. Die Karre ist also kwasi ein Sonderangebot für 4k.

Die Bremsleitung gibt es günstig als Anfertigung bei Melvin Stahlflex, Reparaturteile für den Rest der Bremse gibt es gebraucht (Pumpe und Zange) und neu (Beläge und Innereien von Pumpe und Zange). Sowas muß man mit Augenmaß angehen.
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