Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

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Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon motorang » So 04 Sep, 2016 12:53

Hallo
ich glaub mein geliebtes C-TEK Ladegerät macht schlapp. Angeschlossene Motorradbatterien werden nicht erkannt bzw nicht geladen.
Ich hab ein kleines preiswertes regelbares Labornetzteil, das 30V 2A kann, was mir für die Motorradbatterien reichen würde.
Zumindest um zu schauen ob die Ladung annehmen, und wenn ein normales Spannungsniveau erreicht ist kann ich's nochmal am C-TEC probieren.

Aber wie stell ich's an?
Es handelt sich um wartungsfreie Bleibatterien.

Netzteil einschalten, auf 14 Volt einstellen, Batterie dran.

Dann warten bis ... ja bis wann denn? Bis der Ladestrom nicht mehr merklich sinkt?

Gryße!
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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon K-Mehl-Treiber » So 04 Sep, 2016 13:03

Einstellen auf max. 13,8V

Der Ladestrom bei voller Batt geht dann runter auf 20 bis 50mA.
Jr nach größe des Speichers ist der Dauerladestrom unterschiedlich.
Wenn nur 13,7V eingestellt werden, dann wird ganz sicher nix überladen. Auch beiden neuen Calzium Blei Akkus nicht.
Wenn Strombegrenzung vorhanden, würde ich die auf max Kapazität 1/10 einstellen. Bei Akkus unter 15Ah würd i da max. 1A einstellen. Je kleiner desto weniger.

Wenn keine Strombegrenzung, dann am Anfang halt mit weniger Spannung, so dass sich die Batt nicht mehr als eben ca. 1A genehmigt.

Falls ich wo falsch liege, möge man mich korrigieren.

SG
Markus
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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon hiha » So 04 Sep, 2016 13:10

Da stimm ich Dir voll zu, ich lad meine Bleiakkus immer mit dem Labornetzteil. Bei Wartungsfreien steht die Spannung oft drauf, Normalakkus dürfen üblicherweise höher.
Strombegrenzung stell ich bei XT500-Akkus auf 200-300mA, Spannung 14V oder bei "normalen" auf 14,4V. Wenn der Akku voll ist, und noch nicht sulfatiert oder was, geht der Strom gegen null. Man kann ihn dann auch hängen lassen.

Nimmt der Akku anfangs nix an, kann man ihn oft mit 30V und mehr wieder zur Stromaufnahme "überreden". Da muss man aber daneben sitzen bleiben und den dann oft lawinenartigen Stromanstieg überwachen und ggf. runterregeln.

Gruß
Hans
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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon fleisspelz » So 04 Sep, 2016 13:26

motorang hat geschrieben:...
ich glaub mein geliebtes C-TEK Ladegerät macht schlapp....

Ich hab zwei Stück übrig. Magst eines von der Burg mitnehmen?
..........................
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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon BMW maniac » So 04 Sep, 2016 13:28

Hallo Andreas, ich schick Dir mal 'n pdf von einer Präsentation.

Da kann man eine Wissenschaft draus machen ...

Kurzfassung:
Fahrzeugbatterien mit 12 A pro 10 Ah laden.
Ladespannung auf 6 * 2,4 V = 14,4 Volt einstellen.
Wenn das Netzteil von Stromregelung (Überlast) auf
geregelte Spannung umschaltet (nach ca. 3h) , dann
den Strom auf ca. 0,4 A pro 10Ah reduzieren und
Spannung hoch drehen. Ladeende nach ca. 7h

Mein Uralt Auto-Ladegerät macht es so wie Du vorgeschlagen hats:
Konstant-Spannung wird geliefert und der Strom geht nach ein paar Stunden runter.

Viel Erfolg und Grüße!

Andreas
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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon motorang » So 04 Sep, 2016 13:28

grad geschaut, es kann eh nur 16 V. Keine Begrenzung.

2 Fragen:

1 Hab seit gestern einen 2Ah Akku drangehabt. Netzteil auf 14 V (Kann bis zu 14,4 max, Dauer 13,8. Strom blieb bei 1 A. ?

2 4 Ah Akku. Zuerst resultierten nur 100 mA Ladestrom aus den eingestellten 14 V. Hab für etwa 10 sec. 16 V draufgegeben, dann wieder 14 V. Jetzt Ladestrom bei 13,8 V > 3 Amp, bei 14 V > 4 Amp. Ungesund, oder?

@Justus: gerne!
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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon BMW maniac » So 04 Sep, 2016 13:38

motorang hat geschrieben:grad geschaut, es kann eh nur 16 V. Keine Begrenzung.

2 Fragen:

1 Hab seit gestern einen 2Ah Akku drangehabt. Netzteil auf 14 V (Kann bis zu 14,4 max, Dauer 13,8. Strom blieb bei 1 A. ?

2 4 Ah Akku. Zuerst resultierten nur 100 mA Ladestrom aus den eingestellten 14 V. Hab für etwa 10 sec. 16 V draufgegeben, dann wieder 14 V. Jetzt Ladestrom bei 13,8 V > 3 Amp, bei 14 V > 4 Amp. Ungesund, oder?

@Justus: gerne!


Nochmal hallo, wir sprechen schon von Blei-Akkus oder?
Bei Ni-Cd/Mh oder so, is' das nochmal deutlich komplizierter ... u.a. wg. Temperatur.

Grüße
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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon motorang » So 04 Sep, 2016 14:28

ja, Bleigel oder Bleivlies ..i'
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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon K-Mehl-Treiber » So 04 Sep, 2016 14:33

Wie leer/ alt/malträtiert iss denn der 2Ah Akku?
4A iss sehr viel.
Noch gerade gut und nur sehr tiefentladen?

Alles Fragen, die große Einflüsse aufs Laden haben.
Gehn die 3A nach 10 min zurück, oder bleiben die konstant?

SG
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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon schnupfhuhn » So 04 Sep, 2016 14:40

Bleigeler lädt man unter der Gasungsspannug, also mit 13,8V. 14,4 putzt die Platten, gast aber etwas. Das mögen Bleigeler nicht.

Gruß,
Andreas
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon motorang » So 04 Sep, 2016 14:52

Es liegt am Netzteil.
Hab per Multimeter nachgemessen.
Die Volt stimmen, aber bei der Ampere Skala haben die sich vertan, die misst in Zehntel Ampere, ist aber in A angeschrieben. Puh.

Also:
Der 2Ah Akku hat zuletzt 100 mA Dauerladung bekommen (nicht 1 A)
Der 4 Ah Akku hat bei 14V 200 mA Aufnahme.

Besser!

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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon Aynchel » So 04 Sep, 2016 16:25

ich hab ein Netzteil von Conrad Elektronik
bis 30V und 2,5A
da stelle ich die Ladeschlussspannung 13,8V ein
und schliesse es kurz
um den max Ladestrom einzustellen, üblicher weisse 1/10 der Accu Kapazität
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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon Rei97 » So 04 Sep, 2016 17:25

Also:
Die Ctek weigern sich, kaputte Akkus zu akzeptieren.
Da tut sich dann einfach nix.
So einen 2Ah Akku vom Suzilein hab ich mit Waschmittel und viel Wasser wieder ans Laufen gebracht.
Das war ne riesen Sauerei aber nach der Behandlung mit neuer Säure waren die 6V länger am Start, bis das wieder zusammen brach.
Fazit:
Wartungsfreie Akkus, gar Gelis sind , wenn das Ctek sie nicht mehr erkennt, reif für den Recyclinghof Säureakkus mit Stöpseln meist auch, aber man kann sie mit dem Säureheber testen. Das Ctek kann nichts dafür, es ist eben so programmiert.
Hänge es mal an einen Autoakku und Du wirst sehen.
Regards
Rei97
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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon motorang » So 04 Sep, 2016 18:27

Servus,
wenn das CTEK 3600 glaubt, dass ein Akku kaputt ist, dann versucht es zu laden.
Dann geht zuerst die Ladeleuchte an. Wenn das nicht geht, blinkt es entsprechend.

Meines tut auf der Auskunftseite garnix mehr. Hab es bei drei Akkus getestet (und es KANN auch Geakkus, ich hab es seit vielen Jahren und fahr fast ausschließlich solche ...).

Ich schließe es an 230V an - keine Anzeige.
Ich hänge eine Batterie an - die Standbyleuchte geht an. Es erkennt also, dass da was dran hängt.
Danach ist es völlig wurscht welches Programm ich wähle, die entsprechenden LED bleiben aus (Laden - Voll - Störung).
Hänge ich ein Amperemeter zwischen Batteriepol und Ladekabel, messe ich 0 mA. Also nicht mal einen Versuch ...

Ergo wird es entsorgt.

Meine Autobatterien sind übrigens auch alle Bleivlies, AGM oder Spiralzellenakkus.

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Re: Motorradbatterie mit Labornetzteil laden

Beitragvon hiha » So 04 Sep, 2016 19:04

motorang hat geschrieben:Ergo wird es entsorgt.

Aber einen solch seelenlosen Kaffevollautomaten hast Du wiederbelebt? :fiessgrinz:

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