Welcher Kettensatz?

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Re: Empfehlung: wecher Kettensatz für eine XT500 1U6

Beitragvon mike58 » Di 24 Okt, 2017 19:22

Wie oben beschrieben,
Auf dem Dyno, der Schlimmste, hatte 15 Pferdchen eingebüßt, wo nach säubern und spannen wieder 8 Ps gefunden werden konnten, weitere 2PS mit ordentlich Ventilspiel und Steuerketten spannen. In der Regel fehlen von der Kupplung auf die Straße 4 bis 8 Ps was gute Werte sind, Kardanmodelle fehlen mehr je nach dem wieviel und wie oft man ums Eck muß, rein technisch gesehen, Winkeltriebe halt. Reine Lebenserfahrung, eine Anpassung der Vergaser Ansauglängen usw bringt oft mehr Füllung in die Leistungskurve wie manche denken.1-1,5 Ps mehr in der mizttleren Drehmomentkurve macht Fahrerisch oft mehr Spaß als sonst was, darum sprech ich auch immer von Optimieren und Feinabstimmen als von Tuning, was im Grunde genommen übersetzt das Gleiche heißt. Wer gut schmiert der gut fährt.
LG
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Re: Empfehlung: wecher Kettensatz für eine XT500 1U6

Beitragvon Straßenschrauber » Di 24 Okt, 2017 19:28

Hast Du mal den Unterschied zwischen einer Standard-Kette und einer beringten Kette messen können?
~-o|-
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Re: Empfehlung: wecher Kettensatz für eine XT500 1U6

Beitragvon mike58 » Di 24 Okt, 2017 19:33

der Unterschied,
O-Ring oder nicht ist minnimal, wobei zwischen ganz neu und eingelaufen und ein paar mal nachgescmiert mehr macht als man denkt. Wobei das auch für O- Ring lose gilt X oder O ist reine Glaubensfrage.
LG
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Zuletzt geändert von mike58 am Di 24 Okt, 2017 19:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Empfehlung: wecher Kettensatz für eine XT500 1U6

Beitragvon mike58 » Di 24 Okt, 2017 19:47

Nachsatz,
eine falsch gepflegte, falsches Reinigungs und Schmiermittel (wenn sich die O- Ringe auflösen), sind oft schlechter ist als eine Konventionelle, ich steh auf den Pflegeaufwand, es pflegt die Routine und beim Putzen sieht man was unsere Schätzelchen so brauchen, ebenso erhöht sich die Bindung zwischen Fahrer und Fahrzeug, da muß ich der Kleinen nicht mal nen Namen geben, wenn man sich bei den Kosenamen bis zu Miststück versteigt, sollte man sich vielleicht mal selbst an der Nase nehmen, so ein Muli tritt nicht ohne Grund zurück, das lieb ich an den Dingern so, das läßt sich auch nicht weg diskutieren, ne, das is so wie es ist.
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Re: Welcher Kettensatz?

Beitragvon hiha » Mi 25 Okt, 2017 05:08

Der Steffi Graf hat mal gemessen, und konnte kaum einen Unterschied zwischen X-Ring und ringloser Kette feststellen. Da ich im XS-Forum aber nicht zugegen bin, sollten wir einen Dortigen fragen.

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Re: Welcher Kettensatz?

Beitragvon Maybach » Mi 25 Okt, 2017 06:56

Ich habe grad mit Steffi gesprochen. Gemessen hat er da niXS, weil das mit vertretbraem Aufwand wohl auch nicht machbar ist.

Aber:
Bei neuen Ketten mit neuen Ritzeln beträgt der Unterschied zwischen abgedichteten und offenen Ketten maximal 20%. Aber Achtung: gemessen auf einen Wirkungsgrad von 98%, den solche Ketten in neuem Zustand haben. D. h., wenn die offene Kette 2 % Verlust hat, dann hat die abgedichtete 2,4%. Und das merkt mal keiner. Alle anderen Zahlen kämen daher, dass die Unterscheidung von Reibungsverlust und Wirkungsgrad nicht verstanden sei.
Es ist ja auch nachvollziehbar: würde die Kette eines mit 100 PS laufenden Motorrads einen Reibungsverlust von 20% der Motorleistung erzeugen, dann würde diese Kette sehr schnell in einen rötlich leuchtenden Glutzustand übergehen ...

Tatsache sei auch, dass eine offene Kette bereits nach 500 km soviel Verlust an Schmierung hat, dass sie neu ausgekocht werden muss, um weiter einen guten Wirkungsgrad zu haben - der aber schon bei dieser geringen Strecke deutlich schlechter sei als der einer abgedichteten Kette.
Und noch was: der Unterschied zwischen O-Ring- und X-Ring-Ketten sei im Wirkungsgrad kaum messbar. Die X-Ringe halten einfach länger, weil sie dieses "Fett-Reservoir" haben ...

Ich hoffe, ich habe das alles recht verstanden. Und auch so übermittelt.

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Re: Welcher Kettensatz?

Beitragvon hiha » Mi 25 Okt, 2017 08:32

Maybach hat geschrieben:Es ist ja auch nachvollziehbar: würde die Kette eines mit 100 PS laufenden Motorrads einen Reibungsverlust von 20% der Motorleistung erzeugen, dann würde diese Kette sehr schnell in einen rötlich leuchtenden Glutzustand übergehen ...

...was sie auch tut, wenn man sie in einen geschlossenen Kasten packt. Das ist der Hauptgrund, aus dem es geschlossene Kettenkästen nur an Mopetten bis etwa 30PS gibt. Drüber wird die Kühlung kritisch, und die Dinger überhitzen.

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Re: Welcher Kettensatz?

Beitragvon motorang » Mi 25 Okt, 2017 08:34

In der vom Helmut am Fredeingang verlinkten Tabelle ist der Laufleistungsunterschied zwischen der einfachsten Rollenkette ohne Abdichtung (100) und der besten abgedichteten Kette der gleichen Dimension (4000) angegeben (in der Abteilung 530) - das ist der Faktor 40!?
Nachdem die Tabelle von DID stammt und sich ausdrücklich auf Motorradketten bezieht, nehme ich mal an, dass da nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden und nicht beide Ketten ohne jegliche Schmierung von außen getestet wurden - allerdings kann ich mir diesen Unterschied eigentlich nicht mal dann erklären.

Nehmen wir mal an, die gedichtete läuft 40.000 km - dann wäre die ungedichtete ja schon nach 1000 km im gleichen Verschleißzustand = kaputt ???

Irgendwie macht das die ganze Tabelle ein wenig unglaubwürdig.

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Re: Welcher Kettensatz?

Beitragvon schnupfhuhn » Mi 25 Okt, 2017 09:03

Tust halt aufpassen, die gesamte Längung mit dem Scottoiler kann in einem Glied stecken. Also trotzdem zwischendurch mal genauer hinschauen.

Ich kann dem Mike nur zustimmen, in der Nulleistungsklasse braucht es keine O-Ringe. Aber Kettenpflege. Unschön: Die Kette ohne O-Ringe streckt sich recht ordentlich auf den ersten paar Metern. Dann wird es besser. Wenn es dann wieder losgeht raus damit bevor sie schnalzt...

Gruß,
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Re: Welcher Kettensatz?

Beitragvon Rei97 » Mi 25 Okt, 2017 09:55

Also:
Ich kann mir die absurd hoch aussehenden Lebensdauerunterschiede nur vor dem sehr hohen Faktor zwischen Belastbarkeit und Lebensdauer denken, wenn die Einfachkette z.B.unter der Maximallast der Superkette betrieben wird. Eine Steigerung der Belastung um z.B. 5% senkt die Lebensdauer eines Bauteiles auf die Hälfte. Was ebenfalls zu den etwas schräg wirkenden Lebensdauerwerten beiträgt ist die Schmierung. Ich gehe davon aus, dass bei den offenen Ketten die Lieferschmierung alles war, was die Kette mitbekam. Zudem neigen offene Ketten recht schnell durch das herausgedrückte Fett zur Erstlängung, was dann durch Schlagen die Belastung erheblich erhöht. Ob die Längung bei dem Vergleich ausgeglichen wurde weiss ich nicht. Die Auslegung von Ketten ist im Übrigen durch viele Parameter recht aufwendig, wie die Anleitung von IWIS zeigt. http://www.iwis.de/uploads/tx_sbdownloa ... buch_D.pdf zeigt.
Regards
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Re: Welcher Kettensatz?

Beitragvon hiha » Mi 25 Okt, 2017 13:15

Ich hab mir unlängst zwei "new old stock" Dosen Castrol Kettenfett zum Auskochen gefangen.
Bin ich froh, die reichen für mein Restleben, und machen daher alle diesbezüglichen Diskussionen überflüssig... :D

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Re: Welcher Kettensatz?

Beitragvon motorang » Do 26 Okt, 2017 07:41

Gibt es von Putoline noch neu (such nach Chain Wax).

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Re: Welcher Kettensatz?

Beitragvon hiha » Do 26 Okt, 2017 07:56

Aaaaaber: Putoline ist nicht Castrol. :D
(wahrscheinlich ist eh genau das Gleich drin. Fett mit Graphit.)

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Re: Welcher Kettensatz?

Beitragvon Straßenschrauber » Do 26 Okt, 2017 11:05

Solange gute X-Ring-Ketten nicht soo viel teurer als Maschinenketten sind, werde ich mir das nicht mehr antun.
Geschlossene Ketten in nicht ganz gängigen Längen sind immer mal günstig zu bekommen, bei meiner SR sind 2-4 Glieder mehr kein Problem.
Maybach hat geschrieben:Ich habe grad mit Steffi gesprochen ... Tatsache sei auch, dass eine offene Kette bereits nach 500 km soviel Verlust an Schmierung hat, dass sie neu ausgekocht werden muss, um weiter einen guten Wirkungsgrad zu haben - der aber schon bei dieser geringen Strecke deutlich schlechter sei als der einer abgedichteten Kette

mike58 hat geschrieben:der Unterschied,
O-Ring oder nicht ist minnima

Selbst wenn bei weiteren Messungen was Anderes rauskommt, die Tendenz bei offen laufenden Motorradketten ist klar:
- Leistungsverlust der O- oder X oder XW-Ring-Kette gegenüber den ringlosen Maschinenketten ist vernachlässigbar
- Unverhältnismäßig hoher Pflegeaufwand bei ringlosen Maschinenketten, wenn der Wirkungsgrad gut bleiben soll.

Pflegeaufwand bei geschlossenem Kettenkasten mit Fettfüllung entfällt (fast), ist aber nur bei Leistungen bis 30PS machbar, schreibt Hans.
Bei höheren Leistungen wäre eine Ölschmierung wie in dem von Helmut verlinkten Ketten-Manual vorstellbar, das wäre aber am Motorrad nur mit fast geschlossenem System machbar, mindestens an den Umlenkpunkten, an denen das Schmieröl abgeschleudert wird.
Sonst wäre das eine ganz schöne Sauerei.

Mit den gängigen Kettenölern an offen laufenden Motorrad-Ketten werden 10-50ml Öl auf 1000km rausgeschleudert.
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Re: Welcher Kettensatz?

Beitragvon mike58 » Fr 27 Okt, 2017 13:49

Motorräder mit Fettkasten geschlossen TR1 hat gut locker das doppelte an Leistung der SR, wahtever, pflegen muß man sie alle und man wird dafür belohnt, entweder Quick and dirty oder auf die genußvolle Art und Weise, jeder wie er will, einen Kardan muß man auch pflegen, überhaupt, Mopeds sieht man an, wenn sie gepflegt und geliebt werden, ich geh eher auf die Knie zum Gucken vor interesanten Lösungen und gepflegten alltagstauglichen Schönheiten, als wie vor blinkendes Blendwerk, lustig bei Leistungssuchenden, wenn ich ihnen zeige wenn die Kette umfast 1,5 cm abhebbar ist, nee Jung du brauchstkeinen schnelleren Motor, nur ein wenig Zeit und Geduld für deine Süße, ein ewiges Lied.

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