Tachobirnchen und Kondensation

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Tachobirnchen und Kondensation

Beitragvon Lindi » Di 31 Okt, 2017 09:01

Anmerkung: Aus "Anratung LED-Ersatz für Tachobirnchen warmweiß" abgetrennt durch Lallemang


:smt023 Markus

und (Hoffentlichnichtwiederzerlabermodus an :weg: /)

Straßenschrauber hat geschrieben:... damit 1. eine Wärmequelle in der Armatur ist (hilft vielleicht gegen Beschlagen) und...


ich hab eher den Eindruck, dass dies das Beschlagen eher fördert, jedenfalls bei meiner Roten. Seit ich zwei Birnchen ersetzt habe, tritt das verstärkt auf. Hatte allerdings gleich alle getauscht, und von den originalen 3,4W (2J4) hatte ich keine da, nur 4W. Die sind nicht nur heller (=wärmer), sondern der Glaskörper auch länger, so dass er weiter Richtung Tachoscheibe resp. Glas reicht. Außerdem wirkt die ganzen Anzeige nun sehr gelb, was ich nicht mag. Kommt vermutlich vom Trägermaterial der Scheiben.

Von daher hab ich auch schon überlegt, den ganzen Kram auf LED umzurüsten, um mal wieder zum Thema zurück zu kommen, Markus :grin:

Allerdings gehört das Hantieren an Tacho/DZM nicht zu meinen Lieblingsaufgaben - aus versch. Gründen :omg:
Zuletzt geändert von Lindi am Mi 22 Nov, 2017 22:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anratung LED-Ersatz für Tachobirnchen warmweiß

Beitragvon Lindi » Mi 08 Nov, 2017 19:31

Nachtrag: zwei Bilder zu meinem oben gesagten OT:

Oben die beiden unterschiedlichen Birnchen, oben 4W und 3,4W, was ich für die Originalausrüstung halte, in je einem 2J4-Bajonett, zu erkennen an weniger Gummi. Ich nehme an, dass das Beschlagen durch andere Länge und höhere Wattage begünstigt wird.

Unten meine beschlagenen Instrumente bei trockenem Wetter heute. Dieser Effekt tritt erst seit dem Wechsel auf die 4W-Birnchen so deutlich auf.
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Re: Anratung LED-Ersatz für Tachobirnchen warmweiß

Beitragvon unleash » Mi 08 Nov, 2017 21:29

Sind die Gehäuse ziemlich luftdicht? Erfolgte vielleicht der Birnchenwechsel an einem Tag mit hoher Luftfeuchte?

(Ich habe ein Amperemeter, dass in Indien montiert wurde - bei hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Das kondensiert innen schon bei normalen mitteleuropäischen Temperaturen).

Vielleicht nochmal öffnen und in trockener Atmosphäre neu zusammensetzen. Dann können die Birnchen auch gegen die Restfeuchte anwärmen.
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Re: Anratung LED-Ersatz für Tachobirnchen warmweiß

Beitragvon Lindi » Mi 08 Nov, 2017 22:36

Keine Ahnung, was am 29.10. für Wetter hier war. Aber die Gehäuse haben zwei Entlüftungsöffnungen, durch die Feuchte nach etwa 2 Wochen wohl entweichen kann, oder?

Dass in den Gehäusen immer ein wenig Kondensat anfällt, halte ich für wahrscheinlich. Der Wechsel fand im Übrigen in der Garage statt.

Meine Überlegung war ja, dass durch die größere Wärmeentwicklung, gleichzeitig näher an Tachoscheibe und Glas, dieser Effekt verstärkt wird.
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Re: Anratung LED-Ersatz für Tachobirnchen warmweiß

Beitragvon unleash » Do 09 Nov, 2017 10:29

Ich wäre mir nicht so sicher, wieviel Luft freiwillig und ohne eigenen Antrieb sich dadurch quetscht.

Kondensieren kann nur das Wasser, das schon in der Luft ist. Kondensation tritt ein, wenn die Temperatur unter den Taupunkt fällt. Wenn es in den Gehäusen kondensiert, "draußen" aber nicht, dann ist die Luft im Gehäuse relativ gesehen feuchter, da hier der Taupunkt früher erreicht wird.

Heißt auch, dass z.B. im Sommer deutlich mehr Wasser in der Luft ist als oft im Winter, auch wenn es sich im Sommer trockener anfühlt. Die Birnchen erwärmen das Gehäuse und heben normalerweise die Temperatur wieder über den Taupunkt = Kondensat verschwindet. Günstig ist sicher, das ganze in einer recht trockenen Umgebung zuzumachen, z.B. im ofengeheizten Raum. Ich werde meine indische Wasseruhr irgendwann auch mal öffnen oder zumindest anbohren, dann die Feuchtigkeit austreiben und wieder verschließen. Denn ne Wasseranzeige bei 15 Grad finde ich nicht so schick. :ugly:
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Tachobirnchen und Kondensation 2

Beitragvon Lindi » Do 09 Nov, 2017 16:02

Wir können das Thema ggf. auch abtrennen lassen :grin:

Wir werden sehen. Ich bin mir recht sicher, dass es nichts bringen wird, das Gehäuse auszubauen, in einen trockenen Raum bringen, Lämpchen einsetzen und wieder retour. Ich denke, innert kürzester Zeit gleicht sich das Klima durch die Belüftungsöffnungen wieder aus.

Ein Bekannter restauriert laufend Kawa-Tachos und DZM (Z1), und hat meine Idee mit den zu langen und zu heißen Birnchen bestätigt. Ich werde noch mal die 3W testen, mal sehen, ob sich was ändert.
Ich habe heute früh nur 3W-Birnchen bekommen (Fassung "Ba9S"), die speziellen 3,4W mit der Kugelform scheint es in D nur beim Kawa-Händler zu geben, im deutschen www finde ich die nicht.

Das Beschlagen tritt jeweils immer nur nach Fahrtantritt auf. Wenn ich die SR morgens aus der Garage hole, ist alles takko. Ich wird gleich mal drauf achten, wie sich das beim Laternenparken verhält.
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Re: Tachobirnchen und Kondenstaion

Beitragvon Straßenschrauber » Do 09 Nov, 2017 19:47

Garage: wärmer als draußen, Luftfeuchtigkeit höher.
Draußen kondensiert es dann, bis die Wärme vom Birnchen den Beschlag wegbekommt.

Falls das mit den Unterschieden bei unterschiedlichen Birnchen tatsächlich so ist, ist meine Theorie diese:
Die stärkere und anders geformte Wärmequelle bringt die Luft im Gehäuse schneller in Bewegung, als sie sie aufheizen kann.
Und bei den längeren Birnchen wird die Blechabschirmung weniger geheizt, was vielleicht zu eher punktueller Lufterwärmung führt.
Wenn die Luft dann warm genug ist, oder sich die Atmosphären innerhalb und außerhalb der Armaturen ausgeglichen haben, sind die Gläser wieder beschlagfrei.

Beim Tacho müßte das schneller beschlagfrei werden, weil dort auch noch der Tageskilometer-Rücksteller durchgeführt wird, der abdichtende Gummi ist in der Regel brüchig.


Nu ja, so what?
Irgendwann sind die Scheiben wieder klar, wenn Du nicht gerade Kurzstrecke fährst.
Da würde ich mir die Mühe nicht machen, nochmal die Armaturen zu öffnen.
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Re: Tachobirnchen und Kondenstaion

Beitragvon heiligekuh79 » So 12 Nov, 2017 06:35

Bei den BMWs beschlägt der Tacho auch, wenn ich ohne Licht fahre.
Ich denke, dass die Tachowelle warme Luft nach oben schafft, die dann am kalten Tachoglas kondensiert.
Probier doch mal ohne Tachowelle, ob, es dann auch noch beschlägt. Löst zwar das Problem nicht, aber Du weist dann wenigstens, ob es an den Tacho-Birnchen liegt.
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Re: Tachobirnchen und Kondenstaion

Beitragvon Lindi » So 12 Nov, 2017 06:45

Gute Idee, Regina!
Ich vergesse sowieso dauernd, die wieder festzuziehen :oops:

Gestern ein paar 3W-Birnchen beim Z1-Heinz ergattert. In den einschlägigen Läden in KS nur 2W oder 4W zu kriegen.
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Re: Tachobirnchen und Kondenstaion

Beitragvon Lindi » Mi 22 Nov, 2017 21:27

Heute endlich mal die Birnchen gewechselt, jetzt 3W. Mal sehen, ob´s einen Effekt hat. Die Tachoscheiben sind nun weniger gelb und immer noch ausreichend hell.

Wellen mit WaPu angezogen! :check: :-D

Auf der Heimfahrt heute versehentlich ca. die halbe Strecke (8km) ohne Licht gefahren, kein Beschlagen festzustellen.
Danach fing es wieder leicht an bis zuhause.

Unten ein Vergleich der momentan im Fundus verfügbaren Birnchen. Da kann man gut die unterschiedlichen Längen sehen.
Die oberen beiden waren bis heute eingebaut. Trotz unterschiedlichen Längen vom gleichen Lieferant (no Name) aber je Päckchen verschieden lang.

EDIT: Fotos korrigiert
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Tacho2.jpg
Birnchenvergleich (Copy).jpg
Zuletzt geändert von Lindi am Mi 22 Nov, 2017 21:54, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Tachobirnchen und Kondenstaion

Beitragvon Straßenschrauber » Mi 22 Nov, 2017 21:35

Bei meiner SR sind da Glassockel-Birnchen drin, bei den wenigen weiteren Armaturen, die ich bisher von der SR gesehen habe, auch.
Die sind direkt in Gummistopfen gesockelt.
Dateianhänge
Glassockel_.jpg
Zuletzt geändert von Straßenschrauber am Mi 22 Nov, 2017 21:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tachobirnchen und Kondenstaion

Beitragvon Lindi » Mi 22 Nov, 2017 21:37

Straßenschrauber hat geschrieben:Bei meiner SR sind da Glassockel-Birnchen drin, bei den wenigen weiteren Armaturen, die ich bisher von der SR gesehen habe, auch.
Die sind direkt in Gummistopfen gesockelt.


Bei meinen SRs (48T viel Gummi, 2J4 weniger) nicht. Komisch.
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Re: Tachobirnchen und Kondenstaion

Beitragvon Straßenschrauber » Mi 22 Nov, 2017 21:48

gummifassung.jpg
Fassung SR500 48T
gummifassung.jpg (1.04 KiB) 127-mal betrachtet
Zum Beispiel SR500 48T 1987-1995: 5Watt, Teilenummer 4G1-84744-00.
Das ist eine Birne mit T10-Sockel (Glas), wie oben abgebildet, i.d.R. aber mit 3,4W und selten mit 4W.

SR500 2J4 1978
Teilenummer 123-83516-21, wie auf Deinem Photo (in der Mitte, 3W und 3,4W) mit Metallsockel, 3,4W, mit kurzem, rundem Glaskörper.

Einige meiner Armaturen hier sind definitiv von 2J4, haben aber die Gummisockel und Birnchen mit Glas-Sockel.

Wenn Du das Beschlagen nicht in Demut hinnehmen möchtest:
Bohre eine große professionelle Atmosphären-Ausgleichsöffnung seitlich oder unten im Kunststoff-Becher.
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Re: Tachobirnchen und Kondensation

Beitragvon Lindi » Mi 22 Nov, 2017 22:47

Ich verspüre da wenig Demut. Ich kenne ja den normalen Zustand ohne Beschlagen, der war vor dem Birnchenwechsel auf die 4W-Dinger. Ergo zurück auf Anfang.
Ausgleichsöffnung ist ja von Hause aus vorhanden.
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Re: Tachobirnchen und Kondensation

Beitragvon Straßenschrauber » Mi 22 Nov, 2017 22:56

Irgendwann wirst Du den Zusammenbau in kürzester Zeit hinbekommen :weg:
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