Gilstern / Feinstprofilieren

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Gilstern / Feinstprofilieren

Beitragvon motorang » Di 25 Jul, 2006 05:55

Hab ich neulich in einem meiner MZ-Bücher gefunden:

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Wie sieht eine gute Gylstierung aus?

Beitragvon lilienstein » Sa 16 Dez, 2006 20:16

Konnte heute die ersten Fahrversuche auf Schnee unternehmen. Hatte mir vom Gylstern allerdings etwas mehr erwartet :(
Allemal besser als mit der früherern Mitasbereifung aber Haftung beim Bremsen eher gering, anfahren auf der Ebene - OK, fahren mit Schwung bergauf möglich aber anfahren bei selbst geringer Steigung eher nicht mehr... Das alles mit dem halb/halb gegilsterten neuem Avon. Habe jeden zweiten Block ca 3mm eingeritzt, aber nur in der Mitte. Links und rechts ist noch jeweils ein mm geschlossener Gummi. Zum TT will ich dann natürlich den Russenstollen für die Hüttenauffahrt und Ausfahrt aufziehen, aber auf den 600km davor kanns ja unter Umständen auch schon schneeig werden.

Jetzt meine Frage: Schneidet man das Profil komplett? Gylstert Ihr jedes Profilstück? Kann mal jemand ein Detailbild machen, wie das Profil nach dem Gilstern ausschaut?

Danke Euch.
Unterwegs, ab und zu noch...
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Beitragvon Christoph » Sa 16 Dez, 2006 20:41

Und was ist besser: Längsrillen oder Querrillen? Oder gar Diagonal?

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Beitragvon Nanno » Sa 16 Dez, 2006 21:15

Christoph hat geschrieben:Und was ist besser: Längsrillen oder Querrillen? Oder gar Diagonal?


Ooooooooosissssssssssssooo... noch 3-4 Schnappserl, moch I am liabsten Schlangelinien. :-D

Jetzt mal ernsthaft:
Ich wuerde mal sagen QUER zur Laufrichtung, wie bei den Lamellenreifen...

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Beitragvon Christoph » Sa 16 Dez, 2006 21:27

IIRC habe ich mal irschendwo gelesen, Längsrillen würden Seitenführung besser ybertragen, Querrillen seien besser für den Antrieb. Daher diese eventuell bekloppte Frage. :oops:

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Beitragvon Nanno » Sa 16 Dez, 2006 22:24

Die Frage ist ned bloed...

Ich wuerde nur eher vorwaertskommen und bremsen als lenken koennen, weil lenken laesst sich mittels Gas immer noch :-D

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Beitragvon Riege » Sa 16 Dez, 2006 22:28

Christoph hat geschrieben:Und was ist besser: Längsrillen oder Querrillen? Oder gar Diagonal?

Christopher


Der gescannte Text von oben hat geschrieben:...Jetzt werden die Rasierklingenecken in den Reifengummi eingedrückt und in Längsrichtung um den Reifen herumgeführt... ...natürlich muß der Reifenhobel noch ein- oder zweimal links und rechts neben den ersten Einschnitten angesetzt werden, damit die gesamte Reifenbreite erfaßt wird...


Sollte eigentlich alles sagen...

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Beitragvon Christoph » Sa 16 Dez, 2006 23:14

Das spräche für Längsrillen. Ich persönlich würde ja eher eine Kombination machen: Längsrillen im äußeren Reifenbereich und Querrillen in der Laufflächenmitte - oder eben als Bogen ausgeführt. Eben das Ganze genau umgekehrt zu manchen Dosenreifenprofilen.

Beim Gespann jedoch eher nur Querrillen, IMHO wären Längsrillen (seitenführung) da net so wichtig wie beim Solomöppi. Oder einen Dosenreifenbogen.

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Beitragvon Blechroller » Sa 16 Dez, 2006 23:18

Ich hab letzten Winter meine Russensocken vorne längs, hinten quer geschnippelt.
Ich finde eine zumindest ansatzweise vorhanden Seitenführung des Vorderrades nicht unangenehm. Quer am Vorderrad oder einem anderen nicht angetriebenen Rad leuchtet mir beim Moped/Gespann nun mal überhauptganricht ein.

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Beitragvon Riege » Sa 16 Dez, 2006 23:26

Mal eben auf Motorangs Seiten gestöbert...

Die Strecke ist anfangs nett zu uns, drei Viertel gehen ohne Kette. Aber dann ist Schluss. Eine lange Gerade mit blankem Eis unter dem weichen Schnee sorgt für abnehmende und schließlich negative Vorwärtsgeschwindigkeit - bei eingelegtem ersten Gang und drehendem Hinterrad wohlgemerkt. Einmal schnell mit dem Gilsterhobel quer übers Hinterrdad (schwitz) gibt etwas mehr Speed am Schnee, und ich verhungere 20 m weiter oben. Es hilft, reicht aber nicht. Also doch wieder Kette anlegen, und rauf.

( http://motorang.com/motorrad/2005_Dreikoenig.htm )


Sinnvoll bei Regenfahrten (Kurvenhaftung; hier wird zumeist längs geschnitten), und anscheinend auch im Winter (vor allem bei Gespannen; siehe Auto-Winterreifen die inzwischen alle lamelliert sind.
Hier eher quer zur Drehrichtung wegen Vortrieb/Bremsen, oder schräg fischgrätartig für zusätzlich verbesserte Seitenführung).
...
Zur Wirkung: Ein Wunder geschieht nicht, aber es hilft.

( http://motorang.com/motorrad/gilstern/index.htm )

Deckt sich mit Dir, OllY.

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Beitragvon kahlgryndiger » Mo 18 Dez, 2006 07:39

Kann ich so bestätigen. Vorne längs und hinten quer. Selbst der etwas fein profillierte Blockreifen Mitas H03 kommt seiner Führungsaufgabe am Vorderrad leidlich nach (auf Schnee) ... nicht schlechter als eine Russenstolle (die sowieso versagt wenn es richtig glatt wird oder matschig)

Besser erscheint mir da die vom Sepp verwendete Russenstolle 3.75 x 19. Kein Gespannreifen, böses Profil und sehr weicher Gummi ... kann aber auch an seinem Fahrstil liegen das er überall hochkommt (oder an seinem Schieber).

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Beitragvon KNEPTA » Mo 18 Dez, 2006 08:38

Da ich ja hinten eh den Immler drauf hab, schneide ich nur das Vorderrad.
Die Mittelblöcke abwechselnd längs und quer. Ich brauch ja nicht nur Seitenführung sondern auch Bremswirkung. Die seitlichen Blöcke schneide ich diagonal abwechselnd von links nach rechts und umgekehrt.
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Beitragvon motorang » Mo 18 Dez, 2006 09:09

Übrigens hat neulich schon mal wer bemerkt dass man ENTWEDER gilstern ODER spiken kann. Im gegilsterten Profil hält kein Spike mehr ... (außer man überlegt sich das vorher und schnibbelt entsprechend).

Ich nehm das gilstern eigentlich nur für ältere Sommerreifen, da wirds bei Nässe etwas angenehmer zu fahren. Im Winter mit dem Immler brauchts das IMHO nicht.

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Beitragvon Christoph » Di 19 Dez, 2006 04:15

Nur sind die Immlers für Trixie net brauchbar, weil solo. :oops: Ja ich weiß, ich sollte myr da ein Boot anflanschen :-D

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Beitragvon Flint » Di 19 Dez, 2006 07:51

:-D Deine Trixie und meine Transe, wie wärs ;-)

Ich überleg auch gerade ob ich dem vorderen Immler mit Feinprofilieren in Längsrichtung etwas mehr Seitenhalt abgewinnen könnte. Dies wäre vor allem bei nasser Fahrbahn schon ein Vorteil.
Gruss Harald

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