Welcher Kocher fürs Tauerntreffen?

Alle Fragen rund um Österreichs zentrales Motorrad-Wintertreffen

Welcher Kocher fürs Tauerntreffen?

Beitragvon motorang » So 30 Nov, 2008 18:10

Selbiges werde ich fallweise gefragt.

Meine persönliche Hitliste, die sich aus folgenden Kriterien ergibt:

- großer (!) Tank - bei Kälte ständig Sprit nachfüllen ist fad

- Pumpe erleichtert das Vorheizen und bringt auch kalte Kocher auf die benötigte Leistung

- Robuste einteilige Konstruktion ohne Gefummel mit Spritflaschen und Schläuchen

- Eignung für Tankstellensprit


Also

1. Platz Phoebus 625
noch neu zu bekommen für Petroleum, und mit etwas Gebastel auf benzin umbaubar: http://forum.motorang.com/viewtopic.php ... highlight=

2. Platz Optimus 111 B
Der schwedische Großbenziner hat leider eine etwas anfällige Pumpe (sollte man vorher austauschen oder ein Spezialwerkzeug zur unterwegslichen Entfernung des Pumpenbodenventils mitführen).
Nur gebraucht bzw. fast neu aus Militärbeständen wenn man Glück hat.

3. Platz und die Empfehlung für Nichtbastelnde, Platz/Gewichtsoptimierer und Kocherneulinge:
Coleman Multifuel 550-499
Immerhin noch 0,5 Liter Sprit und Pumpe, und gescheiten Drehknopf. Ersatzgenerator möglicherweise anzuraten.
Gibts meines Wissens sogar beim Louis, jedenfalls aber bei Globetrotter

4. Primus Turisticki oder Optimus 8R:
ersterer ist billig zu bekommen und eine russische Fast-Kopie des Zweiteren.
Zweiterer ist seltener und teurer, kann aber mit ner Aufsteckpumpe nachgerüstet werden (passt nicht auf den Russen).
Klein, leicht, robust, aber nur ein Viertelliter Sprit heisst 1-2x täglich nachfüllen ...

5. und weitere: andere klassische Benzinkocher (Enders etc) verlangen halt Beschäftigung und die eine oder andere kleine Reparatur ...

Übersicht auf meiner Kocherseite:
http://motorang.com/sonstiges/benzinkocher.htm

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Re: Welcher Kocher fürs Tauerntreffen?

Beitragvon Christoph » Mo 01 Dez, 2008 05:30

motorang hat geschrieben:3. Platz und die Empfehlung für Nichtbastelnde, Platz/Gewichtsoptimierer und Kocherneulinge:
Coleman 533-449 Dual Fuel


Ich hoffe ich darf: Zum Tankstellensprudel sei angemerkt, daß der mit Normalbenzin 91 Oktan super brennt. Füllt man ihn dann aber mit Superbenzin 95 Oktan, leidet er schon unter der Rußkrankheit. Insoferne nicht verwunderlich da ja Super, vergilchen zum Normal, klopffester und somit zündunwilliger ist.

BTW, die Klingelwassermär vom Amiland ist Blödsinn, denn dort wird nicht ROZ als Oktanzahl angegeben sondern MOZ. Da ist der ermittelte Wert niedriger als bei ROZ obwohl der Sprudel derselbe ist. 87 Oktan aus der Amitanke ist gleichwertig mit 91 Oktan aus Europien.
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Re: Welcher Kocher fürs Tauerntreffen?

Beitragvon motorang » Mo 01 Dez, 2008 05:50

Christoph hat geschrieben:Zum Tankstellensprudel sei angemerkt, daß der mit Normalbenzin 91 Oktan super brennt. Füllt man ihn dann aber mit Superbenzin 95 Oktan, leidet er schon unter der Rußkrankheit. Insoferne nicht verwunderlich da ja Super, vergilchen zum Normal, klopffester und somit zündunwilliger ist.


Hi Christopher,
die Zündunwilligkeit bezieht sich allerdings auf Selbstentzündung unter Druck; die Rußerei ist nur umwegich darauf zurückzuführen insofern die dafür nötigen Additive bei normaler quasi druckloser Vergasung (1,2 bar etwa) nicht ordentlich verbrennen.

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Beitragvon Michael » Mo 01 Dez, 2008 07:34

Also wenn ich auch mal dürfte, der hier leistet mir seit vieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeelen Jahren beste Dienste. :smt023
Auch verbleites, afrikanisches Rostwasserbenzin hat den Generator nicht jucken können! Der von mir immer mitgenommene Ersatzgenerator ist bisher immer einen Tod durch Transportschäden gestorben, weil niemals gebraucht! :-)

http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?utm_source=sommer08&utm_medium=web&utm_content=p2p&utm_campaign=onlinekat&GTID=&mod_nr=co01001

Der Kocher ist viel robuster, als ihm nachgesagt wird. Für den lege ich jederzeit meine Hand ins Feuer! Am Tauerntreffen wieder!

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Beitragvon kahlgryndiger » Mo 01 Dez, 2008 08:03

Yo den habe ich auch. Ist viel besser als sein Ruf. Funktioniert fast wie ein Elektroherd so simpel. Mein Solofahrer-Ersatz-Kocher brauch ne große Inspektion :-D

Bild

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Beitragvon Wolfgang » Mo 01 Dez, 2008 08:34

Yes, den Coleman hab ich auch - und hoffe seit Jahren, dass mal was verreckt um eine Begründung für einen " Neuerwerb" zu haben.
:)


Enders hat bei mir immer nur mit Reinigungsbenzin funktioniert und vom Russen ist die Decke in meiner Werkstatt noch immer schwarz.


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Beitragvon motorang » Mo 01 Dez, 2008 08:38

Hm.

Coleman 442 gegen 550 ?

Mir persönlich wären 0,15 Liter mehr Sprit und gescheite Knöpfe und stabile Füße (zumindest auf den Bildern) den Mehrpreis von 10 Euronen für den 550 wert.

Wiegt auch nur 60 Gramm mehr :-D

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Beitragvon kahlgryndiger » Mo 01 Dez, 2008 08:47

Ich habe den mit dem großen Tank. Da reicht eine Füllung bald ein ganzes Treffenwochenende. Ich überlege noch das große 2-Flammen-Koffer-Dingens zu kaufen. Für den Familientrip.

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Beitragvon Wolfgang » Mo 01 Dez, 2008 09:05

Dazu kleine Story am Rande:

Diesen Sommer in den französischen Alpen mit dem Heinkel unterwegs. Kumpel hat getunt, was das Zeug hält - dadurch aber auch höheren Spritzverbrauch.

1 Km vor der Passhöhe dann der letzte Schnaufer beim Roller vom Kumpel - Benzin war alle. Bei mir wäre genug drin, aber dann müsste der Tank raus und, und und..

Also 1/4 l Reinigungsbenzin, das ich als Reserve dabei hatte in den Tank vom Heinkel gegossen und es reichte bis auf den Pass und dann sogar noch 7 km die Serpentinen auf der anderen Seite runter. Dann war wieder Schluß.

Letzte Möglichkeit war dann das Benzin im Coleman. Also Kocher "ausgewrinkt" und jeden Tropfen dem Heinkel in den Tank gegossen. Hat dann tatsächlich bis ca. 300 m vor die nächste Tankstelle gereicht.


Sag jetzt noch einer, der Tank wäre zu klein.... :wink: :wink:


(Geklingelt hat der Motor wie verrückt - war ja Reinigungsbenzin)


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Beitragvon Robert » Mo 01 Dez, 2008 10:30

motorang hat geschrieben:Hm.

Coleman 442 gegen 550 ?

Mir persönlich wären 0,15 Liter mehr Sprit und gescheite Knöpfe und stabile Füße (zumindest auf den Bildern) den Mehrpreis von 10 Euronen für den 550 wert.

Wiegt auch nur 60 Gramm mehr :-D

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Bedienungselemente und Brenner sind bei beiden identisch.

Der 533 (Sportster) hat keine Klappfüsse aber einen größeren Tank und ist in etwa so groß wie ein Phoebus wenn mich meine Erinnerung nicht trügt.

Der 442 (Featherlight) hat einen kleineren Tank, Klappfüsse Typ Mondfähre und ist vom Packmaß fast unschlagbar.
Läuft bei mir mit 95 Oktan aus meinem Tank immer sauber und rußfrei, läßt sich auch auf kleiner Flamme betreiben und kocht auch auf 2000m bei -10 sehr gut. Ist auch leise genug um am Camping frühmorgens nicht von den anderen gesteinigt zu werden.

Und vor allem sind das die einzigen Benzinkocher, bei denen man nicht vorfluten und vorheizen muß. Aufpumpen, anzünden ... brennt.
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Beitragvon motorang » Mo 01 Dez, 2008 11:38

Hm

glaub ich nicht:

Bild Bild

Links 442, rechts der von mir empfohlene 550

Meinst vielleicht denn 533?

Bild

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Beitragvon Robert » Mo 01 Dez, 2008 11:55

motorang hat geschrieben:Hm



Meinst vielleicht denn 533?



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Schrub ich ja...

Den rechts oben kenn i net wirklich, hab ich nur einmal im Gschäft angschaut. Ich glaub der kann zwar auch noch Diesel, aber da hat mr glaub ich das Radl zum Gasgeben net wirklich gefallen - zu viel Plastik zu nah am Heissen...

Die Armatur an meinem erschien mir vertrauenerweckender und er war kleiner...
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Beitragvon Michael » Mo 01 Dez, 2008 12:09

Mein 442er lebt seit dem Erwerb, 1994( :?: oder wann war das noch :?: :?: ) in einem simplen Leinensäckchen, und wurde früher von mir einfach in den großen Ortlieb gepackt. Das hat der bis zum heutigen Tag bestens weggesteckt. Ist nach wie vor ein gutes Teil. Nur bei längeren "Kochpausen" sorge ich für einen trockenen Tank.

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Beitragvon Richard aus den NL » Mo 01 Dez, 2008 12:35

Ich habe drei von diese kleine Colemans:

Alte braune aus 1982 mit doppelte Bedienung (Typ 400 Peak 1):

Bild

Neuere graue aus 1996 (Typ 442 Unleaded) mit die einfachere Bedienung:

Bild

Bei beide jetzt einmal den generator gewechselt und einmal das “Pumpgummi” getäuscht für eine aus Leder. Die letzte halt ewig, muss aber regelmässig eingeölt worden.

Mir gefällt den Packmass (auch mit die ganze Familië reichen zwei Stück) und das man die nicht vorverwarmen muss. Aufpassen mit schwere, grosse Pfanne.

Bild

Richard aus den NL :grin:
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Beitragvon Michael » Mo 01 Dez, 2008 12:41

Stimmt Richard, bei Hordentöpfen muß man vorsichtiger köcheln! :grin:

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