AIA Zeltofen fyrs Lavvu

Alle Fragen rund um Österreichs zentrales Motorrad-Wintertreffen

AIA Zeltofen fyrs Lavvu

Beitragvon motorang » Fr 10 Nov, 2006 10:48

Gryß Euch

Das Projekt gedeiht, und hier ist ein Zwischenstand. Ich hab mich am letzten Wochenende mit Designfragen beschäftigt und stelle den Entwurf hier zur Diskussion:

Der Ofen selbst ist ein modifizierter Auspufftopf von einem Klein-LKW - den hatte ich rumliegen, er ist verzinkt, und auch schon ausgeräumt.

Von der Bauform neige ich der liegenden Variante zu, wegen der Nachheizerei (oben stehen ja Töpfe drauf, und längere Holzscheite gehen bei der stehenden Variante nicht ums Eck ...)

Ich dachte daran, in die Ofentür einen Schieber einzubauen zwecks Zuluftregulierung.
Aschenrost in der Brennkammer - bin nicht sicher obs nötig ist - ginge ja auch nachträglich noch reinzubauen. Detto Aschenlade.

Ist ein Funkenfänger (Sieb) im Rohr notwendig?

Ich hab da mal was aufgezeichnet ...

Bild

1 ... Tür mit Zuluftregler
2 ... Brennraum ca. 33 cm mit Auflage für optionalen Rost
3 ... Kochplatte Stahl, aufklappbar - darunter Grillrost :-D
4 ... Original Auspuffstutzen + Knie
5 ... Ofenrohr rollbar aus 0,1 mm Edelstahlfolie; Halteringe
6 ... Klemmbrille hält Rohr auf Stutzen und Ofen an Lavvustange
7 ... Klappbare Ofenbasis aus Alublech

Der Ofen steht auf einer Sperrholzplatte im Schnee.
Ofenbasis und Rohr (quergerollt) passen zum Transport in den Brennraum.

Auf Eure Meinungen wär ich gespannt ...

Gryße!
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Beitragvon Christoph » Fr 10 Nov, 2006 10:53

Die Auspuffanlagen rosten bei Erwärmung wia'd Sau - hast Du das bedacht? Die Töpfe von den Bussen sind nicht direktbefeuert und, ähm ja :smt078

Christopher
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Beitragvon motorang » Fr 10 Nov, 2006 11:23

Bei Erwärmung UND Kontakt mit Taumitteln ...

Meine Auspüffe halten schon ein paar Jahre. Wir werden sehen.

Gryße!
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Beitragvon Flint » Fr 10 Nov, 2006 12:13

Hybsch :smt023
Bedenken hätte ich allenfalls mit dem Durchmesser vom Abgasrohr. Original könnte das evtl. etwas unterdimensioniert sein.
Aber: Probieren geht über Studieren
Wie lange würde denn das Abgasrohr werden, ich nehme an es sollte doch über Zelthöhe gehen, dann kommt vielleicht durch den starken Zug wieder Luft in den Brennraum.
Gruss Harald

.... fahra, ned reda
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Beitragvon Christoph » Fr 10 Nov, 2006 12:18

Bedenken täte ich auch die Möglichkeyt, daß es Abgase nicht ausreichend abzieht sondern wieder runterdrückt - aber gut so dicht yst das Zelt dann eh net.

Christopher

@motorang: Du hast PN
Christoph
 

Beitragvon Mister B » Fr 10 Nov, 2006 12:33

Ein kleiner Tip, so von Ofenbau zu Ofenbauer:

Das Scharnier der Klappe eher seitlich, sonst hängt sich da alles
fest und es läßt sich so auch besser reinigen.
Rost für den Ofen gleich einbauen, da sonst hinten im Ofen
ein Sauerstoffmangel entsteht. (Fette Verbrennung: Ruß, kalt)
Deinen Rohrquerschnitt kenne ich jetzt nicht, der sollte aber
pi*Daumen 80mm betragen.

Grüße
MB
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Beitragvon lallemang » Fr 10 Nov, 2006 13:17

Hallo Andreas,

die Skizze gefällt mir! :smt023

Bezüglich des Rohrdurchmessers ist schwer su sagen,
zumal ich keine Ma§e von der Brennkammerhab.

1) Bei gegebener Rauchzughöhe und Abgas/Umgebungs-Temperatur ergibt sich der
Unterdruck aus der Dichtedifferenz.

2) Der resultierende Gasdurchsatz wird danach durch die Rohrreibung etc (f(d,..) begrenzt.

3) Dieser Gasdurchsatz ist nur erreichbar, wenn die Brennerleistung ausreicht,
die Wärmeverluste im Rauchzug zu kompensieren (zurück zu 1)).

Die Oberfläche des Rauchzugs ist proportional zum Durchmesser und bestimmt so
bei gegebener Temperaturdifferenz den Wärmeverlu§t.

Ist das Rohr zu eng, begrenzt es den Luftdurchsatz -> Brennerleistung.
Ist da Rohr zu weit, reduziert sich wg Wärmeverlu§t die Temp.differenz,
Gasdurchsatz,..

Je kleiner die Anlage ist, um so untoleranter wird das System.

Ist das Rohr weit, ist Anheizen leichter, da Stömungsverlu§te geringer,
fri§t bei Betriebstemperatur aber mehr Leistung (Holz)

Ist das Rohr klein mu§ man langsam anheizen, dafür sind die Wärmeverlu§te
im Betrieb geringer (weniger oft nachlegen).

Da das Ding wohl eher klein ist und nachts auch mal länger als 15min ohne
Nachlegen laufen soll, würd ich's Pi*aus'm Bauch mit etwa 45-60mm probieren.
(Falls Du das Blech so eng gewickelt kriegst)

Viel Spa§ bei den Prüfstandläufen! :-D

Gry§e Peter
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Beitragvon motorang » Fr 10 Nov, 2006 14:43

Mister B hat geschrieben:Ein kleiner Tip, so von Ofenbau zu Ofenbauer:

Das Scharnier der Klappe eher seitlich, sonst hängt sich da alles
fest und es läßt sich so auch besser reinigen.
Rost für den Ofen gleich einbauen, da sonst hinten im Ofen
ein Sauerstoffmangel entsteht. (Fette Verbrennung: Ruß, kalt)
Deinen Rohrquerschnitt kenne ich jetzt nicht, der sollte aber
pi*Daumen 80mm betragen.

Grüße
MB


AAAahhhh, ein Experte!

ich werd das Scharnier trotzdem unten vorsehen, weil ich den Ofen nicht umreiss wenns mal klemmt - die Last geht dann in die hintere Befestigung. Wegen verdrecken hab ich mir schon gedacht wenns nicht geht schweiß ich vorne nochmal ein kleines Blech quer ein. Ist ja mal nur ein Prototyp. Außerdem, wenn mal ein Stück rausfällt fällts gleich in den Deckel und man kanns bequem beim Deckel zumachen wieder reinschupfen ...

OK, Rost mach ich. Lochblech sollte reichen, oder?

Rohrquerschnitt ist ca. 70 mm, das sollte (von anderen Zeltöfen abgeschaut) reichen. Kann man ja über die Zuluft regeln. Wegen Zug hab ich wenig Angst, die wirksame Länge ist schwach drei Meter - und wie gesagt andere Zeltöfen funktionieren auch.

Gryße!
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Beitragvon Mister B » Fr 10 Nov, 2006 15:29

motorang hat geschrieben:
OK, Rost mach ich. Lochblech sollte reichen, oder?

Solange die Löcher groß genug für die Luft sind, dann ja.
Bedenke bei Deiner Wahl aber, daß dieses Blechl im Betrieb
glühen wird und somit stärker der Korrosion ausgesetzt ist.
Ein Edelstahlblech, Du hast ja genug vom Ausräumen, wäre ideal.
Am besten wäre ja ein Austenit, aber der wird da wohl nicht dabei sein.
motorang hat geschrieben:
Rohrquerschnitt ist ca. 70 mm, das sollte (von anderen Zeltöfen abgeschaut) reichen. Kann man ja über die Zuluft regeln. Wegen Zug hab ich wenig Angst, die wirksame Länge ist schwach drei Meter - und wie gesagt andere Zeltöfen funktionieren auch.

Es kommt ja auch immer auf den nötigen und möglichen Durchsatz an.
Dieser ist, wie schon beschrieben, von der Rohrläge und den entstehenden
Druckunterschieden abhängig, aber auch von der Bauform und "Brennfläche"
des Ofens.
Mein Ofen hat eine Grundfläche von 40x60cm, Abzug mittig. Ich benötige
für 2,30m Kamin schon min. 90mm.
Der brennt aber im Garten eher im Sommer, damit meine liebe Frau nicht
friert.

Grüße
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Beitragvon Dreckbratze » Fr 10 Nov, 2006 18:23

würde den rauchrohrquerschnitt eher etwas grösser wählen und ne drosselklappe einsetzen.
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Beitragvon motorang » Do 16 Nov, 2006 23:56

SO!

Bild Bild

Bild Bild

Bild

Der Prototyp feuert schon ganz gut. Fehlt noch Kochplatte, Griff und Verriegelung - und ein bisserl schön machen. Und die Zeltdurchführung.

War sehr gemütlich im Garten. Das Rohr glüht bis etwa Augenhöhe beim Anfeuern.

Das Sichtfensterchen hab ich mit einem Glas aus meiner Schweisserbrille realisiert.

Gryße!
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Beitragvon lallemang » Fr 17 Nov, 2006 00:50

:smt023 :smt023 :smt023

Und die Liebe zum Detail!

la synthese d'ambiance et fonction

Sichtfenster :smt023

harmonieuse union de technicité et simplicité dans un style surprennant:

Türgriffarmatur mit integriertem Kniehelbelsicherheitsverschlu§ :smt023

:respekt:


PS: Das Bier bleibt nun kalt oder nicht?
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Beitragvon motorang » Fr 17 Nov, 2006 05:49

DIESES Bier war leer und nur zum Größenvergleich.

Meiner persönlichen Meinung nach ist warmes Bier ... grauslich :smt078


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Beitragvon AIAndy » Fr 17 Nov, 2006 07:21

:-D Jo Hut ab, Kappl auf!!!

Schaut sehr gelungen aus! Und so schön punktgeschweisst!

:respekt: :smt023

Andy
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Beitragvon Martin » Fr 17 Nov, 2006 08:42

Große Respektsbekundung!!

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