Back then in Scotland

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Back then in Scotland

Beitragvon Roll » Sa 25 Mär, 2017 01:54

Vorbemerkung:
Letztens hab ich Dias digitalisieren lassen, fast 27 Jahre alt zum Teil. Dies zur Bildqualität.

Ingesamt hab ich mir inzwischen rund 10 mal Schottland gegeben. Gesamt so rund 22/23 Wochen.
Die erste Tour war über Weihnachten/Neujahr mit meiner damaligen Freundin (die in London arbeitete) von London bis Höhe Caledonian Channel. Diese winterliche Fahrt mit der Heckflosse durch die Pseudo-Highlands war ausschlaggebend für die Implantierung des gemeinen Virus, der mich seitdem nicht mehr losläßt. Auch wenn sich im Land viel geändert hat. Naja, eher in der Stadt.

Es folgten Aufenthalte mit Motorrad, Pickup, beidem kombiniert, Laster, zu Fuß/per Daumen, per Flug; als Freizeitleiter, Reiseführer (mit, ähm, hmhm, eher älteren, fast blinden oder auf einen Rollstuhl angewiesenen Teilnehmern), Individualreisender; mit Freunden/Freundinnen.
Solo zum Auftanken und um an Projekten zu arbeiten.

Die Jahreszeiten habe ich inzwischen alle durch.
Nach der Initialzündung mit dem Benz im Winter war klar, ich muß da wieder hin.
Auf der Zivildienstschule konnte ich einen Kollegen aus Bayern überzeugen, da auch hin zu wollen. Natürlich mit dem Moped.
Leider hab ich keinen Kontakt mehr zu ihm, vielleicht liest er das ja mal. Ich hab jedenfalls nur nicht-kompromittierende Bilder eingestellt.
Was die Reihenfolge angeht oder ob da mal ein Bild aus einem anderen Jahr dazwischen gerutscht ist:
Lang ists her. Aber wer wollte zweifeln... .


Na dann.

Alex kam aus der Ammersee-Gegend abends zu mir nahe Stuttgart und wir machten uns auf den Weg zur Fähre, damals üblich Calais-Dover. Von den langen Fähren nach Nordengland wußten wir nix und wir wollten auf jeden Fall sparsam unterwegs sein, so als arme Zivis.
Also rauschten wir durch die regnerische Nacht, hochbepackt und müde. Egal. Wir hatten ja ein Ziel.
Fähre war gut, wir machten es uns in den Liegesesseln einigermaßen bequem, nachdem die Bar Feierabend hatte. Nach dem Aufwachen gings direkt raus in den Linksverkehr, mit Moped ganz easy im Vergleich zum Benz vor einem Jahr.
Motorway, 600 km bis Edinburgh. Hunger kam auf.
Also erstmal fett eingekauft und göttlich gespeist.

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Die rund 600 km nach Edinburgh hatten wir einen weniger achterlichen als dann doch steuerbordseitigen Wind,was uns dazu veranlasste, ebendiese Strecke in kompletter Schräglage zu absolvieren. Das war neu, das war spannend. Ging aber nach etwas Gewöhnung ganz gut.

Das SYHA-youth hostel (Eglinton Crescent) war recht groß, mit ebensolchen Schlafsälen. Wir waren nach einem Stadtrundgang

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in der Altstadt rechtschaffen müde, das half.
Unsere Verpflegung dagegen war an diesem Tag eher – hm, lieber nicht drüber nachgedacht, nachdem ein Zimmerkollege der Meinung war, seine käsigen Trekkinglatschen in der damals weltbildverändernd neuen Mikrowelle trocknen zu müssen.
Das inkludierte Frühstück am nächsten Morgen dagegen hinterließ eher einen überbordend lukullischen Eindruck.

Wir machten uns also auf die Socken in Richtung der Gegend, die wir damals für die Highlands hielten. Einmal quer rüber über Glesga (Glasgow) und von dorten erstmal gen Norden, am Loch Lomond (dem Wochenendausflugsziel der schottischen Großstädter, kwasi der schottische Bodensee) entlang. Anfangs ein eher langweiliges Geläuf, am See entlang wurde es dann jedoch ziemlich schnuckelig, inklusive der Engstellen, die per Ampelregelung passiert werden mußten.
Im Norden bei Tarbet bogen wir bei blauestem Wetter links ab, um am Loch Long einen Campingplatz zu entern. Duschen war fein und die Ausblicke in die Berge gegen den blauen Himmel ebenso.

Am nächsten Morgen wollten wir weiter nach Norden und es ging über Tyndrum (http://www.thegreenwellystop.co.uk/) weiter durchs GlenCoe

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(https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Glencoe)

nach Fort William. Eine beeindruckende Bergwelt offenbarte sich uns, dennoch immer nahe am Meer. Wenn ichs richtig im Kopf habe, ist die absolut weiteste Entfernung zum Meer in Schottland ungefähr 80 Straßen-km. Wenn überhaupt.

Fort William, die kwasi „Hauptstadt der Highlands“ mit ihren gut 5000 Einwohnern fanden wir langweilig, auch wenn sie unterhalb des höchsten Berges Schottlands liegt und eine Destille beherbergt. Für Fish & Chips auf der Middle Street taugt es aber definitiv und es gibt Supermärkte und Outdoorläden. Immerhin.

Wir machten uns auf den Weg nach Mallaig, dem Fährhafen zur Isle of Skye, ein mehr als verschlafenes Kaff am Ende der Welt. Die Straße schlängelte sich durch Wald und Küstengebirge (heute müßte man die durchgehende neue Straße verlassen und über die Käffer fahren), es war teilweise ein urzeitliches Gefühl im Wald. Herrlich!
Vorbei am Glenfinnan-Monument (https://de.wikipedia.org/wiki/Glenfinnan) und dem Viadukt (Harry Potter und sein Zug waren noch nicht mal angedacht) kamen wir in wechselhaftes Wetter.

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Ja, stimmt, irgendwie hatten wir oft die Regenkombi an. Andererseits brauchten wir ja ebenso oft nur 5 Minuten zu warten. Schottland lehrt Geduld. Und bietet oftmals 5 Jahreszeiten am Tag. Ganzjährig. In den gut 2 Wochen hatten wir fast 14 Tage Sonne. Und schwitzten oftmals.

Wir waren jetzt nicht wirklich in Eile, sondern eher in Entdeckerlaune. Und hielten dem entsprechend oft an. Selbst wenn nur die Blase dies diktierte. Aber wir entdeckten.
Beispielsweise Dünenlandschaften, in denen die Karnickel nicht mehr zu zählen waren, so viele sprangen durchs Grün.

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Oder auch mal Ersatzteillager der feinen Art:

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Am Loch Morar entlang fanden wir eine der einsamsten Telefonzellen (bis dahin) des gesamten UK.

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Loch Morar ist immerhin mit 310 m der tiefste See der britischen Inseln. Allerdings führt nur eine Stichstraße entlang, die dann irgendwann in einen Trampelpfad übergeht.

Wir fuhren bis zum möglichen endurofreien Ende und kehrten dort um, immer im Auge, die Fähre von Mallaig nach Armadale (Skye) nicht zu verpassen.

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Es war ein langer Tag mit vielen Eindrücken, aber wir waren vom Entdeckermodus beherrscht.
Und brausten auf Skye noch bis nach Portree, der Hauptstadt.
Unterwegs machten wir erste Bekanntschaft mit cattle grids.

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In Portree angekommen, waren wir ein wenig enttäuscht – keine campsite bezahlbarer Art in der Nähe, Vollschiff und es dämmerte langsam.
Da fiel uns ein nicht fertiggestellter Neubau unweit des coop-Supermarktes auf, geradezu eine ideale, trockene Herberge. Also bezogen wir kurzerhand und guter Dinge den Rohbau und begannen, zuerst einmal eine heiße Suppe auf dem Juwel zu köcheln. Klar, ganz geheuer war uns das nicht... . Jedoch hatten wir uns ja nur aus dem Starkregen gerettet und waren uns keiner Schuld bewußt.
Dann allerdings begab es sich, daß ein Auto vor der nicht vorhandenen Neubautüre hielt und wir gespannt aufmerkten.
Wir bekamen Besuch.
Die Cops oder Sheriffs oder wie auch immer man diese Beamten in so einer Situation betiteln möchte.
Kurz gesagt: Wir wurden rausgeschmissen, trotz aller Beteuerungen von Unschuld und Not - und fanden uns auf dem Somerled Square wieder, dem Hauptplatz der Stadt.
Nun war guter Rat teuer. Spät wars, feucht; und teuer eben der Rat. Der Somerled Square ist ein recht quadratischer Park-Platz, umrahmt von Ämtern, Banken und -. der Polizeidienststelle. Da keimte eine Idee auf: Warum nicht mal erfahrungshalber eine Nacht in einer Zelle verbringen? Immerhin wärs da warm... .
Gedacht, getan.
Wir also reinmarschiert und unter Aufbietung aller uns noch möglichen Höflichkeit sowie phantasievoller Beschreibung unseres Dilemmas nachgefragt, ob wir nicht eine Nacht in einer Zelle verbringen dürften; draußen wäre es so naß und kalt.
Die Wachhabenden waren auch äußerst zuvorkommend, höflich und freundlich – mehr war aber nicht drin. Auf unsere Nachfrage, womit man sich denn so qualifizieren müßte, wurde uns anheim gestellt, einen der Kollegen tätlich anzugreifen, drunter wäre nix möglich.
Wir haben dann verzichtet und uns versichert, daß die Herren uns ungestört schlafen lassen, wenn wir im Bushaltstellenhäuschen vor Ihrer Tür nächtigen. Immerhin von oben trocken und gleichzeitig in recht sicherer Nachbarschaft.

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Der nächste Morgen kam zwar überraschend bald, brachte aber leckeren Take-away-Kaffee mit sich und auch einen nicht mehr weinenden Himmel. Über den Dächern der übliche Aufmarsch von Einzel-Kaminrohren, jedem das Seine.

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Der kleine Hafen mit seinen bunt angemalten Häuschen machte auch einen versöhnlichen Eindruck.

Dann machten wir uns auf, zunächst einmal Trotternish zu umrunden, die nordöstliche Halbinsel von Skye. Herrliche Ausblicke auf wundersame Geländeformationen, viel single road track, wunderbar.

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Zwischendurch feuchtelte es mal wieder ein paar Minuten, aber das nahm dem Tag nichts von seiner Einzigartigkeit, im Gegenteil.
Die Flora war überwältigend, die Fauna manchmal etwas im Weg:

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Ebenso das ziemliche überraschende Erwachsen von skurillen Geländeformationen:

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Ein Traum zu fahren, wenig Verkehr, ständig wechselnde Ausblicke und Lichtstimmungen, Schottland pur.
Wir machten allerdings Meter, trotzdem.
Und wechselten die Halbinsel. Duirinish. Dort: Dunvegan Castle. Stammsitz der McLeods. Eintritt: Sauteuer.
Lohnend aber der Garten, einfach herrlich gepflegt, mit Wasserläufen und diversem Grün. Lohnend auch die Ausblicke auf die vorgelagerten Schäreninseln, die den Robben als Ruheoase dienen. Fein.
Und noch ein bis 2 Highlights: Also drinnen, in der Burg.
Erstens ein Trinkhorn aus echtem Horn, dessen Fassungsvermögen meiner Erinnerung nach irgendwo zwischen 5 und 8 Litern, umgerechnet, betrug. Wenn also die Clanherrschaft weitervererbt wurde, mußte der Erbe zum Beweis seiner Tüchtigkeit für diesen Job selbiges Horn, gefüllt mit Wein, auf einmal, also auf ex, leeren. So viel könnt ich gar nicht kotzen. Scheinbar haben die Jungs das aber damals hingekriegt. Der Brauch besteht übrigens fort – allerdings hat man inzwischen dem Horn auf halber Höhe einen Zwischenboden eingefügt. Immer noch heftig.
Zweitens: Ein gefangen(en)nehmender Kerker. Ca.5 Meter tief. Gefangene wurden dort einfach hinuntergestoßen, gänzlich ohne Wasser und Brot. Der Clou aber war, das es ein ausgeklügeltes System von Luftschächten gab; und zwar von der Küche direkt in den Kerker. Luft-Schacht. Mehr brauche ich glaube ich dazu nicht sagen.

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Weiter gings. Minginish. Eine weitere Halbinsel. Dort sieht man explizit den vulkanischen Ursprung der ganzen Insel.

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Der Tag war lang. Wir machten uns auf den Weg zurück nach Uig, von wo morgen die Fähre auf die äußeren Hebriden ablegen sollte. Unterwegs bespechteten wir noch ein typisches Blackhouse:

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Blackhouses waren ehemals auf einer Ebene zweigeteilt: Ein Teil Wohn-/Schlafraum mit mittiger Feuerstelle, ein Teil Stall. Es gab keinen Kamin, geheizt wurde mit selbstgestochenem Torf. Was für ein herrlicher Geruch!

Nichtsdestotrotz mußten wir langsam ans Pennen denken, auch wenn die Tage mitten im Jahr auf dieser nördlichen Breite doch schon recht lang sind. Also auf zur SYHA Uig, wo wir dann noch zwei nette Mädels kennenlernten, die grade gemeinsam Urlaub von ihrem Au-Pair-Dasein in England machten.
Adressen wurden getauscht, zumindest einseitig, sollten wir noch brauchen können. Alex war da im Gegensatz zu mir ein guter Kommunikant.

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Ah, ehe es weitergeht, da fällt mir gerade ein, daß da noch eine Nacht fehlt, da war doch was mit zur Party übers Dachfenster einsteigen und dem Stammpub von den RUNRIG-Leuten und einer wilden Feierei – oder war das in einem anderen Jahr? Ich werd alt.

Gut,
zurück in die Juhe.
Am nächsten Morgen begaben wir uns relativ zügig den Berg runter zum Fähranleger, dort besorgten wir uns ein Island-Hopscotch-Ticket, das es für diverse zusammengefaßte Destinationen auf den äußeren Hebriden vergünstigt gab. In unserem Fall Harris/Lewis, ergo Uig-Tarbert/Stornoway-Ullapool.

Nach einer vergnüglichen Überfahrt mit feinem Bier und jede Überfahrt zum Feiern nutzenden Inselbewohnern landeten wir nach knapp 2 h in Tarbert auf Harris. Harris und Lewis sind streng genommen eine Landmasse, wurden aber schon immer unterschiedlich benamst. Das rührt daher, daß man früher den beschwerlichen Weg über die Berge nicht auf sich nehmen wollte und lieber mit dem Boot außenrum fuhr, wenn man den anderen Inselteil erreichen wollte.
Also, runter von der Fähre und ab dafür. Nach Süden. Und östlich auf die golden road (https://www.virtualheb.co.uk/golden-roa ... ern-isles/) .

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Was für eine Landschaft. Mondlandschaft. Was für eine Herausforderung. Die Reisegeschwindigkeit sank unvermittelt und rapide. Hoch, runter, links, rechts. Eine Achterbahn ist ein Scheiß dagegen. Und das machte Spaß!

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Wir quartierten uns im SYHA Stockinish ein (als ich letztens mal vorbeikam, wars leer und zu verkaufen). Eine enge Bude, eine volle Bude, eine Gemeinschaftsküche, Stockbetten und ein irre internationales Publikum. Sehr geil.

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Wir kochten, quatschten, tranken und waren immer noch nicht müde. Also spazierten wir die golden road entlang, auf der es auch abends halbelf noch fast tageslichthell war. Alex sammelte im Straßengraben verlorene license plates als Andenken ein.

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Mobile Läden gibt’s dort immer noch, die drehen die Runde um die Halbinsel und die abgelegen Wohnenden müssen nicht ständig Einkaufen fahren. Die Bank machts übrigens genauso.

Am nächsten Tag setzten wir die Inselumrundung fort https://en.wikipedia.org/wiki/St_Clemen ... rch,_Rodel und wechselten in Rodel von der Ost- zur Westküste. Zack, ersetzten sich die klippenhaften Meerzugänge durch ausgedehnte, karibisch anmutende Sandstrände. Kilometerlang. Traumhaft.
Auf dem Fußweg zum Meer bekam Alex die Zuneigung der Schäflein, die nur ein guter Hirte erlangen kann.

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Strändesträndestrände. Bilder davon hab ich erst in den Jahren danach gemacht – und ich bin mit Robben geschwommen, habe kilometerlange Spaziergänge im 20 cm tiefen Wasser gemacht bei gefühlt 30 ° Wassertemperatur im Restwasser nach der Flut. Aber - das war später.
Jedenfalls tourten wir wieder gen Norden, gen Lewis, den anderen Inselteil.

Unterwegs trafen wir auf einen äußerst freundlichen Mann, altershalber wohl schon in den Achtzigern, beim Torfstechen. Er war so gut und weihte uns in die Geheimnisse des white peat/black peat ein und war auch sonst ein außerordentlich geselliger und frohgemuter Mensch.

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Weiter gings, auf zum „Paß“ zwischen Harris und Lewis. Heutzutage als Paß nur noch ein müdes Lächeln wert, aber man kann sich gut vorstellen, daß das zum Kühetreiben zu hoch und umständlich war.

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Alex jedenfalls trieb seine Kuh vor mir her, bis es passierte. Es war ja die Zeit zum Lammen schon vorbei und auf den single tracks ist es so, daß man immer die Augen offen halten muß, wenn man ein einzelnes (Mutter-)Schaf erblickt. Denn, wenn ein Lamm in der Nähe ist, wird es sich bei Anzeichen von Gefahr immer schnellstmöglich zur Mutter begeben. Genau das passierte dann auch, ein Lamm hörte die herannahenden Motorräder und sprang mal eben flugs von der linken zur rechten Straßenseite. Allerdings exakt in dem Moment, in dem Alex auf der gleichen Höhe war. Das Lämmlein sprang ihm sozusagen zwischen Vorder- und Hinterrad durch. Und war hin. Wir konnten nichts mehr für es tun.

Alex ging das nach, tagelang hatte er eine bedrückte, miese Laune. Verständlicherweise.
Das war nicht zu ändern. Und anstrengend. Meine Empathie war wohl noch nicht ausreichend ausgebildet.

Was uns dann passierte, war teilweise zu ändern. Scheinbar hatte jemand ein Paket Nägel auf der Straße verloren. Wir waren so freundlich und haben einen Teil davon wieder eingesammelt.
Bei der BMW mit Schlauchreifen kein Problem:

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Also, geflickt und gut. Dachten wir. Bis ich dann, ehe wir weiterwollten, bemerkte, daß auch die SRX sich einen Nagel im Hinterreifen eingefangen hatte, allerdings noch kaum spürbaren Luftverlust. Kurzerhand, nach vorsichtigem Prüfen des Nagels, schob ich ihn wieder bis zum Anschlag in den Gummi hinein und wir machten uns auf den Weg nach Stornoway, um dort eine Lösung zu finden. Kurz vor der Inselhauptstadt kamen wir bei einem Reifenfachbetrieb vorbei, zumindest stand sowas Ähnliches auf einem Schild und es lagen auch eine Menge Altreifen im Hof verstreut herum. Wir also hin. Drinnen, im Halbdunkel, zwei Männer, die eine uns völlig unverständliche Sprache sprachen. Nach einigem Kauderwelschen wußten wir immer noch nicht, ob sie nun schottisches Englisch, Norn oder Gälisch sprachen. Mittels Handzeichen machten sie uns aber verständlich, daß sie mit Motorrädern nichts am Hut hätten.
Nach einiger weiterer Gestenakrobatik konnten wir uns immerhin darauf verständigen, daß sie die Tücke des Objekt in Augenschein nähmen.
Mir war etwas mulmig zumute, hatte ich doch beim Betreten des Etablissements die zwei Herren dabei überrascht, wie sie gerade einen Schlepperreifen mittels einer gut 2 Meter langen Stange händisch von der Felge würgten. Ich hatte Sorge, daß sie bei der SRX-Felge mittels ähnlicher Gewalt zu Werke gehen würden. Es gestaltete sich dann aber doch eher unspektakulär, glücklicherweise; und 20 Minuten später hatte der Hinterreifen einen Lkw-Flicken von innen draufgepappt und machte den Eindruck, bis zum Erreichen des Slickdaseins zu überdauern. Was er dann auch tat. Wir fragten die Herren in unserem allerbesten Schulenglisch nach dem Preis und wurden lachend, aber energisch der Werkstatt verwiesen. Ein Traum.

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Ich kann mich erinnern, daß wir wohl noch in Stornoway einen Stadtrundgang gemacht haben:

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Hernach tigerten wir noch ganz in den Norden, um uns dorten einen Schlafplatz zu suchen:

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Eine erholsame Nacht an einem wunderbaren Ort.

Am nächsten Tag war es an der Zeit, die (Halb-)Insel ein wenig zu erkunden:

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Standing stones mit vielfach gedeutetem Ursprung, jedoch immer noch beeindruckend durch die vielfältigen Möglichkeiten, zu interpretieren. Die Bilder, auf denen ich unbedarfter Depp in meiner Lederkombi drauf rumgeklettert bin, laß ich jetzt mal weg und schäme mich nachträglich. Sehr.

https://de.wikipedia.org/wiki/Callanish


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Ein Wohn-/Wehrturm von ca. 1300, man konnte reinkriechen und drin rumstiefeln.
Gesetzt den Fall, man nähme an, der Wikinger oder sonst ein Widerborst käme; und dann? Dann täte man sich verschanzen wollen. Und triebe sein Vieh in den Turm, kröche hernach und verrammelte den Eingang. Sodann verlustiere man sich in den diversen Gemächern in den Zwischenstöcken der doppelwandigen Hohlmauer, zünde ein Feuer an und kümmere sich ums Vieh. Nebenbei setze man einen Topf voll Pech oder Öl oder was auch immer zur Hand sei aufs Feuer und erhitze selbigen. Sobald der Widersacher im Begriff wäre, den konkav gesetzten, arschglatten Trockensteinturm äußerlich zu erklimmen (was ihm eh nicht gelänge, wegen der Konkaverei), schütte man selbigem das heiße Gebräu aufs Haupt und erfreue sich dessen umgehender Flucht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dun_Carloway

Wenn einem ein Wal zugelaufen ist und man einen Torbogen braucht – man nehme die Kieferknochen:

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Wenn ich mich recht erinnere, hatte Alex an diesem Tag Geburtstag und das wollte gefeiert werden. In Eoropaidh, gleich neben:

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Also latschten wir abends vom Leuchtturm los und suchten einen Pub. „Hier? Pub?“ Pure Verwunderung. Mehr war eigentlich nicht in Erfahrung zu bringen. Obwohl, es gäbe da ja noch das Vereinsheim des örtlichen Fußballclubs, da sei zwar immer was los, allerdings nur für Mitglieder. Wir also nicht faul, nahmen die Beine in die Hand und standen an der Tür vor einem Schild: „Notice: NON-MEMBERS MUST BE SIGNED IN“
Na gut, die Jungs waren ein wenig überrascht, daß da jemand in ihrem Territorium feiern wollte; nach Erklärung des Anlasses fand sich jedoch schnell jemand, der bereit war, uns als Gäste einzutragen. Der Abend war lang und trinkfreudig.

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Ich erinnere mich, daß wir zwar realisierten, daß unser Zelt am Nordkap der Insel stand; aber wir nicht mehr wußten, wo denn jetzt eigentlich genau Norden nochmal war, also grad vorher doch noch. Wir stützten uns gegenseitig, so gut es ging und irgendwann erreichten wir dann auch, weniger schlaf- als trunken unsere Bettstatt. Weia.

Wir kamen ja von der Insel (GB) über die Insel (Skye) auf die Insel (Lewis/Harris), jetzt gings zurück von der Insel auf die Insel (Festland, naja).
Von Stornoway mit der Fähre nach Ullapool.
Von dort aus beschlossen wir, glaube ich, zwecks Wettervorhersage noch einen Schlenker südwärts zu machen, ehe es noch weiter nach Norden gehen sollte.

Also irgendwie kreuz und quer und der Nase nach wieder runter, hier vorbei natürlich, als Ersttäter macht man das:

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In Plockton erwischten wir einen echt miesen Abend: Sommer, Sonne, Windstille. Die Palmen am Strand. Wirklich mies. Aber dann: Helm ab. Und fast gleich zum Gebet. Dazu reichte es allerdings nicht, denn wir befanden uns ziemlich mittig im Schwarm der Midges.

https://en.wikipedia.org/wiki/Highland_midge

Da half nur, Sturmhaube auf und losmarschieren. Wir verließen den international gerühmten Ort dann auch bald wieder. Die Restaurants waren eh unbezahlbar für uns.

Allerdings da fällt mir ein, ich habe weiter vorn was vergessen, das sich aber auch in dieser Gegend zutrug: Eines Abends auf Skye brauchte ich mal ein wenig Zeit für mich. Me, myself and I. Mir war danach. Also erzählte ich irgendwas von abendlicher Fotografierrundfahrt und machte los. Runter von der Insel, Richtung Plockton, einfach in die Pampa. Es war geil, leere Straßen, kein Gepäck, eine leichte SRX und ich, zwischen Bergen und Meer. Herrlich.
Ja, ich hab schöne Bilder gemacht (grad aber nicht zur Hand). Egal. Jedenfalls war ich so im Fahrrausch und im Landschaftsbewunderungsmodus, daß ich eine recht scharfe Linkskurve verpaßt habe. Drücken? Nee, das reicht nicht. Wohin also?
Die Kurve war nicht zu kriegen, die Hofeinfahrt am Anfang der Kurve vorbei, geradeaus gings einen Meter die Böschung runter in den Hof.
Naja, hab ich mir halt in Sekundenbruchteilen lässig und vollkommen teilnahmslos ein Herzlein gefaßt.
Aufstehen, springen, landen, vor der Haustür bremsen. Meine Fresse, war das peinlich. Und mein Herz schlug bis zum Hals, logisch. Uff!
Ich hab natürlich gemacht, daß ich vom Acker komm, zügig.

Zurück nach Plockton. Nein. Midges! Also weiter, ein anderer Tag. Es war brühwarm und wir Zwei dreizylinderten gemächlich durchs Land. Applecross, eine der vielen Halbinseln.

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Zwischendrin trafen wir einen echten, ursprünglichen Highlander:

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Gen Norden nahmen wir die Inverewe Gardens https://de.wikipedia.org/wiki/Inverewe_Garden mit und schwitzten noch mehr.
Oben auf den Bergen lag noch Schnee, aber wir waren ja oft auf Meereshöhe unterwegs:

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Am wunderschönen Loch Maree vorbei gings Richtung Gairloch:

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Durch Ullapool und weiter nach Ardmair auf die campsite:

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Gegend gabs immer zuhauf:

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Von hier an nahmen wir bevorzugt die winzigen Sträßchen, die immer wieder zum Atlantik führen, je westlicher und kleiner, desto. Also absolut desto – unbeschreiblich. Wunderschön.

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In Kinlochbervie (das mal der zweitgrößte Fischereihafen Schottlands war) findet ab und an Fischauktion statt. Irre.

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Unsere Zeit neigte sich. Gen Rückweg. Wir wollten aber noch schauen, ob denn eventuell die Frau Königin zuhause ist, also im Sommer zuhause, obwohl ja noch gar kein Sommer war. Also machten wir uns auf den Weg nach Balmoral. Zwischendrin gibt’s immer mal wieder wundersam steile Brücklein, deren Erstbau man den Römern zuschreibt. Warum auch nicht, beim Kolosseum fehlt ja auch fast nur das Dach.

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In Balmoral angekommen, war noch zu. Also nahmen wir die Kuhwiese nebst Zaun gleich nebenan
(zwischen der Royal Lochnagar Distillery und dem Schloß) zu Hilfe, um vermeintlich möglichst nahe zur Queen zu kommen. Scheinbar wurden tatsächlich Vorbereitungen für Ihr Erscheinen getroffen, denn ein Teil der Gebäude war deshalb gesperrt. Wir jedoch waren inzwischen nur wenig überwältigt und nutzten die Tatsache, daß das Gelände inzwischen für zahlende Besucher geöffnet war zu dem Behufe, die Liegenschaften zum offiziellen Haupteingang wieder zu verlassen.

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Also, Rückweg. Wir fanden Kunst im Skigebiet:

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Und die von den Bilderstürmern übriggelassenen Reste der Kathedrale in St. Andrews:

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https://en.wikipedia.org/wiki/St_Andrews_Cathedral

Und das berühmte Castle Stalker auf seiner einsamen Insel:

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Dann gings alsbald wieder auf die Motorway gen Süden, gen England, gen Kanal. Halt! Da war doch noch was. Richtig, die Mädels aus der Juhe in Uig. Alex hatte ja die Adresse. Und eine Einladung zur Nächtigung. Sparsame Zivis müssen sowas ausnutzen.

Wir fanden die Bude, mampften gemeinsam mit der Familie prächtig zu Abend, nächtigten in einem erhabenen Haus aus Achtzehnhundertschießmichtot mit altehrwürdigen hölzernen Treppen, in denen sich nächtens die Holzböcke derart bekriegten, daß man kaum ein Auge zu bekam. Na und? Klasse wars.


Des morgens vor der Abfahrt zur Kanalfähre machten wir noch eine Entdeckung: Der Vater der Frau des Hauses fuhr einst dies Gefährt (also das hintere):

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Dann lustige Fährfahrt, mal wieder und lange Autobahnen, gääähn.
Übrig blieb das:

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Natürlich nicht nur. Klar.
Ich damals Langhaariger und späterer ebensolcher Taxifahrer erzählte in einer meiner arbeitstechnischen Nachtdienststammkneipen so lange von Schottland, daß man mich dort heute nach einem guten Vierteljahrhundert immer noch den Highlander nennt:

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Zum Gruß ein letzter Eindruck aus meiner Lieblingsheimat:

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Sie wollten mich schon gefügig machen mit Fellatio und Absinth, aber ich sagte nein.
Dieser Beitrag wurde maschinell erstellt und ist auch ohne Unterschrift gültig.

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Re: Back then in Scotland

Beitragvon lallemang » Sa 25 Mär, 2017 05:41

Macht Laune :smt023

Danke Roll :wink:

...wenn ich mal gro§ bin :roll:
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon Bernhard S. » Sa 25 Mär, 2017 06:08

lallemang hat geschrieben:Macht Laune :smt023

Danke Roll :wink:

Ebenso! :lol:

lallemang hat geschrieben:...wenn ich mal gro§ bin :roll:

Ne, ich wart auf die Rente...


...dauert nicht mehr so lang! :-D


Und die SRX!
Vielleicht sollte ich doch noch mal?
Bernhard S.
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon motorang » Sa 25 Mär, 2017 08:24

Superfeiner Bericht - vielen Dank!

Gryße!
Andreas, der motorang
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon Christoph » Sa 25 Mär, 2017 08:25

High Roll,
unbedingt.
was für ein Spaß.
Christoph
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon Dreckbratze » Sa 25 Mär, 2017 08:52

sehr schön, genau das was ich jetzt brauche! weitermachen! :smt023
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon Maybach » Sa 25 Mär, 2017 09:23

Warum kommen bei statt der Fotos nur kleine blaue Kästchen mit Fragezeichen?

Der Text ist schön und erinnert mich an meine viel zu weit zurückliegenden Schottland-reisen.

danke dafür

Maybach
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon Dreckbratze » Sa 25 Mär, 2017 09:40

bei mir klappts mit den bildern :smt102
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon gatsch.hupfa » Sa 25 Mär, 2017 10:12

Mit dem Internet Explorer 11 sehe ich nur das 1. Bild, mit Firefox gar kein Bild :smt102
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon Myke » Sa 25 Mär, 2017 10:40

toller bericht, tolle bilder !
habs mir gestern als "betthupferl" reingezogen.
heute auf einmal: auch nur die blauen kasterln... :gruebel:
wo i foah, wochst nyx mehr.......
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon Uwe Steinbrecher » Sa 25 Mär, 2017 10:45

Kein einziges Bild! :( Weder auf dem Fuchs noch auf edge. SCHADE!!!!
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon Richy » Sa 25 Mär, 2017 12:00

hmm, vorhin waren sie noch da... :gruebel:
"95% aller Zitate im Internet sind frei erfunden."
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon Dreckbratze » Sa 25 Mär, 2017 12:05

jetzt sind sie auch bei mir weg.
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon Therion » Sa 25 Mär, 2017 13:23

Super​ !
Konnte nur kurz drüberlesen, freu mich auf den Abend um den Bericht zu lesen.
Greetz
Steve​
ps am Handy sehe ich die Bilder.
Für kein Tier der Welt wird so viel gearbeitet, wie für die Katz.
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Re: Back then in Scotland

Beitragvon Färt » Sa 25 Mär, 2017 13:33

....bei mir sind die Bilder da :smt023 .... wer weiß wo ihr mit eure Wurschtfinger überall draufdrückt :roll: :-D

...sehr feiner Bericht, Roll :smt023

Gryße
Gerhard
Sapprament!!!
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