Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

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Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon Thoeny » Do 15 Jun, 2017 10:54

Letztes Jahr waren wir ja im Anschluss an die Fronleichnamsausfahrt noch in der Tatra, der Bratzerich und ich.

Und Achim hat auch wieder einen Reisebericht geschrieben, den ich jetzt hier in mehreren Margen einfüge. Wird auch Zeit, denn schließlich waren wir ja schon wieder in Schottland und sind auch dort berichtenswert gereist. :wink:

Mai 2016

Dieses Jahr findet ein AIA - Jubiläumstreffen in Form einer Sternfahrt nach Tschechien statt.
Thöny und ich waren vor Jahren mal mit den Motorrädern im Lande und es gefiel uns sehr gut. Damals hatte ich mir vorgenommen, irgendwann bis in die Hohe Tatra zu gelangen, das kleinste europäische Hochgebirge, grösstenteils in der Slowakei gelegen, ein Teil gehört noch zu Polen.
Es schien uns ein guter Anlass, das Jubi-Treffen als Startpunkt für die überfällige Reise zu wählen.

Bilder haben wir erst ab der Hohen Tatra drin, vom Jubi - Treffen gibt es einen schönen Treffenbericht inkl. reicher Bebilderung beim Motorang und die Hinreise in die Slowakei war nicht so spektakulär. Ausserdem waren wir etwas knipsfaul.


Do., 26.05.16

Wir starten kurz vor 10.00 Richtung Nürnberg und haben relativ gut fliessenden Verkehr, entspannte 350 km öde BAB. Thöny hatte 2 Wochen vorher mit ihrer SR500 eine HH - Lübeck - Rügen - Österreich - Sölkpasstreffen - Tour gemacht und in Tännesberg / Oberpfalz in einer Pension übernachtet, von der sie ganz angetan war. Ebendiese soll unser heutiges Tagesziel sein.
Wieder einmal bricht die Ständerfeder ihrer Guzzi, freundlicherweise beim Halten an der Tankstelle und nicht während der Fahrt. Zwei Kabelbinder fixen das ganze und ne Wand zum Anlehnen findet sich schon.
Wir kommen am frühen Nachmittag an und lassen im Biergarten unserer Pension bei deftigem Essen und Zoiglbier den Tag ausklingen und fallen noch vor 20.00 ins Bett.


Fr., 27.05.16

Klar, ich bin schon 5.30 wach, bis zum Frühstück ist noch Zeit und so nutze ich die Zeit zum Kartenstudium. (ja, ich gehöre noch zu denen, die sich einem Navi verweigern :-) )
Autobahn ist langweilig und vignettenpflichtig, daher entscheiden wir uns gegen die Strecke über Pilsen und wählen die Landstrasse.
Wir wollen die Grenze bei Waldmünchen - Liskova (Haselbach) überqueren und über Klatovy (Klatten) - Horazd’ovice - Pisek - Tabor nach Pelhrimov gelangen. Dort, im Nebendorf Ondrejov, auf einem Campingplatz ist der Treffpunkt unserer Sternfahrt.

EINE BITTE: DIE TSCHECHISCHE / SLOWAKISCHE SCHRIFTSPRACHE IST VOLL MIT VERSCHIEDENEN AKZENTEN ÜBER DEN BUCHSTABEN, DIE ICH AUF DER TASTATUR NICHT HINKRIEGE, MAN ÜBE NACHSICHT.

Es sollten etwa 300 km werden, wir fahren gegen 9.30 los.
interessanterweise gilt in der Slowakei der Euro, während in Tschechien nach wie vor die Krone das Zahlungsmittel ist. Also Geld wechseln. Unbedarft, wie wir nunmal sind, stapft Thöny in Waldmünchen in eine Bank und wird von der Dame hinterm Schalter auf den günstigeren Kurs „beim Vietnamesen“ hinter der Grenze aufmerksam gemacht, ausserdem hätten sie eh nicht viele Kronen hier vor Ort…
Bei ebenjenem erwerben wir einen sauteuren Gepäckgurt (8,-) zum Hochbinden des Seitenständers, im Gegensatz Kabelbindern ist der mehrfach verwendbar.
Irgendwo zwischen Pisek und Tabor fällt mir bei einer Pinkelpause eine fehlende Halteschraube am Seitenwagenhalteblock auf. Mist. Egal, erstmal mit Kabelbinder den Block gegen Verlust sichern und schön vorsichtig den überladenen Karren durch die Kurven streicheln.
Die nächste Autowerkstatt ist meine. Der Chef guckt raus und als ich ihm in deutsch, englisch und mit den Fingern mein Problem schildere fragt er nur: „M6 oder M8? Brauchst du Werkzeug?“
Ich kriege 2 Schrauben und Sicherungsmuttern und packe unter dem Lächeln des Spenders den Ratschenkasten aus. Bezahlung lehnt er ab, selbst eine Spende in die Kaffeekasse wird abgelehnt. Wir bekommen noch die besten Wünsche für die Reise und erreichen nachmittags Pelhrimov.
Kaum in den Ortskern reingekommen, sehen wir vor uns an einer Ampel bekannte Rückansichten.
Da stehen Richy, der Kahlgryndige und der Zwillingspeter.
Prima, da hängen wir uns dran.
Wir kaufen gemeinsam ein und verbringen einen wundervollen Abend auf dem Campingplatz mit „all unseren Lieben“ :-)
Die Inhaber des Platzes, Mareijke und Johan aus den Niederlanden sind sehr motorradaffin, ihre Bar ist ein wunderbares Sammelsurium aus alten Blechschildern, Motorrädern, Teilen usw. An der Decke hängen ein Velorexdreirad und ein Seitenwagen.
Der Platz selbst ist sehr idyllisch, die Duschen und Toiletten sauber und moderner Standard.
Wer kein Zelt aufbauen will, kann einen Caravan für 8 Eu die Nacht mieten. Die Preise sind all inclusive, also nix mit Duschmarken usw.
Kurz und gut: Sehr schön und preisgünstig.

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Zuletzt geändert von Thoeny am Sa 17 Jun, 2017 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon Thoeny » Do 15 Jun, 2017 10:58

Sa., 28.05.16

Nach ausgiebigem Kaffee am Morgen geht es nach Kamen. Auf der dortigen Burg ist ein Motorradmuseum untergebracht und um 11.00 ist Führung.
Der Hinweg artet etwas in eine Enduroeinlage aus, irgendwann setzt mein mit Thöny besetztes Boot vollflächig auf und das Seitenwagenrad dreht frei. da ist Heben und Wuchten angesagt.
Das gleiche nochmal beim Überqueren einer Baustelle.
Das Museum ist sehenswert. Wir kehren gemeinsam mit den Herren Ragman und Ölfinger über geteerte Wege zum Platz zurück.

Der Kahlgryndige hat die Zeit und Ruhe genutzt um ungestört dem Geklapper seines Enfieldmotors auf die Spur zu kommen. Da er ja um die genetisch festgelegte Naturneugier seiner Kameraden weiss, wurde wenigstens eine Kamera installiert, die alles dokumentieren konnte.
Mittlerweile sind alle wieder zurück und können die Sache mit mehr oder weniger kompetenten Kommentaren würzen. Zwischenzeitlich ist nicht genau auszumachen wieviel Hände da gerade im Steuerkasten wühlen…
Ich gucke mal, ob alle Anschlüsse von Seitenwagen noch fest sind, der Unterboden ist leicht onduliert, sonst nix auffälliges. Nun ja, 7cm Bodenfreiheit uneingefedert sind nur begrenzt geländegängig.


So., 29.05.16

Auch das schönste Treffen ist einmal zu Ende. Ein sehr entspanntes Treffen, tolle Leute, schönes Wetter, guter Urlaubsanfang.
Da fast alle Frühaufsteher sind, reicht es zum ausführlichen Verabschieden und wir kommen gegen 9.30 los.
Wir verfransen uns mehrfach, oft sind die dick rot eingezeichneten Hauptverkehrsverbindungen in Wirklichkeit winzige Sträßchen und die Strassennummern folgen nicht dem Strassenverlauf der „Hauptroute“ sondern einem Weg, welcher 2 Kategorien weiter unten ist, aber halt geradeaus weiterläuft
Zwischenzeitlich stellt der Anlasser der Elspeth die Mitarbeit ein, der Hammer für den Weckruf wird in erreichbarer Nähe platziert.
Wir überqueren die Grenze zur Slowakei bei Makov und nehmen uns ein grosszügiges, helles Zimmer mit Dusche, WC und Balkon für 30Eu.
Wir sind ziemlich gerichtet und gehen gegenüber essen. Die Küche ist schon zu aber die junge Bedienung richtet extra für uns noch Hähnchen und Pommes. Wir trinken noch ein paar Biere und steigen über den Zaun unserer Pension, da wir das Tor nicht aufkriegen.
(Am nächsten Morgen haben wir dann auch den offiziellen Weg obenrum gefunden, zaun- und torlos)


Mo., 30.05.16
Wir verlassen unsere Pension gegen 8.30. Der Vietnamesengurt hat aufgegebenen und wird wieder gegen Kabelbinder ersetzt. Dem Erfinder gehört der Nobelpreis verliehen!
Per Hammer wird Elspeth geweckt und weiter gehts über einen Pass auf der E442 nach Zilina wo wir unseren Morgenkaffee nachholen.
Weiter auf der 18 über Martin, Ruzomberok und Liptovsky Mikulas Richtung Poprad. Starker, aber entspannter Verkehr mit recht niedrigem Tempo.
Wir durchqueren ein grünhügliges Mittelgebirge und plötzlich, wie aus dem nichts, tauchen die Gipfel der Hohen Tatra vor uns auf. Imposant, immerhin haben die Gipfel bis fast 2700m Höhe!
Ins Innere führen nur Fusswege, es geht eine Panoramastrasse drumherum.
Campingplätze sind dünn gesät, aber jede Ansiedlung explodiert förmlich vor grauenhaften Bettenburgen. Vielfach werden hier die Fehler wiederholt, die man in den Alpen schon machte.
Bei Stara Lesna finden wir aber ein hübsches Plätzchen, fast leer und schön gelegen.
Wir buchen 4 Nächte.


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Wir besuchen Tatranska Lomnica, schreiben die unvermeidlichen Postkarten und essen. Von meiner Riesenknoblauchsuppe habe ich noch mitten in der Nacht was.


Di., 31.05.16

Wir wollen hoch zur Lomnitzer Spitze. Man kann per Seilbahn in 3 Etappen hoch bis auf 2634m.
Die letzte Bahn ist spektakulär; Sie überwindet knapp 900 Höhenmeter ohne einen Stützpfeiler! Nur mit einem durchhängendem Seil und einer Gondel, die die letzten Meter fast senkrecht hochgezogen wird.
Danach das übliche Einkaufen, Essen, Schreiben…..


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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon Therion » Do 15 Jun, 2017 13:03

Schön!
Kleine Korrektur, in Tschechien​ und der Slowakei​ sind Motorrader mautbefreit. Mit Gespannne sind Autos mit Anhänger gemeint , nicht Motorrader mit Beiwagen.
Greetz
Steve​
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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon Dreckbratze » Fr 16 Jun, 2017 15:48

danke, hätte man sich denken können, kommt vom scheuklappendenken. egal, autobahn musste eh nicht sein :wink:
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon Thoeny » Sa 17 Jun, 2017 13:44

Mi.,01.06.16

Wir starten zur Besichtigung der „Metropolen“ des Zipser Landes. Den Anfang macht Levoca mit seiner Unesco-geschützten Altstadt. Wir essen und fahren weiter. Spisska Nova Ves und erst recht Poprad finden wir recht reizlos. Letzte Station des Tages ist Kezmaroc.
Wir sind positiv überrascht - eine sehr schöne Altstadt! Wenn auch der Grossteil der Läden, wie überall hier, Sportmoden und Speiseeis anbietet.
Unter den Arkaden am Marktplatz sitzen wir etwas spazieren, dann kaufen wir noch etwas ein und kehren zurück nach Stara Lesna.

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Do.,02.06.16

Es regnet. Wir fahren nach Stary Smokovec. Von dort führt ein Wanderweg zu wildromantischen Wasserfällen (vodopady studencko potoka).
Den eigentlichen Plan zur Hütte Sliczky Dom zu wandern geben wir aufgrund des Wetters auf und nehmen lieber einen Kaffee und ein Stück Kuchen im Touristencafe.
Es sind sehr viele Schulklassen unterwegs und was mir sehr positiv auffällt: Alle, auch die älteren, sind sehr diszipliniert! Keiner grölt rum, stellt die Füsse auf die Stühle od. ähnl.
Wenn der Betreuer zum Sammeln bläst, stehen alle parat. Trotzdem machen alle einen fröhlichen Eindruck und lachen und scherzen mit ihren Lehrern.
Der Parkplatzwächter verabschiedet uns per Handschlag und wir kehren zurück zum Zelt.
Zum ersten mal hat die Bar unseres Campingplatzes auf und Thöny kriegt ihre Pommes.
Wir nutzen die Pergola zum Wäschetrocknen und ertragen die Beschallung mit Slowaken - Pop.


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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon Thoeny » Sa 17 Jun, 2017 13:54

Fr.,03.06.16

Der Plan ist, die „Strasse des Friedens“, also die Panoramastrasse, komplett zu fahren. Sie beginnt in Strbske Pleso und windet sich am Rande des Hochgebirges entlang bis Tatranska Javorina. Dort führt ein kleines Strässchen nach Zakopane, in Polen gelegen.
Etwa 1/5 der Hohen Tatra gehört zu Polen, die Grenze verläuft über den Rysy - Gipfel. Thöny will unbedingt ein Schaffell für die etwas durchgesessene Sitzbank ihrer T3 und hofft auf dem dortigen Markt eines zu ergattern.
Der Weg ist wunderschön und mit 50 - 60 km kürzer als gedacht. Wir lassen die Motorräder auf einem bewachten Parkplatz und gehen zum Markt.
Thöny hat sich ein Limit von 70 Eu gesetzt, als man sich auf 60,- einigt für ein riesiges Fell, schlägt sie zu. Sie reicht dem Verkäufer einen Zwanziger und als sie einen Fünfziger nachreichen will, lacht der aus vollem Herzen und erklärt ihr, dass Zloty gemeint waren, in Euro nur 18,- !
Uns war völlig entgangen, dass Polen nicht in der Währungsunion ist.
Was ein ehrlicher Mensch! wir hätten ohne zu zögern mehr als das Dreifache bezahlt. Da kaufen wir doch gleich noch eins für unseren Katzensitter.
Nach unserer Rückkehr zum Campingplatz erzählt unser Zeltnachbar von seiner heutigen Begegnung mit einem Bären, keine 50m weg vom Zelt. Und wir wundern uns nicht mehr über die äusserst massive Umzäunung des Platzes.
Wir lassen den Abend ausklingen mit einigen geistigen Getränken und träumen wild von Rotweinseen und Thöny, die auf einem Vollkornbrötchen Musik macht.


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Sa.04.06.16

Wir verlassen Stary Lesna. Der Herr Koarrl hat uns den Besuch einer alten Bergbaustadt im slowakischen Erzgebirge nahegelegt, südwestlich von hier.
Die Strecke dorthin führt durch traumhafte Landschaft. Wir trinken unterwegs einen Espresso und ein Paar lässt sich vor dem Gespann fotografieren. Wir werden des öfteren auf unsere „Veteranen“ angesprochen und in der Tat, bis auf 2 alte Jawas haben wir die letzten älteren Motorrädern auf dem Jubi - Treffen gesehen. Oft winken uns Menschen vom Strassenrand zu.
Vor Banska Bystica höre ich merkwürdige Geräusche vom SW - Rad, vermutlich Radlager. Hört irgendwann wieder auf. Kein übermässiges Spiel, beobachten.
Wir geraten in ein Gewitter, ich bin klatschnass. Wir wollen uns Banska Stiavica ansehen und suchen uns eine Unterkunft für 2 Nächte.
Wir geraten ans „Cosmopolitan II“, mitten in der schönen Altstadt. Es gibt dort einen Parkplatz, der für Gäste des Hauses kostenlos ist. Dem Parkwächter ist es nicht geheuer, da der Platz nachts unbewacht ist. Er besorgt eine abgeschlossene Garage bei seiner Nachbarin, etwa 1km entfernt, führt uns hin und fährt uns mit seinem Auto wieder ans Hotel. Ich will mich erkenntlich zeigen, was er empört ablehnt und er ermahnt uns beim Auschecken an der Rezeption Bescheid zu sagen, damit er uns wieder hinbringen kann. Grossartig!
Wir beziehen unser Zimmer in dem Jahrhunderte alten Gebäude: Uralter Eichendielenboden, 25 - 30qm plus modernes Bad in der Grösse unseres heimatlichen Wohnzimmers, antiquarische Möbel, Kreuzgratgewölbe….
Mir schwant Übles, was die Rechnung anbelangt. Egal, wir haben die ganze Zeit so billig gelebt (für 15 -20Eu gehen wir zu zweit gut essen und haben noch einige Getränke dabei), da gönnen wir uns die 2 Nächte.
Um es vorweg zu nehmen: Wir haben 80Eu pro Nacht gezahlt, inkl. parken, Kurtaxe, Frühstück.
Nach Forelle in Knoblauch und Wildgeschnetzeltem samt Vor- und Nachspeise decken wir die gefüllten Bäuche zu und ratzen tief und fest.

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Zuletzt geändert von Thoeny am Sa 17 Jun, 2017 14:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon Roll » Sa 17 Jun, 2017 14:02

Das Kozel-Bier durfte ich vorgestern auch verkosten, sehr lecker, fand ich. Den runden Schriftzug über dem gehörnten Viech konnte mir allerdings niemand übersetzen.

Selbiges kreuzgewölbtes Zimmer ist ja herrlich :smt023
Sie wollten mich schon gefügig machen mit Fellatio und Absinth, aber ich sagte nein.
Dieser Beitrag wurde maschinell erstellt und ist auch ohne Unterschrift gültig.

http://www.rollmannact.de/
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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon Thoeny » Sa 17 Jun, 2017 14:04

So.,05.06.16

Nach einem opulenten Frühstück besichtigen wir die Stadt. Wir beginnen mit dem Bergbaumuseum gegenüber, schauen uns altes und neues Schloss an und, und, und.
Interessant auch die Pestsäule, ein 20m hohes Monument, welches zum Dank für das Ende der Epidemie errichtet wurde. Blöderweise direkt oberhalb eines ehemaligen Bachlaufes, innerhalb von ein paar Jahren hat sich die Säule 4,50m (!) bergab bewegt, wurde dann langsamer, bis in den 80er Jahren das Fundament stabilisiert wurde.
Wir finden schliesslich eine wunderbare Bar, in der wir 3x einkehren, weil sie uns so gefällt: Alles voll mit altem Kram, Skulpturen, Maschinen, Bildern und Schwarzweissfotos von Prominenten. Toll!!

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Mo.,06.06.16

Nachdem wir wieder zu unseren Mopeten gebracht wurden gelangen wir über kleinste Landsträsschen auf die E50 bis Brno. Ab hier wird es zur Autobahn und wir fahren bei Humkovec runter um erneut bei Johan und Mareijke einzukehren.
Wir planen 2 Nächte ein und wollen uns morgen Telc ansehen, auch diese Stadt ist Unesco - Weltkulturerbe.
Wir verquatschen uns bis spätabends, aus essen gehen wird nix mehr, ein Wurstzipfel und eine Scheibe Brot müssen genügen.


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Di.,07.06.16

Es wird ausgiebig gefrühstückt bevor wir über eine wundervolle Alleenstrasse nach Telc gelangen. Oft fahren wir durch regelrechte grüne Tunnel.
Die Altstadt ist sehr sehenswert mit ihren historischen Fassaden rund um den riesigen Marktplatz. Daran schliesst sich ein zauberhafter Park an mit dem dazugehörigen Schloss.
Wir besuchen noch ein kleines, aber sehr liebevoll eingerichtetes Technikmuseum und fahren zurück nach Ondrejov.
Und heute gehen wir wirklich essen! 2x Ente mit Sauerkraut und Knödeln, zwei 0,5er Biere und 2 Kaffee umgerechnet 14Eu.


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braucht nur ein bisschen Liebe:

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ein Plätzchen für uns gibts auch schon:

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und hier was für die Kocher - Fans:

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Mi.,08.06.16

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von unseren Gastgebern und wählen die gleiche Strecke wie auf der Hinfahrt über Tabor und Pisek. Gleich zu Anfang brauchen wir dank der „genialen“ Ampelschaltung eine 3/4 Stunde um durch eine Baustelle zu kommen.
Ursprünglich hatten wir geplant noch einmal in Domazlovice, unweit der Grenze nach Deutschland, zu übernachten. Nach Besichtigung der sehr schönen Altstadt finden wir aber nix, wo wir die Motorräder reinstellen können (das ganze Campinggeraffel ist ja in meinem SW), bzw. zwei Pensionen reagieren nicht auf unser Klingeln.
Wir entschliessen uns daraufhin nach Tännesberg weiter zu fahren und werden da auch freudig empfangen, nur ist leider alles belegt. Der Wirt zapft uns 2 Zoigl und telefoniert derweil. Er hat uns eine komplette Ferienwohnung für eine Nacht organisiert!
Die Wohnung ist deutlich grösser als unsere eigene, besitzt 2 Schlafzimmer, Gästetoilette und Balkon und kostet inklusive Frühstück 45,-!
Auch in der Oberpfalz lässt es sich günstig urlauben!

am Do., 09.06.16 starten wir schliesslich gegen 11.00 zur Schlussetappe und erreichen ca. 15.00 pannenfrei unser Elchsloch.
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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon Thomas Heyl » Sa 17 Jun, 2017 15:02

:smt023 :smt023 :smt023

Ein ganz toller Bericht und prima Fotos, ganz herzlichen Dank! Bier mit 10%? Meine Herren ...

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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon altf4 » Sa 17 Jun, 2017 20:56

dem schliesse ich mich an, eine wonne lesenderweise mitzureisen. danke!

g max ~:)
Bild "Irgendwann isch se soa liadrig, dass se nemme verreggd!"
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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon Christoph » So 18 Jun, 2017 20:14

High,
klasse Bericht- vielen Dank!
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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon gatsch.hupfa » Mo 19 Jun, 2017 09:51

Ein Genuss, danke.
Und für mich so nah!
Ich seh mich gerade die Landkarte auspacken!
tom
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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon koarrl » Mo 19 Jun, 2017 13:35

Seehr feyner Bericht, danke!

@ Thomas Heyl: die "10%"-Angabe auf östlichen Bierflaschen meint offenbar sowas wie die Stammwürze-Gradzahl.
Erfahrungsgemäß ist der Alkoholgehalt weniger als die Hälfte obiger Zahl. In Polen hingegen, da haben's wilde Getränke. Muß aber nicht sein.
And so castles made of sand slip into the sea. Eventually.
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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon Thomas Heyl » Mo 19 Jun, 2017 13:44

Hallo!
koarrl hat geschrieben:die "10%"-Angabe auf östlichen Bierflaschen meint offenbar sowas wie die Stammwürze-Gradzahl.

Na Gottseidank, bei meinem Bierdurscht wurde mir schon ganz komisch :-D . Dabei ist mein bevorzugtes Licher Ex mit 5,4% schon nicht von Pappe ...

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Re: Elchsloch in der Hohen Tatra, 2016

Beitragvon Dreckbratze » Mo 19 Jun, 2017 16:41

freut mich, wenns unterhält. es starkbiere mag ich eigenrlich nicht sonderlich, die schmecken mir zu "likörig". es scheint hier wirklich eher die stammwürze zu sein ;-)
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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