Sa 30 Okt, 2010 18:51
Sa 30 Okt, 2010 19:06
Sa 30 Okt, 2010 19:09
Sa 30 Okt, 2010 19:24
KNEPTA hat geschrieben:Nachdem mich der Ingenieur jedes mal daran erinnert, daß eine Werkbank zum Werken und nicht zum Auftürmen von ewigen, aktuellen und zwischenzeitlichen Projekten samt benötigtem Werkzeug da ist, habe ich jüngst beschlossen wieder mal die Flächen frei zu räumen.
Sa 30 Okt, 2010 22:23
KNEPTA hat geschrieben:....habe ich jüngst beschlossen wieder mal die Flächen frei zu räumen....
Sa 30 Okt, 2010 23:32
Beste Bohne hat geschrieben:KNEPTA hat geschrieben:....habe ich jüngst beschlossen wieder mal die Flächen frei zu räumen....
Und?![]()
![]()
Wieder nix?
Grüße, Jens
So 31 Okt, 2010 08:22
So 31 Okt, 2010 09:51
So 31 Okt, 2010 10:20
So 31 Okt, 2010 13:44
So 31 Okt, 2010 19:00
So 31 Okt, 2010 19:14
Nutzkrad Treiber hat geschrieben:ich wollte sie nicht "oben" draufstellen oder gar auf dem schraubstock ( der ist noch frei) balancieren.
So 31 Okt, 2010 21:42
...Denn gestern kam der Peter Wenz in meine Garage. Vorher hab' ich noch
schnell ein wenig aufgeräumt, ich wollt' ihm nämlich beweisen, dass ich
lernfähig bin. Das Garagenchaos, so hat er vor einiger Zeit diagnostiziert,
sei der Effizienz des Schlosserns abträglich -- ich würd' ja mehr Zeit mit
der Suche NACH als mit der Arbeit MIT dem 13er Schlüssel verbringen. Da hat
er zweifelsohne recht. Meine Strategie war bislang, halt mehrere 13er
Schlüssel zu besitzen, von denen sich einer stets irgendwo fand. Weil ich
allerdings ähnliche Strategien auch für 10er Schlüssel, Schraubendreher,
Inbusschlüssel, Handbohrmaschinen etc. anwendete, gelangte ich zu der
folgenden auch mathematisch/prozessorganisatorisch interessanten Einsicht:
Wenn man in einem x/y-Graphen die Werkzeugdichte auf der x-Achse einträgt,
auf der y-Achse aber die Zeit, die man benötigt, um ein bestimmtes Werkzeug
aufzufinden, ergibt sich eine parabolische Kurve, deren Öffnung nach oben
weist. Vollständige Unordnung vorausgesetzt heisst das, dass man bei
geringer Werkzeugdichte lange nach einem bestimmten Werkzeug suchen muss.
Die Suchzeit verringert sich dann mit der Anschaffung jeder Werzeugdoublette
bis hinab zum Tiefpunkt ("Nadir") der Kurve, der das Effizienzmaximum des
Chaos markiert. Meiner Erfahrung nach liegt er bei etwa 30 Kleinwerkzeugen
(Zangen, Schraubendreher etc.) pro Quadratmeter Arbeitsfläche, denn ab
diesem Wert beginnen die Werkzeuge übereinander zu liegen, so dass man sie
bei der Suche umschichten muss. Die Anschaffung weiterer
Kleinwerkzeugdoubletten verringert jetzt die Effizienz, man befindet sich im
aufsteigenden Schenkel der Parabel. Das ganze lässt sich also mathematisch
folgendermassen formulieren:
(Werkzeugauffindezeit im Chaos) = (aktuelle Werkzeugdichte minus optimale
Kleinwerkzeugdichte) zum Quadrat.
Oder so ähnlich. Jedenfalls war bei mir die optimale Kleinwerkzeugdichte
(die ich, in aller Unbescheidenheit, als den "Wicht'schen Nadir" bezeichnen
möchte) deutlich überschritten. Mit anderen Worten: das Chaos näherte sich
dem Zenit und ich musste aufräumen.
Ich räume aber nicht gerne auf, vor allem, weil ich dann merke, wieviel Geld
ich für 15 Schraubenschlüssel 10mm ausgegeben habe, wo es doch eigentlich
zweie (Ring/Maul) täten. Und ausserdem ist aufräumen und putzen irgendwie
weibisch, östrogenös, unmännlich, dem Testosteronspiegel abträglich.
Schmiere, Fett, Dreck, Schweiss und Chaos sind viel maskuliner. Zur
Belohnung nach der Aufräumerei (es war noch viel Zeit, bis der Peter Wenz
kommen wollte) hab' ich also meine Drehbank zerlegt (der Mitnehmer für den
Support an der Zugspindel war kaputt). Und weil ich meine Drehbank immer gut
gefettet und selten geputzt habe, sah ich nach der Reparatur (da gab's
nämlich doch eine Stelle, die ich NICHT gefettet hatte, und da war was
festgerostet -- das rostet NIE wieder, so wie ich da jetzt Fett
draufgebatzt habe) -- also ich sah nach der Reparatur sehr zu meiner
Befriedigung aus wie ein wilder Watz, der sich in einer Mischung aus Fett,
Messingflitter und Lagerbronzekrümeln gewälzt hat, das ganze malerisch
garniert mit spiraligen Alu- und Stahlspänen.
Nachdem ich mich soweit entfettet hatte, dass mir Bierflasche nicht mehr aus
den Händen glitschte, war immer noch ziemlich viel Zeit, bis der Wenz kommen
wollte. Als er dann kam, fand er mich muffelnd links neben dem Hinterrad der
Guzzi sitzend, Bier trinkend und lustlos mit NeverDull und diversen mehr
oder minder sauberen Läppchen an der Hinterradfelge herumwienernd. Ich
stimmte ein Klagelied darüber an, dass man den Dreckbock ja nie richtig
sauberbekäme und sich in all dem finsteren Ecken beim Putzen die Finger
bräche, ausserdem glänze es auch da, wo ich schon geputzt habe nicht richtig
uswusf. ... (Helmut Wicht, d.r.m)
So 31 Okt, 2010 21:47
Mo 01 Nov, 2010 17:24