Unsere Pelletheizung läuft seit 10 Jahren störungsfrei. Wartung beschränkt sich auf eine Kesselreinigung im Jahr, mach ich selber. Ab und zu halt Aschekasten leeren. Wir beheizen unsere Hütte über die 10 Jahre gesehen im Schnitt für weniger als 1500€ jährlich (BW getrennt).
Würden wir unsere Hütte ( ein etwa 120 Jahre altes größeres Bauernhaus) mit einer Wärmepumpe ausstatten, hätten wir im Winter quasi eine Elektroheizung, da wir mt den niedrigen Vorlauftemperaturen schlicht die Bude nicht warm kriegen.
Ich werde demnächst 61 und wir haben keine Nachkommen, glaubt da jemand ernsthaft, ich würde die Bude noch energetisch kernsanieren?
Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Wärmepumpen, die Grundidee ist ja gut, aber sie sind eben nicht die Universallösung, als die sie dargestellt werden .Für Gebäude wie das unsere uninteressant.
Bei Gebäuden, deren energetische Zustand entsprechend ist und bei denen eine große Wärmetauscherfläche vorhanden ist (muß nicht zwangsläufig Fußbodenheizung sein) ist die WP durchaus eine Lösung.
Zudem muß die Infrastruktur noch entsprechend ausgebaut werden. Würde wirklich jedes Gebäude mit WP beheizt und jeder fleißig ein E - Auto vors Haus stellen, dann wird es spannend.
Auf lange Sicht gesehen müssen wir sicher von der ganzen Verbrennerei weg, aber man kann nicht in 5 Jahren das nachholen, was man in 50 Jahren verschlafen hat.
Der einzig gangbare Weg in meinen Augen ist meiner Ansicht nach, unsere Verbräuche sukzessive soweit zu reduzieren bis wir diese alternativ abdecken können. In der Zwischenzeit ist ein Mix von allen Energiearten unabdingbar.
Vieles krankt auch am verbreiteten "St. Florians Prinzip". Natürlich brauchen wir Windenergie, Pumpspeicherkraftwerke, Stromtrassen usw., aber doch bitte nicht vor meiner Haustür...



Putzt die Rahmen und stellt sie bereit!