Heizungsbehirnung...

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Re: Heizungsbehirnung...

Beitragvon Dreckbratze » Mi 07 Jan, 2026 21:56

Unsere Pelletheizung läuft seit 10 Jahren störungsfrei. Wartung beschränkt sich auf eine Kesselreinigung im Jahr, mach ich selber. Ab und zu halt Aschekasten leeren. Wir beheizen unsere Hütte über die 10 Jahre gesehen im Schnitt für weniger als 1500€ jährlich (BW getrennt).
Würden wir unsere Hütte ( ein etwa 120 Jahre altes größeres Bauernhaus) mit einer Wärmepumpe ausstatten, hätten wir im Winter quasi eine Elektroheizung, da wir mt den niedrigen Vorlauftemperaturen schlicht die Bude nicht warm kriegen.
Ich werde demnächst 61 und wir haben keine Nachkommen, glaubt da jemand ernsthaft, ich würde die Bude noch energetisch kernsanieren?

Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Wärmepumpen, die Grundidee ist ja gut, aber sie sind eben nicht die Universallösung, als die sie dargestellt werden .Für Gebäude wie das unsere uninteressant.
Bei Gebäuden, deren energetische Zustand entsprechend ist und bei denen eine große Wärmetauscherfläche vorhanden ist (muß nicht zwangsläufig Fußbodenheizung sein) ist die WP durchaus eine Lösung.
Zudem muß die Infrastruktur noch entsprechend ausgebaut werden. Würde wirklich jedes Gebäude mit WP beheizt und jeder fleißig ein E - Auto vors Haus stellen, dann wird es spannend.
Auf lange Sicht gesehen müssen wir sicher von der ganzen Verbrennerei weg, aber man kann nicht in 5 Jahren das nachholen, was man in 50 Jahren verschlafen hat.
Der einzig gangbare Weg in meinen Augen ist meiner Ansicht nach, unsere Verbräuche sukzessive soweit zu reduzieren bis wir diese alternativ abdecken können. In der Zwischenzeit ist ein Mix von allen Energiearten unabdingbar.

Vieles krankt auch am verbreiteten "St. Florians Prinzip". Natürlich brauchen wir Windenergie, Pumpspeicherkraftwerke, Stromtrassen usw., aber doch bitte nicht vor meiner Haustür...
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Re: Heizungsbehirnung...

Beitragvon Zimmi » Do 08 Jan, 2026 08:46

nattes hat geschrieben:Wenn nicht auf Fußbodenheizung umgerüstet wird, kostet die Wärmepumpe niemals 35000€

Außerdem liegt die Förderquote teilweise bei über 50%.

Die Sache ist jetzt auch schon 1 oder 2 Jahre her, und ich konnte den Betrag (der übrigens der Rechnungsbetrag war, nicht das, was mein Kumpel nach Abzug eventueller Förderbeträge gezahlt hat!) auch kaum glauben. Und als etwa einen Monat später eine Kollegin erzählte, dass sie auch gerade am Umrüsten ist, also nix Fußbodenheizungseinbau, nur Wärmepumpe, waren die Kosten da ähnlich hoch, um die 30k€.
Wie gesagt, wie viel da an Förderung kam, war nicht Gegenstand der Diskussion.
Und zweXS politischer Einfärbung, der Kumpel ist bestimmt keiner, der gegen die Wärmepumpen Propaganda schüren würde, und er ist sehr zufrieden mit seiner Entscheidung für die WP. :smt102

Grysze, Michael
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Re: Heizungsbehirnung...

Beitragvon ahnungsloser » Do 08 Jan, 2026 09:02

Je nach Hersteller und Typ der Wärmepumpe kommt das schon mit den 30000 Euro Kosten hin.
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Re: Heizungsbehirnung...

Beitragvon Lindi » Do 08 Jan, 2026 09:27

Ein Freund hat eine ähnlich hohe Summe investiert. Exklusive Förderung, aber inkl. PV-Anlage.
Solch ein Invest im fortgeschritten Alter ist schon ordentlich.
Aber der Graf ist ja noch jung an Jahren. Relativ :-D
Beste Grüße

Dirk
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Re: Heizungsbehirnung...

Beitragvon Myke » Do 08 Jan, 2026 10:22

ich bin da beim bratzerich. ich hab zwar kinder, aber die verdienen ja auch. die nächste generation braucht ja auch ein sparziel. :fiessgrinz:
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Re: Heizungsbehirnung...

Beitragvon Zimmi » Do 08 Jan, 2026 10:24

...selbst wenn man Kinder hat, ist deren Lebensmittelpunkt-Planziel oft genug nicht in Schlagweite zum Elternhaus. :roll:
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Re: Heizungsbehirnung...

Beitragvon Uwe Steinbrecher » Do 08 Jan, 2026 10:49

Und genau wegen der Preise schrieb ich von Klimaanlage :grin:
Ein außen, mehrere innengeräte. Montage selber machen und darauf achten dass es ein Gerät mit Propan als Betriebstoff ist. Da darf mann selbst evakuieren.
Fördermöglichkeiten sind identisch aber die Kosten extrem niedriger.

Wenn dann noch ausreichend Voltaik liegt ist mindestens 9 Monate thermisch alles im grünen Bereich.
Wasseewärme über Solarthermie.

Und an eine Universallösung glaube ich eh nicht. Also ist eine verbrennende Wärmelösung als Notanker oder Ergänzung eh Pflicht.
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Re: Heizungsbehirnung...

Beitragvon schnupfhuhn » Do 08 Jan, 2026 17:16

Ein außen, mehrere innengeräte. Montage selber machen und darauf achten dass es ein Gerät mit Propan als Betriebstoff ist. Da darf mann selbst evakuieren.


Sicher? Weil ich hab gefunden, Splitgeräte generell nicht durch Laien. R290 wegen Brandgefahr, R32 wegen Weltrettung.

Aber auch gut, es gibt eine Baureihe von Mitsubishi die speziell für Altbausanierung ausgelegt ist und von der Vorlauftemperatur her selbst mit alten Ölheizungsparametern klar kommt. So von wegen Kessel raus, gesplittete Wärmepumpe rein, Pumpe bis zu 50 Meter vom Wärmetauscher im Haus. Dazu noch Boiler mit 2-300 Liter Speicher und E-Zuheizer für Solar. Es finden sich auch die Planungshandbücher im Netz.

Interessant...
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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