Terrorismus in Cahora Bassa
Einer der grössten Stauseen der Welt ist der etwa 2800 km² grosse Cahora Bassa Stausee mit einem Stauinhalt von etwa 65 Milliarden m³, der den Zambeze auf etwa 250 km länge aufstaut. Mozambikanische Terrorphantasien drehen sich seit der Errichtung in den 70er Jahren um die Staumauer.
Am 21. April dieses Jahres wurden an der Staumauer vier Terrorverdächtige verhaftet, die dabei überrascht wurden, 500 kg verdächtige Objekte vom Cahora Bassa Damm aus in den See zu werfen. In einem Zeitalter extremer Terrorismusangst, werden die vier bezichtigt, den Damm sabotieren zu wollen. Ihre bizarre Erklärung verursacht ratlose Heiterkeit. Die vier geben an, Mitglieder eines Geheimbundes zu sein, der das Ziel verfolgt, den Zambeze von den negativen Energien zu reinigen, die von der NATO und den Vereinigten Staaten in die Region gestrahlt werden. Bei den vier in Südafrika beheimateten Verdächtigen handelt es sich um den deutschen Architekten Georg Ritschi, den portugiesischen Hotelier Carlos Silva, den südafrikanischen Propheten Joseph Ngusato und last but not least um Tino Phutheso, der bei der Botswanischen Luftwaffe Jetpilot war und nach Angaben des Staatsanwaltes Savana vom 15. Mai 2009 über gute Kontakte zum botswanischen Geheimdienst verfügen soll.
Die vier Angeklagten sind Mitglieder der Organisation “Orgonise Africa”, Anhänger des Österreichischen Psychiaters Wilhelm Reich, der 1956 in einem amerikanischen Militärgefängnis starb. Sie hatten ihre Reise zuvor auf ihrer website angekündigt. Reich glaubte an eine universelle positive Energie namens Orgone, und dass Krankheiten und andere Probleme durch Orgonemangel hervorgerufen würden. Nach eigenen Angaben wurden die vier dabei aufgehalten, "Orgonit" in den See zu werfen. Nach ihren Angaben wollten sie mit Aluminumspänen und Kristallen gefüllte Fieberglaszapfen, die sie “Holy Hand Grenades” nennen in den See werfen. Diese würden Orgone in das Zambeze Tal ziehen, die eine wirksame Abwehr darstellen gegen Wettermanipulation, und Gedankenkontrolle die via Mobiltelefonsendemasten aus den USA übermittelt werden. Über die Verhaftung wird in der südafrikanischen und der mozambikanischen Presse umfangreich berichtet.
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