Kampfsau verreckt

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Beitragvon Rei97 » Sa 27 Mär, 2010 17:41

Also:
jaja, altes Vorurteil.
Die meisten gelösten Muttern haben nur einen Grund... Montagefehler.
Beim Montieren des Ritzels... (egal welche Qualität) muss die Welle rausgezogen werden um die Sicherungsscheibe sicher auf dem Vielkeil zu haben, wenn die Mutter angezogen wird. Dann die Mutter händisch anziehen (und dabei die Scheibe gegen das Ritzel festhalten) , bis zur Schwergängigkeit , um das Herunterfallen der Scheibe hinter den Vielkeil zu verhindern. Danach mag momentet werden.
Fehlerhaft montierte Scheiben erkennt der geheime Fehlmonteur daran , dass die Zähne leicht hochgebogen sind, weil sie auf den Vielkeilen beim Festziehen auflagen. Das eröffnet trotz liebevoll umgelegtem Blech der Mutter den Löse und Verlierprozess.
Wenn die Scheibe ordnungsgemäß montiert wurde, dann kann die Vorspannkraft der Mutter verloren gehen, aber Runterdrehen geht nicht.
Zum Passungszustand des Serienritzels....
Ja Frank, Du hast recht, die Serienteile haben weniger Spiel.
Dadurch gibt es weniger Bewegung im Vielkeil. Damit ist der Vorspannkraftverlust durch weniger Relativbewegung geringer.
Es kann dann durch mehr Bewegung an der Welle zu Einschlägen führen, selbst ein noch so gutes Ritzel wird ohne Vorspannkraft edie Mutter verlieren, wenn das Halteblech nichts hält.
Ich finde die Lösung mit dem Kedoritzel und der M6 Schraube den besseren Weg.
Warum?
Das Sicherungsblech ist weich. Mit den Setzspalten und den Relativbewegungen ist es ein Beschleuniger des Vorspannkraftverlustes.
Die M6 Schraube unterliegt keiner Setzung . Eine Mutter , die sich löste kann nur bis zum Schraubenkopf wegdrehen. Ab dann ist es nur noch der Verschleiss im Vielkeil, der dann stört.
Regards
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Beitragvon mann ohne namen » Sa 27 Mär, 2010 20:43

moin,

... rei, du kannst die rundschreiben von yamaha nicht kennen... aber dieses problem gab es auch bei anderen modellen. einige kettensätze bestimmter discounter waren dermassen schlecht gefertigt, dass schon wenige meter gereicht haben, die mutter zu lösen... neben den genannten passungsfehlern waren manche ritzel sogar zu breit....

yamaha hat u.a. auf ritzelmuttern mit höherem anzugsmoment umrüsten lassen...

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Beitragvon hiha » Sa 27 Mär, 2010 21:22

Habe gerade heut noch eine ölreiche Ursache kennengelernt:
Die wahrscheinlich rostfreieste Lichtmaschine der Welt... Das LiMagehäuse war so voll öl, dass es oben aus der Entlüftung rauskam. Ursache noch nicht genau bekannt. Der Simmerring ist zu tief ins Gehäuse eingepresst, und ich vermute, dass die Dichtlippe am Lagerinnenring abgeschliffen wurde. Äusserlich ist er jedenfalls unversehrt.
Der Reinhard und die Doris haben zwei echte XT-Leichen. Jedes Trumm was man in die Hand nimmt, is iregendwie hin...
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Gruß
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Beitragvon Dreckbratze » So 28 Mär, 2010 10:46

@rei: das sicherungsblech kann nur richtig sitzen, wenn man die welle etwas rauszieht, sonst fällts runter :roll: . und der erste ritzelwechsel wars für thöny auch nicht :wink:
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Beitragvon Rei97 » So 28 Mär, 2010 12:09

Also:
ja, eben wie ich auch schon schrub. Wenn es diese etwas harmlosere Ursache nicht war, könnte es den Ring rausgedrückt haben, oder das unangenehmste.... ein defektes Ritzellager. Ich tendiere dazu , weil bei Desachsierung durch defektes Lager Schaltschwierigkeien einsetzen.
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Beitragvon altf4 » So 28 Mär, 2010 14:15

hi -

die welle läuft leicht...fühlt sich gut an...
wie geht man denn mit dem dichtring selbst vor?

g max ~:)
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Beitragvon mann ohne namen » So 28 Mär, 2010 20:31

moin,

... simmering oder o-ring ? der o-ring auf der welle ist recht leicht zu wechseln und kostet ca. 4€. einfach die distanzbuchse von der welle ziehen und den o-ring mit nem dünnen dorn bergen.

den simmering kann man ebenfalls nach entfernen der buchse heraushebeln.... bei der montage eines neuen darauf achten, dass die ölbohrung im block nicht durch die distanzhalter des rings verschlossen wird....

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Beitragvon altf4 » So 28 Mär, 2010 20:53

merci :)

g max ~:)
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Beitragvon hensmen » So 28 Mär, 2010 22:07

Nicht lachen, aber als Schwabe hatte ich mich damals über diesen Scottoiler gefreut und einfach Öl nachgeleert, na ja ,um ehrlich zu sein ,fand ich einfach keinen passenden Inbus für die Abdeckung....... Hans aus RT.
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Beitragvon altf4 » So 28 Mär, 2010 22:19

nuja, die rote scottoilert auch n bisschen, obwohl ich die große rote kappe gewechselt hatte. irgendwann ist dann halt der kleine ring in der wellennut dran - drum frag ich :)

g max ~:)
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Beitragvon Thoeny » Mo 29 Mär, 2010 08:58

Fuhrpark bei 40%.

Kampfsau springt unwillig an, fährt dann aber brav.

Rehlein: War tatsächlich nur der ganze Mist runter. O-Ring saß auch noch auf der Welle. Alles or-dent-lich (Jaha, auch auf die Verzahnung des Sicherungsblechs vierfach akurat geachtet) wieder zusammengebastelt. Morgen ist Testfahrt. Einziger Verlust: Kettenschutz hat's verbogen. Wird demnächst wieder montiert.

Bei beiden Karren erstmal die Winter-/Ölsauerei abwaschen.
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nur echt mit dem charismatischen Defekt
 
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