Feurio.....

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Beitragvon madmec » Fr 30 Jul, 2010 06:59

Ich denke dass in der Luftfahrt nur Gasförmige Löschmittel einsetzbar sind. Schliesslich muss das zeug ja auch in fast vollständig geschlossene Frachtcontainer eindringen können...

Und normalerweise bleibt das zeug auch in den Behältern und wird nach Werkstattdurchläufen wieder eingefüllt bzw. wiederverwendet. Ich würde nicht ausschliessen das zumindest ein teil des Halons das (auch in modernen) in Flugzeugen "eingebaut" ist schon 30 oder mehr Jahre alt ist. Wird ja nicht schlecht...

Ob jemals was anderes zugelassen wird wage ich zu bezweifeln, kein Hersteller wird hunderte von Millionen Dollar für die Zulassungsverfahren ausgeben da das Risiko zu scheitern recht gross ist. Solange die alten Halone noch zugelassen sind ist es extrem schwierig was neues einzuführen...
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Beitragvon Robert » Fr 30 Jul, 2010 09:32

Aerosole arbeiten wie Halone, durch Inhibition.

Ich denke, das wird schneller gehen als Du denkst. Erstens sind die von Dir angeführten Halone längst verboten und auf Dauer wird sich da auch eine mächtige Luftfahrtindustrie nicht darüber hinwegsetzen.

Abgesehen davon herrscht gerade dort mächtiger Kostendruck und jeder Euro, der z.B. bei Wartungs- und Materialkosten einzusparen ist wird sicher eingespart. Die Aerosoltechnik ist gerade hier überlegen, weil zum Beispiel die periodischen Wartungskosten im Zivilbereich bereits völlig weggefallen sind.

Aber warten wirs ab - in punkto Feuerlöschen ist noch längst nicht alles erfunden :-D
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Beitragvon madmec » Fr 30 Jul, 2010 18:09

Das zeug ist da ja nicht verboten:

Zitat Wikipedia: "Seit dem Jahr 2000 dürfen in Europa Halone nur in solchen Anwendungsbereichen verwendet werden, die im Anhang VII der Verordnung (EG) Nr. 2037/2000 als kritische Verwendungszwecke aufgelistet und damit zugelassen sind, wie zum Beispiel in der Zivilluftfahrt als gewichtsparendes Löschmittel..."

Und Wartungskosten fallen kaum an, da bereits weit über 30 Jahre an Erfahrung vorliegen. Erfahrung ist in der Luftfahrt extrem wichtig, wenn nachgewiesen wird dass man bei dem und dem Check noch nie was gefunden hat kann man den check nach Behördenabsprache wegfallen lassen. Deswegen gibt es keine "Halonspezifischen Checks", das zeug ist hermetisch eingeschweisst so dass sogar das nachwiegen mittlerweile auf die Behälterprüfung fällt. Die Halonbehälter werden nur alle 10 Jahre ausgebaut und geprüft, aber selbst das hat nix mit dem Halon zu tun sondern liegt daran dass es Druckbehälter sind.

(Alle angaben mit Vorsicht zu geniessen, die Fristen unterscheiden sich je nach Behörde und Airline zum teil extrem.)

Und den Rest der Löschanlage samt (seltener) Wartungen brauchst du auch für andere Löschmittel- hat also keinen Einfluss darauf.

Ich wette eine Kiste Bier darauf dass es auch in 30 Jahren noch DAS Löschmittel in der Luftfahrt ist...
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Beitragvon Arne » Fr 30 Jul, 2010 21:15

mein Gott jetzt habt euch nicht so flutet den Raum mit Inergen un gut is, teuer aber halt nicht toxisch, Druckentlastungsklappen solltet ihr aber haben auch wird gemunkelt das derFlaschensatz kein Schnäppchen ist :grin:
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Beitragvon madmec » Sa 31 Jul, 2010 03:53

Dann wird man eher die Sauerstoffanlage vergrössern und wie beim Frachter vorgehen:

Sauerstoffmasken auf, Klimaanlage aus, Kabinenauslassventile auf, Vollgas und steigen bis nix mehr geht. Und schon geht dem Feuer die Luft aus ;-)
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Beitragvon Robert » Mo 02 Aug, 2010 09:04

madmec hat geschrieben:Dann wird man eher die Sauerstoffanlage vergrössern und wie beim Frachter vorgehen:

Sauerstoffmasken auf, Klimaanlage aus, Kabinenauslassventile auf, Vollgas und steigen bis nix mehr geht. Und schon geht dem Feuer die Luft aus ;-)


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