DB fressen wär fesch

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DB fressen wär fesch

Beitragvon Roll » Sa 17 Okt, 2009 20:36

Leutz, ich bin seeehr glücklich über meine neue rosa Plakette.
Allerdings bedeutet die natürlich nicht das Ende vom Schrauben.
Heut hab ich meine Schallhemmnisse aus dem Siebrohr im Auspuff geflext und selbigen erneut frisch gestopft, nicht übertrieben viel Material. Auf Durchzug stellen wollt ich sie nicht, weil ich sonst auf Dauer damit hätte rechnen müssen, daß irgendwann irgendjemand ne scharfe Edelstahlscheibe im Knie hat hinter mir.

Mein Endtopf hat 2 Seiten (außen und innen, nee :-D ): Entweder so laut, daß der dreckbratzerige Achim mich auch in Salzburg wiederfindet nach der roten Ampel und der Abzweigung. Oder so laut, daß dem max die Lust aufs hinterherfahren eher vergeht.

Zweiteres ist auch mir zu laut, wenn auch kernig; und bedarf einer Lösung.

Die Wikipedia-Erklärung für DB-Killer ist recht nett.
Der Rest im Netz eher Schwachsinn.

Der Schalldruck hatte sich bei Entstopfung recht fesch verteilt in der Dämmwolle, durch die 2 Umleitungen, optisch erkennbar. Angenehmer Sound das Ergebnis. Leistung aber traurig. Im Schein 13 KW, 95 P.
Beides unzutreffend.
Jedenfalls hatte ich mit Beifahrer viel Anlauf nötig, um die 100-km/h-Marke zu knacken. Mit ... Leistung :-D

Die Zeichnungen üblicher DB-Eater machen mich nicht so richtig an.

Hat wer ne funzende Idee?

Der Puff besteht momentan aus einem fetten Edelstahlrohr mit Siebrohr drin; Anfang und Ende (dieses mit Trompetenrüssel) sind eingeschraubt.

Ich weiß nicht so recht, ob Umleitungen in die Dämmwolle oder Durchgangsverminderung sinnvoller sind.

Ziel wär, wenig Leistung zu verlieren und dennoch Lärm einzusparen.

Grüße Roll
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Beitragvon lallemang » Sa 17 Okt, 2009 22:20

Tja Roll,

neben wilden Basteleien, hochwissenschaftlichen Berechnungen oder hochpreisigen Edelteilen,
wär da an Deinem Knuspriggespann nicht Platz irgendeinen Dosenendtopf vom Schrott zu verstecken?

:oops: öhh, nur mal so...

Gry§e Peter
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Beitragvon Roll » Sa 17 Okt, 2009 23:10

Dosenendtopf :?:

Nein, so abwegig wär das nicht im Prinzip.
Da ich aber nicht über nen 40-Tonner verfüge, sondern über ein 20-jähriges, filigranes Heos-Gespann, ist für sowas kein Platz. Ich krieg noch nicht mal die Kawa-Endzeittöpfe (Superbike, rund + oval) mit und ohne KAT unter... .

Mir liegt speziell was an einer minimalistischen Lösung; optisch wie aufwandstechnisch. 4-5 DB weniger wären genug.

120 km/h Vmax. wären schon korrekt, da ich die eigentlich kaum fahr, aber ungern im Höchstdrehzahlbereich rumeier auf Dauer.
End-Übersetzung ist schon mittig optimiert.
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Beitragvon Roll » Mi 21 Okt, 2009 17:05

Hi, hab mir mal gedacht, entweder habe ich die Frage falsch oder unhöflich gestellt oder keiner hat nen Plan.

Jedenfalls gibts jetzt (anklickbare, zum Vergrößern) Bilder:
- Eine Zeichnung vom bestehenden Puff - die verstellbaren Hemmnisse hab
ich rausgeflext
- Zweimal den Original-Endtopfabschluß von KaTeEmm

Bild

Bild

Bild
[/img]

Meine beiden (nun entfernten Schallhemmnisse, verstellbar) haben den Druck links und rechts in die Dämmwolle geschossen. Ergebnis war nicht zu laut, aber zu wenig Leistung.
Wenn ich jetzt das OrischinoolTeil begutachte, wundere ich mich halt, wie da Leistung übrigbleiben soll. Meine Solos waren damit aber durchaus potent. Und damit wäre, wenn logisch nachvollziehbar, die Schweißung eines Nachbau - passend auf den vorhandenen Topf - kein Problem.

Ideen??

Grüße ausm Wald, Roll
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Beitragvon altf4 » Mi 21 Okt, 2009 17:14

zum testen könnt ich dir eine vw flöte zukommen lassen, evtl als vorschalldämpfer...vielleicht hilfts, sollte ja für 600cc durchlass gut sein.

g max ~:)
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Beitragvon Nanno » Mi 21 Okt, 2009 17:22

Äh... Roll... wie soll denn da noch Leistung rauskommen ?

Warum nimmst denn bei deinem Gespann keinen HXC oder SXC ?
Gibts beide in gedämpft und die liefern auch dann noch ordentliche Leistung (halbwegs).

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Beitragvon lallemang » Mi 21 Okt, 2009 17:40

Falls der Originooltopf auch so'n durchgehendes Rohr hat, ist's möglich, da§ Deine Hemmnisse
die Resonanzlänge so verkürzen, da§ es so halt nicht mehr pa§t.

Der Endschnurbel ist ein Reflektionsdämpfer, bestehend aus einem oder mehreren Helmholzresonatoren.
Sowas dämpft bestimmte Frequenzen. Die Berechnung so eines Teils in bezug auf seine Eigenfrequenz etc ist
noch relativ einfach, aber ich hab' bisher noch nix gefunden, wie und wo der Gaswechsel des Motors da zusammenhängt

Insofern steh' ich halt auch nur bewundernd vor dem Wiediztopf... :?

Nullblickergry§e Peter :-D
Zuletzt geändert von lallemang am Mi 21 Okt, 2009 17:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Nanno » Mi 21 Okt, 2009 17:55

Der O-Topf ist (sehr vereinfacht) ein Alu-Rohr mit einem Siebrohr in der Mitte. Die Flöte sieht aus wie ein Rohrbogen und zeigt nach unten in die Wolle. (Die EU-Flöte jedenfalls).

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Beitragvon Roll » Mi 21 Okt, 2009 18:20

Nanno hat geschrieben:Äh... Roll... wie soll denn da noch Leistung rauskommen ?

Warum nimmst denn bei deinem Gespann keinen HXC oder SXC ?
Gibts beide in gedämpft und die liefern auch dann noch ordentliche Leistung (halbwegs).

Grysze
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Äh, ich hab den doch gar nicht drauf. war nur Beispiel für die Frage. Drauf ist komplett offenes Siebrohr mit Dämmung rundum. Wie eben auf der Zeichnung, nur ohne die zwei Umleitungen.

@ all: Danke für die RESONANZ!
Bis jetzt verwirrt mich alles nur :coffee: :smt022 :bash: :oops: :oops:
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Beitragvon GrafSpee » Mi 21 Okt, 2009 18:31

Wenn du magst, könnt ich dir mal für testzwecke den originalen Endtopf HGS4 von meiner LC4 geben.

MFG Jens
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Beitragvon Roll » Mi 21 Okt, 2009 18:34

Wenn ichs schaff zu kommen am WE, würd ich ne Schraubeinheit mögen tun :wink: :wink:.
Sonst kann ich ja immer noch den übrigen von der 600 ER testweise montieren - aber der gefällt mir nicht.

@ all: Technisches Knoff-Hoff zur Sache/Sachdienliches aus der THEORIE bleibt weiterhin gerne willkommen!
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Beitragvon hiha » Mi 21 Okt, 2009 21:32

Guckstu mal, vielleicht kannst Du es verwerten:
http://gnf10x.nefo.med.uni-muenchen.de/ ... tz_400.pdf http://gnf10x.nefo.med.uni-muenchen.de/ ... tz_500.pdf
Aber psst! Geheim!

Gruß
Hans
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Beitragvon Roll » Mi 21 Okt, 2009 22:38

Danke Hans!

Den hat ich schon noch im Kopf und der Peter hatte mich auch nochmal drauf aufmerksam gemacht.
Ich würd gern das System dahinter verstehen, in Ansätzen.
Die Durchgangsdurchmesser und den Versatz verstehe ich schon noch.
Allein, woher kommen die Abstände der Prallbleche? Versuch, Berechnung auf Grundlage von...? :smt102
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Beitragvon lallemang » Mi 21 Okt, 2009 23:14

Die akustische Grundidee ist, da§ ein Behälter mit eine relativ kleinen Öffnung einen Schwingkreis darstellt.
Wie beim Flaschenblasen :-D
Gasvolumen ist Feder und Gasmasse in der Öffnung Federmasse.
Das Ding hat eine Eigenfrequenz, in deren Bereich es von äu§eren Schwingungen angeregt wird und so je nach
Fequenzunterschied aufschaukelt oder dämpft.
Kombiniert man mehrere unterschiedliche Helmholzresonatoren, kann man mehrere Frequenzbänder abdecken.
Schön dabei ist, da§ bei der "Zweilochlösung Auspuff" das durchströmende Abgas die Schwingungszauberei
nicht stört und das Durchströmen mit weniger Reibungsverlu§t wie beim Absorptionsdämfer stattfindet.
Bei richtiger Abstimmung halt. :roll:
Also irgendwie Hubraum, Drehzahlband und was wei§ ich noch alles nicht...

Tja, da hört eben mein Halbwissen so ziemlich auf :smt102

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Beitragvon Roll » Fr 23 Okt, 2009 19:24

Ich hab mal in meinen ZXR-Auspuff beidseits reingelinst. Das deckt sich ziemlich mit der Wieditz-Berechnung und selbigem System. Und meiner Laienidee, die Länge dreigeteilt zu machen und jeweils umzuleiten von der Mitte weg versetzt.
Wer kam ergo auf die Idee mit der Dämmwollestopferei und wieso ist das heute im Sportbereich abseits der Straße immer noch Usus??
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