OK:
Laminat: beobachten, wenns aufsteht, raus damit. (Kannst Du davon ausgehen.)
Schiffboden: Ein Brett aushebeln, kannst Du problemlos wieder annageln, schauen was drunter ist. Wenn da eine Tonkugelschüttung ist, ist das fein, das ist hygroskopisch und trocknet wieder. Nimm dann einfach so alle Meter ein Brett raus und lass die Fenster offen. Jetzt im Herbst kann das dauern bis die Schüttung trocken ist, geh von 4-6 Wochen aus. Bei Sand und ähnlich undefinierbaren Füllmaterialien wie Asche und was ich sonst noch für Müll unter Schiffböden gefnden habe, muß der Boden raus und das Füllzeugs entsorgt werden. Dann frisch mit Lecaton füllen. Die Bodenbretter kann man möglicherweise wiederverwenden, Holz hat die wunderbare Eigenschaft zu trocknen. Das Wasser war nicht lang genug da um das Holz komplett zu durchfeuchten, das heisst Du hast gute Chancen das das richtig trocknet. Wenn aber irgendwo Schimmel auftaucht absolut raus damit!
Ev. kannst Du dann den kaputten Schiffboden mit OSB-Platten ersetzen und Laminat etc...
Ansonsten in den Schiffbodenzimmern (eigentlich in allen Zimmern) lüften, lüften, lüften. Heizen eher nicht, sonst zerreissts Dir das Holz.
PVC: wenn Fliesen, nachsehen was mit dem Estrich drunter ist. Wenn nahtlos stehen die Chancen gut das gar nix ist. Trotzdem schauen.
Ich kenn mich ausbildungsbedingt am Besten mit Holz aus, bezüglich Mauern frag den Sepp direkt, aber wenn Du irgendwo Gipskarton hast, reiss das raus, das Zeug sauft sich an wie die Pest und trocknet nicht mehr - ideale Petri-Schalen quasi...
Türstöcke etc. hat der Sepp schon erwähnt. Nachdem in den Zimmern Schiffböden sind, geh ich davon aus, das da eher Pfostenstöcke sind und nicht furnierte Zargen. Die trocknen wieder, aber Du mußt ihnen helfen. Der Lack, der da verwendet wurde ist wie eine Plastikfolie. Da kann das Wasser zwar durch Ritzen rein, aber nicht mehr raus. Daher schleif die Zargen und Türblätter (wenn weiß, bei Naturholz hol lieber einen Tischler) bis etwa über die Höhe des Wasserstandes komplett ab (aufs blanke Holz) und lass das 4 Wochen so. Dann wieder lackieren.
Ich hab früher oft mit massiven Wasserschäden (Donau-Hochwasser bei uns) zu tun gehabt und etliche Gutachten für die Holzarbeiten erstellen müssen. Der Versicherungsheini wird versuchen Dich zu pauschalieren. Laß Dich darauf nicht ein. Aus meiner Erfahrung kannst Du erst nach rund 8 Wochen nach einem Wasserschaden einigermaßen sagen was das Holz tut und selbst da is nix fix. Auch wenn Dir das Geld fehlt, die Sachen über die Zeit vorzufinanzieren - das kann teuerer werden, als die Versicherung das jetzt sehen will. Dann sitzt Du da und hast den Schimmel in der Bude und die sagen wir haben eh gezahlt.
Stell Dich daher auf eine längere Zeit mit Baustelle, ständig offenen Fenstern und wenig heizen ein. Und erst wenn alles fertig und in Ordnung ist, bekommt die Versicherung die entsprechenden Rechnungen. Also eine Regulierung des tatsächlichen Aufwandes.
Wenn ich Dir beim sanieren in Eigenregie helfen kann, sag einfach Bescheid. Vielleicht finden sich ja noch andere "Gelernte" und wir machen an einem Wochenden eine AiA Ausfahrt nur mit Werkzeug...