heute sind meine katzenkinder beide zum ersten mal selbständig durch die katzenklappe gegangen.
kater knofi hat schon seit einiger zeit kapiert, daß er die klappe aufdrücken kann. seine schwester hatte es noch nicht begriffen. wenn ich die klappe einen kleinen spalt auf hielt, ging sie durch, aber von selbst hat sie die klappe nicht auf gedrückt. heute beobachtete ich, wie kater knofi seiner schwester zwiebel nachhilfeunterricht gab. er marschierte durch die klappe und wartete. sie saß drinnen und miaute. er kam zurück durch die klappe, ging wieder raus und kam zurück. endlich machte zwiebel es ihm nach und drückte die klappe auf, wie ihr bruder es ihr gezeigt hatte.
dafür hat sie ihn am wochenende gerettet. als knofi im vorgarten war, kam ein nachbar mit zwei frei laufenden hunden vorbei, die ihn sofort jagten. in panik flitzte er auf eine hohe erle und kletterte immer weiter. erst in 12 bis 15 metern höhe setzte er sich in eine astgabel. eine halbe stunde saß er dort reglos. dann versuchte er, wieder runter zu kommen. zuerst lief er seitlich auf die äste, drehte aber zum glück wieder um. dann versuchte er, vorwärts runter zu klettern, rutschte aber ab und rettete sich wieder in die astgabel. dort saß er und miaute kläglich. seine schwester hörte ihn und kam zu ihm auf den baum geklettert. allerdings war sie klug genug, die letzten 3 meter nicht weiter zu klettern, weil es dort keine äste gibt. sie ist eine begeisterte und geschickte kletterin und klettert, just for fun. sie hat schon gelernt, daß man seitwärts wesentlich sicherer runter klettern kann, weil man die krallen, wie haken, oberhalb des körpers in den baum schlagen kann und trotzdem sieht, wohin man klettert. zwiebel kletterte geschickt wieder runter und sofort auf eine andere erle. beide begriffen zum glück, daß die äste zu dünn sind, um auf den nächsten baum zu springen. zwiebel kletterte, seitwärts am stamm hängend, wieder runter. knofi hat sie die ganze zeit beobachtet und versuchte es nun auch seitwärts, was ihm gelang. als er endlich unten angekommen war, begrüßte ihn seine schwester begeistert. sie hat ihm gezeigt, wie man runter klettert und er hat ihr gezeigt, wie man ein hindernis überwindet.
ich finde es faszinierend, wie katzen sich gegenseitig unterstützen. sie sind tiere und folgen ihren instinkten. diese instinkte sagen ihnen aber offensichtlich, dass man die gruppe schützen , zusammenhalten und voneinander lernen muss. überlebenswichtiges sozialverhalten.
übrigens bin ich dem nachbarn nicht böse, dass seine hunde den kater gejagt haben. knofi hat nun gelernt, dass von der straße gefahr droht, hunde gefährlich sind, er sich in sicherheit bringen muss und wie man bäume wieder runter klettert.
gruss
regina