von hiha » Mo 22 Dez, 2025 09:09
Auf der Cupfeier neulich wurde mir von einem wohlgesonnenen Rennfahrer ein ziemlich dreckiger XT500-Motor geschenkt, weil er "nicht in den großen Haufen seiner SR-Motoren" passe. Naja, geschenkter Gaul..usw. Hab vorgestern mal angefangen ihn zu zerlegen, dreckig wie er war, er lag mindestens 30 jahre im Regal, wenn nicht mehr. Machtnix, muss danach eh alles geputzt werden. Seine Nummer war herausgefräst/gebraten/mit Epoxi wieder egalisiert, aber es handelt sich um ein Modell vor 1983 und nach 1980, da noch der Ölzulauf in den Kopf von hinten kommt, aber schon das 47er Einlassventil verbaut ist. Wenn ich genau wüsste wann die Ölleitung nach vorn gewandert ist, wärs wohl noch eindeutiger einzugrenzen.
Kurzdiagnose: Mindestens das obere Ende war wohl schon mal offen, scheins von kundiger, aber kräftiger Hand. Kopfdeckel mit "Fluid", dem bröseligen, nach Phenolharz riechendem Zeug zugeklebt, Kipphebel und Nockenwelle weiter verwendbar, Kolben mit Nullmaß so eng, dass ich den Zylinder fast nicht runterbekommen hab, Ringe festgekohlt, Pleuel neuwertig. Lief wohl zuletzt nicht mehr wegen des gern genommenen 180°-Zusammenbaufehlers von Nockenwellenposition zu Unterbrechernocke... Jetzt mach ich mal den Kolben sauber und schau warum er so stramm in der Buchse sitzt.
Fortsetzung folgt vielleicht.
Gruß
Hans
"Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass Profifußball verboten werden muss."