von heiligekuh79 » Di 24 Feb, 2015 14:17
Wenn ich schon jammern musste, dann mache ich auch gleich Nägel mit Köpfen. Schöne Anfahrt zum Elefantentreffen, die SLR schnurrt wie ein Kätzchen. Die Hondas von vor 15 Jahren, sind halt heute so zuverlässig wie die BMWs von vor 40 Jahren es vor 10 Jahren noch waren.
Gut angekommen, über den Platz marschiert, liebe Freunde getroffen, alles gut. Die SLR wartet derweil darauf, dass wir einen schönen Platz fürs Zelt finden. Als ich wieder auf die SLR steigen will, wende ich mich recht schwungvoll zu Stefan, der sie für mich festhält. Wegen meiner geringen Größe natürlich auf der Zehenspitze. Ich hole Schwung, die Zehenspitze dreht sich auf dem Schotter... und wird scharf von einem Gully-Deckel abgebremst. Dabei hat es mein linkes Knie zerrissen. Also am Samstag Mittag Krankenwagenfahrt ins Hospital nach Adenau, wo man mich soeben wieder entlassen hat. Leider war es in diesem Provinz-Lazarett bis heute nicht möglich herauszufinden, was am Knie kaputt ist. Es gibt dort kein MRT und die Aussagen der Ärzte waren wenig hilfreich. Es gab soviel Meinungen, wie Ärzte. Zuerst hieß es, man wolle am Montag ein MRT in einer anderen Klinik veranlassen, ich solle dort hin gebracht werden und danach würde man mich in Adenau weiterbehandeln. Am Montag hieß es, alles doch nicht so schlimm, abwarten. Seit heute Früh wieder heftigste Schmerzen, schlimmer als direkt nach dem Unfall, trotzdem kein MRT über die Klinik, sondern Entlassung und ambulante Weiterbehandlung. Klingt zwar gut, ist aber die absolute Katastrophe. Ich sitze jetzt alleine zu Hause, mit heftigen Schmerzen, kann mich ganz mühsam wenige Schritte an Krücken bewegen und warte ambulant ca 3 Monate auf einen MRT-Termin. Mit den Krücken kann ich nicht mal eine Tasse Kaffee befördern. Natürlich kann ich nicht zum Arzt fahren, weil ich nicht Auto fahren kann. Einkaufen, Haushalt versorgen.... Fehlanzeige. Stefan kommt erst Freitag Abend und bleibt bis Sonntag, solange muss ich irgendwie klar kommen. Meine Handgelenke sind beide unfallbedingt vorgeschädigt, so daß ich mich kaum auf die Krücken stützen kann. Meine Freundinnen sind entweder auf Reisen oder selber Rolli-Fahrerin. Hier ist momentan also auch keine Hilfe zu erwarten.So komplett aufgeschmissen war ich noch nie. Das Wichtigste wäre jetzt eine zügige Abklärung, welche Schäden am Knie vorhanden sind und die sofortige Reparatur. Aber als Kassenpatient hat man da keine Chance. Wäre ich doch bloß ein Motorrad, welches in ein paar Tagen wieder gebraucht wird. Diagnose, Ersatzteilbeschaffung und Reparatur wären mit Hilfe der AIA-Logistik in Kürze erledigt. Oder noch besser wäre es, ich wäre mein Kater. Der ist Privatpatient und unsere Tierärztin eine gute Freundin. So optimal würde ich gerne auch behandelt. Mein Hausarzt sagte mal, es sei schon vorgekommen, dass Patienten mit einer Pistole Behandlung gefordert hätten. Warum wundert mich das nicht?