an mir nagt der zahn der zeit in form von unfallfolgen etwas schneller.
gestern hatte ich das vorgespräch für die fuß-op. alles noch viel schlimmer, als befürchtet
nixs mit plastikstiefel und roller fahren, sondern 8 wochen fester gips und nicht belasten, d.h.rollstuhl. wegen der kaputten hände wird das nichts mit krücken. eine haushaltshilfe bekomme ich auch nicht, weil es eine geplante op ist. man erwartet von mir, daß ich meinen haushalt geplant organisiere, aber wie denn? und das sagt man mir erst eine woche vorher.
wir haben hier eine gute nachbarschaft, aber meine 3 nachbarinnen können alle nicht helfen. zwei von ihnen haben sich ein bein gebrochen. eine sitzt deshalb seit über einem jahr im rollstuhl, die andere humpelt noch immer mühsam auf einer krücke und die dritte ist inzwischen 88 und dement. bisher habe ich mich gekümmert, wenn es nötig war.
meine freundinnen können auch nicht helfen. eine sitzt seit vielen jahren selbst im rollstuhl, eine lebt abwechselnd bei ihrer familie in polen und israel und die dritte lebt in england. einige freunde, auf die ich mich immer verlassen konnte, sind gestorben oder im pflegeheim. das sind freundschaften, die teilweise über 40 jahre bestanden und mir sehr fehlen. vertrautheit, rat und hilfe, wenn der wind mal von vorne weht, gemeinsam motorrad fahren, campen oder einfach zusammen tiefsinn oder unsinn reden. das fehlt.
ich glaube, das schlimmste am älter werden ist, daß die freunde wegsterben.
ich könnte gerade kotzen
gruß
regina