Hab ganz vergessen, meine Dreikönigs-Bergwanderei zu beweihräuchern, da es mir nicht geglückt ist, eine Onlinekarte mit der zurückgelegten Wegstrecke zu versehen.
Zusammenfassung meiner Erlebnisse des 6.01.2016:
Abfahrt frühmorgens um 5:10 mit Pezi, die Frühschicht hat, in die Firma.
Ankunft 6:40 ebendort. Pezi geht arbeiten, ich geh von Agatharied Richtung Schliersee, den Schlierachweg entlang.
Bei Einbruch der dämmerigsten Morgendämmerung die Ortschaft Schliersee erreicht, weiter Richtung südwest. Spontane Zielwahl:
Bodenschneid mit 1668m ü.NN.Doch zunächst die gleichmäßig ansteigende, verschneite Forststraße bis zum
Bodenschneidhaus gestapft. Dort noch nicht besonders viel los, naja, ist ja erst 8:30.
Weiter zum Gipfel, Schnee jetzt wadltief, aber schon von ein paar Leuten eine Spur gelegt.
Am Gipfel um 9:00, dort schöner Rundumblick, von Norden kündigt sich ein Schneeschauer an. Blick über den Tegernsee:
Über München ist grad ein Sonnenloch:
Und ganz schön weit unten das Bodenschneidhaus:
Bevor der Schneeschauer kommt, möcht ich lieber runter. Der Abwärtsweg nach Westen ist stark verweht und noch nicht gespurt, also lieber den gleichen wieder runter, den ich raufgekommen bin. Nicht schlimm, im Winter geht das eh viel schneller als im Sommer, weil man auch mal rutschen kann

Ausserdem kann ich ja mal nachschauen, obs in der Hüttn was zum Essen gibt. Mist, die machen erst um 10:00 auf, so lang mag ich jetzt nicht warten. Also weiter.
Bergab gehts Richtung Enterrottach, ich hab aber leider einen Abzweig zu früh erwischt, und zum Umdrehen bin ich schon zu weit unten.
Also ein paar km ödes Gehatsche auf einem Talweg, hier hats für Schnee nicht gereicht. Ich beschließe, nicht von Tegernsee aus mit der Bahn heim zu fahren, sondern wieder über den Bergstock zurück zu Pezis Arbeitsplatz, und dabei noch zwei kleinere Gipfel mitnehmen. Zeitlich müsste sich das genau ausgehen, dass ich pünktlich zu Pezis Feierabend zurück in Agatharied bin. Der Anstieg ist gaach, und ich merk, dass die Brotzeit noch im Kühlschrank daheim liegt. Immerhin zwei kleine Äpfel hab ich mit, und einen Liter Wasser.
Als nächstes kommt der
Riederstein, da haben ein paar Irre eine Kirche auf einen exponierten Felsen gesetzt. Jede Menge Treppenstufen und Kreuzwegtafeln, das sieht wallfahrtsmäßig aus. Mittlerweile sind auch ein paar andere Leut unterwegs, das Wetter ist auch etwas einladender geworden.
Von der Riedersteinkapelle gehts weiter auf die
Baumgartenschneid, und runter über den Prinzenweg nach Hausham, wo mich nach einem Telefonat die Pezi auf dem Heimweg aufsammelt.
Nach kurzer Generalsanierung hat uns dann auch noch der Hr. Maybach besucht, um einen Sack voll Motorenteile abzugeben, und ein Reisfleisch zu konsumieren

Ein gelungener Tag.
Die insgesamt 8,5h mit einer kurzen Pause auf dem Bodenschneidgipfel, haben richtig Spaß gemacht. Langsam kenn ich das Gebiet zwischen Tegern- und Schliersee ganz gut, und im Sommer werd ich mit dem Bergradl dort vorbeischauen..

Gruß
Hans