Ich hab' das Ganze ja bislang eher beflachst. Deshalb mal kurz im Ernste: natürlich ist das ein Kulturdenkmal, natürlich dient das höheren Zwecken (Identifikation, Religion, ...) natürlich ist das ganz große Kacke dass sowas einfach abbrennt wie ein stinknormales Einfamilienhaus. Aber: jetzt isses nunmal passiert - das Ding steht oben ohne da. Da hilft auch hinterherjammern nix.
Klar wird das wieder aufgebaut - dazu ist es den Franzosen (und vielen anderen) viel zu wichtig. Und klar könnte man das Geld woanders einsetzen, um damit Menschenleben (oder gar ein Stück weit die Welt) zu retten. Tut halt bloß wieder niemand. Da sehe ich dann manchmal eher Grund zu jammern.
Bloß: vom Jammern wird nix besser. Also betrachte ich all das woran ich eh nix ändern kann und versuche, die Welt in meinem Einflussbereich ein wenig zu verbessern. Über den Erfolg meiner aufrichtigen Bemühungen darf dann jeder seine eigene Meinung haben. Ich bin mir sicher dass genug Kritik darunter sein wird.

Völlig ohne jeden Zusammenhang zum oben gesagten sei übrigens noch ein Standpunkt meines Kollegen Martin wiedergegeben (früher Schreiner, jetzt wohl Priester): wenn er die Kirchen und Paläste früherer Zeiten sehe, dann denke er immer daran, wieviele Menschen dafür hätten knechten, schuften und entsagen müssen. Heute aber müsse man so etwas durchaus konservieren, um damit auch die Erinnerung an jene Zeit lebendig zu halten. So etwas könne man aber heute nicht mehr hinstellen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.
... und dann schaue ich mir an, was wir alles an unnützem Luxus mit uns rumschleppen und in welchem Zustand die Welt inzwischen in jeder Hinsicht ist, und ich sehe: da müssen wir wohl alle noch ganz (ganz!) schwer an uns arbeiten.
Tja ...