Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred

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Re: Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred

Beitragvon Maybach » Mi 07 Mär, 2018 21:58

"Forum Migration" ist nun auch schon wieder rum. War ein großer Erfolg - wenn man denn Besucherzahlen als Erfolg messen will. Steigerung immerhin auf das Doppelte vom Vorjahreszeitraum.
Dafür haben wir letzte Woche eine Cranach-Ausstellung eröffnet : http://www.tiroler-landesmuseen.at/page ... ageid=8715

Schon sehr sehenswert, vor allem weil wir eben nicht nur Bilder an die Wand genagelt haben, sondern auch mal nach den Details auf den Werken gefragt und geschaut haben. Und weil wir ein "Vielspartenhaus" sind, konnten wir da vieles auch gleich mit Exponaten darstellen. Läuft noch bis Herbst ...

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Weltfrauentag

Beitragvon sittich » Do 08 Mär, 2018 20:02

Servas

Auf 3sat wäre heute was Passendes dazu, hab's leider erst jetzt entdeckt. Der Film hält sich ziemlich genau an die Literaturvorlage, ist aber wie diese nichts für schwache Nerven:
http://www.tvtv.at/detailansicht.php?se ... =234454420

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Gruß von daham
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Re: Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred

Beitragvon koarrl » Do 15 Mär, 2018 15:09

- Buchtipp für EnfieldistInnen, durch Herumsurfen beim Hitchcock entdeckt und via Amazone direkt von der Autorin gesendet bekommen -

Jacqui Furneaux, Hit the road, Jac! Seven years, twenty countries, no plan

Eine schmerzbefreite Spätberufene, die unbeschwert von Bedenken wilde Gegenden bereist hat. Liest sich locker-flockig und spaßig.
Allerdings ist die Geschichte aus den frühen 2000er-Jahren, manche Zustände mögen sich inzwischen zum Schlimmeren gewendet haben.
And so castles made of sand slip into the sea. Eventually.
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Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred - 2 Bücher

Beitragvon sittich » Do 15 Mär, 2018 17:43

Servas
Da waratn 2 Bücher, jedes auf seine Art lesenswert.

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"Populismus für Anfänger" ist wirklich hilfreich die Mechanismen zu verstehen, die dazu führen können, dass ganz normale und ebenso normal verdienende Bürger/innen die Parteien der Reichen wählen - also die Nazi's oder Parteien, die vor ihnen keine Berührungsängste haben und deren Hassdtiraden übernehmen.

Das Buch führt langsam an die Lehre von Lügen und Manipulation heran, lässt aber ganz am Schluss etwas nach, wo es um Gegenstrategien geht. Wichtig aber ist, die Autoren warnen immer wieder eindringlich davor, Mitläufer als "lauter Depperte" abzutun - denn damit treiben sie Leute nur noch mehr in die Netze der Rattenfänger, die ihnen Heimat und Geborgenheit vorgaukeln.

Mir persönlich bringt dieses Buch mit etwas Glück viel Geld ein. Schon seit vergangenem Winter laufen Vortragsreihen zum Thema "Cybermobbing unter Erwachsenen". Zielgruppe sind Gestalten aus mittlerem oder hohen Etagen von Großfirmen, die mit Personalmanagement und Konfliktbewältigung zu tun haben. Für mich unbekanntes Terrain - bis voriges Jahr. Da mobbte ein Frauen hassender Nazisympathisant eine Kollegin und mich aus einem Biker-Forum und wir fragten uns, wie der das geschafft hatte. Im obigen Buch geht es auch um den Trumpismus, also "wir haben die Beweise!", ohne diese jemals allen offen vorzulegen. Dazu die strikte Vermeidung von Telefonaten mit ihr oder mir. Der riss nicht nur seine grölenden Fans dort in seine Gasse, sondern auch zwei grundanständige Leute. Das obige Buch machte mich schlauer und so gerüstet möchte ich mich um diese Vorträge bemühen *).
.............................................

"Die ganze Geschichte" ist mit dem anderen Buch manchmal eine unsichtbare Verbindung eingegangen. Denn auch hier geht es darum, wie man den Kardinalfehler vertuschen kann, den sich Banken geleistet hatten, immer noch leisten und sich auch in Zukunft mangels geeigneter Kontrolle leisten werden - siehe Trumps Plan, die Kontrollen für US-Banken wieder zu lockern.

Varoufakis war griechischer Finanzminister und mir von Anfangs an sympathisch. Nicht nur, weil er in Jimmyhose **) und Leiberl mit dem Motorrad zur Arbeit fuhr und sich ähnlich gekleidet unter die Krawattedos bei weltweiten Finanzminister-Treffen mischte. Er wuchs sozusagen in einer Familie des Widerstandes auf und verlor auch später nie das Gespür für die brennenden sozialen Probleme seines Landes und darüber hinaus.

Momentan bin ich noch mitten in dem Buch, es ist streckenweise schon etwas schwere Kost und liegt nicht nur am Papiergewicht über meinen Jerry-Cotton-Heftchen, aus der ich mir normalerweise Wissen sauge. Doch es lohnt sich und man bekommt einen tiefen Einblick in den täglichen Wahnsinn der Finanzindustrie und ihren Vertretern in den Regierungen.

Gruß von z'haus
.............................................

*) Sollte "Der Alte" alias "Silenzio" hier mitlesen - das Honorar für die Vorträge wird korrekt versteuert, so ich den Zuschlag kriege. Die anonymen Anzeigen wegen Schwarzarbeit bei Finanzamt und Pensionsversicherung mit dem Zweck, mich völlig zu ruinieren - die brachten schon voriges Jahr nichts und wären auch diesmal eregbnislos.

**) Die Jungen sagen heute Jeans dazu. Weiß auch nicht warum.
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Re: Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred

Beitragvon kahlgryndiger » Do 15 Mär, 2018 20:11

Ich habe eine Ahnung. Ich empfinde Abscheu. Jedoch verstehe ich zu wenig davon.
Meine Gedanken können noch nicht gut genug formuliert werden.
Ich glaube ich sollte mir dieses schwere Papier mit auf die Reise zu unseren gefiederten "Freunden" nehmen.
Zeit genug hätte ich dort.

Danke.

Varoufakis kann ich auch gut leiden ...
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Re: Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred

Beitragvon lallemang » Do 15 Mär, 2018 20:30

Varoufakis find' ich auch interessant, würd' aber im Moment lieber Jacqui Furneaux lesen :D

Wirtschaft zieh' ich mir schon öfter rein. Nur erfordert das immer erheblichen Energieaufwand.
A) für das Verstehen ganz allgemein und vor allem B) weil ich immer zu dem Schlu§ komm', da§
da einfach abstruse Randbedingungen gesetzt werden, damit man dann Mathematik benutzen kann,
um hahnebüchende Taschenspielereien zu rationalisieren... :smt013
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Re: Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred

Beitragvon Boscho » Mi 04 Apr, 2018 22:20

Wer sich für kleine Häuser interessiert: der italienische Jungarchitekt Leonardo di Chiara weilt mit seinem Projekt aVOID momentan in München (heute war das Bauzentrum dran, ab morgen und bis 9.4. dann Pinakothek). Mit dabei ist auch noch ein Rosenheimer Studi-Projekt namens 35kubikHeimat. Sehr interessant!

Vom 10.-14.4. ist Leonardo dann noch in Ulm.

Weitere Infos zu aVOID gibts unter www.leonardodichiara.it - und im G'sichtsbuch, wobei die dortige Benamsung "avoidtinyhouse" vielleicht nicht so ganz glücklich ist. :-D

Vielleicht sieht man sich in Ulm. ;)
Geduld ist der Schlüssel zur Freude. (Ägyptisches Sprichwort)
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Gustav Mahler - 2. Synfonie

Beitragvon sittich » Do 12 Apr, 2018 19:37

Servas

Es gabat noch ein paar Karten für dieses Konzert. Ich bin sowieso dort, weil meine Freundin mitgeigt. Ist halt recht schwere Kost und nur der 2. Satz bietet etwas Erholung.

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Re: Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred

Beitragvon hiha » Sa 28 Apr, 2018 13:08

Gestern in Dresden in die Eröffnungsveranstaltung der Fotoausstellung von Fred Stein eingeladen gewesen. Mit allen zugehörigen Prominenten, Häppchen und Weinbuffet. Bekannt sind die Portraits, sehr eindrucksvoll aber seine Straßenfotografie, speziell von New York in den dreissiger und vierziger Jahren. Sein Einsteinportrait zierte einst gar eine Briefmarke...
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Re: Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred

Beitragvon mex » Fr 25 Mai, 2018 08:09

Keine Kunst, sondern böser, böser R&R:

Gleich 2 x geigen Dave & The Pussies am Wochenende in Wien auf :
Heute, Freitag, im Rhiz und morgen im Autokino Gross Enzersdorf.

wir präsentieren unsere neue 12" Schallplatte.
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Re: Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred

Beitragvon sittich » Di 12 Jun, 2018 20:21

Servas
mex hat geschrieben:Keine Kunst, sondern böser, böser R&R:
Gleich 2 x geigen Dave & The Pussies am Wochenende in Wien auf :
Heute, Freitag, im Rhiz und morgen im Autokino Gross Enzersdorf.
wir präsentieren unsere neue 12" Schallplatte.

Danke - hab' aber leider deinen Eintrag verpasst. Jetzt beim ersten Reinhorchen auf Jutub dachte ich mir, "okei der abgedroschene 3-Griffe-Kas' aus den 50ern, E-A-H7 mit an' Priserl Twang ala Duane Eddy" - aber die bringen mehr und können, was sie bringen. Und interpretieren Eddy neu und gut! Stehen also auf der Aufmerksamkeits-Skala :-D

Gruß von scho' z'haus
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Re: Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred

Beitragvon mex » Di 12 Jun, 2018 20:37

na dann, nächste gelegenheiten:
22.06. Surfer Joe Festival, Livorno / Italien
30.06. Zone11, Hallein
R.O.C.K.
mex
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Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred - ORF

Beitragvon sittich » Di 12 Jun, 2018 21:01

Servas

Europaweit hetzen Nazi's oder ihnen gesinnungsmäßig nahestehende Parteien oder Bewegungen seit Jahren gegen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Vor kurzem sind sie zwar damit in der Schweiz auf die Nase gefallen, aber sie stürmen unverdrossen weiter. Der Grund ist sehr einfach: Dort gibt es kritische Beiträge über sie, die ihnen naturgemäß zuwider laufen. Weiterere und wesentlich diffizilere Gründe für ihren Kulturkampf sind traditioneller Natur, wie ihre tief verwurzelte Frauenverachtung - FPÖ gegen Frauenhäuser. Der ORF berichtete natürlich darüber und das tat weh.

Dass sich der ORF selbst große Fehler leistete und sich noch immer leistet, ist unbestritten. Um 20.15 Uhr nur seichten Schrott liefern und erst ab 22 Uhr Sendungen bringen, wo man schon den Kopf schief halten muss, damit der graue Gatsch in der Birne zusammenläuft und damit ein Verstehen ermöglicht, fördert nicht gerade kritisches Denken. Man muss nur das ARD-Morgenmagazin mit der Morgensendung des ORF vergleichen. Ersteres beschäftigt sich mit manigfaltigen Themen, während der ORF morgens bundesweit Blaskapellen heimsucht. Auch der Patzer zum 50. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz ist legendär. Selbst alle Privatsender kochten über vor themengerichteten Sendungen - der ORF vergnügte uns mit "Kommissar Rex".

Doch jetzt hatten sie die Führung des ORF im Stiftungsrat übernommen und das sieht nicht gut aus. Fernziel ist die Abschaffung der "Zwangsgebühren", also das finanzielle Austrocknen des ORF. Dieser sollte sich in Zukunft über freiwillige Beiträge und vor allem Werbeeinnahmen finanzieren - und somit auf die Ebene der Privatsender absandeln. Das bedingt in weiterer Folge das Ende der Mitarbeit bei 3sat - auch nicht gerade ein Sprachrohr der deutschsprachigen Nazi-Szene.

Der ORF startete jetzt eine Publikumsbefragung, wo man Kritik und Verbesserungsvorschläge einbringen kann. Etwas gar spät, aber besser als gar nicht. Es ist eine sehr ernste Situation, in die uns ÖVFPÖ gebracht hatten.

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Re: Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred

Beitragvon Myke » Mi 13 Jun, 2018 06:42

fernsehn war gestern ... :floet:
let there be rock !
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Re: Der AIA-Kulturtipp- und Kleinkunstfred

Beitragvon Zimmi » Mi 13 Jun, 2018 07:35

Myke hat geschrieben:fernsehn war gestern ... :floet:

Bei mir nicht mal vorgestern. Hab gefühlt vor 'nem guten Vierteljahr zuletzt in die Röhre geguckt (die tatsächlich schon ein Flachbildschirm ist).
TV langweilt mich immer mehr. Filme werden durch Werbung zerfetzt, woanders läuft die 15. Wiederholung irgendwelcher Dokumentationen, aktuelle Nachrichten sind größtenteils nervensägend auf BLÖD-/RTL-II-Niveau präsentiert (und zusätzlich nicht unbedingt erbaulich). :omg:
Bild

@Lambert: Da muss sich der ORF was einfallen lassen. Ist schon wichtig, dass den Nazis nicht freie Hand gelassen wird...
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