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Worauf achten?

BeitragVerfasst: Fr 26 Dez, 2008 13:54
von fleisspelz
Jetzt sehe ich mir erstmal eine Dnepr MT11 an. Worauf muss ich da achten?

BeitragVerfasst: Fr 26 Dez, 2008 14:00
von lallemang
:-D Klopf doch mal beim Kahlen an... :wink:

Gry§e Peter

Re: Worauf achten?

BeitragVerfasst: Fr 26 Dez, 2008 16:54
von Michael
fleisspelz hat geschrieben:Jetzt sehe ich mir erstmal eine Dnepr MT11 an. Worauf muss ich da achten?


Da könnte ich Romane schreiben! :shock:

Zumal es bei den Russen ja keine Patentlösung gibt. :?

Je älter, desto besser! ABER: das mit Erstzulassung und Baujahr ist wohl bei keinem der Fahrzeuge glaubwürdig! Zur Zulassung wird da oftmals SCHWER getrickst! ...................nicht dass ich jetzt da....... :oops:

Hadyscheibe, Kardanwelle, alle sichtbaren Verzahnungen am Endantrieb auf exorbitantes Spiel prüfen! Wenn das Ding läuft, bei betriebswarmen Motor mal die Auspuffabgase beäugen! Viel blau -> viel Ölberbrauch! Dieser wiederrum kann tausende Ursachen haben, Verschleiß, beschixxxxene Präzision und Verarbeitung der Motorinnereien, usw...............!
LIMA! :evil: Die originale 150er ist der schlimmste Scxheixxxxxx, wo geben tut! Auch die Regelung dieser! Wenn da schon was besseres drin ist, dann hast du die eventuelle Möglichkeit, weiter als zwei Stunden am Stück zu kommen! Wenn fahrbereit, prüfen ob das Zündschloß nach ein paar Minuten warm wird! Wenn ja, jede Menge Ärger im Verzug!

Verkabelungen prüfen! Wenn noch original -> Mülltonne auf und rein damit!
Wenn schon mal mit besseren Kabeln bestückt -> gut aufpassen, ob da nicht noch viel schlimmer gepfuscht worden ist!
TYP 2-Zündung ist Pflicht! Die alte Kontaktzündung ist nur MÜLL!! Wenn drinn, dann Mülltonne auf und rein damit! Es sei denn, du möchtest alle zehn Fahrminuten an was anderem der Zündung reparieren! Die im Netz angebotenen Teile der Kontaktzündung sind alle SCHROTT!! Niemals kaufen!!!! NIEMALS!! Besser Geldscheine anzünden! Ist leider so!

Wenn du das seltene Glück haben solltest, eine mit Zylinderköpfen zu haben, welche übereinanderliegende Vergaserstehbolzen hat, würde ich zuschlagen! Die alten Zylinderköpfe aus der K 650 und der MT9 sind qualitativ um Welten besser, als der modernere Schrott aus den MT 11 und MT 16 - Modellen!

Die Zündkerzen würde ich ausbauen, und prüfen!!
Wenn viel Öl an den Elektroden, dann viel Öl im Zylinder! Das kann bei den Russen auch aus verschiedensten Gründen der Fall sein!

Wenn viel Ruß, große Vergaserprobleme!!
Eventuell einzustellen, aber mit Fachwissen! :-D
Originale Vergaser, russischer Bauart, sind sehr gefährlich!! Die wenigen, funktionierenden Exemplare, werden wohl eher nicht verkauft! Es scheitert bei den Russenvergasern an bescheidener Materialqualität und schlimmen Fertigungstoleranzen! Je älter, desto besser, gilt aber auch hier!
MIKUNI oder DELL ORTHO-Vergaser sind einfach unschlagbar! Wenn man fahren will, und nicht permanent schrauben..................... :wink:

Usw,...............................................................................................

Wie schon gesagt, bei den Russen haben tausend Motorräder, tausend verschiedene Mängel! Die meisten der Mängel sind aus lausiger Fertigung und lausiger Materialqualität entstanden!
Je älter, desto besser!!
Die K 650 von neulich wäre halt schon eine gute Basis gewesen, aber halt viel Arbeit, um sie auf die Strasse zu bringen. Nur die fehlenden Papiere...........................................

Vorsicht vor Fahrzeugen mit weniger als tausend Kilometer auf dem Tacho, Fahrzeugen die lange gestanden sind, oder Fahrzeugen die "aus Zeitmangel" verkauft werden! Das ist alles totaler Schrott, den die völlig verzweifelten Besitzer wieder loshaben wollen, nachdem sie wohl schon viel Geld in Reparaturen investiert haben, und die Kiste immer noch nicht läuft! Dazu gehören auch Fahrzeuge, welche laut Inserat in Bayern stehen, auf den Inseratfotos aber Flensburger Kennzeichen haben (gerade bei MOBILE entdeckt)!!! Die laufen alle nicht, oder nur kurz, und sind niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiemals ihr Geld wert!!! Auch eine DNEPR K 650 mit angeblicher Erstzulassung von 1964 ist der pure Beschixxxxxxxx!!! Die gabs doch da noch gar nicht!

Viel Glück, und Augen auf beim Moppedkauf! :wink:

Meine SOWJETTEN laufen ja inzwischen auch bestens! Aber da lagen jeweils min. 2 Monate SCHRAUBING, und zugegebenermaßen, größere Ausgaben davor!

Gryße, Michael

BeitragVerfasst: Fr 26 Dez, 2008 17:52
von kahlgryndiger
Da hat er sicher Recht der Michael.

Auch wenn ich ohne diese ganzen tollen Verbesserungen gefahren bin. Das einzig was wirklich ständigen Ärger bereitete war die teuere belgische Elektronik-Zündung.

Ich bin ungefähr 30.000 km Dnepr gefahren.

Mit original Lima (nur eine)
Mit neuem originalen Kabelbaum.
Mit originalen Sicherungskasten.
Mit K65 Vergasern.
Mit Kontaktzündung.

Ich war 2x auf dem Tauerntreffen, 1x in Spanien und auch sonst viel unterwegs.

Die Räder sind nicht toll, Hardyscheibe sollte man im Gepäck haben, die alte russische Zündspule ist wirklich Mist ... und vieles Mehr. Um viel zu fahren ist man ständig beschäftigt mit dem Bock. Bei zurückhaltender Gashand halten auch die Motoren. Ölwechsel macht viel Arbeit. Zumindest wenn man so wie ich jedesmal die Zentrifuge saubermachte. Sonst gibt es keinen Ölfilter. Daher fuhr ich auch Einbereichsöl (bitte nicht diskutieren ...)

Mehr fällt mir bestimmt noch ein.

Andreas, der kahlgryndige

BeitragVerfasst: Fr 26 Dez, 2008 19:05
von Nanno
Ich halte es da eher mim Kahlgryndigen:

Lima/Regler: Wenns lädt (ab Leerlauf gut 12V) und bei gut 14,5V abregelt dann ist alles in Ordnung... eine Reserve-LiMa und ein Reserve-Regler (gern auch mechanisch) sind kein Fehler
Vergaser: K65 sind ok, K68 sind besser... Dell'orto/Mikuni/Bing sind auch kein Fehler aber kein muss.
Räder: Rund sind sie sowieso nicht... schau ob alle Speichen da sind
Bremsen: sind grundsätzlich falsch eingestellt, richtig eingestellt kann man mit einer Dnepr dicke, schwarze Striche auf den Asphalt malen
Motor: klappert wenn kalt, raucht auch gern a bissl blau, die Stirnräder werden sich vermutlich auch bemerkbar machen...
Getriebe: Im Gegensatz zum Ural-Getriebe schaltet es butterweich und vom Leerlauf aus sollte sich der Rückwärtsgang sauber schalten lassen...

Grysze
Greg

BeitragVerfasst: Fr 26 Dez, 2008 19:14
von Michael
8) Kolbenbolzen, welche ihre Clips aus den Sitzen hämmern, weil die Pleuel schief gebohrt sind, Kurbelwellen mit Luftblasen drin........... :shock: :roll:

Meine erste MT 11 hat mich mit allen diesen Späßen beglückt. Auch hat sie mehrere dieser tollen 150 W Limas gefressen. Immer bei Aussentemperaturen über 15 Grad Celsius! :roll:
Wir hatten Spaß miteinander! :twisted:

Aus diesem Grund gehe ich jetzt, Jahre später, immer erst in die VOLLEN, wenn ich mir sowas zulege! :wink: :-D

Gryße, Michael

BeitragVerfasst: Fr 26 Dez, 2008 19:19
von kahlgryndiger
Siehst Du Justus ... es gibt immer mehrere Möglichkeiten mit einer Dnepr glücklich zu werden. Oder eben auch nicht :-D

BeitragVerfasst: Fr 26 Dez, 2008 21:27
von Nutzkrad Treiber
Also ich würd so vorgehen:
-als erstes handbuch und reparaturhandbuch herunterladen und studieren:

http://www.ural-dnepr.net/
(linke seite download anklicken und modell aussuchen)

- ist die maschinska noch angemeldet oder steht sie schon seit X jahren in der garage evtl ohne papiere, wenn zweiteres wäre ich vorsichtig.
alles was auf kürzliche nutzung deutet ist gut.
-springt sie an, dann probefahrt, wenn das nicht möglich würde ich nicht kaufen.
- welchen eindruck macht der verkäufer?
ein echter russentreiber kann was zu dem krad sagen, auch die schlechten sachen.und die gibt es definitiv!
-als (noch)nicht rubo nutzer ist es schwer hier in wenigen sätzen die keufkriterien vermittelt zu bekommen.
wie oft hab ich schon bei meinen russenkumpels angerufen und gefragt ob sie zeit haben die ein oder´andere maschinska anzusehen und behilflich zu sein, letztendlich ist das beim russen meiner meinung nach nicht möglich, da alles kaputt gehen kann.

aber vielleicht kennst du ja jemanden den du mitnehmen kannst, der sich mit russen richtig auskennt und die kiste zumindest bei 0° zum laufen bekommt.( nicht das ich an deinen fähigkeiten zweifle, aber ich hab mal nen russenfahrer getroffen, der es regelmässig nicht geschafft hat sein eigenes krad anzutreten, da mußte dann immer sein kumperl mit einem tritt und vergaser hierstellen und vorher zweimal....)

chris

ps. ach wär ich doch auch schon soweit wie du es jetzt bist...

BeitragVerfasst: Fr 26 Dez, 2008 22:08
von Michael
Nutzkrad Treiber hat geschrieben:wie oft hab ich schon bei meinen russenkumpels angerufen und gefragt ob sie zeit haben die ein oder´andere maschinska anzusehen und behilflich zu sein, letztendlich ist das beim russen meiner meinung nach nicht möglich, da alles kaputt gehen kann.







.............................................. :smt005 :smt005 :smt005 :smt023 :smt023

Besser kann man es nicht schreiben!







ICH BITTE DIE VERWÄSSERUNG DER SUCHFUNKTION ZU ENTSCHULDIGEN ......aber es treibt mir gerade das Wasser in die Augen! :-D

Gryße, Michael

BeitragVerfasst: Fr 26 Dez, 2008 23:26
von Blechroller
Evtl.könnte die Ersatzteilversorgung typischer Dnäbbateile etwas schwieirger werden, wenn man auch nur einen Hauch von Qualität erwartet?????

Das Lima-Thema ist ein unendliches. Kann den Schritt zur Denso nötig machen. Keine Ahnung, ob der Ural-Addapter passt, aber kosten tuts auf jeden Fall dann richtig Geld. WENN die Russenlima mal hin ist, würde ich da richtig aufrüsten.

OllY

BeitragVerfasst: Sa 27 Dez, 2008 00:13
von KNEPTA
8)


Wenn die Dnepr ordentlich behandelt, dann kann man ohne größere Probleme auch 30000km fahren

Wenn man ans Materiallimit geht, dann wird halt auch mehr kaputt, aber das ist überall so.

Mit ein bißerl Mut und Fantasie kann man auch aus einer Inlandsschlampe ohne Unsummen hineinstecken zu müssen ein halbwegs zuverlässiges Moped herauskitzeln.

Es hilft halt wenig sich irgendwelche Ersatzteile zu kaufen und zu glauben, wenn man sie einbaut, daß das Werkl rennt.

Sogar gebrauchte Teile, die schon gelaufen sind, MÜSSEN an das Gesamtkunstwerk angepaßt werden.
Man muß halt über alle Baugruppen drüber und sich einem für sich zufriedenstellenden Ergebnis annähern.

Schiefe Pleuel biegt man, ovale Kolben und zu große Lagersitze feilt man, ovale Ventile mit exzentrischen Schaft schleift man, Kolbenbolzensicherungsringnuten dremelt man, Bremshebel beschweißt man, Pleuelaugen reibt man....

Der Ruß ist eine permanente Baustelle, außer man schont ihn oder man hat Glück, ich tu es nicht und hab es nicht.

BeitragVerfasst: Sa 27 Dez, 2008 00:20
von junakreiter
KNEPTA hat geschrieben:8)

Schiefe Pleuel biegt man, ovale Kolben und zu große Lagersitze feilt man, ovale Ventile mit exzentrischen Schaft schleift man, Kolbenbolzensicherungsringnuten dremelt man, Bremshebel beschweißt man, Pleuelaugen reibt man....



so soll es sein:-)

Alex.

BeitragVerfasst: Sa 27 Dez, 2008 02:12
von T.
aha...soso... der Russenvirus greift um sich... ;-)

Have Fun

T. :-D

BeitragVerfasst: Sa 27 Dez, 2008 11:31
von Philipp
Sie sollte möglichst über 10.000 km haben, dann ist sie auch gefahren...

BeitragVerfasst: Sa 27 Dez, 2008 11:40
von Michael
KNEPTA hat geschrieben:8) Inlandsschlampe
:shock: :shock:


Sind meine beiden SOWJETS dann "Inlandsschlampos"?? :-D

Gryße, Michael