Werkzeugkasten-Einsätze verstärken?

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Werkzeugkasten-Einsätze verstärken?

Beitragvon motorang » Sa 10 Apr, 2010 15:47

Griasseich

wer viel schraubt kennt das Problem sich auflösender Pressplastik-EInsätze in Knarrenkästen, Gewindeschneidsortimenten usw. - also diese Formschalen die alles in einer gewissen Ordnung halten. Da wirds dann spröde, reisst, bröckelt weg. Nachdem ich jetzt beim Proxxon-Koffer auch solche Tendenzen erkenne werde ich gegensteuern.

Plan: Einsatz raus, rumdrehen und ausgießen - zur Verstärkung.

Soll halt erschwinglich sein, nicht super schwer, dauerhaft.

Das beste was mir eingefallen ist (nach Gips, Beton, Wachs, ...) ist Polyesterharz - das Zeug das man mit Glasfasermatten zusammen verarbeitet ... mir ist aber unklar ob die doch recht flüssige Konsistenz irgendwie pastöser gestaltet werden kann damit nicht alles wegrinnt - so dass man sozusagen nur die Kontour verstärkt ohne gleich alles massiv auszugießen ? Oder erstmal eine Schicht Harz rein, dann nach Aushärtung mit Holzkötzen oder so die größeren Hohlräume ausfüllen und dann fertiggießen?

Ideen?

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Beitragvon madmec » Sa 10 Apr, 2010 16:15

Wenn man mit Harz arbeitet unbedingt einen Füllstoff verwenden, z.b. Microballoons. Das sind mikroskopisch kleine hohle Glaskügelchen die die Masse wesentlich zähflüssiger und leichter machen. Die kann man teilweise in abartigen verhältnissen unter das fertig angemischte Harz mischen, hinterher kommt dann was raus was man fast "harte Luft" nennen könnte.

Andere Variante der Verstärkung wäre hauchdünnes Plexiglas ( 1mm - gibts im Baumarkt). Dazu die "Urform" mit kleinen löchern an kanten und aussparungen versehen und in ein Holzrahmen einbauen (Rückseite offen). Von unten einen starken Staubsauger anschliessen und oben am rand eine dünne Kittwurst zur abdichtung anbringen. Die Plexiglasplatte im Backofen auf ca. 120°C anwärmen und dann schnell auflegen. Wenns klappt wird die dann von dem Staubsaugerunterdruck komplett in die Form gezogen. Kleinigkeiten mit nem Heissluftfön nacharbeiten und ruck-zuck hat man eine zweite tiefgezogene Form zur verstärkung geschaffen.

Gruss

Thomas
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Beitragvon Nanno » Sa 10 Apr, 2010 16:37

Mein Großvater hat (glaube ich) Bauschaum genommen und so den alten Gedore-Kasten versteift. Auf jeden Fall schaut das Zeug ca. so aus.

Grysze
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Beitragvon motorang » Sa 10 Apr, 2010 17:13

Beides sehr brauchbare Tipps ... aber ich glaube der Bauschaum gewinnt :-D Top Tipp!

So Microballoons wird man beim Conrad und so Modellbauläden bekommen nehm ich an?

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Beitragvon gast » Sa 10 Apr, 2010 18:36

Ich würde den Plastikeinsatz entfernen und gegen eine Schaumstoffmatte tauschen.
Entsprechend für Nüsse Löcher stanzen und für nicht rundes das Teppichmesser schwingen.
Aber ich in der Werkstatt immer so gemacht, dann kann man auch das Sortiment problemlos seinen Ansprüchen erweitern ohne das zusätzliches Werkzeug lose rumfliegt.

gruß Flo
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Beitragvon motorang » Sa 10 Apr, 2010 18:42

Ich hab mir mal einen Einsatz aus einem Holzbrett geschnitzt, für den Gewindeschneidsatz ... aber mir gehts grad wieder mal um eine möglichst effiziente Lösung :-D

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Beitragvon madmec » Sa 10 Apr, 2010 19:19

motorang hat geschrieben:So Microballoons wird man beim Conrad und so Modellbauläden bekommen nehm ich an?


Jupp.

Oder man bestellt da wo es ein bisschen billiger ist: http://www.bacuplast.de/hilfsmittel/fuellstoffe.html

Kurzglasfasern sind auch ne feine sache wenn man mal Plastikeraffel verstärken will. Gibt mir Harz und Microbaloons eine sehr gute Spachtelmasse ab.

Bei Bauschaum würde ich zu Zweikomponentigem raten, der einkomponentige braucht feuchtigkeit zum härten was in einer Plastikform etwas problematisch ist. Die reste kann man dann zu einem Block schäumen (Pappkarton mit folie auslegen) und der Damenwelt als Blumensteckschaum vermachen oder z.b. eine Bierdose in Folie einwickeln, das ganze in ein PVC-Abwasserrohr stecken und umschäumen. Ruck-zuck hat man so einen Bierdosengefrierverhinderer fürs TT. (Ich als weichei verhindere so eher unzulässige erwärmung im Sommer...)

Gruss

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Beitragvon mike » Sa 10 Apr, 2010 22:28

Hi!

Nimm Gips, die billigste Lösung und das Gewicht ist doch in der
Werkstatt eh egal.

LGryße
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Beitragvon Blechroller » So 11 Apr, 2010 00:00

Baumwollflocken ins Harz; gibts im Modellbauladen (da gibts auch das Harz in bezahlbar). Vorsicht: Die Mischung geht nach Volumen, nicht nach Gewicht und UNBEDINGT Handschuhe anziehen.

ICH tät neben den Bauwollflocken auch noch dünne Glasfasermatten auf den Flächen aufpinseln.

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Beitragvon motorang » So 11 Apr, 2010 06:41

Hi
von Gips bin ich abgekommen weils halt bricht und bröckelt, und der Werkstattkasten doch manchmal mobil wird und zum Rennen mitkommt etc.

Baumwollflocken klingt auch interessant, sollte die Sache auch versteifen (Fasern)? Handschuhe sind klar, hab erst neulich was über Epoxi-Allergien gesehen - uärrrhhh ...

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Beitragvon ragman » So 11 Apr, 2010 08:54

motorang hat geschrieben:Handschuhe sind klar, hab erst neulich was über Epoxi-Allergien gesehen


Allergien ... ja. auch ... aber krieg das Zeug erstmal von den Fingern wieder herunter :roll: :evil: :-D
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Beitragvon motorang » So 11 Apr, 2010 09:06

Das wächst raus.

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Beitragvon Blechroller » So 11 Apr, 2010 11:23

motorang hat geschrieben:Baumwollflocken klingt auch interessant, sollte die Sache auch versteifen (Fasern)?


Daher etwas B-Flocken für die Versteifung der Ecken und Kanten und sonnst ne dünne Matte (kostet nicht viel) mittels kleiner Streifen eingepinselt.
Mit B-Flocken im Harz pappt man die Flächenaufnahme bei 5m-Modellseglern in den Rumpf. DAS sollte halten

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Beitragvon Christoph » So 11 Apr, 2010 12:03

High Andreas,
ich habs bisher immer mit Montageschaum/Bauschaum gemacht. Vorteil: leicht, billig- Restmengen gehen eh kaputt. Eventuelles Nachdrücken beachten.
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Beitragvon Dreckbratze » So 11 Apr, 2010 12:44

geht auch am schnellsten :wink:
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