Sonnwend ist zwar schon wieder gut 2 Wochen zurück, aber trotz größtem Bemühen habe ich es nicht früher geschafft, ein paar Zeilen über das Sonnwendtreffen zu schreiben. Nun, da der Zeiger auf der Wetteruhr wieder auf Gewitter steht und ich weder am Moped basteln noch sonst irgendetwas zu erledigen habe, möchte ich es mir nicht nehmen lassen davon zu berichten und natyrlich auch ein paar Builders einzustellen (Urheberrechte liegen bei den jeweiligen FotografInnen).
Was das überhaupt ist? Ein kleines, aber feines Treffen, welches über das Enfield-Forum ausgeschrieben und von einem engagierten Enfield-Treiber veranstaltet wird! Die Örtlichkeit ist die nette Gegend um den Hochkönig/St. Ulrich am Pillersee und der ein oder andere hier im Forum kennt es ja bereits. Das Ereignis der Mittsommerwende war nicht nur für die alten Kelten ein besonderes Ereignis - am Sonnwenttreffen kann man (zumindest bei Schönwetter) teilhaben am Brauchtum der Region, da die Gipfel und Gebirgszüge mit zahlreichen Feuern erhellt werden.
Eines war von Anfagn an klar - es würde regnen am Wochenende vor Sonnwend ... was leider auch die Zahl der Teilnehmer etwas schrumpfen lies! Aus diesem Grund könnte man die Geschichte auch so beginnen:
Wir befinden uns im Jahre 2010 n. Chr. - ganz Tirol ist von Regen benetzt. Doch eine kleine Gruppe unbeugsamer Enfieldfahrer hört nicht auf dem Schlechtwetter Widerstand zu leisten ...
Guter Dinge und mit dem Wissen unterwegs sicherlich nass zu werden, fuhr ich Freitag Morgen bei trockenem, im Vergleich zum nachfolgenden Wochenende, schönem Wetter los in Richtung Pillersee. Leider musste ich den Sölkpass auslassen, den bereits am Gaberl (1.547 m Seehöhe) hatte ich mit meiner Ennie zu kämpfen. Ich hatte wenige Tage zuvor eine kleine Änderung am Vergaserstuzen vorgenommen und nun schien sie dummerweise zu mager zu laufen, ich aber keine größere Hauptdüse im Gepäck ... die lag zuhause im Trockenen *ganzvielschäm*!
In Radstadt an der Tankstelle traf ich dann einen 2rädrigen, der mir ankündigte, dass es in der Gegend rund um Zell am See bereits ordentlich regnen würde. In Bischofshofen hatte ich dann entschieden das Ganzkörperkondom überzuziehen und nicht auf die ersten Tropfen zu warten. Kaum war ich geschützt, ging es auch schon los mit den ersten Tropfen, die dann nach und nach in ordentlichen Regen übergingen ...
Den Wetterbericht kann ich an dieser Stelle beenden, denn bis zur Ankunft zuhause am Sonntag, blieb es so ... nein, eigentlich wurde es intensiver!
Nun will ich dem Geschwafel aber mal ein Bisschen Einhalt gebieten und ein paar Impressionen beifügen:
Ort des Geschehens mit Fuhrpark (unvollständig):
Die Plane die verhindert hat, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt:
Tolles rollendes Eigenheim, mit Schrauberunterstand vom lieben Didi:
Wurde auch gleich getestet:
... mit meinem Moped ... eh klar!
Bei so einem Wetter muss natürlich auch ein Feuerchen her:
Schließlich will man dem Wetter auch trotzen ...
... und wird dann irgendwann größenwahnsinnig!
Trotz dem feuchten Wetter war die Stimmung ungebrochen gut, das Essen schmackhaft und reichlich, das Bier immer kalt, der Kaffee immer kräftig!
Die Heimfahrt, was soll ich sagen - wieder im Kondom, der Sölkpass wieder nicht am Programm da gesperrt (aber wem erzähl ich das hier) und die einzigen trockenen Passagen waren die Tunnel und Zapfsäulen unterwegs.
Wie auch immer, es hat sich trotz unerwünschter Wetterbedingungen ausgezahlt die Fahrt zu machen und ich freue mich schon auf das nächste Jahr! Sollte es 2011 möglich sein die Feuer der Gipfel zu fotografizieren, werde ich dies tun und gerne hier (so erwünscht
Vorher werde ich dem allmächtigen Wettergott aber noch ein Rauchopfer bringen


