Dosenkaufentscheidung

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Dosenkaufentscheidung

Beitragvon ragman » Mi 28 Jul, 2010 12:41

Meine Frau ist kurz vor der Entscheidung, welches neue Auto sie sich kauft.

Renault Megane oder Kia ceed.

Sie findet den Renault gefühlsmäßig besser, für den Kia sprechen 7 Jahre Garantie (12 auf Durchrostung).

Der Renault hat längere Wartungsintervalle (alle 2 Jahre oder 30.000km), käme da also billiger, dafür hat er einen Zahnriemen, dessen Wechsel dann in ~6 Jahren rund 700,- kostet.

Der Kaufpreis wäre nahezu gleich, der Megane halt ein Vorführer.

Ich bin heute beide probegefahren, mir gefiel der Kia besser (Fahrwerk bequemer, Lenkung mehr Rückmeldung, normaler Schlüssel anstatt Steckkarte).

Kennt ihr das eine oder andere Auto und könnt dazu eure Meinung abgeben, so als Entscheidungshilfe?
Das beste Werkzeug ist ein Tand in eines tumben Toren Hand.
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Beitragvon Blechroller » Mi 28 Jul, 2010 12:48

Ab einer gewissen Größenordnung, also ab untere Mittelklasse habe ich die Röno immer als mit einem unguten Preisleistungsverhältnis versehen kennen gelernt. Sprich, wo man beim Kangoo und dergl. im Hinblick auf den Preis so manche Mangehalftigkeit noch hingenommen hat, würde man das bei einem Megane nicht mehr machen. Röno stattet seine Kisten grundsätzlich mit dem billigsten Plunder der Automobilzuibehörindustrie aus, was man ab einem dann doch vergleichsweise jungen Alter spürt. ICH tät mir keinen Mittelklasswagen der Firma antuen wollen, weiß aber nicht, ob das bei KIA besser ist.

Den Zahnriemen bekömmt man bei einer nicht vertragsgebunden Werkstatt in der Regel mindestens 1/3 billiger gewechselt. Und ob jetzt der Zahnriemen gewechselt werden muss oder beim KIA ein anderes lebenswichtiges Organteil, wird sich mutmaßlich gleich blieben.
DURCHrostungsgarantien sind ein gutes Marketing...
Die Garantiebedingungen bei dem KIA würde ich mir mal ganz genau anschauen. Da wird in der Regel alles was nur irgendwie verschleißen kann, ausgeschlossen sein. Ist dann meist nur eine Garantie auf Lenkrad und Schalthebelstange. Obwohl, ich hatte man einen Röno, bei dem das Lenkrad nach 5 Jahren aufgegeben hat 8)

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Lederfransen kann man sogar verchromen

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Beitragvon Robert » Mi 28 Jul, 2010 12:51

MIR ist ein Schlüssel mit Chip lieber als nur der Chip. Weil dann kann ich wenigstens die Tür aufsperren um die Elektronik wegen des verlorenen Chips zu tauschen...
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Beitragvon ragman » Mi 28 Jul, 2010 12:58

Blechroller hat geschrieben:Und ob jetzt der Zahnriemen gewechselt werden muss oder beim KIA ein anderes lebenswichtiges Organteil, wird sich mutmaßlich gleich blieben.


Beim Kia ist es eine Kette ... immerhin etwas, das ich aus der SR kenne :-) (lt. Händler kein Wechseln der Kette nötig.)
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Beitragvon GrafSpee » Mi 28 Jul, 2010 13:21

ragman hat geschrieben:
Blechroller hat geschrieben:Und ob jetzt der Zahnriemen gewechselt werden muss oder beim KIA ein anderes lebenswichtiges Organteil, wird sich mutmaßlich gleich blieben.


Beim Kia ist es eine Kette ... immerhin etwas, das ich aus der SR kenne :-) (lt. Händler kein Wechseln der Kette nötig.)


Was besonderes raten kann ich dir net.
Nur meine eigene Meinung: Nachdem ich den Renault Megane Scenic vom Markus repariere: NIEMALS ein Renault für mich. Eher lauf ich. An der Kiste (alter 11Jahre, km gut 100.000) wurde inzwischen vom Motor (Zylinderkopf inkl. Ventile) bis zur Karosserie (diverse Schweissarbeiten, riesige Rostlöcher in beiden Schwellern, innen keinerlei Hohlraumkonservierung) so ziemlich alles Generalüberholt. ZV, Motorsteuergerät, Stoßdämpfer, Klimaanlage, alles was gut und teuer ist war schonmal kaputt, alles vor dem 10. Lebensjahr. Leider hatten sie den Motor etwas vor dem Rost machen lassen (1500€) so das man entweder weiter reinsteckt oder verlustreich wegschmeisst.
Markus kauft sich übrigens auch nie wieder einen Renault.

Das mit den Steuerketten dachte Opel bei den kleinen dreizylindern im Corsa C übrigens auch....
Inzwischen haben die einen Wechselintervall von 60.000km und reissen gerne und viel ab der laufleistung. Hat mein Schwager ständig welche in der Werkstatt.

MFG Jens
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Die Franken wurden erschaffen,
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Beitragvon fleisspelz » Mi 28 Jul, 2010 14:40

Bitte sei mir nicht bös und nimm es nicht persönlich: das ist die Auswahl zwischen Teufel und Beelzebub
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Beitragvon Therion » Fr 30 Jul, 2010 16:36

Ein Arbeitskollege aus dem Waldviertel pendelt mit einem Ceed nach Wien. Ist sehr zufrieden mit dem Kia. In seiner Familie rennen schon mehr Kia, laut seiner Aussage hatte noch keiner irgendwelche Probleme.
Ich selber fahr seit 2005 einen Megane Bj.01. Bin auch sehr zufrieden damit, läßt sich einfach beschrauben und außer Verschleißteilen(Bremsscheiben, Spurgelenke), einem Türschloß und der Scheibenwaschpumpe waren noch keine Reparaturen nötig. Letztes Jahr hab ich den Zahnriemen,Flachriemen und Wasserpumpe in der Werlstatt wechseln lassen. Kosten 520€, davon 150€ Arbeitszeit um den Kurs stell ich mich nicht zwei Tage in die Werkstatt und machs selber.
Gekauft hab ich ihn mit 178.000 km, momentaner Stand 252.000.
Einen Renault würd ich persönlich aber wegen des gigantischen Wertverlustes nur gebraucht kaufen, da sind sie dann wirkliche Schnäppchen. Außerdem den Radio ausprobieren, hab noch nie einen komplizierteren zu bedienenden Radio in einem Auto gesehen, Austausch ist bei einem neuen Auto preislich und handwerklich nicht ohne.
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Beitragvon Nanno » Fr 30 Jul, 2010 18:04

Therion hat geschrieben:Außerdem den Radio ausprobieren, hab noch nie einen komplizierteren zu bedienenden Radio in einem Auto gesehen, Austausch ist bei einem neuen Auto preislich und handwerklich nicht ohne.


Meine iranischen Jungs sagen auch, wenn du da einfach einen nicht von Renault zugelassenen Radio einbaust, kann es leicht sein, dass IRGENDWAS in der Elektrik spinnt... (schon oft genug halb-live mitgekriegt)

Grysze
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Beitragvon porcus » Fr 30 Jul, 2010 21:21

Moin,

das Problem mit dem Radio kommt meist daher, dass das Radio seine Informationen auf dem Display des Bordcomputers ausgibt. Die Anzeige des Computers auf den Eingangsbildschirm (bei meiner Zitrone Datum und Uhrzeit) einstellen, Zündung aus und Radio rausbauen. Dann ist die Chance groß, dass es keine Probleme gibt. Bei mit hats jedenfalls geklappt.


Gruß

Alfred
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Beitragvon ragman » Fr 30 Jul, 2010 21:38

Es wude eine "gefühlsmäßige" Entscheidung getroffen ... der Megane ist es. Immerhin war mir der Verkäufer wesentlich sympathischer, hoffen wir das Beste.
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Beitragvon zündfix » So 01 Aug, 2010 10:06

Auch wenn es jetzt zu spät kommt und außerdem einen sterbenslangweiligen Standpunkt darstellt :

In unserer Familie fahren 2 Ford. Beide mit 2 Jahren auf dem Buckel für 50% der UVP gekauft. Ein Escort-Cabrio, 14 Jahre und 140`000 km alt, ein Mondeo Kombi, 12 Jahre und 240`000 km alt.

Von lächerlichem Kleinkkram abgesehen (Dichtung Benzineinfüllstutzen, Haarriß im Kühler der Servolenkung, eine festgegangene Bremsfaust hinten, Verdeckhydraulik inzwischen ohne Funktion, Kat-Halterung eingerissen (geschweißt)) war nix.

Aufgezählt wurden die Defekte beider Autos zusammen.

Der Escort fährt noch mit dem ersten Auspuff (ich weiß, daß mir das keiner glaubt), beide haben noch die ersten Stoßdämpfer und die ersten Antriebswellen. Beide haben noch keinen messbaren Ölverbrauch.

Hinzu kommt eine Ford-Werkstatt, die uns jedesmal positiv überrascht. Typisch schwäbisch, wenns noch gut ist, wird es repariert und nicht weggeworfen (zB der Auspuff am Escort).

Nach Citroen, Mercedes und VW, die mit Rost, Fahrwerksdefekten, hohen Werkstattkosten und schlechtem Service auffällig waren, ist der Ford eine echte Wohltat.

Einen Haken hat die Marke: Sie gilt als spießig, nicht prestigeträchtig und unkultig. Wegen mir darf das so bleiben.

So bekommt man die Dinger mit 2 Jahren und 15 bis 20`000 km für den halben Neupreis. Das Ersparte kann man dann ins Mopped stecken :-D .

M.f.G.,
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Beitragvon motorang » Fr 06 Aug, 2010 12:14

Wir haben jetzt mit dem Kangoo2 seit 1992 den fünften Renault (11, 19, Rapid, Clio2). Wirklich grobes weiß ich nicht zu berichten, die Kisten waren bis auf die aktuelle immer billig (2-3000 Euro) und haben viele viele km gehabt und gemacht, typisch mit 100.000 gekauft und mit deutlich über 200.000 verkauft. Einzige Grobschäden: 1 Getriebe (Ersatz vom Schrott um 350 oder so) und 1 Zahnriemenriss (selber schuld weil Intervall übersehen). Sonst nur üblicher Kleinkram und Verschleiss, nach 15 Jahren alt auch Schweller schweißen und mal neue Bremsleitungen.
Kangooradio hat gesponnen und wurde durch ein panasonisches ersetzt, der Bordcomputer ist mit dem Display im Tacho zufrieden.
Ach ja, am Kangoo bislang (2 Jahre, 30.000 km) 1x Klimakompressor (Gebrauchtgarantie) und 1x Servopumpe (elektrisch, 350,-).

Kann man kaufen, muss aber nicht.

Hätte auch mal Lust auf einen Ford, hatte zwei als Urlaubsautos ( je 2x Australien für 2 Monate).

Gryße
Andreas, der motorang
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Beitragvon ragman » Fr 06 Aug, 2010 13:29

Achja ... gestern wurde der Megane abgeholt. In der Familie gibt es auch einige überzeugte Renaultinhaber die allesamt zufrieden sind.

Naja, ein Montagsauto kann man bei jedem Hersteller erwischen, der Händler vor Ort ist vermutlich entscheidend ob daraus eine lockere sache oder eine Katastrophe wird.

Frau ist derzeit glücklich - was gäbe es wichtigeres :grin:
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Beitragvon Boxerfahrer » Mo 09 Aug, 2010 16:11

Moin!

GrafSpee hat geschrieben:
ragman hat geschrieben:
Blechroller hat geschrieben:t

Das mit den Steuerketten dachte Opel bei den kleinen dreizylindern im Corsa C übrigens auch....
Inzwischen haben die einen Wechselintervall von 60.000km und reissen gerne und viel ab der laufleistung. Hat mein Schwager ständig welche in der Werkstatt.

MFG Jens


So ein Käse....
Einen Wechselintervall haben die überhaupt nicht, und das reißen passiert so, wie bei jedem anderen und ist eine absolute Ausnahme.
Das Problem ist meist, das sie sich längen, und die Motoren dadurch lauter werden.
Meist tut es ein anderer Kettenspanner bzw. den Ersatz der Kette.....
Ich drück euch mal die Daumen mit dem Reanult.... :?
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Beitragvon Hubert » Mo 09 Aug, 2010 20:23

Da muß ich Dir wiedersprechen. Ob es einen Wechselintervall für die Ketten gibt glaube ich nicht. Fakt ist aber das es sehr viele Motorschäden durch übergesprungene, und gerissene Steuerketten beim 3Zylinder Opelmotor gibt. Diese Motoren sind bei über 100000km mit Vorsicht zu geniesen. Falls du Fotos wünscht kann ich die welche schicken. Mein Freund hat in seiner Werkstatt einige Reste dieser Motoren liegen. Es ist ratsam die Steuerkette mal zu wechseln. Ich selbst bin von Opelmotoren anderes gewöhnt, in den letzten zwanzig Jahren haben die bei mir fast immer die Karosse überlebt. Im Moment haben wir einen Zafira, 5 Jahre 160000km bis jetzt keinerlei Probleme und welch Wunder auch noch kein Rost in Sicht. Hubert
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