von hiha » Mo 06 Okt, 2014 12:01
Läppleinen ist ein besonders feinkörniges "Schleifpapier", das Schleifmittel ist z.B. Eisenoxid (hat also eine Körnung im Bereich von 10.000 oder so), ist oft Wasser- und Öllöslich gebunden, und ist u.A. deshalb für Bremsgeschichten eher unbrauchbar.
Der Bremskolben ist, sofern er original ist, entweder aus Stahl und hartverchromt, oder aus Alu und harteloxiert. In beiden Fällen ist Läppen der falsche Instandsetzungsvorgang, zumal man dafür einen Läppblock fürs Aussenläppen bräuchte, den man sich selber basteln muss. Entweder man kann die Dreckkrusten abkratzen, oder es ist Korrosion vorhanden, dann hat er Löcher, und für eine Reparatur müsste man was "draufläppen". (wofür man "Draufläpppaste braucht, die zu holen man als Lehrling an die Werkzeugausgabe geschickt wurde...)
Kolben sauber machen tu ich mit einem 1000er Schleifvlies, je nach Dreck auch mal einem Stück Holz und Petroleum. Die Zylinderbohrung im Sattel braucht eigentlich eine passende Honahle (keine FlexHone!). Bei der Verwendung von Schleifpapier kann schon was kaputt machen, so z.B. Kanten verrunden, die scharf sein sollten.
Edit schickt noch hinterher: Eine Läppahle ist ähnlich einer Honahle aufgebaut, nur dass bei Ersterer das Schleifmittel separat zugegeben wird, und nicht wie bei der Honahle im Schleifkörper gebunden ist.
Gruß
Hans