Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi

Di 07 Okt, 2014 07:16
Beim Betrachten von Thoeny's
Dingo Bildern ist mir aufgefallen, dass Er auf der Seitenwagenplattform auf dem HauptStänder steht. Bei
Motorang's Bildern Sind die Mopeds auf dem Hänger in die Federn gezogen.
Das errinnert mich wieder an eine Frage die ich schon immer mal von Fachleuten geklärt haben wollte.
Vor Urzeiten hatte ich mal gehört, dass wenn die Motorräder auf dem Hauptständer/ Seitenständer stehen, gewaltige Schläge in den Rahmen weiter geleitet werden und sich dadurch gerade bei zierlichem Rahmen, Dieser vorziehen könnte. Das klang für mich plausibel und seither habe ich die Motorräder immer in den Federn festgemacht.
Wie seht Ihr die Sache? Oder ist es eine Glaubensfrage?
Urban
Di 07 Okt, 2014 07:29
Ich glaube, dass eine Hauptrolle bei dieser Entscheidung die Frage ist, ob der Anhänger dir gehört bzw. es dir egal sein darf, wie stark der Anhängerboden durch den Ständerfuß beschädigt werden darf. Das drückt sich nämlich ganz schön ein.
Der Rest sind eher praktische Überlegungen. Wenn der Hänger Haltebügel für das Vorderrad hat, geht fast nur senkrecht. Ist es ein unspezieller Hänger mit Bordwand, dann tust du dir am Seitenständer leichter. Und du must das Motorrad sowieso immer kräftig niederspannen, wodurch speziell bei Enduros der Ständer dann zu lange sein kann und die Maschine sich auf die andere Seite zu neigen beginnt. Wenn letzteres während der Fahrt passiert, weil du über ein Hupferl fährst und die Maschine in die Federn geht, können die Spanngurte kurz ihre Spannung verlieren und sich schlimmstenfalls aushaken.
Alles schon ausprobiert, mehr oder weniger ...
Di 07 Okt, 2014 08:40
Ich hab meine Moppeds schon immer in die Federn gezogen. Nur bei längerer Standzeit die Gurte etwas entspannen.
Hält bei 180km/h genauso wie bei flotter alpiner Kurvenfahrt oder Vollbremsung.
Ich bleib da auch dabei...
MfG Jens
Di 07 Okt, 2014 08:57
Der sichere Stand ist das Hauptkriterium. Die schiere Gewalt der Ratschengurte das zweite.
Wenn Du ein Motorrad auf den Ständer stellst und dann sowohl vorne, als auch hinten am Rahmen Ratschengurte einhängst, dann ziehst Du so einen Rahmen damit krumm, oder beschädigst die Ständeraufnahme, je nach dem was zuerst aufgibt, und das bereits im Stand, bevor Du losfährst.
Das gleiche gilt etwas weniger schlimm, aber dennoch für Motorräder, die am Seitenständer stehen, und dann festgezurrt werden.
Ich gehe so vor:
1. ich verwende nur Gurtschlaufen. Am liebsten sind mir ungetrennte einteilige Gurte oder Gurte mit einem Karabiner am Ende, statt eines offenen Hakens. Wenn ich einen Gurt habe, der mit offenen Haken an den Enden ausgestattet ist, dann hänge ich die beiden Endhaken ineinander. Damit verhindere ich ein eventuelles Aushaken des Gurtes beim Überfahren von starken Bodenwellen
2. Ich schiebe das Motorrad bis zu einem vorderen Anschlag für das Vorderrad. Das muss keine Schiene sein, eine Bordwand genügt.
3. Falls ich einen Helfer habe, bitte ich diesen, sich auf das Motorrad zu setzen, solange ich brauche, um es zu verzurren. In dem Fall steht das Motorrad senkrecht beim Einfädeln der Gurte. Wenn ich alleine bin stelle ich das Motorrad auf dem Seitenständer ab, sobald das Vorderrad am Anschlagpunkt ansteht
4. Ich fädle einen Gurt bevorzugt über die untere Gabelbrücke. Ein stabiler rahmenfester Sturzbügel ist auch eine Option. In Ausnahmefällen, wenn alles andere nicht geht der Bereich des Lenkers innen, in der Gegend der Lenkerklemmen
5. Bei Alleinverladung wird der seitenständerseitige Gurt vorne zuerst eingefädelt und gespannt. Darauf achten, dass das Gurtschloss genügend Entfernung zum Zurrpunkt am Hänger und zum Einhängepunkt am Motorrad hat. Ich ziehe das Motorrad, das auf dem Seitenständer steht noch nicht in die Feder, sondern höre genau an dem Punkt auf, den Gurt zu spannen, an dem die Feder ihre Arbeit aufnimmt.
6. Ich fädle auf der anderen Seite vorne ebenfalls einen Gurt ein und ziehe so lange am Motorrad nach rechts, bis der Seitenständer einklappt und verspanne das Motorrad mit dem rechten Gurt. Jetzt beginne ich, so lange abwechselnd beide Gurtratschen zu betätigen, bis das Motorrad möglichst aufrecht steht und die Vordergabel maximal eingefedert ist, oder ganz knapp davor. Wenn ich einen Helfer habe, der auf dem Motorrad sitzt gehe ich im Prinzip genauso vor, es geht nur einen Tick schneller.
7. Ich suche mir am Fahrzeugheck auf jeder Seite eine Stelle am Rahmen in der Nähe des oberen Federbeinanschlages und ziehe je einen Gurt durch, mit dem ich das Fahrzeug auch hinten in die Federn ziehe. Hinten ziehe ich aber nicht mehr so stark, wie ich es vorne getan habe. Höchstens den halben Federweg.
Auf diese Weise verspannt steht das Fahrzeug sicher, ohne einen Schaden am Rahmen, der Ständeraufnahme oder dem Lenker zu verursachen.
Di 07 Okt, 2014 11:09
Hömpf - alles falsch gemacht. Na, die 25 km hin und retour übersteht er jetzt auch noch. Und so dolle haben wir ihn nicht verzurrt.
Di 07 Okt, 2014 14:25
Und bitte bitte niemals nie diese merkwürdigen schlaufen benutzen die an den lenkerenden angreifen.
So ein lenker knickt bei entsprechender Belastung gerne auch mal ein.
Hab ich schon gesehen!
Ich hab auch schon gesehen wie einer seine Harley nur mit so schleifen gesichert (also zweipunktbefestigt) Nach Italien fahren wollte.
Die Kombination beider Ereignisse musste ich zum Glück noch nie sehen.
Wenn es nicht anders geht und der Lenker zur befestigung genommen werden muss, dann so wie der Justus schrub.
Ach ja.. zur Ausgangsfrage.
Ich stell sie immer auf die Räder.
Di 07 Okt, 2014 15:01
Und bitte bitte niemals nie diese merkwürdigen schlaufen benutzen die an den lenkerenden angreifen.
So ein lenker knickt bei entsprechender Belastung gerne auch mal ein.
Hmmm, dann hab ich das also schon dutzende Male falsch gemacht?
Meine Lenker haben sich dabei, auch bei Vollbremsungen noch nie verbogen.

Ich benutze übrigens immer so eine Tansportwippe für das Vorderrad. und spanne an 4-6 Punkten ab.
Gruß Norbert
Di 07 Okt, 2014 15:21
normalerweise benutze ich nie den ständer und ziehe die gurte immer an der unteren gabelbrücke runter. beim worscht fehlte mir aber der vordere anschlag für´s rad, da erschien es mir sicherer auf dem ständer, zumal die verzurrpunkte links / rechts auf der plattform nicht so weit auseinander liegen.
mal gucken, vielleicht änder ich´s noch. gehalten hat der dingo aber bombig.
Di 07 Okt, 2014 15:44
Ich zieh die Moppeds immer in die Federung, bei vorderem Anschlag (Bügel oder Bordkante) und Reifenschiene.
Vorteil: auch wenn sich die Gurte unterwegs ein wenig lockern sollten (was bei Regen vorkommen kann) dann wird das sicher durch die ein wenig ausfedernde Federung kompensiert. Ich kontrollier zwar immer ein paar km nach Abfahrt ob die Gurte gut sitzen, aber zum Nachspannen ist da nie was. Eher dass sich was zurechtruckelt und ein Gurt plötzlich wo scheuern könnte. Als Beilage haben sich Stücke ausgemusterter Feuerwehrschläuche bewährt, die kann man drauffädeln, oder Reste von LKW-Plane, Ortliebsäcken und dergleichen.
Zusätzlich binde ich das Vorderrad am vorderen Anschlag fest.
Einhängerei erfolgt vorne mit Gurtschlaufen an die Gabelholme oberhalb der unteren Gabelbrücke oder INNEN am Lenker bzw an den Risern (wenn stabil genug).
Einhängerei erfolgt hinten idealerweise (Twinshock) an den oberen Federbeinbefestigungen.
Gurte: Ratschengurte mit Haken. Das KANN nicht so weit federn dass sich da was aushängt. Es kann aber beim Verladen einfacher sein mit Karabinern zu arbeiten.
Vom Festzurren aufgebockter Moppeds halte ich nicht viel weil da garnix elastisch ist. Wenn irgendwas ein wenig nachgibt wird sofort der Gurt locker (Regen/Gurtmaterial oder Delle im Anhängerboden) mit unschönen möglichen Folgen, oder irgendwas verbiegt sich eben.
Das einzige Mal wo ich fast ein Motorrad vom Hänger verloren hatte: keine Radschienen und am Ständer transportiert. Dann noch hinten nur EIN Gurt quer drüber. Das Mopped ist zur Seite gehoppelt und hat sich fast unter dem Gurt hingelegt auf dem Anhänger ... ist aber schon reichlich 20 Jahre her und war sehr heilsam.
Deswegen mag ich auch die Arretierungen nicht, die zwischen Vorderrad und Gabelbrücke gesteckt werden bei Crossmoppedtransporten.
Eine Moppedfederung muss das aushalten dass sie mal bis fast auf Anschlag eingefedert wird.
Das ganze ist umso kritischer je größer die Ladegutmasse ist. So ein Dingo geht wahrscheinlich auch mit Zwirn sicher zu befestigen.
Gryße!
Andreas, der motorang
Di 07 Okt, 2014 15:53
Dito!
Freistehend und immer ganz in die Federn! 4 Gurte pro Moped!
Hat immer gepasst!
Di 07 Okt, 2014 16:28
motorang hat geschrieben:
Das ganze ist umso kritischer je größer die Ladegutmasse ist. So ein Dingo geht wahrscheinlich auch mit Zwirn sicher zu befestigen.
Gryße!
Andreas, der motorang
Der wiegt ja nur 45 Kilole ...
Di 07 Okt, 2014 19:42
Thoeny hat geschrieben:[ Kilole ...
Wos'n des?
Die verniedlichung von Kilos?
Der Traum aller Diatisten kwasi

... *schulligung*
Di 07 Okt, 2014 20:13
kahlgryndiger hat geschrieben:Thoeny hat geschrieben:[ Kilole ...
Wos'n des?
Die verniedlichung von Kilos?
Der Traum aller Diatisten kwasi

... *schulligung*
Das ist Einheit zwischen Deciliter und Hectopascal.
Mi 08 Okt, 2014 07:45
Thoeny hat geschrieben:Der wiegt ja nur 45 Kilole ...
das ist ja mal ein anständiges Fahrzeuggewicht
Mi 08 Okt, 2014 14:32
Uwe Steinbrecher hat geschrieben:Ich stell sie immer auf die Räder.
Eben. Und dann in die Federn.
Meine erste SRX mußte ich mal innem Viehanhänger fixieren, da war fast nix zum Binden und so mußt ich sie aufm Seitenständer fixieren.
Zuhause war der Seitenständer ein Halbmond.
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