Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi

Fr 12 Aug, 2016 13:30
Huhu!
Einer der Blechschwimmer meiner XS 650 ist undicht.
Ich habe schon neue verbaut aber vielleicht kann ich den erst vier Jahre alten wieder reparieren, auch weil die Dinger inzwischen 20 Euro pro Stück kosten
und Ersatz auf Lager schadet nie.
1.)
Wie bekomme ich den Sprit aus dem Schwimmer?
2.)
Kann ich einfach die Löcher zulöten, so mit haushaltsüblichem Lötkolben und Lot
Danke für Tipps, Hinweise, Bevormundungen, Kritik, Häme, Lustiges, Nutzloses oder Nützliches
Fr 12 Aug, 2016 13:45
High,
undichte Stelle nach unten und in heißes Wasser tauchen. Die sich ausdehnende Luft im Schwimmer drückt den Sprit raus.
Ich habe die meist mit ganz normalen Lötzinn (Elektroniklötzinn hat eventuell einen etwas niedrigeren Schmelzpunkt) und möglichst starken Lötkolben gelöted, damits schnell geht und nicht alles auseinander fällt. Falls es mit Lötfett nicht ausreichend fließt nehm ich frevelhafterweise auch gerne Lötwasser (Zinkblechstückchen in Salzsäure gelöst bis zur Sättigung)
Christoph
Fr 12 Aug, 2016 14:01
Wir hatten das Problem mal in Rumänien, Freund Jochen weiß sicherlich noch, bis wieviel er zählen musste, bis die Schwimmerkammer überläuft...

Er ist so ca 200 km mit Benzinhahn auf - Benzinhahn zu bis sie stottert - Benzinhahn auf - usw. gefahren, bis es ihn so arg genervt hat, das er die Vergaser ausgebaut hat. Was nicht funktioniert: Mit Feuerzeug oder anderer Wärmequelle die Schwimmer erhitzen. Das stinkt nur nach Sprit und innen drin plätschert es weiter munter. Wir haben dann schweren Herzens ein größeres Loch gemacht... Nach der Trockenlegung mit Knet-Metall geflickt. Trotz potentieller Unwucht des Schwimmers hat das erstaunlich lange gehalten, ich meine sogar mehrere Jahre. Aber Löten ist wohl der richtigere Weg...
Fr 12 Aug, 2016 17:40
hatte ich auch mal an der TS/1
Christoph hat geschrieben:...... undichte Stelle nach unten und in heißes Wasser tauchen. Die sich ausdehnende Luft im Schwimmer drückt den Sprit raus....
hab halt gegenüber dem Riss ein 2mm Loch reingebohrt und den Sprit wie bei Ostereier auspusten rausgeblasen
anschliessend den Riss und Hilfsloch mit Elektroniklot und Lötwasser zumachen
ging problemlos
Lötwasser ist Säure haltig und sollte man gleich mit Spüliwasser abwaschen
Fr 12 Aug, 2016 17:46
Ahh Danke!
Einen kräftigen Lötkolben und E.-Zinn hab ich eh da.
Dann geh ich mal auf die Suche nach dem Loch
Mo 15 Aug, 2016 17:28
schwimmer in heisses wasser tauchen und gucken, wo bläschen rauskommen.
Mo 15 Aug, 2016 17:49
der Riss ist meisst am Ansatz der Haltelasche
Mo 15 Aug, 2016 23:01
Bei Keihinschwimmern nicht, die haben dünne Stellen vom Tiefziehen, oder gammeln ganz unten durch.
16W Lötkolben reicht, 30W halte ich für reichlich. Metallisch blank machen ist wichtig, das Benzin dringt über die Jahre ziemlich tief in das Material ein, und verhindert die Lötbarkeit.
Elektroniklot geht zwar, ist aber schwierig, weils keinen Schmelzbereich, sondern einen -punkt hat. Man kanns nur schwer hinmodellieren. Karosserielot wäre da besser, das hat man aber meist nicht zur Hand.
Gruß
und gutes Gelingen,
Hans
Di 16 Aug, 2016 05:29
Danke für Eure Hilfe.
Ich habe den Schwimmer unter Wasser gehalten aber nix blubberte.
Da Loch muss SEHR klein sein.
Zwei kleine Löchers gebohrt, damit ich die Soße ausblasen konnte
.
Das mit dem Elektrolötzinn stimmt, es ist schwer das Zeuch zu verstreichen also zu modellieren.
Jetzt taucht der Schwimmer über Nacht in einem bedeckelten Wasserglas als Dichtheitstest.
Wenn er dicht ist, wird gewogen, ob das Schwimmerpaar gleich schwer ist.
Di 16 Aug, 2016 05:44
Unterwasser alleine reicht nicht, Du musst entweder Temperatur, oder Druckunterschiede, oder Beides wirken lassen... Petroleum oder Benzin wäre als Testflüssigkeit vielleicht geeigneter.
Gruß und Daumendruck,
Hans
Sa 20 Aug, 2016 07:18
HEISSES wasser. dann erwärmt sich die luft im schwimmer und entweicht durchs leck.
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