Die Electra nervt ...

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Die Electra nervt ...

Beitragvon koarrl » Do 10 Okt, 2013 09:51

Tante Enfield macht neuerdings ein "klick-klick-klick"-Geräusch vom Nervigsten. Unlokalisierbar.
Nein, keine Ventilspielsache, und auch keine schlabbernde Primärkette.
Möglicherweise wiedermal vom nachlässigen und zuwenig-Ölnachfüllen verursacht...?
Das Geräusch wird lauter mit steigender Motortemperatur und dürfte nicht wirklich letal wirken, sie läuft so seit gut 500km.
Gelegentlich macht sie auch ein vernehmliches "quiek-quiek" bei Standgas. Befremdlich.

Zur Therapie:
(1) satt Öl nachfüllen, Ventilsteuerung extrastraff eingestellt -> bringt garnix
(2) Umsteigen auf KTM, erstmal entspannen
(3) Ursachenforschung (nicht vor WoEnd):
Pleuellager und kippenden Kolben schließ ich mal aus, werde daher - erstmal den rechten Deckel (also den mit Ölfilter und Pumpen) runterzupfen.
Erwarte eigentlich ein Problem mit den Nockenzahnrädern/Tassenstößeln und/oder deren Führung bzw. Lagerung.
Das Gequieke klingt wie eine zeitweise trocken laufende Anlaufscheibe - kann eigentlich an der Stelle nicht sein, dort müßte immer reichlich Öl blubbern.
Es quiekt (manchmal nur, dann aber) synchron mit dem Geklicke. Seltsam, fürwahr.
Der Dekompressor ist ein eigenes Thema, hat hiermit offenbar nix zu tun (ziehen bei laufendem Motor -macht "pfffrtz"- aber das Klicken bleibt)

Hat jemand von der Inderinnentreiberfraktion hier weiterführende Tipps?
Dachte, den "Hellectra"-Murl langsam zu kennen, aber immer wieder gibts Yberraschungen. Und es ist noch viiiiel Zeit bis zum TT :-)

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Re: Die Electra nervt ...

Beitragvon Dreckbratze » Do 10 Okt, 2013 16:35

bei der guzzi habe ich mir mal den wolf gesucht nach einem lästigen gequietsche. abhilfe schaffte dann ein tröpfchen öl auf den schmierfilz des zündnockens :oops:
aber die elektra hat nix derartiges mehr, oder?
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Re: Die Electra nervt ...

Beitragvon Uwe Steinbrecher » Do 10 Okt, 2013 17:33

koarrl hat geschrieben:Tante Enfield macht neuerdings ein "klick-klick-klick"-Geräusch vom Nervigsten. Unlokalisierbar.

bist du sicher dass das Geräusch wirklich vom Motor kommt?
Nicht dass sich in der Peripherie etas gelöst hat und durch die Erschütterungen des Motors rhythmisch klopft oder eben auch mal metallisch Quitscht.
Was macht denn dein Ticken oder Quitschen wenn die kiste so richtig nass wird? Wenns dann weg ist oder deutlich leiser ist es bestimmt nicht der Motor.
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Gerettet?! (war: Die Electra nervt ...)

Beitragvon koarrl » Fr 11 Okt, 2013 09:06

@ achim: nöö, die hat schon vollelegdronische Zyndung mit induktivem Geber im Kupplungsgehäuse. Wenigstens das geht immer.
(_das_ Quietschgeräusch kenn ich von den Jawas :-)

@ uwe st.: schön wärs, aber ich fyrchte, diesmal wirds eine Zerlegung werden.
Peripheriegeraffel ist fix, Geräusch kömmt sicher von innen. Solang das Kurbelgehäuse zusammen bleiben kann bzw. der Motor im Rahmen,
bleibt es eine entspannte Wochenendbastelei. Blöd nur, daß genau jetzt das Siffwetter anfängt und die fette KTM keine Heidenau-Silicas verträgt.

Irgendwas mit der Tassenstößelbetätigung wirds wohl sein oder vielleicht sogar nur ein Dreckseffekt der merkwyrdigen Electra-Deko-Konstruktion.
Der fliegt sofort ersatzlos raus, wenn er spinnt.
-----------
edith, Stand Mittwochmorgen: Öl abgelassen, Ventiltriebs-Deckel runter.
Im Öl fanden sich nur übliche schwarze Schwebstoffe (die machen unputzbare Flecken ins Sonntags-T-Shirt, Leute!). Aber keine Späne, juchu.
Ventylsteuerung: ahaa... die Einlaßnocke ist ein paar mm höher montiert und reibt bei Ölmangel zuerst an. Schon eine neue beim Hitchcock geordert.
Die Lärmerey kam ganz typisch daher. Der zugehörige Einlaß-Tassenstößel oberflächenglatt wie ein Babypopo, Fläche leicht konkav genudelt.
Der Auslaß-Stößel sieht aber auch net anders aus, und da die Tassenflächen breiter als die Nocken sind, wundert mich das auch nicht.
Stößelführungen gottlob in Ordnung. Und die seltsame Feinjustierung per Exzenterhülsen (radialer Abstand der Zahnräder) gehört sowieso neu gemacht.

Wartend auf das Packerl aus England und guter Dinge,

koarrl

P.S. Wiedermal zeigt sich: Zuviel Öl macht Sauerey, zuwenig macht Arbeit. Der optimale Bereich bei der Electra hat eine negative Breite - das paßt stilistisch zum negativen Ventilspiel :-)
Für Neueinsteiger: Solange die Mühle überschüssiges Öl ausspuckt, ist wahrscheinlich genug drin. Spuckt sie irgendwann nicht mehr, nicht freuen, sondern NACHFÜLLEN!!
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Gewürgs, prolongiert, und das auch noch im Nebel!

Beitragvon koarrl » Do 24 Okt, 2013 09:58

Nachdem die Hitchcockleute eine unpassende Nocke gesendet, auf höfliche Rückfrage aber sehr korrekt reagiert haben,
ist nun wieder Warten auf die englischen Postschnecken angesagt.

Dieweil die Reserve-KTM im nebelfeuchten Wetter mit der üblichen TPS-Sensor/Standgasproblematik ihren Besitzer zu weiteren
Akronymfindungen motiviert:

Keiner Tritt Mehr.
Kauf Teuren Mist.
Kein Tolles Mopped.
Kacke Trotz Marketing.
Kranker Technischer Murks.
etc.

Höchste Zeit, die E-Velosolex fertigzubasteln. Zum Glück ist noch viiiel Zeit bis zum TT2014 :-)
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Re: Die Electra nervt ...

Beitragvon maxxxmax » Do 24 Okt, 2013 10:20

Armer Koarrl!
Motorradfahren ist die wildeste Spielart einer friedlichen Seele.
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Re: Die Electra nervt ...

Beitragvon koarrl » Do 24 Okt, 2013 10:25

Net sudern, hat der Gusenbauer gesagt.
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Re: Die Electra nervt ...

Beitragvon Nanno » Do 24 Okt, 2013 10:42

Und was hats dem Dumbo gebracht ? Eben. :-D
(Bissi sudern muss schon erlaubt sein)
Frei ist, wer frei denkt.

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Blog:http://greasygreg.blogspot.com/
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Ursache und Heilung des schleichenden Nockenverlustes

Beitragvon koarrl » Mi 30 Okt, 2013 10:37

Beim 2. Anlauf hat Hitchcock die richtige Nocke geliefert... das verwackelte Händybild zeigt: links=alt, rechts=neu, auf derselben Achse aufgefädelt.

Bild

Die Gemeinheit ist, daß bei Ölmangel sich das Nockenprofyl schleichend gegen kreisrund verändert.
Langsamer, unerklärbarer Leistungsverlust (eh wurscht), aber irgendwann wird das Geklacker unerträglich... dann wird eben wieder gebastelt.
Hmm.

edith am 31.10.:
Ausgebastelt, nun läuft sie wieder!
Wer 2 Anlaufscheiben (+0,2mm) dazufädelt, um das zu erwartende Geschepper zu verkleinern, sollte VOR dem Öleinfüllen checken, ob sich der Murl noch dreht.
Ansunsten: fluchen, Öl ablassen, nochmal aufmachen, etc. .. die Axialluft der Nockenräder wird nämlich durch das Zusammenpressen der Dichtung ziemlich gen 0 verändert.
Das eine gutgemeinte Zehntel ist genau der Wert, der freies Drehen und komplettes Steckenbleiben unterscheidet. Man lernt nie aus.
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