Ein Kupferwurm-Gschichtl zur allgemeinen Erbauung:
Tante Enfield hat letztens gezickt - immer, wenn's salznasse Fahrbahn gab, begann die Zyndung zu spucken und zu ruckeln.
Die Krönung war dann die Fehlzyndung grubberg-abwärts, die den rostgeschädigten Endtopf nachhaltig demontiert hat.
Nach längerem Kopfkratzen nun die Erklärung (heute morgen verifiziert).
Die Electra hat ein elektronisches Zyndkastl, das 12V Gleichspannung braucht. India Nippon, untadelig gemacht.
Versorgung verläuft: Akku-15A_Sicherung-indisches Kabel-Zyndschloß-Killswitch-indisches Kabel-10A_Sicherung-wasserdichter Stecker am Blitzkastl.
Trotz aller Verdachtsmomente war das nicht das Problem. Die Masseverbindung der Blitzbox ist detto indisch, aber seriös.
Die Verbindung zum Zyndübertrager: indisches Kabel, aber auch seriös gemacht. O Wunder.
Aber dann:
Der Seitenständer-Kontakt schließt, wenn Ständer ausgeklappt.
D.h. der Killswitch trennt die Blytzbox von der Versorgung, wohingegen der Sicherheitskontakt auf 2 extra inputs der Blytzbox führt,
deren ohmsche Verbindung den Funken abwyrgen sollen tut.
Natürlich liegt der Seitenständerkontakt am tiefsten versifftesten Punkt des Vehikels, und der zugehörige Steckkontakt an der Box
ist NICHT wasserdicht. Wie es aussieht, kann nun eine Salzwasser-Kriechstrecke parallel zum Sicherheitskontakt den Funken graduell
schwächen, was erstmal Fehlzyndungen und schlimmerenfalls Totalausfall im nassen kalten Dunkel Neulengbachs bedeutet.
Absteigen, abtropfen, warten, weiterfahren war eine Lösung, die mir aber nicht gefiel, da immer nur gut für 5km.
Heute, angesichts von Salzmatsch und dem Bedarf, ins Byro zu gelangen:
Ständerkontakt abgesteckt, Steckkontakt an Blytzbox zugeklebt. Solide Unterbrechung also.
Und es gelang, sogar die leidige Auspuffknallerei beim Gaswegnehmen kam heute kaum noch vor.
( = The End = )

