Welches Dichtmittel?

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Welches Dichtmittel?

Beitragvon fleisspelz » So 30 Aug, 2015 16:04

Bild

So sieht der Tank der Gran Canyon von unten aus.
Bei meinem Modell tropft seit dem ersten Tag der im Bild untere Anschluss (das Bild stammt von einem anderen Mopped)

Im Tank ist werksseitig ein Messing-Innengewinde ein(-vulkanisiert?) (-gegossen?) (-geklebt?).
In dieses wird eine Messinghülse mit einem Aussen- und einem Innengewinde eingeschraubt, die einen Benzinfilter im Tank hält. In die Messinghülse wird ein CPC-Verbinder, in meinem Fall aus Kunststoff eingeschraubt. So eine:

Bild

Am Benzinschlauchende ist dann das Gegenstück dazu befestigt.

Jetzt meine Frage:
Der Vorbesitzer hatte die beiden Gewinde, also zwischen CPC Anschluss und Benzinfilterhülse und zwischen Benzinfilterhülse und Tank-Innengewinde, versucht mit Teflonband azudichten, was offensichtlich nicht funktioniert - oder zumindest ihm nicht geglückt ist.

Welches ist das richtige Dichtmittel?
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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon Shikamaru » So 30 Aug, 2015 16:13

Angeblich soll der klassische Hanf mit Dichtmittel praktisch alles abdichten.
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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon Michael » So 30 Aug, 2015 20:56

Ich würde alles soweit möglich zerlegen, reinigen und dann mit sehr schneller Hand mit einem guten Sekundenkleber für immer und ewig zukleben.
Bitter wird es allerdings, wenn die sich im Tank befindliche Gewinde-Hülse leckt. :ugly:

Im RUBO-Forum käme jetzt der Ist Sekundenkleber benzinbeständig?-Superfred, der in der "Heilanstalt" landet. :omg:

Und, nein, ich mag keine Kunststofftanks. ;-) :ugly: :smt009


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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon Shikamaru » Mo 31 Aug, 2015 04:40

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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon Arne » Mo 31 Aug, 2015 07:31

Michael hat geschrieben:Im RUBO-Forum käme jetzt der Ist Sekundenkleber benzinbeständig?-Superfred, der in der "Heilanstalt" landet. :omg:

Da die meisten dort eh nur Stehzeug haben ist das ja eh alles rein Theoretisch und von Philosophischer Natur. :-D
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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon LeMansII » Mo 31 Aug, 2015 10:12

Ueber die Benzinbeständigkeit würde ich mir bei dem Cyanacrylmist weniger Gedanken machen als ueber seine Haftfähigkeit. Je nachdem aus was der Verbinder besteht (PP oder PE) wird das nix. Auch ist Sekundenkleber nicht auf Dauer wasser-resistent. Vielleicht besser ein Rohrdicht wie das hier probieren. Aber das Zeug kann auch Kunststoffe angreifen.

Ich glaube nur Versuch macht auf Dauer kluch! Hanf würde mich übrigens wundern, dichtet der doch eigentlich nur verlaesslich ab wenn er dank Wasser in der Leitung quillen darf...
Gruß,
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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon Boscho » Mo 31 Aug, 2015 10:42

Es gibt Sekundenkleber, bei denen ein zuvor aufzubringender Aktivator dafür sorgt, dass die auch mit Kunststoffen widerspenstigerer Klebbarkeit zu Streich kommen. Ein solches Produkt scheint mir hier angeraten, zugrunde gelegt man wollte den Sekundenkleberversuch wagen.

Ich würde wollen mögen, weil's der meisterliche Michael anraten tat... ;)
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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon fleisspelz » Mo 31 Aug, 2015 14:02

Boscho hat geschrieben:...
Ich würde wollen mögen, weil's der meisterliche Michael anraten tat... ;)


Ich hatte telefonisch noch zwei weitere meisterliche Ratschläge eingeholt:

hiha hat geschrieben:... irgendwas benzinfestes von Loctite

S&T hat geschrieben:... ich würde erst Mal einer dauerelastischen Pampe, die man eigentlich sonst nirgendwo haben will eine Chance geben. Hylomar oder so....


Ich habe mich zu der folgenden Vorgehensweise entschlossen:

Versuch 1: Hylomar. Weil wenn es nicht hinhaut, kann ich die Verbindung wieder lösen und den Gatsch wegputzen
Versuch 2: Loctite, weil das Zeug gibt es als Gewindedichtung "Loctite 5776" in niedrigfest. Auch hier ist säubern und neu versuchen eine Option, wenn es nicht dicht wird
Versuch 3: Sekundenkleber wie von Michael beschrieben

Nach dem ersten Versuch habe ich dann beschlossen, zusätzlich eine Wurst aus Zweikomponenten-Knet-Epoxy um den Tankanschluss zu batzen, falls der Messingring im Tank selbst nicht mehr dicht wäre. So hab ich dann getan und über Nacht aushärten lassen. Bislang - auch nach Proberunde - keine Flecken mehr unter dem Mopped und keine feuchte Stelle am Tank unten

Danke für's mithirnen. Wenn ich hier nicht mehr weiter schreibe, heisst das es blieb auch dicht. Falls sich da was ändert werde ich berichten
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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon Färt » Mo 31 Aug, 2015 16:57

.....deine Vorgehensweise steht ja schon fest, ich geb aber trotzdem noch meinen Senf dazu....zum dichten kann ich nix sagen, aber zum kleben.

Nachdem die Triumph T400 auch ein Kuststofffass hat und manchmal bei den eingegossenen Muttern für die Verkleidung an inkontinenz leidet, hab ich mich gezwungenermasen damit befassen müssen. Der Kleber der Wahl ist dieser hier. Der hält den Tank bei mir persönlich bekannten leuten schon jahrelang dicht.

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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon Nanno » Mo 31 Aug, 2015 21:02

Ganz kurz, weil nur Telefon: stabilit Express ist super. Auf ca 50 Grad anwärmen und mind. 24h durchhärzen lassen. Besser 72h.

LG aus Prag
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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon hiha » Mi 02 Sep, 2015 14:18

"Stabilit express" ist einer der polarisierendsten Klebstoffe die ich kenne.(Polarisierend nicht im technischen Sinn...)
Ich gehöre zu den 50%, die diesem unsäglichen Kitt noch nie was abgewinnen konnten, weshalb ich abraten muss. Allerdings kann man ihn ganz leicht von jeder Oberfläche abkratzen, er verbindet sich mit nix, ausser Plexiglas, weil er PMMA basiert ist. Und die Orthopäden kleben ihre Hüftgelenke mit einem solchen Derivat ein. Damit sie es im Zweifelsfall leicht wieder raus kriegen..

Italienische Tanks sind gern mal aus PA (Polyamid), was sehr gut mit Ameisensäure zu kleben ist. Das hält dann auch die Messingbuchsen dicht. Bei anderen Kunststoffen geht das nicht, da muss ich passen.

Gruß
Hans
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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon Färt » Mi 02 Sep, 2015 20:42

Ich kann mit der unsäglichen "Markenfobie" nix anfangen.

Ich hab den Stabilit-Kleber empfohlen, nicht weil ich irgendwie Markengehörig bin oder weil ich das irgendwo gegockelt hab, sondern weil ich schon mehrere Tanks gesehen hab bei denen man Gewindebuchsen eingeklebt hat, oder kleine Löcher damit zugeklebt hat und die Tanks sind nach mehreren Jahren immer noch dicht.
Und Hans, wenn Du zum nächsten Tiger-Stammtisch mitkommst kannst so einen Tank beaugapfeln :wink:

Zugegeben, aus eigenen Erfahrungen heraus hätte ich den UHU-plus-endfest empfehlen müssen, weil ich mit dem schon sehr viel geklebt hab und nach-wie-vor begeistert bin, aber mit dem hab ich halt noch keinen Tank geklebt, die Erfahrungen sind mit dem Stabilit, darum auch die Empfehlung.

Gute Nacht
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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon hiha » Do 03 Sep, 2015 06:34

Färt hat geschrieben:Ich kann mit der unsäglichen "Markenfobie" nix anfangen.


Tschuldigens, aber des is keine Markenfobie, weil mir die marke 1. wurscht ist, und weil 2. das eh der einzige mir bekannte PMMA-basierende Kleber ist. Ich hab meine Abneigung aus den Zeiten, wo ich noch Modellbau betrieben hab. Ausserdem hab ich nix gegen Deinen Beitrag gesagt (den Link hab ich garnicht verfolgt.. :oops: ) sondern gegen den vom Greg. :lol:
So, und des war ja auch nur meine Meinung, mit der ich -wie ich weiß- beim Stabilit relativ einsam dastehe.

Gruß
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Re: Welches Dichtmittel?

Beitragvon Nanno » Do 03 Sep, 2015 08:21

Ich geb zu, mein Post war etwas kurz, aber unterwegs auf dem Wischphone mit Wurschtfingern... :-D

Die Langfassung, ich mag das Zeugs, aber die Verarbeitung ist der kritische Teil. Aber in der Firma haben wir halt wirklich nur Pattex-Produkte und mit dem Stabilit-Zeugs hab ich auch schon Catch-Tanks an den Rennautos geklebt und die waren danach tatsächlich dicht. Wobei ich eben bei kritischen Verklebungen dann die Klebstellen anwärme und dann sehr lange aushärten lasse.

LG,
Greg
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