Heiho,
ich hab es mir angetan und das 60 Jahre alte hintere Schutzblech von der MZ repariert. Da hängt immerhin Rücklicht und Nummerntafel dran.
Etwa ein Drittel vom Blech war weggerostet oder so dünn dass es nicht schweißbar war. Natürlich unter vielen Schichten Fett, Wachs, Füller, Spachtel, Grundierung etc.
Das Zeug wurde mit Druckluftschleifer und in der Strahlkabine möglichst entfernt bis zum tragfähigen Grund.
Habe relativ großzügig neues Blech eingeschweißt, aber es gibt einige Problemstellen wo ich keine glatte/blanke Oberfläche hingekriegt habe. Das liegt einerseits an der Konstruktion (fallweise doppellagige gepunktete Bleche, am Rand nachträglich eingeschweißter Rundddraht, zugeschweißtes Scharnier), andererseits an meinen Schweißkünsten. Da es also diverse Spalten und Minikrater und Löchlein im Blech gibt, zudem trotz Strahlerei auch noch Rostreste, hab ich:
Mit Silikonentferner entfettet (auch immer wieder mal zwischendurch)
Mit Tannox gerostumwandelt.
Dann 1k-Rostschutzspray drauf, der in die Spalten, Löcher, Ecken und Kavernen reinläuft.
Dann Polyesterspachtel.
Nach Schliff nochmal 1K-Grund.
Abschluss wird 2K Autolack.
Eine andere Reihenfolge wäre aufgrund des Zustandes kaum möglich gewesen - direkt aufs Blech polyestern hab ich mich nicht getraut, weil da sicher einige Hohlräume entstanden wären. Was ich nachträglich betrachtet verbessern hätte konnen: 2K-Grund verwenden statt die 1K-Spraydose. War mir zu aufwändig.
Bin gespannt wie lange das hält. Beschäftigen tut es mich schon mehr als einer Woche ... inzwischen immerhin mit Atemschutz - eine Offenbarung!
Gryße!
Andreas, der motorang

