Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon koarrl » Do 28 Jul, 2016 09:43

Kann hier je/man/frau/d schlüssig darlegen, warum:

a) bei einer Skyteam (9 PS) und einer KTM (120PS) das Ritzel mit einem eher lächerlichen, gegen die Verzahnung der Abtriebswelle verdrehten und am Ritzel verschraubten Blech gesichert ist
--> beabsichtigt wackelig, was mir bei Chinesen-Wellenverzahnungen keine Freude bereitet

b) die gute alte Jawa ein bombenfest mit einer Zentralmutter fixiertes Ritzel hat
--> kompromißlos in einer Ebene

Beide Konstruktionen funktionieren, wenn die Kette gerade läuft. Einseitige Ritzelabnützung gibts bei a) und b) trotzdem.

Dank, k.
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Re: Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon hiha » Do 28 Jul, 2016 10:18

Das andere Extrem: Die alte Montesa hatte Kegelsitz. Ohne einen richtig massiven Spezialabzieher garnicht runter zu kriegen.

Gruß
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Re: Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon koarrl » Do 28 Jul, 2016 11:51

Kegelsitz: spannende Lösung, ja.
Ich tendiere ja eher zu festen Verbindungen an der Stelle - das Genackel eines harten Ritzels auf einer harten Welle kann doch net xund sein, bittesehr.
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Re: Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon hiha » Do 28 Jul, 2016 12:24

Isses auch nicht. Aber es geht eine Zeit lang. Wenns nicht mehr geht, gilt das Moped als "technisch verbraucht" (*würg*)

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Re: Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon Dreckbratze » Do 28 Jul, 2016 16:57

behaupten manche von unseren motorrädern auch, selbst bei denen mit kardan - nicht kirre machen lassen! ;-)
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Re: Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon Myke » Do 28 Jul, 2016 19:50

na ja, wenns philosophisch is. bei 2rädern ohne motor gibts ähnliche probleme. shimano hat das mit der "narrow chain" in den griff bekommen. wirds beim moto net spielen. bahnradfahrer mit dem neuen plastik-klump (carbon :-D ) vermessen ihre kettenlinie mit laser. bei einem hinten ungefederten, äussest steifen gefährt bringts viel. folgerichtig müssten beim gefederten moto rahmen und schwinge in 2 achsen äusserst steif sein.
auch der drehpunkt der schwinge muss durch die achse des antriebsritzels laufen. das bedingt eine kreissegmentartige raderhebungskurve, welche eine kettenzugbelastung auf die der motorleistung belässt.
:weg:
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Re: Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon hiha » Fr 29 Jul, 2016 06:23

Myke hat geschrieben: das bedingt eine kreissegmentartige raderhebungskurve, welche eine kettenzugbelastung auf die der motorleistung belässt.

Ääääh, wass??
:gruebel:
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Re: Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon Myke » Fr 29 Jul, 2016 06:32

wennst den drehpunkt der schwinge in den mittelpunkt des ritzels verlegst, ändert sich beim einfedern der radius nicht. somit bringst bei einfedern keinen zug auf die kette und du kannst sie gespannter fahrn.
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Re: Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon hiha » Fr 29 Jul, 2016 06:58

Sag das doch gleich gscheit :gnack:
:D
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Re: Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon lut63 » Fr 29 Jul, 2016 06:59

KOAXIALE SCHWINGENLAGERUNG - wurde von Fa. BIMOTA im Motorrad-Rahmenbau praktiziert.
Die Moppeds waren selten, schön und net billig - und wir waren jung und brauchten Geld.

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Re: Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon hiha » Fr 29 Jul, 2016 07:48

Die BMW X450 hat das, und das war ein Hauptgrund, warum sie von Kross- und Hartendurofahrern abgelehnt wurde. Da fehlt nach dem Sprung irgend ein, die HiRaFederung "versteifendes" Moment, das der Krosser scheins gewohnt ist. Details zu dieser koaxialen Antriebsmechanik, die auch im Rennmoped nicht unbeding nur Vorteile hat, gibts im Buch vom Tony Foale "Motorcycle Handling and Chassis Design", ich weiß das grad nicht auswendig.
http://www.tonyfoale.com

Gruß
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Re: Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon Myke » Fr 29 Jul, 2016 14:02

danke fürn link ! ja das stimmt, mit exzentrischem pivot-point kannst dir mit motorkraft die schwinge beruhigen und hartziehen. wird mir erst jetzt durchs reden bewusst. hab da verbohrt als mountainbiker gedacht, wo jeder einfluss aufs fahrwerk schlecht ist. weil muskulär hast die kraft nicht. ausserdem äussert sich das beim treten als sogenannter pedalrückschlag, welcher deiner 1ms (einmenschenstärke) ziemlich zusetzt.


muss mich mal einlesen in die "federungskultur" bei crossern. dortn ziehts mich ein bissl hin, weil die katze lässt, auch mit motor, das mausen nicht. :-D
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Re: Eher philosophische Frage zu Sekundärritzeln

Beitragvon Myke » Fr 29 Jul, 2016 14:22

@ lut
danke fürn hinweis, muss da auch nachlesen. bimota war ja mmn mit marzocchi fahrwerken unterwegs............best ever. wurde leider vom kapital gekauft und geschlossen...............unwiederbringbare werte.................. :smt089
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