Ahhh...
Gehen wir mal auf die Sachebene. Vorher will ich zu meiner Entschuldigung noch anfürgen, dass ich die Zeilen oben nur abgeschruben habe, weil sie mir vor allem stilistisch gefallen haben.
So:
An einen Langgabler Aluboxen zu spaxen finde ich persönlich eine durchaus interessante und optisch sehr unterhaltsame Sache, aber das wird dann mit Hausmitteln nix mehr. Zumindest finde ich in den Touratech/Wunderlich/usw-Bravos nix dergleichen und einen Link zu den motorangigen Bauseiten haben die Autoren wohl nicht gefunden.
Was gibt der Markt her?
Entweder die genannten Westerntaschen mit Fransen und Blechtotenköpfen zum dryberwerfen oder anschnallen. Optisch eine Geschmacksfrage, praktisch Mumpitz, weil zu klein, meist unwyrdig verarbeitet, nicht dicht und -bei Qualität- sackteuer.
Dann gibts die von Omas Hackenporsche: Ebenfalls meist zu klein, mies verarbeitet, selten oder nie langfristig dicht. Optisch meist auch eine Katastrophe.
Die Sinnhaftigkeit von Kunstoffkoffern -Hochpreisige und die Problematik für alle Motorräder erhältliche Halter mal ausgenommen- brauchen wir uns wohl nicht zu unterhalten, wenn man sich in den Sinn ruft, das Kräder auch mal umfallen können.
So nun kommen die Zeilen aus dem Buch, die ich aber nicht noch weiter abgeschruben habe, weil es da sachlich wurde:
Ortlieb (dessen Schwester ein ausnehmend hybsches Mädel in meiner Studentenzeit war

) hat nicht nur die bekannten Kunstoffwürste zusammengelötet, sondern auch für Radfahrer Packtaschen geklebt. Einmal jetzt als "Überwerfer" auch für Kradler erhältlich mit dem Rollverschluss oder aber auch zum Dranklicken an den Fahrradgebäckträger mit Rollverschluss oder alternativ mit dichtem Überwurf und Reißverschluss. Selbige Fahrradtaschen kann man aber -und das beschruben dann die Autoren im o. g. Buche- auch an einen Langgabler anklicken, wenn man da zwei winzige Haltebügel je 3cm breit und 1cm abstehend ans Schutzblech, bikerisch Fender genannt, dybelt.
Unauffällig im Nichtgepäckbetrieb, funktional auf Reisen.
In meinen Augen eine der besten je veröffentlichten Ideen, an ein "Optikkrad" Gepäck zu dybeln.
Zu dem "Satirekarakter" des Buches vieleicht noch folgende Hinweise, was der Lektyrierende erfährt:
- Zelte tun Alugestänge benötigen tun;
- Schlafsäcke gibt es auch in beschissen und zu kalt;
- Werkzeug und mopettenspezifisches Ersatzteilgut kann man mitnehmen;
- Kocher kochen mit Benzin;
- der Trangia hat ein geniales Packmaß
- Regenklamotten sind gut, wenn es sie am Auspuff nicht durchbrennt
- Undichte Schuhe bekommt man mittels zwischen 2er Socken angezogene Plastiktüten erträglich;
- Gepäck sollte man RICHTIG festmachen und nicht in Müllsäcke verpackt dranexpandern;
- Isomatten gibt es in funktionell und in Schrott
usw.....
Wenn ich angelegentlich einer Mopettenreise die Ausrüstung und das Gepäck anderer Mopettenreisender sehe, komm ich zu dem Schluß, dass dieses Buch -allen Klamauck und Satire mal außen vor- gerne vielen Menschen anraten würde.
OllY