Hallo zusammen,
ich brauche eure Hilfe, da ich mit meinem Latein am Ende bin.
An meiner 600er Tenere habe ich die hintere Scheibenbremse recht lange im Wartungsstau verkümmern lassen. Ergebnis: Bremssattel ging fest, die Beläge sind ziemlich runter gewesen.
Hab mir vor Jahren mal eine gebrauchte Bremsanlage gekauft. DIe habe ich jetzt komplett neu aufgearbeitet, heißt: Zerlegt, ultrageschallt, neue Kolbendichtung und Manschette am Bremssattel, komplett neues Innenleben für den Bremszylinder, neue Beläge.
Alles verbaut, Beläge hauchdünnn mit Kupferpaste geschmiert, Druck auf der Bremse wie noch nie, alles dicht und bremst gut.
ABER: Die Beläge gehen nicht von der Scheibe weg. Nach 10 km Fahrt ist die Scheibe so heiß, dass man sie nicht anfassen kann, auch der ganze Bremssattel ist mehr als gut warm.
Was kannn ich noch tun? Der Bremssattel ist voll beweglich, auch wenn die Scheibe heiß ist.
Bei den Belägen waren keine neue Haltefedern dabei. Soll ich es mit Neuen probieren? Im abgebauten Zustand rutschen die Beläge meiner Meinung nach aber gut in den Haltefedern.
Oder ist die Scheibe nach dem langen Schleifen der alten Bremsanlage im Eimer? Ich habe irgendwas im Kopf, dass Bremsscheiben einen minimalen "Achter" haben, damit sie die Bremsbeläge von der Scheibe weg"eiern". Stimmt das überhaupt? Wenn ja, könnte es sein, dass die Scheibe durch das Schleifen diese Eigenschaft verloren hat? An den Bremsscheibenrändern ist absolut kein Verschleiss zu spüren und auch keine Riefen oder Ähnliches.
Für hilfreiche und zielführende Antworten wäre ich sehr dankbar.
Vorab schon mal Danke und Grüße

Putzt die Rahmen und stellt sie bereit!
