Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D
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Mi 26 Dez, 2007 18:52

Hmm, jetzt laufe ich eher so herum: :cry:

Bin heute nachmittag auf unseren Hausberg gefahren, oben ein bißchen mit der Familie spaziert und einen Tee getrunken. Dann wollten wir wieder hinunter, ich mache mich reisefertig, will kicken ... und der Kickstarter geht recht leicht durch ... das ganze noch einmal ... selber Effekt :?:

Also anschieben lassen ... Gang hinein - nichts ... nur ein etwas größerer Widerstand aber kaum merkbar.

Ich bin dann den Berg hinuntergerollt und habe währenddessen noch ein-, zweimal probiert, sie anrollen zu lassen ... immer dasselbe, Gang rein, Kupplung raus - kein nennenswerter Effekt hör- oder spürbar.

Auffällig war, daß der Kupplungshebel bei der Ankunft am Berg auf einmal sehr schwergängig war.

Klingt nach Kupplung-im-Arsch oder?

Mi 26 Dez, 2007 19:12

Oh, oh......
Klingt, deiner Schilderung nach, wirklich nach einer "kleinen Betriebsstörung" im Kupplungssystem.
Zum Trost, ich habe auch gerade zwei neue Zylinder mit Kolben für meine Dnepr bestellt! Vorerst mal nur so, aber man kann ja bei dem Zeugs nie wissen! :-D
Gruß, Michael
Zuletzt geändert von Michael am Mi 26 Dez, 2007 23:09, insgesamt 1-mal geändert.

Mi 26 Dez, 2007 19:16

hi ragman - wieso wälst denn nicht die notfall- und kummernummer ...

hast du nur eventuell vergessen mit dem dekohebel zu arbeiten :wink:

mag jetzt nicht altklug sein aber wennst bei der enfield ohne des hebelchen zu beachten wild drauf los kickst wirds etwa so wie du das beschreibst.

ein enfield kupplung hält nicht ewig - klar: aber zwischen abstellen und starten geht sie ned kaputt.

und wenn bei der enfield mal hebel schwergängig werden - ist fast überall ein schmiernippel.

und noch'n tip - wenn du bei den temperaturen wirklich soviel rumfährst: aktivier doch recht bald die "kaltstartautomatik" ....

Mi 26 Dez, 2007 19:18

ragman hat geschrieben:Hmm, jetzt laufe ich eher so herum: :cry:

Bin heute nachmittag auf unseren Hausberg gefahren, oben ein bißchen mit der Familie spaziert und einen Tee getrunken. Dann wollten wir wieder hinunter, ich mache mich reisefertig, will kicken ... und der Kickstarter geht recht leicht durch ... das ganze noch einmal ... selber Effekt :?:

Also anschieben lassen ... Gang hinein - nichts ... nur ein etwas größerer Widerstand aber kaum merkbar.

Ich bin dann den Berg hinuntergerollt und habe währenddessen noch ein-, zweimal probiert, sie anrollen zu lassen ... immer dasselbe, Gang rein, Kupplung raus - kein nennenswerter Effekt hör- oder spürbar.

Auffällig war, daß der Kupplungshebel bei der Ankunft am Berg auf einmal sehr schwergängig war.

Klingt nach Kupplung-im-Arsch oder?



Das kann alles und jedes sein :shock:

Ich tip mal auf aufgefasteren Kuluzug, der innen in der Hülle klemmt und desterwegen Kupplung nicht mehr ausdrückt.
Auf der rechten Seite dort wo der Schalthebel sitzt sind 2 Abdeckungen, die mit einer Schlitzschraube gesichert sind. Mach mal die links oben auf und schau, ob der Kuluhebl da drin frei geht (mit Schraubenzieher fest gegendrücken) und ob der Zug bei Entlastung durch das Gedrücke frei geht. (2. Person hilfreich).
Von der anderen Klappe läßt mal die Finger, denn da stellt man die Kulu ein, was bei der Enfield etwas heickel ist...

Wenn so nix zu finden ist, dann mal den Primärdeckel runter. Vorsicht, d drin steht etwa 0,5 L Öl, also Wanne drunter. U. U. muss die linke Fussraste weg. Auflassen; die Promärwanne wird nur durch die mittlere Schraube gehalten. bei der Wiedermontage nicht zu fest anzerren, sonst verzerrt des Deckel.
Zum Abnehmen des Deckels mit LEICHTEN Gummihammerschlägen arbeiten, nicht mit hebelnder Gewalt.
Wenn der Deckel runter ist, siehst du rechts die Kupplung. Schau mal ob da was auffälliges zu sehen ist.

Ach ja: Hast vieleicht ziemlich lang mit gezogener Kulu rumgestanden? Tut man nicht machten tun, sondern immer Neutralfinder benutzen und Kuplung wieder lösen, da sonst die Druckstange heiß läuft.

So, mal bis hierhin. Wenn du offen hast und nix gefunden hast, melde dich mal wieder.


Ach ja II: http://www.enfield-wiki.de Ist einiges Brauchbares drin.


Olli

Mi 26 Dez, 2007 19:26

gert hat geschrieben:hast du nur eventuell vergessen mit dem dekohebel zu arbeiten :wink:


Bei der SR kann es vorkommen, daß der Dekohebel das Schließen des Auslaßventils verhindert. Kommt dann etwa so wie vom Dieselnovizen beschrieben. Vielleicht das?

Christopher

Mi 26 Dez, 2007 19:45

Wie, was, der Zwergdiesel hat einen Dekohebel?

Beschiß!




























Die Hatz hat einen Autodeko :-D

OllY

Mi 26 Dez, 2007 20:03

Zwei sogar ... wenn ich das richtig verstanden habe.

Einen zum Abstellen am Lenker und einen zum Starten am Motor (und leider nein - den habe ich nicht vergessen - so einfach ist es dann doch nicht).

Nach dem Gelesenen könnte es durchaus am Kupplungszug liegen ... ging eh eher schwer und eben kurz vorm Abstellen fast schon gar nicht mehr. Wenn der innen im selben Zustand wie der Gaszug ist, dann würde es mich eh nicht wundern - und wäre das kleinste Problem.

Ich werde mir das am Freitag anschauen - heute mag ich nicht mehr und morgen wird genug Arbeit auf mich warten.

Jetzt Bierchen auf, Lasagne vertilgen und dann gemytlich fernsehschlafen :-D

Danke und Gryße,

Klaus

PS: Bezyglich Namensgebung bin ich noch etwas unentschlossen - Tran-Tyte (einerseits wegen dem "Temperament" beim Beschleunigen und der zumindest potentiellen Möglichkeit, Frittieröl in den Tank zu füllen ... das gäbe bei Fischstäbchen dann ein nettes Aroma aus der Auspuff-Tyte) oder aber Dysabel(le) ... eine Idee, mir mein Kennzeichen (VI - 3 AJY) zu merken ... Von Indien - Alle Jagen Ysabel ... dazu dann noch das D vorne weils dann ein bißchen wie Diesel klingt ... und eben evtl. die Schreibweise mit "le" hinten.

Do 27 Dez, 2007 06:11

Da is nix, keine Panik.
Der blechrollernde schrub wohl.
Die Taurette hat nicht genug Pfeffer die Kupplung zu zerrupfen, ist zu 99,9% der Zug.
Lässt sich per Ferndiagnose leicht feststellen, da der Kicker ja ybers Getriebe/Kupplung zum Motor läuft und da bis auf (bis jetzt noch nicht vorgekommene) Lösung der Kupplungsverschräubelung nix sein kann, bleibt nur der Zug.
Daher: Zug wechseln und (zwingend) danach Kupplung einstellen.
Geht so:

Von mir daeinst geschroben:

->Kupplung einstellen:
Hinter dem Leerlaufhebel ist ein Servicedeckel, den machste auf, darunter ist eine Schlitzschraube die mittels Mutter gekontert ist.
Mutter lösen und mit Schraubendreher die richtige Einstellung der Kupplung rausfinden.
Muss aber am Hebel noch Spiel bleiben, d.h. die Kupplung muss ganz einrücken können, sonst geht die Druckstange in die Füsse.
Einstellen am Zug ist nur wärend grosser Urlaubsreise ohne Werkzeug sinnvoll. <-

Kein Hexenwerk

Oder wie jemand anderes schrub (ausfyhrlicher):

->Also der Reihe nach:
- Aufbocken
- Gang raus
- Schraubenzieher: am Getriebe die Schraube für das kleine Deckelchen lösen (nicht ganz rausdrehen, nu lösen)
- Deckelchen öffnen
- Du siehst innen einen Schraubenbolzen mit Schlitz und einer Kontermutter
- Bolzen mit Schraubenzieher halten, Kontermutter mit Gabelsdchlüssel lösen
- Bowdenzug am Lenker und in der Zugmitte (so da eine Kupplung vorhanden ist) ganz lösen.
- Kupplung grob am Getriebe einstellen (Vorsicht: sehr kleine Änderungen wirken stark auf die Einstellung); dazu natürlich einen Gang einlegen (Hinterrad von Hand drehen und Schalthebel drücken. Welcher Gang drin ist, ist egal.
- Einstellen: so, dass ungefähr zwei Finger Platz zwischen Kupplungshebel und Griff sind, da sollte ungefähr die Kupplung trennen.
- Bolzen halten und Kontermutter anziehen
- Kupplung prüfen, ist die Einstellung zu schlecht nochmal Lösen und neu Einstellen
- Deckelchen zumachen
- Kupplung am Lenker fein Einstellen (Abbocken, Aufsitzen, mit Füßen schieben…)
- Gang raus, starten, Gang rein, Probefahrt.<-

(Von der "Feineinstellung" am Zug halte ich nix, das geht alles unten.)
Fylle er vorher Motor/Getriebeöl in den Bowdenzug um neue Spässchen damit zu vermeiden.
Achte er beim Oelwechsel des Primärs (normalerweise fast nie nötig ausser beim Ritzelwechsel) darauf ein simpeles Oel zu verwenden damit die Kupplung nicht rutscht.
Ist ein Originalkonstrukt aus den 50ern, da gabs die Schlangenölzusätze noch nicht.

Gruss Oelbrenner

Do 27 Dez, 2007 08:29

Das hatten wir ja schon mal..... kürzlich :-D

".Es ist so gegen 22 Uhr als wir uns bei der Raststation Kaiserwald wieder treffen. Wir sind uns relativ einig dass die Fahrt ein bisserl nervt. Aber immerhin halten die Moppeds. Ich trete die MZ an, die einen Hupfer nach vorne macht - eh klar Gang drin. Also in den Leerlauf gehebelt und wieder gekickt - Kicker geht leer durch. Kein Zug am Kupplungshebel. Was ist denn jetzt??? Ein paar Kilometer vor daheim springt die Kupplung vom Konus oder was?

Wir sind schon dran den Deckel abzunehmen da erinnert sich Uwe dass es bei Gunnars Puchroller mal eine ähnliche Situation gab, da hatte sich der Kupplungszug am Hebel ausgehängt. Also doch mal ein bisserl herumgezogen und voila, die Kupplung tut wieder. Anscheinend war der Mechanismus unten vorn am Mopped im Salznebel festgehakt. WD-40 rein und weiter, nix wie heim. "

Siehe: http://motorang.com/motorrad/2007_gamsstein_2.htm :-D

Sa 29 Dez, 2007 12:11

Aaalso, ich habe den vermutlichen Ybeltäter rekognosziert.

Es ist sicher nicht der Kupplungszug, der läuft frei und gut, sieht auch unten sehr schön aus.
Auffällig war, daß, nachdem ich die Schraube rechts oben am Verkleidungsdeckel gelöst hatte, auf einmal die Kupplung leicht ging und der Kickstarter wieder den üblichen Widerstand hatte. Schraube zu - wieder wie vorher.

Also den Verkleidungsdeckel herunter genommen und dann vermutlich schon gefunden was ich gesucht hatte.

Imho ist es die Schraube, in der die Kugel bzw. die Druckstange läuft, bzw. welche eben die Druckstange betätigt.

Die sieht jetzt nämlich so aus:

Bild

Kann ich jetzt einfach den Restgewindeteil entfernen und dann halt die Schraube weiter hineindrehen? Einstellen muß ich die Kupplung sowieso. Ich schätze auch, daß da mit der Kugel auch etwas Fett hinein sollte, richtig?

Edit: ich habe jetzt, derweilen ich auf des Essen wartete, einmal probehalber angekickt - ging einwandfrei ... also das Dekegehbel kann man wieder mit der Unschuldsvermutung entlassen :-D

Sa 29 Dez, 2007 14:12

Ist die Einstellschraube. Ob die noch lang genug ist, die Kontermutter zu halten, wenn du die reste weg hast, glaube ich nicht. Da ist -zumindest lt. Schnittzeichung- noch einiges an Länge hinten dran und damit drin. Das muss eh raus.
Kugel (sofern nicht gleich die Druckstange kommt) unbedingt reichlich fetten. Da kommt kein Öl hin.

Ich würde mir mal ne neue Einstellschraube besorgen. Wahrscheinlich ist die Druckstange auch schon ausgekocht (NICHT MIR GEZOGENER KULU AN DER AMPEL STEHEN!!!). Der Druckpilz auf der anderen Seite der Kulu ist sicher auch interessant :-D

Also Kulu auf und mal die Teile beäugt, dann Ersatzteile besorgt. Quellen:
Dr. Sommer, wenn es der nicht hat, bei die Teetrinkers. Teetrinkers liefern sehr fix, aber halt ungemein teuer wegen Wahnsinnsporto. Lohnt sich, da gleich mal zu überlegen, was man sonst noch so braucht. Die Züge der Teetrinkers sind klasse, aber aufpassen; es gibt indische Originale und teetrinkerische; letztere taugen.

Auf der HP vonne Teetrinkers gibts übrigens feine Schnittzeichnungen.

OllY

Sa 29 Dez, 2007 14:43

Blechroller hat geschrieben:Die Züge der Teetrinkers sind klasse, aber aufpassen; es gibt indische Originale und teetrinkerische; letztere taugen.


So wie die Teelektrik? :shock: :-D

Christopher

Sa 29 Dez, 2007 17:21

Ok, läuft wieder ... die Kupplung besser als zuvor ... vielleicht haben sich da ja schon Schraubenbrösel irgendwo hingeschoben wo sie störend wirkten.

Auf jeden Fall habe ich den traurigen Gewinderest mit einer Zange entfernt, kurz befeilt und alles wieder zusammengebaut, Kupplung eingestellt, Gehäuse wieder aufgemacht, Schraubenstellung eingeprägt und mit Schraubenzieher fixiert, Kontermutter drauf, Gehäuse wieder zusammengebaut, Hebelage drauf - Test am Stand ok, kurze Probefahrt ok, Einkaufsfahrt ok. Schaltung geht richtig weich - ich froy mich :grin:

Nichtsdestotrotz werde ich eine Teetrinkerbestellung absetzen ... da sind eh noch ein paar Sachen aus dem Zubehör, die mir gefallen tätaten ... dann zahlt sich das auch aus.

Gibt es vielleicht anratsame Standardersatzteile die ich da gleich berycksichtigen könnte?

Danke für die guten Erklärungen und Hilfen und herzlichen Gruß aus Villach,

Klaus

Sa 29 Dez, 2007 19:35

also ich werd die indische technik nie mehr über die russische stellen -

lieber klaus: ich nehme somit all meine vergleiche die ich bzgl. enfield und russen angestellt habe hochoffiziell zurück.

bin froh daß sich der fehler schnell beheben ließ.

investier nun einfach den preisnachlass bei der enfield in eine gut gewählte ersatzteilbestellung und denk auch nochmal über das kipphebeltuning und die verbesserung der kaltstarttauglichkeit nach (sprich loch bohren ...)

ich hab heute deinen neuen tacho abgeholt und werd ihn dann zum tauerntreffen mitbringen - hoffe der hält länger wie der letzte. und falls du mal das eine oder andere ersatzteil brauchst oder direkt in indien bestellen möchtest: ich soll dir die mailadresse vom nick (von dem hab ich den tacho) weiterleiten: enfieldsixty5 ät gmail.com wend dich einfach direkt an ihn!

mfg gert

Sa 29 Dez, 2007 20:04

ragman hat geschrieben:
Gibt es vielleicht anratsame Standardersatzteile die ich da gleich berycksichtigen könnte?



Nun,

allzuviel gibts ja nicht, was hinnich gehen kann/geht.
Ich würd mal auf dem Schrauben- und Mutternmarkt etwas oderen, denn da fleigt immer mal was weg und da passt halt nix metriches. Die unteren Muttern der hinteren Stoßdämperferhalterung gehen mal gern verloren.

Dann die weiter oben genannten Züge für Kulu und Bremse.

Wenn du eh bestellst: Die Spezialwerkzeuge für die Kupplungsdemontage und der Abzieher für die Lima (hat die Taurus eigentlich noch die Enfield-Lima im Primärkasten?) kosten nicht viel und sind praktischer, als die Frikellösungen.

Da du ja nur einen Kicker hast; es gibt eine billiges Rep-Kit bei die Teetrinkers für eine hinnige Kickstartplatte. Sollte man vorrätig haben.

Ich würde mal das Getriebefett erneuern. Bei die Teetrinkers gibts das geeignet in einer Dose.

Originallacksprüchdosen gibts da auch (nicht billig), aber deine scheint eh schwarz zu sein.

Es gibt einen gelagerten Druckpilz für die Kulu. Kostet nicht die Welt und wenn man da eh mal auf hat, macht man das Ding halt rein.
Dito einen gedämpften Spanner für die Primärkette.

So ein paar Ersatzspeichen sollten auch sein. Die Taurus stammt noch aus den finsteren Fertigungszeiten der Inder...

Alles andere Geraffel bekommst du eh billiger beim Sommer. Auch das Kipphebelgetune.

Geht eigentlich deine vordere Bremse spührbar? Da kann man einiges dran machen.


BTW: Es gibt von Sommer und Konsorten einen Tacho für die Enfield, der a) hält und b) unglaublich genau ist. Kostet allerdings etwas mehr als das indische Gelumpe. Der indische Tacho gibt noch nicht mal einen Anhaltspunkt für die Geschwindigkeit; er zeigt nur, ob man sich bewegt oder nicht. Bei meiner Benzinfield geht das Ding so ungefähr 15% vor, beim Diesel waren es 35% :shock: , ungefähr, quasi...

OllY
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