ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon Blechroller » Mi 21 Nov, 2012 18:02

Uwe Steinbrecher hat geschrieben:Muss alles was sinvoll ist per Gesetz zwangsverordnet werden?
B.z.w. Haben Abgeordnete den Auftrag und damit auch per se das Recht in jeder Legislaturperiode neue Verordnungen zu erlassen, nur weil sich das verordnete in irgend einer art und weise als sinvoll zurecht argumentieren lässt???
Inzwischen ist es ja wirklich so, dass bei jeder neuen Verordnung, egal was es ist. die Diskusionen darüber geführt werden ob das geforderte gut ist oder nicht.
Aber ob die Forderung an sich gerechtfertigt ist wird kaum noch hinterfragt :(
Politiker (wenigsens unsere) sind immer noch mehrheitlich von uns gewählt. Aber ich kenne niemand der diese Flut von Verordnungen aus Brüssel will.
Woher kommt also die Legitimation wenn nicht vom Volk??? :grr: :grr:
Eventuel hat ja von euch einer ne Idee was gegen diesen Misstand getan werden kann. Ohne gleich zum Bombenlegen oder sonstige nicht Rechtsstaatlichen mittel anzusprechen, und ohne die Platitüden hast du ja selber Gewählt oder geh doch Demonstrieren vom Stapel zu lassen.



Nun ja,
das mit der EU wollte wohl so keiner derjenigen, die das (in DSchland mittelbar) per Wahl entschieden haben. Das liegt schon mal daran, dass kaum einer der „EU-Befürworter“ wirklich wusste, was das bedeutet. Immerhin wurde ein ganz großer Teil der Regelungskompetenz von den nationalen Parlamenten nach Brüssel verlegt und genau das hat keiner gesehen/sehen wollen.

Und in Brüssel ist vor allem mal eine Verwaltung, also keine demokratisch legitimierte Institution, sondern ein Haufen mehr oder weniger sehr gut verdienender Angestellter, denen natürlich genau wie Politkern nicht die Sache, sondern der Erhalt ihrer Tätigkeit in der obersten Zeile ihrer Tätigkeitsbeschreibung steht. Da sitzt da nun so ein Mensch in der Verwaltung, der eine Woche vorher noch für die Vereinheitlichung der Düngemittelausbringung auf Friedhofsfreifläche zuständig war und ist jetzt für Verkehr zuständig. Da bekommt er eine Studie über Mopettenunfälle in die Hand und stellt fest, dass beim Mopedfahren was passieren kann. Da sieht er dann a) eine seine Wichtigkeit unterstreichenden Tätigkeitsbedarf und b) viel auskömmliche Arbeit in den nächsten Jahren.
Also fragt er jetzt mal rum, was man gegen die Gefahren beim Kradieren machen kann. Kaum ruft er die Frage über den Gang, hat er für die nächsten 4711 Abenden schon Einladungen von diversen Lobbyisten, die ihm was von ihren Studien erzählen. Zum Beispiel ist da der Vertreter der Fa. Bosch, der erzählt, dass mit ABS niemals nie nix passieren kann, weil das ihre Studie so ergibt. Der Brüssler ist natürlich misstrauisch und hungrig. Also läßt er sich von BMW einladen und die erzählen ihm bei einer üppigen Speisung was davon, dass Kradieren auf einem Nicht-BMW-Krad unglaublich gefährlich ist. Usw…


Nach einigen Jahren ist der Brüssler überzeugt, dass ABS zur Rettung der Welt einen nicht unerheblichen Vorteil bringen wird und die Gesetzgebungsmaschinerie fängt an zu. Irgendwann kommt dann ein wohl ausformuliertes Regelwerk mit 4711 Studien von Bosch und BMW unterlegt zu dem EU-Parlamentarier Hans-Hubert, der bevor er seine Tätigkeit in Brüssel begann, Abgeordneter in DSchland war, dabei aber beim Pieseln neben Herrn Kohl einen Pups hat fahren lassen, so dass er von Herrn Kohl als persönlicher Feind erkannt wurde und damit seine Reise nach Brüssel antrat.
Was soll Hans-Hubert dann wohl machen? Sich gegen einen wohlformulierten und mit Studien unterlegten Gesetzesentwurf stellen? Das würde ja bedeuten, dass auf Seite 17 unten des Hinterwaldtagblattes steht, dass Hans-Hubert mit seiner „Aber“-Haltung das Leben unzähliger Kradisten auf das Spiel setzt. Gut, er bekäme hübsche Einladungen von Bosch und BMW, aber er hat die nächsten 4 Jahre schon jeden Abend seiner 4-Tage-Brüssel-Woche Einladungen anderer Lobbyisten, weil er sich vor 3 Jahren mal mit einem „Aber“ bemerkbar gemacht hat, als es um die Liberalisierung von nichtmateriellen Bonus-Vergütungen für Versicherungsvertreter ging. Und diese Veranstaltungen der Versicherungslobby sind halt verdammt anstrengend. Da passen die Essen mit Bosch und BMW halt nicht mehr in den engen Tagesplan. Und so kommts, dass Hans-Hubert 12 Jahre, nachdem der o. g. Brüssler von der Vereinheitlichung der Düngemittelausbringung auf Friedhofsfreiflächen zum Dezernat Verkehr versetzt wurde bei der Abstimmung über die neue EU-Richtlinine für eine ABS-Pflicht für neue Kräder mit „Ja“ stimmt.


Was man dagegen machen kann?

Nix!

Warten kann helfen, bis sich ein System selbst erledigt. Kann aber dauern... :-D


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Lederfransen kann man sogar verchromen

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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon fleisspelz » Mi 21 Nov, 2012 18:10

Uwe Steinbrecher hat geschrieben:...
Eventuel hat ja von euch einer ne Idee was gegen diesen Misstand getan werden kann. Ohne gleich zum Bombenlegen oder sonstige nicht Rechtsstaatlichen mittel anzusprechen....

Blechroller hat geschrieben:...

Was man dagegen machen kann?

Nix!...

Klar kann man was machen!
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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon Bärbel » Mi 21 Nov, 2012 18:11

Das Problem bei Politikern ist das es denen völlig wurscht ist ob der Bürger auf die Straße geht.
In ganz Europa gehen 100tausende auf die Straße, und die da oben egal von welcher Partei auch immer die denken nur an Macht und geld.
Weil dennen ist das wohl der Bürger eh egal.
Meine meinung ist alle in einen großen Sack und dann mit den Knüppel drauf :smt013
Wenn schon Mist,dann Optimist
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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon scheppertreiber » Mi 21 Nov, 2012 18:17

Meine meinung ist alle in einen großen Sack und dann mit den Knüppel drauf :smt013



... und Du triffst nie den Falschen. :smt013
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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon Beste Bohne » Mi 21 Nov, 2012 18:36

Das Gesetz hätte nicht sein müssen.

Das es kommt, war aber absehbar. Da der Durchschnittsbeika nun mal ABS haben will, bieten es immer mehr Hersteller an. Zumindest ist das in .de so. Also tut die Pflicht kaum jemandem weh. War mit dem Abblendlicht bei Tag genau so. Machen eh alle, dann kann man es auch verpflichtend einführen.

Die ABS-Pflicht trifft also jetzt genau wen hart?

Den Durchschnittsbeika? Sicher nicht.

Den Kradisten mit durchschnittlichen oder gehobenen Fahrkünsten? Sicher auch nicht.

Den Rundenzeitenfuchs, der mit seiner Hankawasuziyamadanonenbecher um 100stel auf dem Kringel feilt? Den wohl eher, denn der ist am ehesten in der Lage einen kürzeren Bremsweg ohne als mit ABS hinzulegen, sofern es veraltet ist.
Soll er mal mit einer BMW S1000RR versuchen, über Meßwerte eines Rundenzeitenfuchses, der aber nicht an "The Doctor" rankommt bin ich gespannt.

Den Enduristen? Die werden wohl alle einen "Aus"-Knopf bekommen, weiß das jemand genau? Von daher auch nicht. Aktuelles ABS wiegt 2kg, das Gewichtsargument zählt also nicht wirklich.


Allen übrigen "ABS ist Bäh" Rufern spreche ich einfach mal pauschal die Fähigkeit ab, bei nassen, schmierigen und mit Reibwertsprüngen übersähten Straßenverhältnissen den Bremsweg einer aktuellen ABS-Generation zu unterbieten. Da halte ich das eher für eine Hybris der Rufer. Ich kann jedenfalls nicht besser bremsen als ein aktuelles ABS. Ich bin nicht alle, aber doch viele, denke ich.

Und komme mir keiner mit dem Steinzeit-ABS der K100 selig von vor 25 Jahren. DA kann auch ich besser bremsen, ist schon recht. Zur Erinnerung: Das war die Zeit, als Lettland "Der Russe" war und nicht in der EU, Arnold Schwarzenegger war "Conan der Barbar" und die Leute hörten Walkman mit Cassette, die zwei Seiten hatte und man konnte keine Zufallswiedergabe anklicken.

MIR hat das ABS jedenfalls mehrmals definitiv einen Sturz verhindert. Die Sturzteile kosten übrigens meist mehr als das ABS Aufpreis, sofern es überhaupt noch Aufpreis kostet. Ab 2016 dann ja wohl eher nicht mehr.

Und nein, ich bin kein ABS-Jünger der Sicherheitsreligion. Ich fahre mit Freude meine Eimer, mit und ohne ABS. Ich kann ja beides im Rahmen meiner Möglichkeiten.

Nur sowas zum Gesetz zu machen tut nicht Not, sowas regelt tatsächlich der Markt recht zuverlässig, jedenfalls in .de. In .it sieht es da anders aus, weil sicherheit uncool ist und in fr. wahrscheinlich sieht es auch anders aus, weil da ja alle besser fahren können als alle anderen und so. Von daher ist zumindest für .fr und .it tatsächlich ein sicherheitsgewinn da, der kaum jemandem weh tut, höchstens das Ego ankratzt.

Zu überlegen wäre noch, ob die Möglichkeit besteht, daß Hersteller sagen: "Ja nüh, nu isses Pflicht, dann können wir es auch nicht mehr als Verkaufsargument dem Kunden vorstellen. Dann stellen wir die Entwicklung halt ein und sagen: Hat ABS. Ob gutes oder schlechtes ABS is uns egal, günstig muß es sein"

Ob das Weiterentwicklungen begünstigt?
Grüße, Jens

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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon scheppertreiber » Mi 21 Nov, 2012 19:11

1. Mir hat noch niemand schlüssig erklären können wie ABS beim Mopped funktionieren soll.
2. Gespanne ? Gibt kein ABS. Ende eine Fahrzeuggattung ?
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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon Herbert aus Hamburg » Mi 21 Nov, 2012 19:12

Ich kann mir gut vorstellen ein ABS einzuschalten wenn ich bei Sauwetter im stressigen Wochenendrückreiseverkehr beispielsweise an Köln vorbei muß.
Im Normalbetrieb gerade mit dem Gespann möchte ich aber nicht das mir irgendwas in meine Fahrmanöver hineinpfuscht. Gerade bei Schnee und Eis
kann ich das gar nicht gebrauchen. Das käme einem Verzicht von rund 50% meiner Möglichkeiten gleich. Da könnte ich ja gleich ins Taxi steigen.
Oder mich vom Onkel Doktor anpassen lassen...

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Mit Religiösen zu diskutieren ist, als würde man Schach gegen eine Taube spielen. Es ist gleichgültig, wie gut man das Spiel beherrscht,
die Taube wird die Spielfiguren umschmeißen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als habe sie gewonnen.
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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon fleisspelz » Mi 21 Nov, 2012 19:27

Wer von Euch plant denn grade den Neukauf eines Krades für 2016? :-D
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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon scheppertreiber » Mi 21 Nov, 2012 19:29

fleisspelz hat geschrieben:Wer von Euch plant denn grade den Neukauf eines Krades für 2016? :-D


Darum geht es nicht.
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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon OldMan » Mi 21 Nov, 2012 19:33

Bei der Teilnahme an etlichen Sicherheits- und Renntraining stellte ich immer wieder fest, bei Nässe schafft es kaum jemand, den Bremsweg einer 650 er BMW X-Country zu unterbieten (mit ABS). Bei Trockenheit und Heizen mit der KTM Clique schaltete ich es ab, da war mir das Risiko zu groß. dass die Bremse plötzlich auf Grund von unebener Strasse aufmacht, blöd wenn man auf der letzten Rille um`s Eck fährt.
Natürlich ist ein Renn ABS einer 1000 RR um Welten effizienter, da dürfte es auch für Profis langsam eng werden, zumindest wenn gegen Ende des Turns die Konzentration nachlässt.

Wer das nicht will, alte Kiste behalten, wird ja keiner gezwungen, was neues zu kaufen 8)
Bei mir im Forum haben sich dieses Jahr einige (glücklicherweise ohne große Folgen) auf die Nase gelegt, mit ABS wäre von denen keiner gestürzt, alles "alte Hasen", die schon etliche Kilometer in ihrem Leben gefahren haben :!:

http://www.bosch-motorcycle.com/de/ubk_ ... efits.html
Bild mit Enfield Rahmen, Scheibenbremse, Zahnriemen, Nr. 295 von 310
EX.: 38 völlig unwichtige Mopeds

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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon dirk » Mi 21 Nov, 2012 19:44

ABS mus kommen. Warum? Weil die Menschen immer doofer werden. Warum werden die Menschen doofer? Aufgrund fehlender natürlicher Auswahl. Und was ist das? Ein Teufelskreis. 8)
Heute in drei Jahren ist es endlich wieder soweit.
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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon Uwe Steinbrecher » Mi 21 Nov, 2012 20:36

fleisspelz hat geschrieben:Wer von Euch plant denn grade den Neukauf eines Krades für 2016? :-D


Ich! :-D also nicht unbedingt 2016 aber irgendwann schon :-D Wenn ich dann eins ohne ABS will gehts nicht mehr.

Nur das ganze geht schon wider am Thema vorbei.

Dass das ABS am Moped funktioniert sieht jeder, der mal an einem Sicherheitstraining teilgenommen hat.
Die Bremswege sind erstaunlich kurz. Und es dauert erschreckend lange bis der gemeine Sonntagsbiker überhaupt mal bis in den Regelbereich kommt.
Ohne ABS würde vermutlich nur jeder 10. überhaupt so stark bremsen.
da eine nicht unbeträchtliche Zahl der dortigen Teilnehmer aber schon mit geradeausfahren stark gefordert scheinen, halte ich eine Feinmotorische Koordinationsleistung wie starkes Bremsen an der Blockiergrenze bei feuchter Straße und teilweise auftreten von Bitumen. Für schlicht nicht beherschbar.
Das zur ABS sin Diskusion

Jetzt zur Politischen Ebene.
Wer unter dem ABS leidet?
..sind alle potentiellen Selberbauer, die billigen Chinesen, was ist mit Ural, Royal Enfield u.s.w
also alle Anbieter in Europa die mit geringen Stückzahlen oft am unteren Preisrand aber manchmal auch mit erheblicher Exclusivität ein paar Motorräder im Jahr auf den Markt werfen und auch einige Kunden haben. Im Sexy Fred tauchen da immer mal welche auf.
Mit ABS Pflicht siehts da schlecht aus. Erstens wegen dem Preis, aber auch wegen der Verfügbarkeit des ABS.
Moto Morini wollte angeblich mal ABS verbauen, konnte aber von Bosch nicht beliefert werden. (Hab ich nur als Gerücht gehöhrt, könnte mir aber vorstellen dass es stimmt :( )
BMW, Bosch aber auch ducati u.s.w. haben also auf einen Schlag einige lästige Konkurenten weniger.
Dabei gehts vermutlich weniger um die Stückzahlen, sondern eher darum dass solche Exoten die Preise verschieben und zwar meist nach unten. Und dann könnte es ja auch geschehen, dass so ein kleiner auf einmal die Eierlegende Wollsau unter den Motorrädern erfindet, das nur 100 Kg wiegt 200 Läuft Saubequem ist 2 Liter Sprit verbraucht, nicht kaputt geht, gut aussieht und nur 4000 Euro kostet :tach: .
Fände ich persönlich schade wenn uns so etwas nicht erreichen würde nur weil Bosch dem Hersteller leider kein ABS liefern kann.:"Exclusivvertrag mit BMW dass verstehen sie doch sicher. Oder :?: "
:wink:
Die Ausnahmeregelung für kleinhersteller könnte ja auch bei der Abstimmrunde in Brüssel vergessen werden. "Tut uns leid! Wirklich! Ich verspreche ihnen dass wir schon im nächsten Herbst, ganz sicher aber bis zum Spätsommer in drei Jahren über diesen Punkt debatieren werden. Es spll schließlich keiner sagen wir würden die Märkte manipulieren. :oops:
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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon fleisspelz » Mi 21 Nov, 2012 20:52

Ich entsinne eine vergleichbare Diskussion bei der rückwirkenden Einführung einer AU-Verpflichtung für Krafträder ab 1989. Die Customizer Szene ist seither gewachsen.
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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon Uwe Steinbrecher » Mi 21 Nov, 2012 23:26

fleisspelz hat geschrieben:Ich entsinne eine vergleichbare Diskussion bei der rückwirkenden Einführung einer AU-Verpflichtung für Krafträder ab 1989. Die Customizer Szene ist seither gewachsen.


Na dann ist ja gut.
Sollten wir uns doch alle entspannt zurücklehnen und uns darüber freuen, dass einige Menschen in Brüssel nur dass von uns wollen was sie für unser bestes halten..........Bild
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Re: ABS wird wohl Pflicht für neue Kräder

Beitragvon Beste Bohne » Do 22 Nov, 2012 06:20

Sowas hat der fleißige Pelz nicht gesagt.

Und ich auch nicht.

Und Moto Morini muß dann halt woanders kaufen, wenn das Gerücht denn stimmt, was ich nicht glaube. Bei Ate zum Beispiel. Oder bei Honda. Da haben sie ja Auswahl genug.
Vielleicht haben sie sich bei den Verhandlungen mit Bosch ja auch einfach blöd angestellt, sowas soll es ja geben.

Und die Schinesen sind sicher in der Lage sowas bei sich fertigen zu lassen, wenn sie wollten. Ein 10Jahre altes System ohne Patentschutz reicht für die Gesetzeslage doch völlig aus.
Vielleicht ist aber auch der europäische Markt mit seinen paar Spinnern, die so ein Krad haben wollen nicht wirklich relevant für sie? Dann lassen sie es halt und die Maschinen gibt es hier dann halt nicht mehr.
Grüße, Jens

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