Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon mike58 » Mo 13 Feb, 2023 21:13

Steuerzeiten, Nockenwellen.
Ich machs mir einfach, da viele Hersteller viele verschiedene Empfehlungen haben wann Einlass und auslass öffnet und schließt und viiele gleiche Nocken oft nicht wenig Tolaranzen haben.
So stell ich bei Null Ventilspiel, was zumeist dem warmen Betriebszustand entspricht, und versuche im Überschneidungs-OT auf gleichen Ventilhub zu bekommen, das funktioniert immer.
Werte bis 10 Grad vor und nach OT ebenso. Wobei dreht man die ÜS vor OT gesellt sich der höchste Drehmoment eher früh an. Werte nach OT eher in den oberen Drehzahlen.
Wenn man berücksichtig kleinerer Vergaser Drehmoment von unten, also früh, größerer Vergaser eher über Drehzahl. dickerer und Langer Krümmer Drehmoment früh, kurzer kleinerer Durchmesser Leistung eher oben.
Ansauglänge lang Drehmoment, je kürzer desto Drehzahl usw.
Bei dir einfach Deckel runter, KW auf OT beide Ventile geschlossen ergo ZOT Gradscheibe fixieren 360 Grad weiter ÜSOT, hier alles auf gleichen Vh montieren Einstellnuten und Zahnräder markieren alle drei Möglichkeiten notieren, fertig.
Entscheidungshilfe, Apfelbeck lesen, gucken wann 100 ms Strömungsgeschwindigkeit am Ventil sind, hier ist der höchste Drehmoment zu erwarten und hierbei die mittlere Kolbengeschwindigkeit im Auge behalten, sollte in deinem 'Fall die 20m/s nicht groß überschreiten, also eher alles Richtung Drehmoment trimmen.
servus
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon mike58 » Mo 13 Feb, 2023 21:33

No a bisserl Senf,
I glaub du hast es kapiert, No a Tipp.
Beim Jonas seiner Terrot ward es uns verwehrt aufgrund des Sackzylinders einen anderen Brennraum zu kreieren der mehrbVerdichtung generiert, schönes Anschaugungsmaterial im Internet siehe SV-Fibel Lektüre für russische Boxer.
servus
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon mike58 » Mo 13 Feb, 2023 21:41

EIN schwarz gemachter
Aludeckel ohne Dichtung könnt ich mir gut vorstellen, lies dazu die SV-Fibel, mit M18*1,5er Gewindeturm für eine beheizte Breitbanlambdasonde zur Abstimmung als Kühlturm getarnt :lol:
servus
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Mo 13 Feb, 2023 21:52

mike58 hat geschrieben:Bei dir einfach Deckel runter, KW auf OT beide Ventile geschlossen ergo ZOT Gradscheibe fixieren 360 Grad weiter ÜSOT, hier alles auf gleichen Vh montieren Einstellnuten und Zahnräder markieren alle drei Möglichkeiten notieren, fertig.
Entscheidungshilfe, Apfelbeck lesen, gucken wann 100 ms Strömungsgeschwindigkeit am Ventil sind, hier ist der höchste Drehmoment zu erwarten und hierbei die mittlere Kolbengeschwindigkeit im Auge behalten, sollte in deinem 'Fall die 20m/s nicht groß überschreiten, also eher alles Richtung Drehmoment trimmen.

Hi Mike.
Ich danke dir für den Tip! Hab mich gestern bis in die Nacht damit befasst. Hab hier auch einen schöne Artikel gefunden (wenn auch eher für moderne Motorräder:
https://www.gaskrank.tv/magazin/technik ... ten-teil1/
(Ich glaube die Reden aber von etwas höheren Geschwindigkeiten als 80 km/h :grin: )
Grundsätzlich habe ich glaube ich deine Herangehensweise verstanden. ÜSOT eher früh, aber möglichst richtung OT. Das ist auf jedenfall eine Entscheidungshilfe. So mache ich das :smt023 Ich denke mal, von allem was ich so gesehen und gehört habe, wird die Terrot eh keine Rakete. Aber wenn sie flott losknattert ist mir das lieber als wenn sie sich bei top speed auseinander rappelt. Und es ist ja später auch mal schnell geändert.
Heute hab ich aber viel gemessen und festgestellt, dass meine gemessenen Werte nicht reproduzierbar sind. Hab sehr starke Abweichungen bei jedem neuen Messdurchgang. Die Kugellager in meinen Rollenkipphebeln eiern mächtig. Jetzt bin ich unsicher, ob ich die nicht lieber erstmal irgendwie austauchen sollte. Ich denke damit würde ich die Steuerzeiten stabiler und verlässlicher hin bekommen und gleichzeitig das Leben der Nockenwelle verlängern (sieh letzte Seite). Da muss ich mich erstmal schlau machen, bevor ich alles wieder zusammen baue. Oder meinst du ich bin da zu pingelig? Hab nur ein bischen Sorge dass das nicht so einfach wird. Lager scheint es keine passenden zu geben...
Schönen Abend
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Mo 13 Feb, 2023 22:01

mike58 hat geschrieben:EIN schwarz gemachter
Aludeckel ohne Dichtung könnt ich mir gut vorstellen, lies dazu die SV-Fibel, mit M18*1,5er Gewindeturm für eine beheizte Breitbanlambdasonde zur Abstimmung als Kühlturm getarnt :lol:
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SV Tuning vom Typ Bert Munro? :smt023 Da werde ich mal nach googlen. Eine Breitband Lambda-Sonde mit Anzeige habe ich sogar noch. Ne, Moment... Die kommt in den Auspuff... Schraubt man die Dinger heutzutage in den Kopf??? Grundsätzlich wäre das ne schöne Sache!! Ich denke bei dem Motor lässt sich noch ein bischen Leistung rausholen. Aber erstmal soll er original laufen. Der neue Zylinder muss ja auch erstmal eingefahren werden. Danach bin ich für jede Schandtat zu haben :grin:
Ihr tüftelt doch auch an einer neuen Nocke für Jonas, oder? Wird die dann auch etwas größere Steuerzeiten haben?
Und nur so als Idee: Könnte man Jonas Zylinder nicht am Fuß etwas abdrehen um die Verdichtung zu erhöhen? Dürfte doch eigentlich gar nicht so aufwändig sein.
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Willy » Mo 13 Feb, 2023 22:10

KLEINER MOTIVATIONS-SCHUB: :smt049


Terrot&Wieland.jpg
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Jonas » Mo 13 Feb, 2023 22:28

Heiko hat geschrieben:Die Kugellager in meinen Rollenkipphebeln eiern mächtig.

Kannst Du die Achsen vielleicht auspressen? Passgenaue Auflagefläche schaffen und dann mit einem entsprechenden Stempel von der anderen Seite (z. B. im Schraubstock) drücken? Aber wenn´s da Bruch gibt, weia.
Oder sauber einspannen und versuchen, die Achsen auszubohren?

Heiko hat geschrieben: Wenn ich gewusst hätte wie zermürbend so ein alter Eimer ist, hätte ich mir einen E-Scooter gekauft.

Lektionen in Demut. :D Seh´s als Meditation, oder so.
Ich hab mir für die Zeit, in der die Terrot in der Mache war, eine 42er Royal Enfield gekauft. Vom Vorbesitzer eigenhändig restauriert! :omg: War ´ne Katastrophe, das Ding, natürlich, aber da konnte ich fast alles selbst machen, hatte keine Berührungsängste und war kaum auf andere angewiesen. Fährt mittlerweile auch recht schön.
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Jonas » Mo 13 Feb, 2023 22:52

Willy hat geschrieben:KLEINER MOTIVATIONS-SCHUB: :smt049

Sehr schön!
...und noch mehr Motivation. 11.2017 gekauft, erste Ausfahrt 23.08.2018. Aber das war vor der großen Revision. Du machst ja direkt alles von Grund auf fit... Gut so!
IMGP9612.JPG
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Di 14 Feb, 2023 20:11

Willy hat geschrieben:KLEINER MOTIVATIONS-SCHUB: :smt049

Hey.
Ich danke dir! Eines nicht allzu fernen Tages bin ich das auf dem Alteisen :grin: Ich freu mich schon!!!
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Di 14 Feb, 2023 20:38

IMG_20230214_161800.jpg


Jonas hat geschrieben:Kannst Du die Achsen vielleicht auspressen? Passgenaue Auflagefläche schaffen und dann mit einem entsprechenden Stempel von der anderen Seite (z. B. im Schraubstock) drücken? Aber wenn´s da Bruch gibt, weia.
Oder sauber einspannen und versuchen, die Achsen auszubohren?

Heute zurück in der Werkstatt. Hat mir keine Ruhe gelassen. Hab mit einer befreundeten Schlosserei gesprochen, da dort ein junger Kerl arbeitet, der selber Oldtimer fährt. Er meinte: "Mit den eiernden Dingern bekommst du nie definierte Steuerzeiten. Ein Wunder dass es überhaupt lief." Kann ich nur bestätigen. Dass dieser Motor vorher lief grenzt an ein Wunder...
Mein Plan ist dieser: Achsen am Kipphebel ausbohren, Kugellager besorgen und wieder einbauen. Da die Achse extrem hart ist (ein Körnerschlag hat kaum einen Kratzer hinterlassen) benutze ich passende HSS Bohrer im passenden Durchmesser und die Schlosserei schweißt mir die ein. Das Ausbohren war dann wie zu erwarten etwas zäh. Aber sie sind draußen. Die Enden sind kegelig aufgeschmiedet. Daher war nix mit einfach austreiben. Nachdem ich den Kipphebel zerlegt hatte, stellte sich heruaus, dass es kein Kugellager ist, sondern eine massive Rolle, die auf einer ziemlich abgenutzten Achse lief. Ich bin so froh, diese Baustelle doch angegangen zu sein. Sieht furchtbar verschlissen aus im Inneren. Morgen werde ich mal rumtelefonieren und schauen, ob ich ein passendes Kugellager finde. Ich denke, das dürfte die Nocke für die nächsten Jahrzehnte glücklich machen und mir endlich stabile Steuerzeiten geben. Als Achse einen HSS Bohrer und am Ende etwas Kegelig aufgeschweißt. Ich hab zwar alle Schweißgeräte da, aber das überlass ich dann doch lieber den Profis. Außerdem finde ich immer, dass eine Werkstatt, wenn sie schon mit Rat und Tat zur Seite steht, auch ruhig etwas verdienen sollte. Das erstmal dazu. Sobald ich an dieser Baustelle weiter komme, poste ich neue Fotos. Steuerzeiten kommen danach. Ich denke, dann sind die auch exakt wie ein Uhrwerk. Und was ich mit den Zahlen anfangen soll, wonach ich mich richte und wofür ich im Zweifel entscheide, weiß ich mittlerweile dank euch. Danke Jungs!!!

Jonas hat geschrieben:Lektionen in Demut. :D Seh´s als Meditation, oder so.
Ich hab mir für die Zeit, in der die Terrot in der Mache war, eine 42er Royal Enfield gekauft. Vom Vorbesitzer eigenhändig restauriert! :omg: War ´ne Katastrophe, das Ding, natürlich, aber da konnte ich fast alles selbst machen, hatte keine Berührungsängste und war kaum auf andere angewiesen. Fährt mittlerweile auch recht schön

:grin: Hast ja recht. Ich bin eher ein ungeduldiger Typ... Ich möchte die Terrot im Frühling fahrbereit haben. Aber um schlampig zu arbeiten kenne wir uns nun schon zu lange (also ich und der Franzosen Eimer). Die Kipphebel sind ein gutes Beispiel. Nix klappt, ich bin frustriert, würde alles am liebsten wieder zusammensetzen. Dann schlafe ich eine Nacht drüber und am nächsten Tag mache ich es dann eben doch richtig. Am Motor Probleme ignorieren fällt später sowieso auf eine zurück... Insofern... Außerdem muss man wissen, dass ich ein sehr sarkastischer Typ bin. Da darf man nicht jedes Wort auf die Goldwage legen. Hat ja einen Grund warum mein jüngstes Fahrzeug von 1992 ist :-)
Ich lerne jeden Tag dazu und liebe es! Das Gejammere kann man gerne überhören :-D
Jonas, sobald ich das Gefühl habe dem Meister der Terrot unter die Augen zu treten, komme ich zu Besuch!
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon schnupfhuhn » Di 14 Feb, 2023 20:50

Als Achse einen HSS Bohrer und am Ende etwas Kegelig aufgeschweißt.


Ich bin dagegen. Es gibt gehärtete, geschliffene Wellen aus 1.2210, die sind innen weich aber an der Oberfläche hart. Der Meter von dem Zeug kostet nur ein paar Euro. HSS schweissen heißt eigentlich durch die Blume gesagt "es wird neben der Schweißnaht brechen"

Gibt es nix modernes was man umarbeiten kann? Rollenschlepphebel von BMW (hat Citroen sowas auch?) oder so?
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Mi 15 Feb, 2023 09:50

schnupfhuhn hat geschrieben:Es gibt gehärtete, geschliffene Wellen aus 1.2210, die sind innen weich aber an der Oberfläche hart. Der Meter von dem Zeug kostet nur ein paar Euro. HSS schweissen heißt eigentlich durch die Blume gesagt "es wird neben der Schweißnaht brechen"

Gibt es nix modernes was man umarbeiten kann? Rollenschlepphebel von BMW (hat Citroen sowas auch?) oder so?

Den gehärteten Stahl habe ich gefunden. Werde ich bestellen. Danke für den Tip!! Wusste gar nicht, dass man das so einfach bekommt...
Ob es ähnliche Rollenkipphebel gibt, weiß ich nicht. Da fehlt mir schlicht das Wissen oder die Möglichkeit es herauszufinden. Allerdings scheint mir der Terrot Kipphebel doch ein sehr spezifisches Teil zu sein. Wäre überrascht wenn es was passendes gäbe. Es gibt noch gebrauchte Kipphebel aus Frankreich. Allerdings sind die eben auch 90 Jahre alt und daher wahrscheinlich auch verschlissen.
Leider finde ich keine passenden Kugellager. Die 16mm Außendurchesser stehen fest. In 6mm Innendurchmesser gibt es die nur in 5mm Breite. Die originale Rolle hat 7mm Breite.
Eine Möglichkeit ist ein Lager von einem Hersteller für Oberfräsen. Das hat 6 innen, 16 außen und 6mm Breite. Aber ob das geeignet ist...
Ansonsten gibt es noch Lager in 6 mm Breite bei einem Innendurchmesser von 8mm. Da könnte ich einfach das Loch im Kipphebel vergrößern. Trotzdem wäre das Lager immer noch 1mm schmaler.
Die letzte Möglichkeit wäre, dass ich die alte, massive Rolle wieder einbaue und eben nur eine neue Welle dafür benutze. Wie man auf den Fotos sieht, ist hauptsächlich die Welle verschlissen. Ich denke mal, dass die Rolle auch etwas Verschleiß hat, aber wahrscheinlich nicht relativ wenig. Ich werde das heute mal prüfen, indem ich die Rolle auf einen neuen 6mm Bohrer schiebe und dran wackle. Aber ich denke damit wäre das meiste Spiel raus. Und ich müsste mir keine Sorgen um Axialspiel machen.
Was meint ihr? Was würdet ihr machen? Ist es die verminderte Reibung und Präzision eines Kugellagers wert um auf 2 bzw. 1mm Auflagefläche zu verzichten? Oder doch lieber die originalen Rollen weiter verwenden?
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon hiha » Mi 15 Feb, 2023 10:04

Ein Kugellager hat möglicherweise nicht genug Tragfähigkeit für eine einigermaßene Lebensdauer, zumal der Aussenring viel zu dünnwandig ist. Ein vollnadliges Nadellager wär sicher besser. Solche laufen heute normalerweise in PKW an Ventiltrieben. Leider haben die keine "runden" Achsdurchmesser. Ich schau mal in meinen Fundus, vielleicht hab ich das was Passendes. Man könnt natürlich selber welche machen, Lagernadeln gibts, aber Rolle und Achse müssen halt wirklich genau zylindrisch sein, sonst gibts Salat.
Was haben KTM und Husqvarna an ersatz-Kipphebelrollen für Maße?
Gruß
Hans
P.S: HSS-Bohrer haben ab ca. 3mm schon weiche, stumpf angeschweißte Schäfte. Damit hättest Du wenig Freude.
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Jonas » Mi 15 Feb, 2023 10:21

Neue Achsen und die vorhanden Rollen ausbuchsen wäre keine Option? Es gibt doch ölgetränkte (?) Gleitlagerbuchsen aus Bronze? :gruebel: Und ein bissl Ölnebel sollte da doch zusätzlich eh hinkommen?
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Willy » Mi 15 Feb, 2023 10:38

genau so.
bei meinem regina-gespann war´s auch so und nur durch ölnebel geschmiert-lief einwandfrei.
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