Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Mi 29 Mär, 2023 19:08

IMG_20230327_214925.jpg
Dann habe ich mir Gedanken zu dem Thema spätere Einstellungen oder Wartungen gemacht. Der OT ist bei montiertem Kopf nicht leicht zu finden. Und solange ich noch messen kann... Ich wollte also irgendwas für später.
Ich habe das Ritzel so montiert, dass es mit dem Keil in der Nut in Drehrichtung auf Anschlag liegt. Also das Ritzel auf der Welle vor dem festziehen nach rechts gedreht (Motor dreht nach links). Dann habe ich mir eine Aluplatte gedengelt und dort und auf der Riemenscheibe für die Lichtmaschine Kerben gemacht; eine bei OT, eine bei 6 Grad Spätzundung, eine bei 35 Grad Frühzündung und eine bei 40 Grad. Damit lässt sich später der OT finden und die Zündung mit Stroboskop finden. Schwer zu erklären... Bilder sagen mehr als tausend Worte...
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Mi 29 Mär, 2023 19:09

IMG_20230327_214937.jpg
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Mi 29 Mär, 2023 19:14

IMG_20230322_204402.jpg
Weiter im Zusammbau:
Hier meine Lösung zu der Frage danach, ob der Ringspalt zwischen der Ölleitung des Steuerdeckels und des Gehäuses so richtig ist. Ich habe einfach einen passenden O-Ring drauf gesteckt. Es scheint ja so zu sein, dass das Öl sowieso per Unterdruck angesaugt wird. Da wäre der Spalt egal. Aber ich dachte mir, ein O-Ring könnte den Spalt etwas verkleinern und dann sicher nicht schaden. Ich denke ich übertreibe das Nachdenken ein wenig, aber wenn das Ding schonmal so zerlegt auf der Werkbank liegt... Bin für jede Kritik offen...
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Mi 29 Mär, 2023 19:20

IMG_20230328_103651.jpg
Dann kam noch der Deckel für die Kette der Zündung. Da ist wieder eine Verbindung der Ölleitung drin. Auch da habe ich schonmal überlegt, wie man das möglichst gut abdichtet. Irgendwie denke ich, dass das bischen an Öl ja doch möglichst ohne Verluste ins Innere des Motors gelangen sollte. Da habe ich dann einfach ein passendes Stück Silikonschlauch abgeschnitten und eingesetzt.
Witzigerweise war das letztes Jahr eines meiner ersten Fragen. Da ist eine Nut in die doch eine Dichtung gehört. Wo finde ich raus was da reingehört und wo kann ich es kaufen??? Nun, ein Jahr später, habe ich verstanden, dass man auf die vorherigen Fragen nur Schulterzucken als Antwort bekommt. Es gibt keine Infos, keine Ersatzteilnummern und keine Fachhändler. Man muss Entscheidungen treffen und improvisieren. Ich habe mich für das entschieden, was da war (Silikonschlauch). Und ringsherum ein bisschen Gehäusedichtmasse. Wird schon schiefgehen.
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Mi 29 Mär, 2023 19:22

IMG_20230328_120021.jpg
Nun, da der Motor komplett ist, wird es Zeit für den Einbau. Ich bin gespannt. Langsam wird aus dem Alteisen, ein potentielles Fortbewegungsmitttel...
Hier zwei Fotos
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Mi 29 Mär, 2023 19:22

IMG_20230328_120058.jpg
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Mi 29 Mär, 2023 19:28

Eine Frage bleibt mir noch. Ich habe die alten Zylinderkopfschrauben ausgemustert. Da es mir schien, dass es M8 Schrauben sind, habe ich die Gewinde nachgeschnitten und Schrauben aus der Keksdosen eingebaut. Passt super. Aber beim Anziehen der Schrauben mit 42,5 Nm fühlten sich einige Schrauben etwas "weich" an. Was meint ihr? Sollte ich nochmal neue Schrauben in 10.9 bestellen und die austauschen? Oder erstmal fahren und kucken was passiert? Fest sind sie... Auch der Zylinderkopf war um ein paar Hundertstel kippelig auf dem Zylinder. Ich denke, das gleicht die Z-Kopf-Dichtung aus, oder? Wenn ich hier jetzt auf den letzten Metern Mist baue, dann bremst mich bitte aus.
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Heiko » Mi 29 Mär, 2023 19:39

@Jonas. Weil wir drüber gesprochen haben... Hier ist noch der Link zu dem französichen Forum mit dem super detailierten Resaturationsbericht (für alle Terrot Neulinge sehr zu empfehlen... einschließlich google translate...):
https://www.team-r8.com/discussions/res ... 935.29287/
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Jonas » Mi 29 Mär, 2023 20:29

IMG_20230328_120058.jpg

:smt049 :smt049 :smt049

Heiko liefert! :-)

Heiko hat geschrieben:Eine Frage bleibt mir noch. Ich habe die alten Zylinderkopfschrauben ausgemustert. Da es mir schien, dass es M8 Schrauben sind, habe ich die Gewinde nachgeschnitten und Schrauben aus der Keksdosen eingebaut. Passt super. Aber beim Anziehen der Schrauben mit 42,5 Nm fühlten sich einige Schrauben etwas "weich" an.

:shock: Da würde ich behauten, dass das viel zu viel Anzugsmoment ist! Wenn´s sich schon weich anfühlt, uh... :gruebel:
Ich tät´s nach Gefühl anziehen und statt auf´s letzte Quentchen NM eher auf Gleichmäßigkeit achten. Nachziehen musst Du eh, wenn du die erste Runde gedreht hast.

Danke für den Link, den kannte ich noch nicht! Direkt mal stöbern... :smt023

Heiko hat geschrieben:Ich bin gespannt, wie die Kiste damit rennt. Vielleicht ist ein Rennen mit Jonas ja aufschlussreich :-D

Ich hab irgendwie im Gefühl, dass die Terrot gut laufen wird... Bin gespannt!
"Hinterher hat man's meist vorher gewusst." (Horst Evers)
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon mike58 » Do 30 Mär, 2023 11:49

Stimmt,
Bei den alten Mühlen bleibt der Drehmoment in den meisten Fällen an der Wand hängen und wandert in die mittleren Fingerfalten am Ringschlüßel,
''''''''''''''''''''Zeigefinger 1.Stufe, 2 Stufe ZF+ Mittelfinger und so weiter. Drehmomentschlüssel eichen lassen und immer nach Gebrauch entspannen, gebrauchte Schrauben sind meist vorgedehnt, so stimmt nix mehr.
So etwas hat eine Hausfrau im Gefühl.
servus
Mike :floet:
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Lederclaus » Do 30 Mär, 2023 13:38

mike58 hat geschrieben:Stimmt,
Bei den alten Mühlen bleibt der Drehmoment in den meisten Fällen an der Wand hängen und wandert in die mittleren Fingerfalten am Ringschlüßel,

So etwas hat eine Hausfrau im Gefühl.

So siehts aus. Bei den 650er Uralmotoren war ein Drehmoment von 27 Nm für die Zylinderkopfmuttern angegeben. (M8x1 in einer unnachvollziehbaren Qualität und Festigkeit). Mit dem angegebenen Drehmoment hat man die Bolzen garantiert kaputt gemacht, spätestens beim 2. oder 3. mal. Also Anziehen bis fest aber aufhören bevor weich. Wenn weich raus und neu.
8.8 mit Muttern in Festigkeit 8 sollte das bei dem niedrig verdichteten Motor gut klappen.

Übrigens ist das Nachschneiden solcher Gewinde auch so eine Sache. Solche Gewinde werden bei der Herstellung gewalzt. Beim Schneiden oder Nachschneiden wird der Faserverlauf durchtrennt und die Festigkeit läßt nach.
Man KANN das zur Not machen. Wenn man es zu Hause ordentlich machen möchte, würd ich persönlich nicht nachschneiden, wenn ich andere Möglichkeiten hätte. (Ich hab aber auch schon nachgeschnitten, als es nicht anders ging)
Look!
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon schnupfhuhn » Do 30 Mär, 2023 14:01

Ist der Stehbolzen im Aluminium? Dann wäre ich ab jetzt sehr vorsichtig.
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Zimmi » Do 30 Mär, 2023 14:04

Jonas hat geschrieben:
IMG_20230328_120058.jpg

:smt049 :smt049 :smt049

+1
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon Zimmi » Do 30 Mär, 2023 14:09

schnupfhuhn hat geschrieben:Aluminium

...ist doch bei Zylinderdeckel und Zylinderfuß nicht.
Durchgehende Stehbolzen sind auch nicht.
Deckelschrauben gehen in den Zylinderfuß, der wiederum ist auf Stehbolzen im Alu-Kurbelgehäuse angemuttert... :fiessgrinz:
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Re: Terrot HST 1929 / Frankensteins Wiederherstellung

Beitragvon mike58 » Do 30 Mär, 2023 15:57

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Kurbelgehäuse aus Alu, alte Zylinder 40 Nm neue Nikasilzylinder 35, Alu verzeht nix, warm kalt saurer Regen Salz,Lebensäußerung es Motors, pulsartige unvorstellbare mächtiges Ziehen und Reißen, aufblasen und zusammenziehen, meist stumm und klaglos, ich hab schon Pferde kotzen sehen. Eigentlich ein WUNDER DAS das alles sso funktioniert Ein Auslassventil wird bis zu 800 Grad heiß also rot glühend und gibt seine Wärme an den Sitz und die Führung ab im schnellen Stakkato weiter das ist wie ein Wüsten-Gekko der immer zweibBeine in der Lufthat um sich nicht die Füße auf dem heißen Wüstensand zu verbrennen. Dann kommt hinzu ist der Zylinder aus Guss oder aus Alu und wieviel dehnt sich der aus, sprich wächst sprich zieht an den Zugankern und zzieht bei knapp und hoher Leistung hoher Verdichtung KLingeln, super, die Gewinde aus dem Gehäuse um so besser wenn der Blödel am Schraubenschlüssel seine Mannhaftigkeit unter Beweis gestellt hat und die eh dchon vor und x-fach ausgedehnten ZUganker und trotzog verdrossenen Zug-Stehbolzem, je kürzer desto empfondlicher, noch eine Schippe oben drauf liegt, viel hilft viel. Knack und Back.
Entweder neue Schrauben und Muttern wie der Claus richtig zum Besten gab oder man geht 5-10 Nm runter.
Das erste ist kompromisslos gut, das zqwite eigentlich Pfusch und knickrig.
Dann bleiben so Ausdrücke wie Dreckskarre und Geraffel Klump usw aus.
Darum sollte man auch den Motor sanft auf Temperatur bringen erst dann spannt sich die Steuerkette und das Ventilspiel geht in Richtung null und setzt die Ventile sanft auf das Öl schmiert und puffert usw.
Aber wir lieben :smt049 :smt049 :smt049 ja unsere Mopeds,oooooder :gnack: :D .
servus
Mike :weg:
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