Nachbereitungszeit ... war ja grad in Island endurieren, daher auch auf jene Reise etwas angepasst (aber DAS ist wirklich Wikingerland weil anders kamen die Leute da nicht hin):
Auf deutsch: Outdor-Tips für Skandinavienreisen.
Oiso, das Problem ist die Feuchtn. ... und der Wind. Nicht immer fand sich ein Platz mit häringsgängigem Boden. Wir waren froh ein geodätisches (selbststehendes) Kuppelzelt mitgehabt zu haben, mit Außengestänge und eingehängtem Innenzelt. Steht notfalls ohne Genagel, mit einer Schnur am Hinterrad des Moppeds am Mopped verzurrt als Aufbauhilfe. Das Zelt wurde öfter mal feucht oder nass eingepackt und auch wieder so aufgebaut. Daher ist ein Lenzfetzen (Microfaser-Putztuch) zu empfehlen, das mit sagenhafter Wasseraufnahme und Auswringerei das trockenwischen des Zeltes INNEN ermöglich so dass man sich in ein lediglich feuchtes Zelt legt, bzw trocknet diese Restfeuchte recht flott wegen dem Wind. Würd ich wieder kaufen: Husky Fighter aus Tschechien mit reichlich Platz für 2 + Gepäck
http://www.amazon.de/Husky-Extrem-Zelt- ... B000V6F6N4Zwei Isomatten gehen gut rein mit einer halben Matte Platz dazwischen, und mit 1,80 Körperlänge kommt man da drin noch gut zurecht. Viel größer (länger) sollte man nicht sein. Die Grundfläche ist sechseckig, so dass jeder noch reichlich Platz für Helm, Jacke, Rucksack etc auf seiner Seite hat.
Landkarten folieren, mit passender Folie. Verdoppelt den Wert zwar, aber vervielfacht die Haltbarkeit, speziell bei Ins-Tankrucksackfach-Wuzelung - http://motorang.com/reisen/tips.htmStimmt noch genau so, auch wenn inzwischen von digitalem Wunderwerk unterstützt ist doch die Analogkarte in wasserbefestigter Ausführung ständig in Verwendung zwengs Übersicht. Der Verlag Reise-KnowHow hat Karten die direkt auf Folie gedruckt sind. die sind zwar auch nicht unzerstörbar und brechen an den Knicken irgendwann, sind aber jedenfalls wasserfest.
Gscheite Regenschuh. Die vom Tesch. Punkt.
http://motorang.com/motorrad/winterfahr ... m#kleidungLeider passen die nur knappst über Cross-Stiefel und werden da auch von innen aufgearbeitet (Aluschnallen), zudem recht kurz für potentielles Gefurte. Daher haben wir uns von der englischen Armee Mottenschutzsocken gekauft (rochen zumindest so), sogenannte Boot Liner, die es in knielang und Goretexausführung gibt. Die kommen über die Stutzen IN die Stiefel (notfalls ohne Innenschuh falls einer vorhanden wäre). Vorteil gegenüber "fertigen" Goretexstiefeln ist dass man die ausziehen, separat trocknen und wenden kann.
Sollte man etwas größer bestellen als es der Schuhgröße entspricht, meine waren recht knapp und nur mit dünnen Stutzen zu verwenden:
viewtopic.php?f=44&t=8841&p=150392&hilit=goretex+boot+liner#p150392Tarp zusätzlich zum Zelt. Öfter mal musste ich mich eines Regengusses erwehren beim morgendlichen Zusammenpacken, oder schnell mal eine halbwegs trockene mittägliche Picknickecke schaffenWar recht notwendig. Ich hatte ein Nordisk TentWing mit das knapp für drei gereicht hat. Vorteil gegenüber einer größeren Rechtecksplane war die bessere Sturmfestigkeit. Taugt.
http://www.amazon.de/Nordisk-Tentwing-T ... B001QC31ESHatte auf den Langseiten noch je eine zusätzliche Schlaufe angenäht, die hats auch gebraucht.
Angel mitnehmen, klarWar in Island keine Option, da war der Fokus woanders ...
Seam Grip und selbstklebende Nylonflicken mitnehmen. Jede Regenkombi ist nur so lange gut, solange man nicht ein Löchlein oder einen Riss hat ... Inzwischen spar ich mir das Nähen, hält auch so: Saubermachen (Spiritus), Flicken druff, Ränder mit SeamGrip verpicken.
http://motorang.com/reisen/tips.htmZeltflicken verwendet, SeamGrip nicht benötigt aber dabei. Gibt es mittlerweile in kleinen Unterwegstübchen, sehr klass. Halben Tag Trockenzeit einrechnen, wird unter Feuchtigkeit schneller fest.
Akkulader spart Batterienkauf
http://motorang.com/reisen/tips.htmFast nicht benötigt. Hatte einen Eneride Untiversallader auch für Lithiumakkus mit, damit konnte man theoretisch alle unsere Kameraakkus laden, wurde aber nur zweimal benötigt um Reserveakkus zu laden. Stirnlampe bauchts sommers kaum da sehr sehr lange hell und auch nachts nicht dunkel.
Gute Wäscheklammern und reichlich Schnur - damals war das Zelt täglich nass und nur trocken zu bekommen, wenn mans in einer Regenpause aufhängen konnte. Falls das mal nimmer geht, sind Jugendherbergen eine gute und bezahlbare Alternative, auch für ältere Semester ...Ja.
Weitere Selbstnotizen und Gedanken zur Ausrüstung:
Wenn man Alukoffer hat UND Furten fahren tut dann kommt zwingend irgendwann Wasser rein. Daher ist ein Lenzstöpsel oder eine Ablassschraube an tiefster Stelle bei geparktem Fahrzeug sehr angenehm. Hatte ich nicht und musste daher die Koffer mehrmals ausräumen, ausschöpfen, trockenwischen etc. Koffer so packen dass wasserunempfindliche Teile unten sind, weil da läuft auch nach Tagen noch das Schwitzwasser zusammen ...
Merinosocken sind superfein sollten aber nicht in den Trockner weswegen sie nach dem Waschen allermindestens eine Nacht auf einem Heizkörper oder in trockenem Wind zum Durchtrocknen brauchen. Dafür müffeln sie erst nach vier Tagen. Ein paar schnelltrocknender schnellmüffelnder Kunstfaserflauschsocken überbrückt hier ideal. Selbiges gilt für Unterwäsche ... wobei die aus Fleece etwas dicker aber auch bei Nässe noch wärmend wäre.
Weniger Werkzeug und mehr Ersatzteile machen insofern Sinn als man Werkzeug fast immer irgendwo organisiert bekommt, seltenere Ersatzteile aber nicht. Hatte daher beispielsweise Lichtmaschine und Pickup der Tenere mit sowie eine CDI, passende Kettenschlösser etc.
Mattenkombination hat sich wieder mal bewährt: dünne 8 mm Evazotematte (für Gewichtssparer tut auch eine Dreiviertelmatte) und drauf die leichteste der Therm-a-Rest-Matten gibt auch bei spitzen Lavasteinen oder Dornen halbwegs Sicherheit gegen Durchstich und eine Restsicherheit falls die Matte doch leckt. Dazu ein Kunstfaserschlafsack mit Komfortbereich im moderaten Minusbereich und alles ist gut.
Pfotenschutz: gegen Regen und Kälte: hatte Lenkerstulpen und normale Motorradhandschuhe, das war immer fein, speziell mit Griffheizung. An kalten nassen Tagen mit kalten nassen Furten und irgendwann auch kalten nassen Füßen (wenn die Furt mehr als knietief ist rinnt es oben in die Goretexstutzen rein ...) hätte ich mir warme Füße gewünscht, was durch Heizsohlen realisierbar gewesen wäre.
Helm: Gute Belüftung oder Heizvisier, sonst an schlechten Tagen Blindflug. bei Richards BMW-Hölm hat ein Pinlock-Visier gut funktioniert.
Soviel dazu.
Gryße!
Andreas, der motorang