Außertürige Anratungen fyrs Wikingerland

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Beitragvon motorang » Sa 16 Jun, 2007 06:22

junakreiter hat geschrieben:das ganze zeug nimmst aber nicht im ernst mit ?
ich mein ich habs nicht durchgelesen, aber es ist sicher zu viel.

alex.


Ach Alex ... :-D

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Beitragvon nattes » Sa 16 Jun, 2007 09:11

Seit mir in Portugal nächtens ein Birnchen ausgefallen ist,nehme ich immer Ersatzbirnchen mit.

Wenn schon das einfache Leben,dann aber mit allem Luxus. :-D

Gruß Norbert
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Beitragvon Blechroller » Sa 16 Jun, 2007 09:24

nattes hat geschrieben:Seit mir in Portugal nächtens ein Birnchen ausgefallen ist,nehme ich immer Ersatzbirnchen mit.

Wenn schon das einfache Leben,dann aber mit allem Luxus. :-D

Gruß Norbert

Sind -wie die meisten E.-Teile) in der Werkzeugrolle. Diesel frißt Rycklichter im 10er Pack....

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Beitragvon Dreckbratze » So 17 Jun, 2007 15:17

wie wärs mit dioden?
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Beitragvon Flint » Di 19 Jun, 2007 21:39

und wann gehts denn nun eigentlich los ? ich denk das müsst ja bald mal sein.
Gruss Harald

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Beitragvon Blechroller » Di 19 Jun, 2007 22:48

Flint hat geschrieben:und wann gehts denn nun eigentlich los ? ich denk das müsst ja bald mal sein.


Donnerstag 22.00 Uhr Nachtzug nach HH, Freitag dann -so die DD-Düsenleitung will- nach Dänemark, Schweden.

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Re: Außertürige Anratungen fyrs Wikingerland

Beitragvon motorang » Di 16 Jul, 2013 21:55

Nachbereitungszeit ... war ja grad in Island endurieren, daher auch auf jene Reise etwas angepasst (aber DAS ist wirklich Wikingerland weil anders kamen die Leute da nicht hin):

Auf deutsch: Outdor-Tips für Skandinavienreisen.

Oiso, das Problem ist die Feuchtn.


... und der Wind. Nicht immer fand sich ein Platz mit häringsgängigem Boden. Wir waren froh ein geodätisches (selbststehendes) Kuppelzelt mitgehabt zu haben, mit Außengestänge und eingehängtem Innenzelt. Steht notfalls ohne Genagel, mit einer Schnur am Hinterrad des Moppeds am Mopped verzurrt als Aufbauhilfe. Das Zelt wurde öfter mal feucht oder nass eingepackt und auch wieder so aufgebaut. Daher ist ein Lenzfetzen (Microfaser-Putztuch) zu empfehlen, das mit sagenhafter Wasseraufnahme und Auswringerei das trockenwischen des Zeltes INNEN ermöglich so dass man sich in ein lediglich feuchtes Zelt legt, bzw trocknet diese Restfeuchte recht flott wegen dem Wind. Würd ich wieder kaufen: Husky Fighter aus Tschechien mit reichlich Platz für 2 + Gepäck
http://www.amazon.de/Husky-Extrem-Zelt- ... B000V6F6N4
Zwei Isomatten gehen gut rein mit einer halben Matte Platz dazwischen, und mit 1,80 Körperlänge kommt man da drin noch gut zurecht. Viel größer (länger) sollte man nicht sein. Die Grundfläche ist sechseckig, so dass jeder noch reichlich Platz für Helm, Jacke, Rucksack etc auf seiner Seite hat.

Landkarten folieren, mit passender Folie. Verdoppelt den Wert zwar, aber vervielfacht die Haltbarkeit, speziell bei Ins-Tankrucksackfach-Wuzelung - http://motorang.com/reisen/tips.htm

Stimmt noch genau so, auch wenn inzwischen von digitalem Wunderwerk unterstützt ist doch die Analogkarte in wasserbefestigter Ausführung ständig in Verwendung zwengs Übersicht. Der Verlag Reise-KnowHow hat Karten die direkt auf Folie gedruckt sind. die sind zwar auch nicht unzerstörbar und brechen an den Knicken irgendwann, sind aber jedenfalls wasserfest.

Gscheite Regenschuh. Die vom Tesch. Punkt.
http://motorang.com/motorrad/winterfahr ... m#kleidung


Leider passen die nur knappst über Cross-Stiefel und werden da auch von innen aufgearbeitet (Aluschnallen), zudem recht kurz für potentielles Gefurte. Daher haben wir uns von der englischen Armee Mottenschutzsocken gekauft (rochen zumindest so), sogenannte Boot Liner, die es in knielang und Goretexausführung gibt. Die kommen über die Stutzen IN die Stiefel (notfalls ohne Innenschuh falls einer vorhanden wäre). Vorteil gegenüber "fertigen" Goretexstiefeln ist dass man die ausziehen, separat trocknen und wenden kann.
Sollte man etwas größer bestellen als es der Schuhgröße entspricht, meine waren recht knapp und nur mit dünnen Stutzen zu verwenden: viewtopic.php?f=44&t=8841&p=150392&hilit=goretex+boot+liner#p150392


Tarp zusätzlich zum Zelt. Öfter mal musste ich mich eines Regengusses erwehren beim morgendlichen Zusammenpacken, oder schnell mal eine halbwegs trockene mittägliche Picknickecke schaffen

War recht notwendig. Ich hatte ein Nordisk TentWing mit das knapp für drei gereicht hat. Vorteil gegenüber einer größeren Rechtecksplane war die bessere Sturmfestigkeit. Taugt.
http://www.amazon.de/Nordisk-Tentwing-T ... B001QC31ES
Hatte auf den Langseiten noch je eine zusätzliche Schlaufe angenäht, die hats auch gebraucht.


Angel mitnehmen, klar

War in Island keine Option, da war der Fokus woanders ...


Seam Grip und selbstklebende Nylonflicken mitnehmen. Jede Regenkombi ist nur so lange gut, solange man nicht ein Löchlein oder einen Riss hat ... Inzwischen spar ich mir das Nähen, hält auch so: Saubermachen (Spiritus), Flicken druff, Ränder mit SeamGrip verpicken.
http://motorang.com/reisen/tips.htm


Zeltflicken verwendet, SeamGrip nicht benötigt aber dabei. Gibt es mittlerweile in kleinen Unterwegstübchen, sehr klass. Halben Tag Trockenzeit einrechnen, wird unter Feuchtigkeit schneller fest.

Akkulader spart Batterienkauf
http://motorang.com/reisen/tips.htm

Fast nicht benötigt. Hatte einen Eneride Untiversallader auch für Lithiumakkus mit, damit konnte man theoretisch alle unsere Kameraakkus laden, wurde aber nur zweimal benötigt um Reserveakkus zu laden. Stirnlampe bauchts sommers kaum da sehr sehr lange hell und auch nachts nicht dunkel.


Gute Wäscheklammern und reichlich Schnur - damals war das Zelt täglich nass und nur trocken zu bekommen, wenn mans in einer Regenpause aufhängen konnte. Falls das mal nimmer geht, sind Jugendherbergen eine gute und bezahlbare Alternative, auch für ältere Semester ...

Ja.

Weitere Selbstnotizen und Gedanken zur Ausrüstung:

Wenn man Alukoffer hat UND Furten fahren tut dann kommt zwingend irgendwann Wasser rein. Daher ist ein Lenzstöpsel oder eine Ablassschraube an tiefster Stelle bei geparktem Fahrzeug sehr angenehm. Hatte ich nicht und musste daher die Koffer mehrmals ausräumen, ausschöpfen, trockenwischen etc. Koffer so packen dass wasserunempfindliche Teile unten sind, weil da läuft auch nach Tagen noch das Schwitzwasser zusammen ...

Merinosocken sind superfein sollten aber nicht in den Trockner weswegen sie nach dem Waschen allermindestens eine Nacht auf einem Heizkörper oder in trockenem Wind zum Durchtrocknen brauchen. Dafür müffeln sie erst nach vier Tagen. Ein paar schnelltrocknender schnellmüffelnder Kunstfaserflauschsocken überbrückt hier ideal. Selbiges gilt für Unterwäsche ... wobei die aus Fleece etwas dicker aber auch bei Nässe noch wärmend wäre.

Weniger Werkzeug und mehr Ersatzteile machen insofern Sinn als man Werkzeug fast immer irgendwo organisiert bekommt, seltenere Ersatzteile aber nicht. Hatte daher beispielsweise Lichtmaschine und Pickup der Tenere mit sowie eine CDI, passende Kettenschlösser etc.

Mattenkombination hat sich wieder mal bewährt: dünne 8 mm Evazotematte (für Gewichtssparer tut auch eine Dreiviertelmatte) und drauf die leichteste der Therm-a-Rest-Matten gibt auch bei spitzen Lavasteinen oder Dornen halbwegs Sicherheit gegen Durchstich und eine Restsicherheit falls die Matte doch leckt. Dazu ein Kunstfaserschlafsack mit Komfortbereich im moderaten Minusbereich und alles ist gut.

Pfotenschutz: gegen Regen und Kälte: hatte Lenkerstulpen und normale Motorradhandschuhe, das war immer fein, speziell mit Griffheizung. An kalten nassen Tagen mit kalten nassen Furten und irgendwann auch kalten nassen Füßen (wenn die Furt mehr als knietief ist rinnt es oben in die Goretexstutzen rein ...) hätte ich mir warme Füße gewünscht, was durch Heizsohlen realisierbar gewesen wäre.

Helm: Gute Belüftung oder Heizvisier, sonst an schlechten Tagen Blindflug. bei Richards BMW-Hölm hat ein Pinlock-Visier gut funktioniert.

Soviel dazu.

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Re: Außertürige Anratungen fyrs Wikingerland

Beitragvon Blechroller » Mi 17 Jul, 2013 00:18

Sehr fein!

Paar Anmerkungen aus eigener Erleidung:

Ich wische das nasse Zelt immer mit einem "Bootsschwamm" der Kanuabteilung aus. Nachteil ist das Packmaß, auch wenn man das Ding quetschen kann. Ich hab das Ding halt...
Wenn man mit einem Spirituskocher unterwegs ist oder der Benzinkocher/Gaskocher sicher (!) nicht sprotzelt und stichflammt, kann man nach dem Aufbau und Auswichen des Zeltbodens das Ding da 5 Minuten reinstellen. Das trocknet das Innenzelt recht gut und senkt erheblich die Luftfeuchte.

Alterantive zu den Tesch-Überschuhen sind die von der Bundeswehr. Billiger, bekommbar, aber längst nicht so robust, halten aber locker 2 oder 3 Urlaube auch mit Rumgelaufe. Sind aber auch nicht furtgeeignet hoch.

Gegen die Mitnahme des Tarp als in der Regel Alleinreisender wehre ich mich immer noch ;-) Ist halt eine Frage der Transportmöglichkeiten. Auf Island mag es sinnvoll sein, in Skandinavien findet sich meist doch eine Bushaltestelle, ein überstehendes Scheunendach usw. für die Mittagspause. Abends im Regen ist es natürlich klasse mit dem Tarp, weil sonst verschwindet man ohne Aussicht im Zelt und brutzelt auf dem Spirituskocher (und im Zelt besser nur mit dem).
Ein Tarp ist schon klasse, aber ich nehm wieder keins mit nach Finnlandien.

Das mit dem nichtselbstehenden Zelt auf Steinboden macht mir als Tunnelzelter schon öfter mal einen gewissen Ärger. Es geht auch mit Steinbrocken als Häringsersatz, Bäumen usw. aber Sturm sollte dann nicht sein. In Skandinavien findet sich für solche Wetterunsitten aber doch meist ein Campingplatz mit Häringsboden oder doch einer Hütte (man wird halt auch älter... und muss nicht immer zelten :roll: ) Nach dem zweiten Tag Regenfahrerei finde ich so eine Hütte mit Heizung nicht so schlecht. Ist aber (alleine) nicht billig und natürlich nicht stilecht :-D

Ich mag Daunenschlafsäcke wegen des etwas besseren Schlafkomforts (subjektiv) und dem Packmaß. Wer mehr als 3-4 Tage hintereinander Im Regen Zelten will, sollte das lassen. Die Dinger werden klamm, isolieren dann nicht mehr gescheit und brauchen "ewig", bis sie wieder trocken sind. Daune muss nicht nass werden, um beschissen zu sein; es reicht eine hohe Luftfeuchte über Tage zusammen mit dem eigenen Schweiß. Ich fahre dieses Jahr wieder mit Daune, aber siehe oben (Hüttenmöglichkeit). Aus eigener Erleidung: Auch im Juli hatte ich nördlich des Polarkreise mal Nachtfrost. Ein Komfort(!)bereich bis 0°C ist da schon hybsch, wenn man nach einem Tag Regenfahrt ausgekühlt rein schlüpfen kann.

Akkus: Ich habe mir eine USB-Steckdose ans Krad gebastelt. EIne 18Ah-Bakterie sollte das Laden den smarten Phones und des Kamerakkus überleben bzw. man auch unterwegs laden, wenn man ein Kabel in den Tankrucksack zieht. Für die Stirnlampe/Zeltlampe schleif ich 2 Ersatzpacks Akkus (Eneloop wegen geringer Selbstentladung) mit. Das muss reichen. Fürs nächtliche Lesen im Zelt habe ich mir noch eine LED-Lampe mit 12V und 5m dünnem Kabel gestrickt. Auch dass sollte die Mopetbakterie mitmachen.

Ich halte eine Satz immertrockener Klamotten für sehr wichtig. Die werden eigens wasserdicht verpackt und niemals nie nicht nass werden gelassen. Es gibt nix übleres, als dauerfeuchte Klamotten. Da verbietet sich eigentlich alles, was Baumwolle enthält. Ich hab eine superhäßliche Treckinghose aus dem Polyesterschaf (übigens mückenstichdicht) und einen dünnen Fleece.

Mücken: EIn Graus und vor allem ein hoher Emotionsfaktor. Ich nutze dortig für die wenigen Tage Mückenmittel mit DEET. Ist nicht gesund und löst (wirklich!) Plastik an. Wirkt aber. Wichtig: Das Zeug wirkt nicht ob seines mehr oder weniger beschissenen Duftes, sondern es ist ein Kontaktgift, das das Niederlassen der Biester verhindert. Also T-Shirt auch einsauen, denn da stechen die Biester durch. Ich habe gute Erfahrungen mit stichdichten Klamotten, im üblen Fall mit einem Falthut mit Moskitonetz (dämlicher kann man nicht ausschauen) und dünnen Fleecehandschuhen gemacht. Mückenspiralen in der Zeltaspis sind auch nicht gesund, aber dort wirkungsvoll. Aber bitte nicht bei geschlossenem Zelt und vor dem Pennen noch mal gut lüften. Vorsicht. Bei Billigzelten sind die Moskitonetze für "Midges" oft zu grob.

Gegen kalte/nasse Füsse ein "Wundermittel", wenn die Schuhe doch mal nass wurden: 2 Paar dünne Socken übereinander und dazwischen eine Plastiktüte. Müffelt enorm, aber hält den Fuss trocken und einigermaßen warm. Wenn die Schuhe dafür zu klein sind, die innere Socke aus Seide und dünne Plastiktüte suchen.

Wen Dauerregen wirklich aufregt und ins Negative zerrt, sollte nicht zu die Wikingers fahren! Ich meine das nicht mit Ironie; ich habe da schon Leute getroffen, die nach 2 Tagen Regen mit den Nerven am Ende waren. Wer es allerdings schafft, auch den Reiz einer tropfenden Landschaft zu erkennen und wer abends im Zelt bei einem guten Buch und einem Bierchen auch mal die Außenwelt vergessen kann, der wird da oben seine Freude haben.

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Re: Außertürige Anratungen fyrs Wikingerland

Beitragvon kahlgryndiger » Mi 17 Jul, 2013 04:56

Sehr nett. Ich glaube ich bin dann doch mehr der südliche Typ :-D
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Re: Außertürige Anratungen fyrs Wikingerland

Beitragvon motorang » Mi 17 Jul, 2013 07:35

Hallo Olly,
lustig wie sich Erfahrungen gleichen und wieder nicht.

Schau Dir mal so ein Tentwing an. Silnylon, wiegt kaum was und hat das Packmaß einer Milchpackung. Wir haben es meist da verwendet wo nix war: am Zeltplatz. Weil die Isländer bauen keine überflüssigen Dachüberstände. Wenn da ein Dach ist dann kann man ja auch gleich den beheizten Innenraum weiter rausziehen so dass da dann eben kein Dach mehr ist. Oft gab es so eine hölzerne Sitzgarnitur, mit einem nestbaren Alu-Tarpstangl haben wir (mangels isländischer Bäume) da zuerst mal den Tisch überdacht. Dann kann man den Tisch trockenwischen und da mal die Helme ablegen, und sich an den zeltaufbau/abbau machen. Sollte es zwischendurch regnen ist das ein Platz zum mal gerade sitzen (habs nicht so mit Bodenhockerei), was essen, sich die Moppedklamotten anziehen etc. Es fängt ja meistens zu schütten an wenn man das Zelt gerade flach am Boden hat und die halbe Ausrüstung rumliegt, oder?
Bei der Abreise wurde als allerletztes das Tarp eingebaut, bei Regen auch mal mit Helm auf und Regenkombi an ...

Bin ja Daunenzelter sonst, das war ne Premiere, aber ich muss zugeben auch der Kunstfasersack hat seine Vorteile wenn es kalt und feucht wird.

Ne Steckdose am Mopped versteht sich von selbst, hatte ich nicht erwähnt. Der Eneride-Lader kann 12V und 230V und man kann Akkus direkt verstellbar einlegen für die man sonst den Originallader braucht und die sich nicht im Gerät laden lassen (Nikon SLR etc).
Ich hab heuer - Premiere - endlich mal dran gedacht ein 5 m Verlängerungskabel mit Zigarettenanzünderdose mitzunehmen, damit kann man sich abends den Strom ins Zelt legen und DORT trocken und mit Zugriff auf die Geräte (Smartphone, GPS, Kameraakkus) laden. Das war sehr fein und werde ich unbedingt beibehalten.

Der Plastiksack zwischen zwei Socken ist durch diese Goretexsocken ersetzbar, mit wesentlich angenehmerem Fußklima. Probiers mal!

Und das unterschreib ich: Wen Dauerregen wirklich aufregt und ins Negative zerrt, sollte nicht zu die Wikingers fahren!

Wobei es da auch gern wechselhaft ist. Ein Isländer meinte zu uns es wäre nie länger als drei Tage am Stück Schlechtwetter ... Schönwetter allerdings auch nicht :-D

Ich fahr da irgendwann wieder hin, aber jetzt sind erstmal südliche Destinationen dran in den nächsten Jahren 8)

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Re: Außertürige Anratungen fyrs Wikingerland

Beitragvon ssr-wolf » Mi 17 Jul, 2013 11:07

Als Alleinreisender (in meist südlicheren Gefilden) hab ich immer mein Tarp mit.
Als Sonnen-, Wind- und Regenschutz vom Moped zum Bolden abgespannt (mit oder ohne Tubusstängel) schon oft bewährt.
Auch zwischen/über 4 Mopeds gespannt (allerdings größere Plane) vielfach bewährt

meint der wolf
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Re: Außertürige Anratungen fyrs Wikingerland

Beitragvon Richard aus den NL » Mi 17 Jul, 2013 20:13

Letztes Jahr hat´s in Irland auch so geregnet. Da hatte Jemand einen Tarp dabei. Sehr schoen.

Letztes Wochende selbst Eine mitgenommen nach Walesien. Funktioniert auch gut gegen brennende Sonne.



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Re: Außertürige Anratungen fyrs Wikingerland

Beitragvon altf4 » Mi 17 Jul, 2013 22:05

es gab auch schon wetter, wo ich das zelt *unterm* tarp aufgebaut hab - und dann dortens wieder abgebaut oO

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