Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D
Antwort erstellen

Sa 30 Jun, 2007 15:52

Eine echte EisenArschTour...

Sa 30 Jun, 2007 20:29

Nur kurz (jetzt): nach weiteren 8 Stunden netto auf dem Bock bin ich zu Hause. Hannover-München auf so einem Hobel ist recht weit :shock: Maschine ist heute perfekt gelaufen.

Gesamt ab HH 4.300 km in 9 Tagen.

Es war trotz -oder wegen- Allem einfach nur SUPER!

Danke fürs Daumendrücken!

Später mehr.

OllY

Sa 30 Jun, 2007 20:34

:respekt:

Gratuliere

:super:

Sa 30 Jun, 2007 20:35

Da wiederhol' ich mich gerne mal:

:-D :smt023 :respekt:

Gry§e Peter

Sa 30 Jun, 2007 20:36

Willkommen daheim, wir freuen uns mit Dir :!:

Sa 30 Jun, 2007 20:36

Blechroller hat geschrieben:Nur kurz (jetzt) Gesamt ab HH 4.300 km in 9 Tagen.


Hut ab ...

Andreas, der kahlgryndige ... der letztes Jahr in 9 Tagen vergleichsweise schmächtige 3.700 km gefahren ist :wink:

Sa 30 Jun, 2007 20:37

Schön, dass du heil angekommen bist!

Grysze
Greg

Sa 30 Jun, 2007 21:04

Fein, dass du wieder da bist und alles auf eigener Achse geschafft hast (bis auf die Hinfahrt natürlich). Hast du nun eigentlich die Tour verkürzt oder wolltest du nur 9 Tage bleiben?
Die Wler habe ich übrigens auf dem Laufenden gehalten ... :wink:
Man liest sich dort.
Grüße
Falcone

Sa 30 Jun, 2007 23:37

Soderle,

hab mal die interessante Diskussion studiert und das Daumendrycken bedankt.

Mal zu den technischen und sonstigen Sachen:

Ich hab den Bock von HH bis Göteborg nicht bergab in den Begrenzer laufen lassen. Bei 100km/h hab ich es gut sein lassen. Die Sache lief die prima.
Am nächsten Tag plötzlich auf der Landstraße ohne besonderen Fahrzustand kurz vor der Grenze zu Norwegen das bekannte Dieselspritzen links.
Ein Fluch, Runtergeschluckt, auf einen Parkplatz und Düse getauscht. Dabei auch gleich eine neue Klammer , die den Düsenhalter hält, eingebaut.
Nach 1 Stunde Weiterfahrt.Vor Oslo fängst an zu schiffen und meine Sorgenblicke auf die linke Motorseite werden weniger, hören aber den gesamten Urlaub nie mehr auf. Der Motor läuft, aber subjektiv zäher; geht aber. Irgendwann bekommt in meinem Kopf das Mistwetter Oberhand und so gegen 20 oder 21.00 Uhr mag ich nicht mehr. Campingplatz, Zelt im Regen aufgebaut, Dusche, Essen kochen, Schlafen.
Am nächsten Tag ist schönes Wetter (zuerst) aber nach 1 h Fahrerei hab ich den Regenanzug wieder an.
Immer wieder der besorgte Blick nach links auf den Motor und die Karre läuft immer zäher.
Gegen Abend gehts hoch auf ein Fjell, Auffahrt meist nur noch im 3. oder 2. Gang wo eigentlich 1 Gang mehr gehen müsste. Es schifft zum Katzenerweichen...
Irgenwann rundrum nur noch Schneelandschaft, vereiste Seen und eine Aufahrt über eine Schotterpiste. Arschglatt bei dem Regen. Weiter im 2. Gang.
Kiste läuft immer lauter und rauher; Leistung wird immer schwächer.
Halt gemacht, linke Motorseite komplett eingerußt :shock: Oha, das wird ernst, nur noch raus hier...
Zurück auf die Straße und Blick auf die Karte. Es geht nur weiter nach Norden, aber ein Aufstieg kommt noch. Zurück wäre bergab und damit für die Mühle leichter, aber auch ewig bis um nächsten Ort (110km). Nee, weiter...
Der Anstieg zum nächsten Fjell ist eine Quälerei mit dem Motor. Es rußt heftig seitlich aus dem Motor. Verdacht der hinnigen Kopfdichtung.
Irgendwann nur noch Regen, Nebel und beidseitig Schneewände. Ich bin schon ewig unterwegs, der Bock spinnt, meine Nerven sind am Ende. Was mach ich hier eigentlich für einen Scheiß?
Ich hab jede Kurve gezähl, jeden noch so kleinen Anstieg verflucht, ich wil nur noch raus aus der Scheiße. Verkehr hab ich seit 2 h keinen mehr gesehen. Mein Termometer zeigt +2°C. HIER will ich nicht liegen bleiben. Kurze Pause, Handy testweise angemacht, kein Empfang. Jetzt wird es unlustig. Es ist 20 Uhr.
Irgendwann bin auch dem Mist raus, in einem Ort auf der Höhe Trondheim.
Ich will nicht mehr, bin fertig mit den Nerven.

Ein Bier, eine Dusche, was zu Essen.
Nee, ich geb nicht auf! Der Plan: Hier kann mir nix passieren, außer dass ich vieleicht einen Tag auf Hilfe warten muss. Ist aber eine nette Gegend. Wenn ich die Kiste wieder hin bringe, fahre ich nicht weiter Richtung Polarkreis, da mir dort bei zunehmend dünnerer Besiedlung die Sach zu heiß wird. Ich fahr wieder Richtung Süden und fahr so lange die Kiste läuft. Eine Ersatzdüse hab ich ja noch. Aber die verstopfte bleibt drin, so lange das Ding geht.
Also um 23.30 Uhr angefangen den Motor zu beäugen. Kurzfassung von einer Schrauberei bis 3.30 Uhr: Es war nicht die Kopfdichtung, sondern die neue Düsenhalteklammer war etwas locker. Bin leider erst drauf gekommen, als ich schon alles weg hatte, um den Kopf runter zu reißen.
Pennen. Nächster Morgen: Regen, Nebel, Weiterfahrt. Motor hat wenig Leistung läuft aber ohne Ruß und leiser. Wahrscheinlich Düse dicht von einem Span des sich wieder selbst heilenden Magnetschalters.

Die Sache hat weitere rd. 3.000 km bis nach Hause gehalten und irgendwann heute auf der Dosenbahn hat sich wohl auch das verstopfte Düsenloch wieder geöffnet. Der Motor lief heute wirklich gut. Von der Bratwurst auf der Wasserkuppe :-D bis heim über die A9 immer so 95 bis 105 km/h.


Warum ich den DD genommen habe?

Ich fühle mich zu wenig blöd, um das nur nach einer Ideologie zu entscheiden.
Der DD war (und ist) für mich das Gefährt, mit dem ich den Urlaub machen wollte. Mit der Weh wäre ich vieleicht nach Gallien oder über Alpenpässe gefahren, aber nicht nach Norge. Ein langsames Gefährt, das ich wirklich mag in einer Landschaft, die nach Langsamkeit verlangt. Ein Bock, den ich stundenlang fahren kann, ohne gefährliche Konzentrationsprobleme zu bekommen. Mit der Weh wäre es emotional entspannter gewesen, aber auch seelenloser. Es wäre nicht MEIN so geplanter Urlaub gewesen.
Ich hab manchmal eine Dickschädel und will es wissen. Vielmehr will ich aber noch wissen, wie ich mit Subperfektion umgehen kann. Wie ich emotional mit Krisen umgehen kann. Es war eine Reise, die wirkich Nerven und sehr viel Zuversicht benötigt und gekostet hat. Aber DAS Erlebnis will ich nicht mehr missen. Ich hab wieder was über mich gelernt und habe vieleicht nicht meinte Nervengrenze weiter gezogen, aber ich kann wieder ein Schritt besser damit umgehen. DAS ist das Erlebnis der Reise für mich.

Es war meine emotionalste Reise, aber auch die Schönste.

Und Norwegen ist wirklich ein Traum. Und -entgegen aller Gerüchte- ganicht mal so teuer da.

2 Forellen haben die Fliege genommen, in der Mittagspause, an einem See, auf einem Fjell...

Ach ja: 10 Tage waren geplant, 9 sind es geworden. Das ich mein Ziel, den Polarkreis nicht ereicht habe, geht mir derzeit nicht nach.
Der DD bleibt im Stall, aber ich werd die Sache jetzt mal grundsätlich angehen. Ich gehe derzeit davon aus, dass die Ersatzdüsen Müll sind oder mein Motor einen Patscher hat, der ungut Schwingungen erzeugt. Dei jetztige Düse hat aber über 3.000km heftigste Quälerei ausgehalten. Zuletzt von DK nach Hause über 1.500km Dauervollgas.


Jetzt geh ich mal die 650 Bilder laden...

OllY
Zuletzt geändert von Blechroller am So 01 Jul, 2007 00:24, insgesamt 2-mal geändert.

Sa 30 Jun, 2007 23:42

Das ist ein schöner Ansatz mit der Langsamkeit. Ich geniesse das zuweilen ebenfalls sehr...

So 01 Jul, 2007 02:11

Blechroller hat geschrieben:Ich hab manchmal eine Dickschädel ... ..., aber ich kann wieder ein Schritt besser damit umgehen.


:smt023 :-D
(und wenn dann die Tageauch noch ein paar Boldchen kommen, sag ich auch gern nochmal Danke )

Gry§e Peter :smt039

So 01 Jul, 2007 05:17

Echt perfekt ausgedryckt, der Herr Olly :smt023 :-D Schön, daß Du wieder da bist.

Christopher

So 01 Jul, 2007 10:02

Jau. Welkam bäck! :-D

(Zaacher Hund bist scho... :respekt: )

So 01 Jul, 2007 11:27

Der Diesel hat gehalten, weil er wußte, daß ich dich nicht holen kann :roll:

Herrliche Geschichte, da weiß man dann warum man ein "Alteisen" fährt, und da ist eigentlich eh jede Diskussion überflüssig. Der Großteil der Menschen mit denen man im wirklichen Leben zu tun hat, verstehen das eben nicht.

Freu mich auf die Bilder.

Uwe

So 01 Jul, 2007 14:20

Mit der W wäre es eine stramme Leistung gewesen.

Mit der DD war es sicher ein tolles Abenteuer.
Daran erinnert man sich auch nach Jahren noch.

Wir wollen Bilder und einen Bericht. :wink:

Gruß Norbert
Antwort erstellen