Funktioniert das?

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Funktioniert das?

Beitragvon fleisspelz » Mo 13 Okt, 2014 09:33

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Ich war der Meinung, der Anschlag solle besser über ein verlängertes Flacheisen geführt werden, das ebenfalls im zweiten Tauchrohrauge verschraubt ist, um verdrehsicher zu sein. Was sagt ihr zu der Konstruktion?
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Re: Funktioniert das?

Beitragvon andi » Mo 13 Okt, 2014 09:51

:shock: mag sein ich bin übervorsichtig aber was da über den Hebel an Kräften auf die Alulasche übertragen wird, wäre mir zu viel.

Wenn dann sollten die Kräfte über das Gabelrohr abgebaut werden und nur jene Kräfte die notwendig sind die Konstruktion an ihren Platz zu halten über die beiden Alulaschen.

lg
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Re: Funktioniert das?

Beitragvon fleisspelz » Mo 13 Okt, 2014 10:22

An der Alu-Lasche hängt normal ein Bremssattel der vermutlich mehr kann, als die Trommel. Diesbezüglich hatte ich wenig Argwohn
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Re: Funktioniert das?

Beitragvon Boscho » Mo 13 Okt, 2014 10:58

Ich bin ja nicht so der Mechaniker. Das vorweg...

Beim Bremsen wird das Teil, so wie es ist, ja wieder und wieder Torsionskräften ausgesetzt. Ich würde vermuten, dass die zwei Biegungen der Lasche dabei die Schwachstellen sind. Es ist nun die Frage, wie hoch die beim Bremsen entstehenden Kräfte sind und ob das Teil an den Biegungen diesen Kräften dauerhaft standhalten kann. Das ist das eine.

Dann wird das Teil mitsamt den gegenhaltenden "Nocken" an der Bremsträgerplatte sicher einem gewissen Verschleiss unterliegen (es sei denn, es sitzt "press" zwischen den Nocken, was nach meinem Gefühl nicht anzuraten wäre...) Neben der Frage, wie lange beide Teile das wohl aushalten werden, wäre m.E. auch zu klären, ab welchem Grenzmaß (Spaltweite zwischen den Nocken abzüglich Dicke der Lasche) die theoretische Möglichkeit besteht, dass sich die Lasche infolge gelöster Verschraubung aus den Gegenhaltern herausdrehen kann.

Drittens ist die Lasteinleitung in das (ehemalige) Halteauge der Bremszange eine ganz andere als sie es zu Zeiten der Fahrt mit montierter Scheibenbremse war - das Auge wird aktuell rechtwinklig zum Gabelholm auf Torsion beansprucht. Zu Zeiten der Scheibenbremse war das zwar in Grenzen auch der Fall; der Hebelarm für die Torsionskräfte war aber ein ganz anderer (wie anders hängt vor allem vom Durchmesser der Bremsscheibe, also vom Abstand der Bremsbelagsmitte zu den Augen und von deren seitlichem Versatz zu den Befestigungsaugen ab). Ich möchte behaupten: ursprünglich war die Hauptbelastung für das untere Auge auf Zug weg vom Standrohr und für das obere Auge auf Druck; die Biegekräfte rechtwinklig zum Rohr dürften vernachlässigbar gewesen sein. Das scheint mir jetzt anders.

Ich hätte mit großer Wahrscheinlichkeit nicht unerhebliche Schmerzen, wenn ich damit rumfahren müsste. In welchem Setup steckt das Ding denn drin? :?:
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Re: Funktioniert das?

Beitragvon andi » Mo 13 Okt, 2014 11:07

fleisspelz hat geschrieben:An der Alu-Lasche hängt normal ein Bremssattel der vermutlich mehr kann, als die Trommel. Diesbezüglich hatte ich wenig Argwohn


Da hängt der Bremssattel an beiden Laschen, und zusätzlich kann der Bremssattel nicht kippen, weil ja von der Bremsscheibe geführt!
Heißt das einbringen der Kräfte ins Gabelrohr ist ein ganz andere.
Die Laschen werden nicht auf Biegung belastet.

Andi

p.s
Habs gerade gelesen, das hat der Boscho e schon alles geschrieben.
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Re: Funktioniert das?

Beitragvon fleisspelz » Mo 13 Okt, 2014 12:20

Boscho hat geschrieben:... In welchem Setup steckt das Ding denn drin? :?:

In einem 1970er 650 ccm Triumph T120 Starrahmen Chopper mit etwa 46 PS und einer Gabel von einer 1992er Yamaha FZ600R
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Re: Funktioniert das?

Beitragvon ABr » Mo 13 Okt, 2014 12:25

Wirklich viel Vertrauen erweckt die Konstruktion nicht... Ganz grob überschlagen können an dieser Stelle Kräfte von gut 1.000 kp (entschuldigung, ist aber anschaulicher als 10.000 N) auftreten*. Da wird der Hebel ganz sicher nicht abgeschert, aber je nachdem in welche Richtung sich das Ganze dreht, könnte er schon 'rausfluppen oder wegknicken. Und dann noch einfach mit einer Schraube nicht gegen Verdrehen gesichert (Ob die Aufnahme und der Gegenhalter auf einem Radius liegen erkennt man nicht wirklich. Wenn nein, wäre das ganz fatal)

Da sollte man schon ein neues größeres Blech machen, das in beiden Sattelaufnahmen verschraubt ist.

Andreas

p.S. bei meines Bruders Diesel-Enfielt ist der Gegenhaltnocken auf dem Standrohr tatsächlich einmal abgeschert. (wurde auf Garantie repariert, Folgeschaden zum Glück keiner)


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Re: Funktioniert das?

Beitragvon Lederclaus » Mo 13 Okt, 2014 17:34

Bei dieser Konstellation wird wohl immer der Kragarm zu lang sein. Selbst wenn der Haltenocken direkt am Tauchrohr angegossen bzw angeschweißt wäre. Original ist das ja nur ein ganz kurzer Zapfen und die Bremsplatte liegt dicht am Tauchrohr.
Ich denke, daß das ein paar Bremsungen ertragen kann und dann Suizid begeht. Spätestens, wenn man mal rückwärts rollt und beherzt die Handbremse zieht.

Leider fällt mir bei dieser Konstellation auch keine brauchbare Lösung ein. (also nichts, was ohne Schweißen geht. Und da ist dann die Frage, wie die Bremsplatte auf einen aufgeschweißten Stopfen reagiert, an dem man eine Momentabstützung ala Grimeca Doppelduplex haltern könnte. Und die Möglichkeit, die Gegenseite an der Gabel anzuschrauben gibt´s ja auch nicht)
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Re: Funktioniert das?

Beitragvon Färt » Mo 13 Okt, 2014 17:59

Lederclaus hat geschrieben:Leider fällt mir bei dieser Konstellation auch keine brauchbare Lösung ein.


...mir tät da schon eine Lösung ohne schweißen einfallen. Soll ich was zeichnen?

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Re: Funktioniert das?

Beitragvon Färt » Mo 13 Okt, 2014 19:51

...so sollte es funktionieren.

Bauteil3a.jpg


Bauteil3.jpg


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Re: Funktioniert das?

Beitragvon Nanno » Mo 13 Okt, 2014 20:27

Ich hätte eine Platte vorgeschlagen (verschraubt mit den Bremszangenaufnahmen) und den gefrästen/gefeilten Gegenhalter dann von hinten verstiftet und verschraubt. Bedingt allerdings, dass man die Grundplatte ein wenig verdrehen müsste.
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Re: Funktioniert das?

Beitragvon kohai » Di 14 Okt, 2014 16:33

ich würd das so ähnlich machen, wie der färt vorgeschlagen hat, in verbindung mit einer neu-zentrierung des rades, so dass die platte näher an die gabel kommt. ansonsten, wenn das doof aussieht, klassisch mit längerem, geraderem abstützhebel und einer ggf. neu zu schaffenden aufnahme an der platte. die nut wegfeilen, brauchts dann ja nicht mehr.

gruß, kohai
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Re: Funktioniert das?

Beitragvon fleisspelz » Di 14 Okt, 2014 19:23

Danke für Deine Mühe Gerhard, und allen anderen fürs mithirnen. Ich hab das dem Besitzer mal so vorgeschlagen
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