Ich bin ja nicht so der Mechaniker. Das vorweg...
Beim Bremsen wird das Teil, so wie es ist, ja wieder und wieder Torsionskräften ausgesetzt. Ich würde vermuten, dass die zwei Biegungen der Lasche dabei die Schwachstellen sind. Es ist nun die Frage, wie hoch die beim Bremsen entstehenden Kräfte sind und ob das Teil an den Biegungen diesen Kräften dauerhaft standhalten kann. Das ist das eine.
Dann wird das Teil mitsamt den gegenhaltenden "Nocken" an der Bremsträgerplatte sicher einem gewissen Verschleiss unterliegen (es sei denn, es sitzt "press" zwischen den Nocken, was nach meinem Gefühl nicht anzuraten wäre...) Neben der Frage, wie lange beide Teile das wohl aushalten werden, wäre m.E. auch zu klären, ab welchem Grenzmaß (Spaltweite zwischen den Nocken abzüglich Dicke der Lasche) die theoretische Möglichkeit besteht, dass sich die Lasche infolge gelöster Verschraubung aus den Gegenhaltern herausdrehen kann.
Drittens ist die Lasteinleitung in das (ehemalige) Halteauge der Bremszange eine ganz andere als sie es zu Zeiten der Fahrt mit montierter Scheibenbremse war - das Auge wird aktuell rechtwinklig zum Gabelholm auf Torsion beansprucht. Zu Zeiten der Scheibenbremse war das zwar in Grenzen auch der Fall; der Hebelarm für die Torsionskräfte war aber ein ganz anderer (wie anders hängt vor allem vom Durchmesser der Bremsscheibe, also vom Abstand der Bremsbelagsmitte zu den Augen und von deren seitlichem Versatz zu den Befestigungsaugen ab). Ich möchte behaupten: ursprünglich war die Hauptbelastung für das untere Auge auf Zug weg vom Standrohr und für das obere Auge auf Druck; die Biegekräfte rechtwinklig zum Rohr dürften vernachlässigbar gewesen sein. Das scheint mir jetzt anders.
Ich hätte mit großer Wahrscheinlichkeit nicht unerhebliche Schmerzen, wenn ich damit rumfahren müsste. In welchem Setup steckt das Ding denn drin?
