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eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: So 01 Mär, 2015 23:31
von altf4
hi -

ich bebeastle derzeit den grossen alutank - abgesehen von einer anpassung der bohrloecher des benzinhahns habe ich folgendes problem:
Bild
die tankdeckelpassung zum tank hat schlupf:
wie geh' ich da jetzt vor: einkleben, wenn ja, womit, epoxyfizieren, andere loesungen?

bitte. danke.

g max ~:)

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 00:08
von fleisspelz
Einlöten, oder mit einem Karosseriekleber, den Du beim örtlichen Karosseriebauer bekommst, einkleben. Das Karosserieklebezeugs ist Öl und Benzinfest und überlackierbar. An neumodischen Autowagen werden damit z.B. Kotflügel angeklebt

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 11:41
von LeMansII
Ich würde es weichlöten. Ich mag persönlich diese ganze Geklebsel nicht. Ist doch eine Riesensauerei wenn man es nachträglich nochmal trennen oder reparieren muss. Brauchst aber Speziallot, und am besten eine Edelstahlbürste wegen der Oxidschicht...

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 12:27
von fleisspelz
Falls Du das jemals reparieren musst ist der Aufwand nach einlöten ebenfalls erheblich. Der Aufwand zum Einkleben ist dagegen sehr gering:
Teile aneinander anpassen
Oberflächen beidseitig leicht anrauhen
entfetten und entstauben
beidseitig dünn mit Kleber versehen
ansetzen
je nach Kleber zwischen 10 Minuten und 8 Stunden fixieren
je nach Kleber evetuell einmalig kurz - zum Beispiel im Backofen, oder beim freundlichen Lackierer um die Ecke - auf 80 Grad erhitzen
fertig

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 12:49
von LeMansII
Justus,

das ist aber doch mehr Aufwand als das bischen Löten. Die Vorarbeiten sind dieselben. Der Lötvorgang dauert sicher etwas länger, dafür muss ich hinterher keine Ablüftzeiten einhalten. Aber der Aufwand zum Trennen ist doch erheblich geringer: Beide Verbindungen lassen sich thermisch problemlos wieder trennen, denke ich. Aber die Klebepampe dann aus den Ritzen zu kratzen ist eine Strafe. Außerdem ließe sich die bestehende Lötverbindung bei Undichtigkeit einfach nochmals nachzinnen, das geht beim Kleber eh nicht. Wäre schließlich nicht der erste Alutank der undicht wird auf einem Schüttelhuber...

Aber ist ja auch eine Frage der persönlichen Vorliebe / Ausstattung. Lötzinn habe ich halt da, Kleber müßte ich erst mal behirnen, dann besorgen und 90% hinterher wieder entsorgen weil oft nur in größeren Gebinden als für den Einsatzzweck nötig - die geringe Haltbarkeit tut dann ihr Übriges...

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 13:01
von lallemang
Hi Stefan,

welches Alulot benutzt Du?

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 13:07
von hiha
Ich habs mit Alulöten (mit dem sog.Reibelot) bisher noch nicht weit gebracht, trotz viel Übung. An SO komplizierte Sachen tät ich mich gar nicht zu denken trauen, da tät ich eher noch Schweißen. Lötstellen in Alu kann man m.W. auch garnicht mehr trennen, IMHO sollte Kleben deshalb gar nicht so schlecht sein.
Wenns Stahlblech wäre, klarer Fall: Weichlöten.

Gruß
Hans

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 13:54
von LeMansII
Peter,

das kann ich Dir leider nicht mit Sicherheit sagen. Ich hatte vor Jahren 1 kg Lötstäbe auf der Veterama erstanden. Von so einem Händler der das Ganze live vorführte. Der hat das sogar mit einem Baumarkt-KartuschenSCHWEISSbrenner gelötet.

Was mich erstaunt: man kann es auch als Zusatzwerkstoff beim Aluschweissen verwenden. Ich habe erst letztes Jahr damit einen Riß im BSA Primärgehäusedeckel verschlossen. Deckel gut Erwärmen, dann mit Acetylenueberschussflamme (wegen Reduktion und Temperatur) und kleiner Düse den Rißbereich mit Vorsicht aufschmelzen und das Lot hinzugefügt (man muss höllisch aufpassen das die Schmelze nicht durchsackt).

Allerdings bin ich mir nicht sicher was die Schmelztemperatur angeht, aber es sollten unter 450 Grad sein, da es deutlich vor dem Aluwerkstoff verflüssigt. Aber der Schmelzpunkt von Alu ist hier nicht ja nicht mehr weit entfernt. Also vermute ich es ist ein Weichlot. Ob es auch als Reibelot geht habe ich noch nicht probiert. Auf jeden Fall läßt sich das Zeugs ohne das Einreiben verarbeiten, wenn die Oxidschicht sauber entfernt wurde.

Was das Schweißen von dem Tankdeckel angeht: ist der Deckelkragen der in den Tank geht (oder aussen auf den Tankkragen?) aus Alu oder Stahl? Wenn aus Stahl dann bleibt nur Löten oder Kleben, sonst gebe ich Hans recht. Wenn Max jemanden hat der sauber WIG schweißen kann wäre das die erste Wahl.

Edit: Wo ich mir den Deckel nochmal im Bild anschaue: Die Frage ob Kleben oder thermisch erübrigt sich glaube ich eh. In dem Bereich vom Scharnier dürfte es schwierig sein mit Löt- oder Schweißtechnik drunter zu kommen. Man könnte höchstens versuchen beide Teile vor zu verzinnen, und dann aufeinander legen und erhitzen. Aber das wäre dann wohl doch zuviel des Guten (bei fraglichem Ausgang), da wäre in dem Fall die Klebung einfacher.

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 14:04
von fleisspelz
Ich wollte früher auch immer unbedingt alles löten oder schweissen. Das Lötzeugl von der Veterama von dem freundlichen übergewichtigen Herrn aus Schwaben habe ich ebenfalls hier, und es ist für so manches meine erste Wahl.
Seit ich meine Aversion gegen das Kleben überwunden habe und mit modernen Klebern arbeite, klebe ich immer mehr. Wahrscheinlich werde ich demnächst mal einen Versuch unternehmen, einen Krümmer aus Rohrsegmenten zusammen zu kleben :-)

Kleine Mengen von dem Kleber beziehe ich gegen Bierspenden in einer freundlichen Karosseriebauer Werkstatt

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 14:11
von lallemang
Danke für die Info, Stefan :wink:

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 14:13
von LeMansII
Bei mir ist es eine gewachsene Aversion gegen chemische Verbindungen. Die Erfahrung hat mich gelehrt daß die meisten Klebverbindungen nicht halten, und so steigt der Argwohn. Aber sicher lag das zu 99% an meinem mangelndem Fachwissen, sprich falscher Kleber oder fehlerhafte Vorbereitung. Und das Zeuch ist halt immer genau dann vertrocknet wenn man es braucht.
Ist sicher auch ein bischen der Tim Taylor in mir. Es muss Krach machen oder wenigstens stinken, sonst isses nix :ugly:

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 14:22
von lallemang
Kleben tut schon, ist aber recht anders als Schwei§en/Löten und braucht, wie die auch,
die entsprechende Gestaltung/Vorbereitung. Richtig gut und richtig billig ist da eigendlich garnix.
Bei Alulot hab' ich halt bisher noch nicht mein Glück gefunden :?

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 19:49
von altf4
huhu -

also, der deckel'zylinder' geht quasi *in* das tankloch rein, nicht aussenrum, da hats zum loeten gar keinen zugang, denn das aeussere des unteren deckels falzt sich ueber den rand des aufgeworfenen alus des tanklochs.

auch etwas unangenehm ist die winklichkeit des tanklochs an sich, naemlich so: / \. und das untere des tankdeckels geht so: | |.
und von innen komm ich ausser mit evtl einer spritze und irgendwas fliuessigem nicht ran...

danke schonmal, much appreciated! o)

g max ~:)

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 20:54
von Maybach
Servus MaXS,

war das vielleicht mal verbördelt?
Und was wäre, wenn man die beiden Stöße sauber zueinander ausrichtet und WIG-schweißt?

Maybach

Re: eine frage zur alutankreparatur

BeitragVerfasst: Mo 02 Mär, 2015 21:34
von fleisspelz
Ich stell mir grade einen zylindrischen Gummiklops von etwa 20 mm Höhe und genau dem Innendurchmesser des Tankdeckels vor, der Mittig eine 10 mm Bohrung hat. Dann stelle ich mir vor, diesen zwischen zwei 2 oder 3 mm starke "Beilagscheiben" des gleichen Außendurchmessers einzuspannen, und zwar auf einem langen 10er Bolzen mit durchgehendem Gewinde.

Jetzt stecke ich den Gummiklops so in den Tank, dass das Gewinde nachoben rauslugt und knalle eine Mutter so fest an (eventuell indem ich das Gewinde am nach oben freien Ende mit zwei Kontermuttern gegenhalte), dass der Gummiklops zwischen den beiden Scheibennach außen hervorquillt und sich nicht mehr aus dem Tank ziehen lässt. Je größer der Durchmesser, desto lieber.

Als nächstes trage ich am inneren Rand der Öffnung im Tank mit einem abgewinkelten Flacheisenstückchen, oder einem entsprechend zugeschnittenen Hölzchen, oder sonst irgendwas eine durchgehende Klebsoffwurst auf. Dann setze ich den Tankdeckel-Scharnierträger so an, wie er endgültig sitzen soll und stecke eine grosse Metallplatte (5mm dick oder so) mit einem 10er Loch darüber. Dann setze ich darüber wieder eine 10er Mutter und schraube die ganze Konstruktion so kräftig zusammen, bis meine Kraft nicht mehr ausreicht, den Tank festzuhalten, während ich die Mutter weiter anknalle.

Falls ich alles richtig verstanden habe, wie das ganze aufgebaut sein soll, bekomme ich damit eine verklebte Bördelung. Lösen und entfernen würde ich diese Hilfskonstruktion nach der Aushärtezeit des Klebers