unklare Bucht...

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unklare Bucht...

Beitragvon lilienstein » Do 12 Apr, 2007 21:24

Man merkt, es wird Frühling. Sogar in der Bucht! Da stehen derzeit zwei EMW Gespanne, ein BMR R350 Gespann und noch eine zum Traktor umgebaute EMW rum... Daneben noch zwei MZ mit alten Stoye... bin ganz flattrig, wenn ich das so sehe :shock:

Hab aber auch gerade die Einladung zur MFK (Schweizer TUEV) bekommen, da werd ich abgelenkt durch die Sorge, dass das Dneprtier das übersteht... Also Finger an der Maus ruhig halten und dafür Schraubenschlüssel und Putzlappen am WE rausgeholt. Und dann wartet da ja noch der Stoye auf Wiederbelebung...ufff

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Re: unklare Bucht...

Beitragvon Beste Bohne » Do 12 Apr, 2007 21:34

lilienstein hat geschrieben:Hab aber auch gerade die Einladung zur MFK (Schweizer TUEV) bekommen, da werd ich abgelenkt durch die Sorge, dass das Dneprtier das übersteht... Also Finger an der Maus ruhig halten und dafür Schraubenschlüssel und Putzlappen am WE rausgeholt. Und dann wartet da ja noch der Stoye auf Wiederbelebung...ufff

Hektische Grysse vom lilienstein



(x) Du mußt die Politik der ruhigen Hand verinnerlichen. 8)

Ich werde auch manchmal ganz wuschig, wenn ich all die Gelegenheiten sehe und denke drei zwei eins, Mist, verschuldet, :shock:

Momentan denke ich daran meinen Fuhrpark zu verkleinern... :smt022

Aber was macht man mit einem Mopped, das man sich als E-Teileträger für's Wintergespann gekauft hat, merkt, daß man die Teile nicht braucht, dann zuläßt, um mal damit zu fahren und noch Geld und Schweiß reinsteckt, damit sie gut läuft und dann, ja dann...

Dann stellt man auf einmal fest daß die Maschin' nicht richtig Spaß macht, Verve, Feeling, Charisma fehlt... Ich weiß jetzt wieder, warum außer der Winter-K alle meine Moppeds höchstens zwei Zylinder haben...

Eigentlich muß ich das Ding loswerden... Hmmmm.


Grüße, Jens
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Re: unklare Bucht...

Beitragvon lilienstein » Fr 13 Apr, 2007 18:57

Beste Bohne hat geschrieben:
Eigentlich muß ich das Ding loswerden... Hmmmm.



Den Gedanken hegte ich auch gerade.. Wollte mich nach Feierabend aufs Dneprtier schwingen und los.. naja eher nix los, besser gesagt sie macht keinen Mux :evil:

Da die Lichter bei Zündung ein froh leuchten, sieht es nach defektöser elektrischer Verbindung zwischen Startknopf und Anlasser aus. Nach Inspektion und Reinigung des Knopfes und einer weiteren Stunde schrauben hab ich mich zum Relais vorgearbeitet, das klickt null, bei dem Keim drumherum wohl auch kein Wunder. Ueberbrücken half aber bisher auch nicht... Und antreten, da fehlt schlicht das Kamfgewicht - hab ich noch nie hinbekommen.

Werd jetzt was essen und anschliessend nochmal das Multimeter zum Einsatz bringen. Schaun mer mal...oder halt morgen früh, wenns wieder hell wird.

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Beitragvon lilienstein » Fr 13 Apr, 2007 21:14

Ich muss das Ding nicht loswerden, ich brauche nur Urlaub :shock:

Nachdem es sich auch mit Halogenscheinwerfer nicht mehr schrauben liess bin ich wieder rein und hab mir mal das BMW Reperaturhandbuch geschnappt und den Schaltplan studiert..alle Leitungen vom Anlasser ausgehend verfolgt und...Nein, ich hab doch nicht etwa? Ab in Hauslatschen raus auf den Hof und diesen Hure Sche.. verda.. Dreckskillschalter in die andere Richtung geschoben...

Jetzt ein Pilsener Urquell und morgen das Zeugs wieder zusammengeschraubt. Zumindest die Kontakte haben sich sicherlich übers entkeimen gefreut :oops:

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Beitragvon nattes » Fr 13 Apr, 2007 21:31

Ist das nicht jedem schon mal passiert?

Ich habe mal 3 Stunden rumgesucht,und war kurz davor die Axt aus der Scheune zu holen. :evil: :-D

Gruß Norbert
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Beitragvon Hauni » Fr 13 Apr, 2007 22:27

Stimmt!!
Ich hatte solches Erlebnis bislang 2x!
einmal nach der grossen Inspektion an der Africa Twin, und einmal nach der Autozugreise mit meinem SR Gespann........da bekommt man irgendwann einen recht verzweifelten Blick :shock: :evil:
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Beitragvon lilienstein » Sa 14 Apr, 2007 16:20

Nachtrag.

Scheinbar um mir zu zeigen, dass auch wirklich was kaputt gehen kann, hat sich das Dneprtier heute grösste Mühe gegeben: 12.05 in Unterägeri auf dem Weg nach Oberägeri, ich bremse an einem Fussgängerüberweg und kann plötzlich nicht mehr losfahren? Hinterrad blockiert! Hinter mir hupt es bereits aus den Dosen und eine Reihe Japanheizer sieht zu, dass sie Land gewinnen anstatt mit anzupacken, als ich das Eisentier am Hinterteil packend Zentimeter für Zentimeter versuche auf den Fussweg zu verschieben. Irgendwann ist das gelungen, ein Stein zum Unterlegen unter den Wagenheber gefunden und da bröseln bereits die Späne... Eine der beiden Bremsbackenfedern war gebrochen und hat wohl für entsprechende Keilwirkung und Bröselriefenbildung gesorgt. Sche... Ok das ganze Geraffel raus, Hinterrad wieder rein und die verbleibenden Kilometer zur Familie Niederöst (Dneprhändler) halt so gefahren.

Dort angekommen halt etwas mehr Teile als ursprünglich vorgesehen erworben und anschliessend versucht wieder einzubauen was auch halbwegs gelang. Aber eben nur halbwegs, da die neuen Backen anscheinend etwas grässer ausgefallen sind, als die alten. Selbst beim zurückstellen aller Einstellschrauben war ein leichter Wiederstand zu spüren. Ok, dass gibt sich hoffentlich nach den ersten paar Kilometern. Und es fuhr auch ohne irgendwelchen Schleifgeräusche. Dachte ich! Auf der Heimfahrt blieb ich plötzlich stehen. Sprit alle! Häh, war doch heute früh noch voll? Reserve - iss nicht :evil: Ein Griff zum Hinterradnabe und schnell die Finger wieder weg gezogen - kochend heiss :!: Wenigstens war die nächste Tankstelle nur 300m entfernt hinter der nächsten Kurve.
Naja die restlichen 25km hab ich entsprechend langsam zurückgelegt und wenn meine Nachbarin ihre Dose vor meiner Garage wegefahren haben wird, kanns wieder dran gehen die Finger schmutzig zu machen... Jetzt erst mal Kaffee trinken..
Manchmal träum ich von zuverlässigen Fahrzeugen, hoffentlich nicht zu oft, sonst muss ich dem Dneprtier mal mit der Bucht drohen :?

Edit: Neue Bremsbeläge sind zu breit, haben an der Seite geschliffen. Weitere Funde sind Risse in der Nabe und Felge des selbigen - kann man sowas schweissen? Hab das komplette Rad erstmal ausgetauscht.
Risse an den Verbindungsrohren des Auspuffs (an beiden) - muss vor der MFK noch zugebruzelt werden.

PS: Ich will ein MZ Gespann, da weiss man dass es funzt und nicht alles während der Fahrt auseinanderbröselt...
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Beitragvon Hauni » So 15 Apr, 2007 15:27

lilienstein hat geschrieben:
PS: Ich will ein MZ Gespann, da weiss man dass es funzt und nicht alles während der Fahrt auseinanderbröselt...


Mein Beileid!!
Manchmal , aber nur manchmal.......gibt es auch bei mir die Momente, an denen ich mich frage "Warum??"

Ach ja, wer behauptet eigentlich, ein MZ Gespann würde funzen?? zumindest das Meinige nicht :twisted:


............dafür hat die Guzzi heute erfolgreich 250 km absoviert und ausser einen abvibriertem rechten Spiegel ist kein weitere Defekt dazugekommen 8)
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Beitragvon kahlgryndiger » So 15 Apr, 2007 18:57

Hauni hat geschrieben: ... Ach ja, wer behauptet eigentlich, ein MZ Gespann würde funzen?? ...


Ich behaupte das nach wie vor :!:

Glückwunsch zu dem erfolgreichen Probelauf der Guzzi ... doch Vorsicht Martin ... am Dienstag kann es Regen geben :wink:

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Beitragvon Riege » So 15 Apr, 2007 19:56

...ich würde so weit gehen, zu sagen, daß ein Emmengespann funktioniert, sofern kein Defekt vorliegt.

Meins schiebt z.B. aus unerfindlichen Gründen öfter mal nen Halbplatten am Vorderrad... :roll:
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Beitragvon Hauni » So 15 Apr, 2007 20:54

@ Kahlgryndiger:
Vielleicht sollten wir unsere beiden Emme-Gespanne tauschen.....
dann könnte ich feststellen das es auch funktionstüchtige Emme Gespanne gibt, und du könntest festellen das es auch sehr unzuverlässige Emme Gespanne gibt :lol:
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Beitragvon kahlgryndiger » Mo 16 Apr, 2007 05:27

Hauni hat geschrieben:... und du könntest festellen das es auch sehr unzuverlässige Emme Gespanne gibt :lol:


Laß mal gut sein ... das glaube ich Dir auch so! Nur ... die Dinger sind nicht grundsätzlich unzuverlässig wie z.B. ein alter "Inlands-Serien-Russe" Ich denke Du hast ganz einfach Pech gehabt.


Gruß
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Beitragvon koenich » Mo 16 Apr, 2007 08:25

Hauni, schimpf nich immer, das Problem ist vielleicht auch die Anzahl der Baustellen die mann zu Haus hat.
Ich war am WE in der Schweiz, hab dem Thomas und den Gert besucht und ne Runde in die Hügel gemacht.
Alles bestens, auf der Rückfahrt festgestellt das das Lager vom HiRad Ritzel den Geist aufgibt. HiRad raus, reichlich Fett reingedrückt, ruhig weiter gefahren und angekommen.


@Lilienstein
für einen Besuch bei dir wars dann doch zu weit, sorry.
Die Kunst der Lebensführung besteht bekanntlich darin, mit gerade so viel Dampf zu fahren, wie gerade da ist!
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Beitragvon Hauni » Mo 16 Apr, 2007 21:51

Immer schimpfen??
Eigentlich nicht, aber da ich mit dem Emme-Gespann nun mal keine sonderlich positiven Erfahrungen gesammelt habe, möchte ich darauf hinweisen das es nicht zwingend sein muss, dass ein Emme Gespann problemlos und zuverlässig läuft ;-)
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Beitragvon lilienstein » Di 17 Apr, 2007 08:11

Natürlich kann man auch bei einer MZ nur sicher behaupten, dass sie zuverlässig ist, wenn man sehr viel Glück hat oder sie entsprechend gut pflegt (nach Pflegeanleitung). Meine erste MZ, mit der ich zehn Jahre unterwegs war hat mich (bis auf einmal) nie im Stich gelassen und ich schreibe dies regelmässigen gutem Zureden, schmieren und auf alle komischen geräusche achten zu, hatte sie fast neu mit 2500km auf der Uhr erworben.
Bei BS4, meinem Mongoleimopped sah es schon anders aus, da hatte der Vorbesitzer die Wartung warten lassen und entsprechend fiel mein Gefluche über das Gefährt so manchen Tag aus.

Bei den Russen verhält es sich (habe selber nur beschränkte erfahrung damit) aber meist ein bissel anders, da geht auch bei regelmässiger Wartung immer wieder was kaputt und nervt. Unter Wartung versteh ich halt nicht, das Gefährt beim Erwerb komplett zu zerlegen und alle kritischen Komponenten (da bliebe nicht viel übrig) durch westliche Teile zu ersetzen, da kann ich ja gleich was Modernes holen.

Als dritte Kategorie würde ich dann Fahrzeuge sehen, die auch bei längeren Nichtstun an Selbigen noch zuverlässig funktionieren, wie es ja angeblich bei vielen Afrika Twins oder Transalpen der Fall sein soll. Und sicher gibt es auch das eine oder andere Alteisen, dass diese Zuordnung verdient. Diese Zuverlässigkeit kann ich zumindest von meiner Affentwin nicht hundertprozentig bestätigen, die blieb auch schon mal für 5Minuten aus unerklärlichen Gründen stehen um nachher wieder genauso gut zu fahren.

Und bei allen steckt auch ein bissel Glyck und Philosophie dahinter :wink:

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