Kettenöler

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Re: Kettenöler

Beitragvon hiha » Mi 13 Jul, 2016 17:19

Neun-Mark-Kolben sind leider nicht mehr für Viereurofuffzich zu haben. Eher für hundertvierundfuffzich Euro...

Gruß
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Re: Kettenöler

Beitragvon Straßenschrauber » Sa 10 Sep, 2016 10:42

Ich hab endlich den scottoiler rausgeschmissen und den loobman dran.
Die neue Version, Ölbehälter mit Knöpfchen.
21,99£ inkl. Versand ist für das Gebotene kein Schnäppchen, aber immer noch günschtig, und alles ist gleich dabei.

Die Kette bekommt sofort nach Knopfdruck Öl, auch wenn der Behälter vorne an der Gabel sein sollte.
Und endlich ist Schluß mit dem Reviermarkieren! Es paßt auch schön viel Öl rein.

Jetzt, wo ich weiß, wie's geht, würde ich mir einen Billig-Öler aus einem 50- oder 100ml-Weichplastebehälter und etwas Schlauch basteln (squeeze-oiler):
Behälter aufrecht, Schlauch vom Boden der Flasche nach oben raus, vor dem Endstück (auf dem Kettenblatt, Position in etwa 9 Uhr) den Schlauch in einem leichten Bogen nach oben verlegen, an der höchsten Stelle dieses Bogens ein kleines Entlüftungsloch reinschmelzen.
Zum Ölen nach Bedarf den Behälter kurz drücken/quetschen (squeeze).
Er sollte eine 2. verschließbare große Öffnung haben, sonst könnte das Nachfüllen schwierig werden, je nachdem, wo der Behälter angebracht ist.

Komfort-Variante: solider Behälter, Pumpe aus einem Seifenspender.
1-3 Stöße reichen bestimmt für eine Ölung.
Zuletzt geändert von Straßenschrauber am So 11 Sep, 2016 13:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kettenöler

Beitragvon mike58 » Sa 10 Sep, 2016 11:08

I wois ned

I bin ja scho recht verruckt, aber ihr schlagts ois, i buck mi gern a moi , schmier mei Kettn no von Hand mit Sauber Sepp und mach gern a moi de Finger dreckig und hab de Ketten im Aug wann es wieder Zeit zum Spannen oder gar zum wechseln ist, des oanzige Senkrechte ist ein dichter geschlossener Fettketten-kasten 50 000 km und länger TR1 zum Bleistift, einfache Lösungen wie der Ketten schlauch von der MZ, simple is Best, ist eher was für Gentelmen Rider, James fahr bitte das Moped vor, no mehr Elektronik, i woas ned.

Mike
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Re: Kettenöler

Beitragvon Straßenschrauber » Sa 10 Sep, 2016 11:18

Das Ding ist ohne jede Elektronik.
Knopfdruck oben auf dem Ölbehälter öffnet den Ölauslaß, ganz schlichte Mechanik.
Öl ist nach Knopfdruck ziemlich schnell an der Kette, danach tropft nichts mehr nach (der Teil des Schlauchs nach dem Entlüftungsloch läuft leer, der restliche Schlauch vom Behälter bis zum Entlüftungsloch bleibt voll).
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loobman-verteiler.jpg
Der Verteiler fürs Kettenblatt. Mit den abgeschnittenen Enden von Kabelbindern zu verlängern.
loobman-verteiler.jpg (1.7 KiB) 923-mal betrachtet
loobman.jpg
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Re: Kettenöler

Beitragvon Myke » So 04 Mär, 2018 11:35

hervorkram ...

das ding hat ein klrist gebastelt:

https://kradblatt.de/weti-kettenoeler-im-eigenbau/

lat forum funktionierts super.
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Re: Kettenöler

Beitragvon Straßenschrauber » So 04 Mär, 2018 14:14

So ein "immer-an"-Öler bringt entweder zuviel oder zuwenig Öl an die Kette.
Mit Elektronik geht's dann irgendwann, wenn Ölviskoität, Geschwindigkeit, Temperatur, Niederschlag undundund berücksichtigt werden.
Wie beim Reh-Öler zum Beispiel.

Diese Systeme tropfen eigentlich immer nach, damit haben wir unnötiges Reviermarkieren.
Bevor ich den Loobman hatte, hab ich bei Freunden mit sauberen Hofeinfahrten die SR lieber draußen stehen lassen.

Ich find den Loobman immer noch genial einfach: Nach Bedarf und gelegentlicher Sichtkontrolle ab und an mal ölen, je nach Einsatz, spätestens nach dem Tanken.
Das paßt.

Braucht halt Schwerkraft, aber davon gibt's eigentlich immer mehr als genug.
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Re: Kettenöler

Beitragvon schnupfhuhn » Mo 05 Mär, 2018 10:57

Mit dem vorher hier verlinkten Magnetventil, dem Pocketbiketank aus Reginas "suche kleinem Benzintank" Thread und einem Arduino mit einer Leistungsstufe würde ich wie folgt spaxen:

Öltank voll, erhöhte Position, hinterhalb vom Motor im Windschatten. Warum? Öl immer warm, wegend er Viskosität. Unterhalb vom Öltank das Magnetventil. Das wird durch einen Arduino angesteuert, der Arduino hängt am Schaltplus. Zündschloss an, der Arduino sagt zum Magnetventil "tropf mal" und zählt dann leise die Sekunden... irgendwann sagt er wieder "tropf mal"

Die Tropfzeit würde ich Controllergesteuert im Millisekundenbereich so einstellen das er wirklich nur einen Tropfen gibt, das wäre Probierei, geht aber. Dann würde ich mal 1000 Tropfen in eine Spritze lassen und das Volumen messen.

Daraus Rückrechnen wieviel Tropfen 3ml sind. 3-4ml je 100km sind nach dem hier gelesenen wohl gut...

Jetzt Tropfenzahl für 3ml ausrechnen. Durchschnittsfahrer machen eine Landstrassenschnitt von 40-50km/h wenn sie normal fahren. Also 2h= 7200 Sekunden geteilt durch Tropfenzahl für 3ml. Damit weiß man dann bis wohin der Ardunio zählen muß. Pedanten kleben an den Arduino noch 2 Schalter hin, einen der Regenfahrt heisst und die Tropfzeit halbiert. Den 2ten kombiniert man mit dem sonst eh völlig nutzlosen Ständerschalter... :weg:
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Kettenöler

Beitragvon hiha » Mo 05 Mär, 2018 11:04

Ich mag keine Magnetventile, schon garnicht am Moped. Wenn dann würd ich eher so einen Wechsel(Zapfhahn) wie am Bierfassl in klein, zusammen mit sowas wie einem Modellbauservo verwenden. Oder eine Schlauchpumpe/Peristaltikpumpe wie im Infusomaten. Falls es das überhaupt braucht. Der Loobman zeigt, dass es ja auch so geht.

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Re: Kettenöler

Beitragvon schnupfhuhn » Mo 05 Mär, 2018 11:27

Was hast Du gegen Magnetventile? Gehören halt gesnubbert oder mit einem Freilauf versehen...
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Re: Kettenöler

Beitragvon hiha » Mo 05 Mär, 2018 12:37

Als ich noch bei Dornier Medizintechnik war, hatten wir lauter MIL-spezifizierte Bauteile. Das Einzige was ständig Ärger machte waren die Magnetventile. Mechanisch, nicht elektrisch/elektronisch. Und in einem maroden Motorradnetz ist das bestimmt nicht besser. Und mit zähem Öl beaufschlagt schon garnicht...

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Re: Kettenöler

Beitragvon Straßenschrauber » Mo 05 Mär, 2018 12:41

Ich bin ja gerade angefixt mit Arduino.
Aber das ganze in meinem Hirn jederzeit abrufbare Wissen übers Kettenölen da reinzubekommen, uiuiui.
Und dann noch die ganze Sensorik ...

Zum Beispiel ein Geber, der Regenfahrt auf dreckigen Pisten erkennt, der ist schwer zu bekommen.
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Re: Kettenöler

Beitragvon hiha » Mo 05 Mär, 2018 12:44

Es ist sinnvoll, dem Arduino präprozessierte Daten zu verabreichen. D.h. DU enthältst alle Sensoren, und DU drückst auf den Knopf, wenns ölig werden soll. Spart ausserdem den Arduino...
:lol:
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Re: Kettenöler

Beitragvon Straßenschrauber » Mo 05 Mär, 2018 12:47

... und das Magnetventil und auch sonst fast alles.

Das Magnetventil, das zum Rehoiler-Bausatz gehört, macht scheint's wenig Probleme.
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Re: Kettenöler

Beitragvon Aynchel » Mo 05 Mär, 2018 13:40

ich weiss nicht so recht, was ihr gegen den Scottoiler habt
an meiner BIG läuft der seit Jahren ohne Probleme

wenn ich was mit ner Handpumpe machen wollte würde ich nen Seifenspender ans Moped machen
aber wozu, der Scotty macht das zuverlässig und gut

http://www.ebay.de/itm/Kela-Wandseifens ... SwvfZaGgO0

ne einfach Membranpumpe und ein Drosselventil wäre auch noch eine Variante für den Eigenbau

https://www.ebay.de/itm/BENZINPUMPE-UNT ... Sw3ANalX8y
Aynchel aus Meddersheim


ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: Kettenöler

Beitragvon Straßenschrauber » Mo 05 Mär, 2018 13:45

Der Scottoiler (jedenfalls der unterdruckgesteuerte) ist eine Schwachstelle mehr in der empfindlichen Gemischaufbereitung.
Ich hatte immer Sorge, daß da was undicht wird.
Immer zuviel oder zuwenig Öl auf der Kette.

Und eben: das Nachtropfen.
Auch das macht der Loobman besser, die clevere Ölleitung mit dem obenliegenden Luftloch sorgt dafür, daß alles schnell auf's Kettenblatt kommt, da tropft nix nach.
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