Vergleich Lambda-Messgeräte

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon Wauschi » Mo 21 Sep, 2015 07:43

Das könnte für den Einen oder Anderen interessant sein.
Habe festgestellt so Lambdasonden-Messdinger gibt es von € 30.- bis ganz viel.
Hatte die Möglichkeit ein KOSO (130.-) und China-Lambda-Messgerät (30.-) zu vergleichen.

Siehe: https://drive.google.com/open?id=0B4bj0 ... 1BWTWtWY2s

Lg,
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon Nanno » Mo 21 Sep, 2015 08:47

Und wie. Der Worresch Andi und ich basteln da schon länger an sowas rum... naja, er bastelt und ich soll es testen. :D
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon Wauschi » Mo 21 Sep, 2015 09:24

Freut mich zu hören, dass ich da nicht alleine bin.
Da ich mit den Ohren und Augen nicht so gut bin, habe ich eine günstige Möglichkeit gesucht meinem Mopeds halbwegs einzustellen. Günstige Sonden und Messgeräte gibt es ja aus Kina, aber was zeigen die an? Daher die Tabelle.

Woran arbeitet ihr?
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon Nanno » Mo 21 Sep, 2015 10:11

Ein ganz einfaches Balken-Anzeigegerät für Zweizylinder auf Atmel-Basis. Als Sonde verwenden wir eine 08/15-Sprungsonde aus China. Im Prinzip gehts um eine Machbarkeitsstudie, ob man mit solchen Sonden überhaupt was G'scheites messen kann bzw. wie weit der Messbereich wirklich ist. (Was aus deinem Excel schön hervorgeht - sprich für die Feinabstimmung isses zu gebrauchen!)

Ich möchts für die Abstimmung vom XS-Rennerle und meiner TR1 verwenden, weil ich da in beiden Fällen komplett andere Vergaser drauf hab und die sind halt mal nach Gefühl abgestimmt. Bei der TR1 weiß ich aber, dass ich in manchen Bereichen zu mager bin und in anderen zu fett... wäre halt schön, wenn man das auch ein wenig empirisch bestimmen könnte.
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon Wauschi » Mo 21 Sep, 2015 11:17

@Nanno,
super Implementierung mit den LEDs. Am Ende würden auch mir eine LED mit zwei Farben reichen.
Siehe: http://www.eeweb.com/blog/extreme_circu ... tor-tuning

Der Winter kommt, vielleicht packe ich auch den Lötkolben aus.
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon Nanno » Mo 21 Sep, 2015 11:38

Jep, das war die Basisschaltung, aber wenn ich mich recht erinnere, war der IC nicht mehr zu kriegen oder unverhältnismäßig teuer, weswegen der Andi die Schaltung neu entworfen und um einen ATMEL herum gebaut hat. Im Prinzip haben wir diese Schaltung zwei mal und können so zwei Lambdasonden unabhängig voneinander auswerten.
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon LeMansII » Mo 21 Sep, 2015 11:44

Mit welchen Sonden wurden die Kurven denn aufgenommen?
Gruß,
Stefan
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon Wauschi » Mo 21 Sep, 2015 11:50

Stefan, die Kurven wurden mit einer Labor-Referenzspannungsquelle aufgezeichnet. Ziel war den Unterschied in der Spannungsauswertung zwischen billig und mittelpreis Gerät zu ermitteln.
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon LeMansII » Mo 21 Sep, 2015 12:05

Ah ok, mich wunderte bloß die "komische" Lage von Lambda=1, hätte ich das doch eher um 450mV erwartet. Oder mit welchem Stöchiometrischen Luftverhältnis hast Du das Lambda berechnet?
Übrigens ist in Deinem Graph ein Fehler, auf der Y-Achse stehen Zahlenwerte von A/F, aber die Beschriftung sagt Lambda...
Gruß,
Stefan
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon Wauschi » Mo 21 Sep, 2015 12:57

Stefan, ja, die Lage ist nicht ganz genau, aber zu dem ist ja die Tabelle und bei meinen alten Mopeds egal (was hätten wir denn früher gemacht :-))
Am wichtigsten, um das Bild komplett zu machen, wäre jetzt eine Vermessung der Sonde mit einem genauen Referenzgerät.
Das steht mir leider nicht zur Verfügung.
Ich muss darauf vertrauen, dass die Sonde halbwegs genau die erwarteten Werte liefert. Und das tut sie auch, zumindest nach Kerzenbild und beim Abgasmessen bei der Überprüfung jedes Jahr.
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon schnupfhuhn » Mo 21 Sep, 2015 17:10

Der LM3914 kostet bei Reichelt 1,45€. Das Ding funktioniert soweit auch gut genug um damit ein Moped abzustimmen. Ist eigentlich nur ein Voltmeter das 0,1V Schritte anzeigt. Keine große Kunst. Die Sondencharakteristik ist üblicherweise etwas verbogen, lässt sich aber nah an Lambda 1 als fast linear annehmen. Anschweissflansche gibts beim Preisinger in München. Obacht bei den Sonden, da gibt es verschiedene Typen die mit der Anzeige nicht gehen weil die Kennlinie springt statt im Bereich um Lambda 1 nahezu linear zu laufen.

Gruß,
Andreas
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon Nanno » Mo 21 Sep, 2015 17:57

Warum genau wir jetzt den LM3914 nicht genommen haben, dazu müsst' der Andi unser kollektives Gedächtnis auffrischen. Die Lösung mit dem Atmel ist auch schon fertig, ich muss nur noch (die schon vorhandenen) Einschweißmuffen in die Krümmer schweißen... :oops: Dann können wir das auch mal erproben.
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon andi » Mo 21 Sep, 2015 18:32

Nanno hat geschrieben:Warum genau wir jetzt den LM3914 nicht genommen haben, dazu müsst' der Andi unser kollektives Gedächtnis auffrischen.


Ganz einfach, ein Arduino Nanno Board kosten incl. Versand aus China 3€
Das hat eine USB Schnittstelle + Einen Spannungsregler und kann von 20 bis 5V angespeist werden.
Ausserdem AD Eingänge und jede Menge Ausgänge die ich frei programieren kann.
Was soll ich mir die Analoge Schaltung an tun. Ich messe was reinkomm, und das Programm entscheidet was wieder rausgeht.
Ich steuere zwei Reihen zu jeweils 9 LED an.
jeweil 3 blaue, 3 grüne und 3 gelbe.

Von fett bis mager, wobei ich die Übergänge durch Mehrfachansteuerung von LED's darstelle.
Und wenn die Kennlinie nicht zur Anzeige passt, schraubt man halt am Programmcode, und braucht an der Schaltung gar nichts ändern :D
lg
Andi
p.s.
Abgesehen von den LED's und deren Vorwiederständen, sind genau noch zwei Transistoren + deren Basiswiederstände verbaut.
Wobei ich nur 9 Vorwiederstände brauche, weil ich die LED-Reihen nicht gleichzeitig ansteuere. Damit die LED's nicht zu dimmen beginnen, habe ich bei jedem Messdurchgang, 5ms Pause eingebaut. ich vermute das ist schnell genug.
Die Eingänge habe ich mit Transil Schutzdioden + 100K Wiederstände abgesichert.
Das wars.
erfolgloser Russenkurbelwellenfeinwuchter, und anerkannter Legastheniker.
Wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten :-)
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon andi » Mo 21 Sep, 2015 18:48

Bilder dazu

Bild
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Re: Vergleich Lambda-Messgeräte

Beitragvon Wauschi » Di 22 Sep, 2015 06:09

Andi, absolut super. Da möchte ich auch gleich den Lötkolben nochmal auspacken.

Was ärgerlich ist sind die Muffen.
Ich kann/will nicht auf jeden Krümmer einen Anschluss für die Sonde schweißen und frage mich wie genau eine beheizte Sonde wohl ist wenn, man das Teil einfach nur mit einem Schlauch in die Abgase hält, wie in der Werkstatt beim CO messen.
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