Julia hat geschrieben:Soo, und nu? Die Bremse ist nach wie vor in Bremsleistung und Druckpunkt nicht zufriedenstellend. Und Freitag wollen wir mit der Ural nach Reimlingen...
Nächste Idee wäre, die Hebel einzeln mit Kabelbindern irgendwie so zu fixieren, das der geweilige Bremsbacken gerade so anliegt und die Stange dann anzupassen.
Wie macht man das richtig? Danke!

Julia, diese Bremse ist schwierig einzustellen. Selbst ich brauche mit über 20 Jahren Erfahrung manchmal 2,5 Stunden für ein komplett neues Setup. Das hat verschiedene Gründe: schlechte Verarbeitung, schlechtes Material und schlechte Verarbeitung.Außerdem schlechtes Material.
Die von dir angedachte Variante, beide Backen gerade eben anzulegen und die Stange darauf anzupassen, ist genau richtig. Dabei ist es nicht ganz unwichtig, wie die beiden Hebel dabei stehen.90° zur Zugrichtung beim Bremsbeginn wären sehr gut, weil bei 90° die höchste Kraft übertragen werden kann.
Das ist aber bei einer Ural- Duplexbremse oft nicht hinzukriegen.Ich hab auch schon eine zweite Bohrung in der Bremsankerplatte angebracht, um den Abstand beider Bremsbacken an der Trommel zu sehen.
Ein paarmal hab ich es mit der verbauten Bremsankerplatte nicht hinbekommen. Mit einer neuen Bremsankerplatte vom Vertragshandel war sofort Ruhe (also die Platte der letzten aktuellen Modelle). Teuer sind die, aber oft hilft das.
Aber halt nicht immer.
An meinem Uralgespann hab ich die Bremstrommel ausgedreht, die Bremsbacken übergedreht, ein dickel Bremsseil mit 2,5mm Seelenstärke und dicken Nippeln eingebaut. Es bremst ausreichend, wenn man beide Betriebsbremsen gleichzeitig und mit Überzeugung einsetzt.
Die nächste Investition wird die Scheibenbremse der aktuellen Modelle sein.